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Um allein mit YouTube-Videos durchzustarten, braucht es mehrere Dinge: zum Beispiel Humor, einen skurrilen Inhalt und vor allem eine ganze Menge Glück. Anika Nilles hatte mit Sicherheit einiges von Letzterem. Aber um ein Vielfaches mehr beeindruckt Anika Nilles schlicht mit großem Talent.

Das Erfolgsrezept von Anika Nilles: keine Effekthascherei, keine schwindelerregenden Techniken, kein doppelter Boden! Bei Anika Nilles geht es ganz einfach um exzellentes Schlagzeugspiel!

Offensichtlich genau die richtige Entscheidung, denn ihre Videos begeisterten schon nach wenigen Wochen tausende Zuschauer. Dabei rückt Anika Nilles inzwischen mehr und mehr ins Rampenlicht der nationalen und auch internationalen Drummer-Gemeinschaft.


Art Blakey wurde vom Pianisten zum autodidaktischen Schlagzeuger, beeinflusst von Drummern wie Chick Webb, Sid Catlett und Ray Bauduc.

 


Schnelle und schwierige Bassdrum Figuren sind derzeit mega angesagt. Das Doublebass-Drum-Spiel gilt heute mit als Qualitätsmerkmal von guten Drummern. Und das nicht nur im Heavy Metal. Das praktische Umsetzen dieser Patterns am Drumset erfordert allerdings ebenso wie beim Spielen von Grooves eine gute und durchdachte Fußtechnik. Das nötige technische und handwerkliche Know-how für den Einstieg erhältst du natürlich bei uns!

Bassdrum/Hi Hat-Pedal: Eine gut eingestellte, wenn möglich professionelle Bassdrum- wie auch Hi-Hat-Fußmaschine eines Markenherstellers ist die Voraussetzung für das Entwickeln einer guten und lockeren Spieltechnik. Wenn deine Fußpedale die einzelnen Bewegungsabläufe nicht optimal umsetzen können, bist du beim Üben leicht frustriert und verlierst einfach schnell die Lust.

Bassdrum-Spieltechniken

Es gibt eine ganze Reihe diverser Bassdrum-Techniken, die du dir auf YouTube mithilfe der entsprechenden Stichwortsuche auch vielfach ansehen kannst. Basismäßig unterscheidet man zwei verschiedene Spielweisen für die Füße, die „Heel-Down-Technik“ (Ferse unten) und die „Heel-Up-Technik“ (Ferse oben).

Heel-Down-Technik

Hierbei liegt die Ferse während des Spiels ständig auf dem Bassdrum-Pedal auf. Der Anschlag des Bassdrum-Pedals erfolgt durch eine Auf- und anschließende Abwärtsbewegung der Fußspitze aus dem Fußgelenk heraus. Wichtig ist, dass du bei der Auf- bzw. Abwärtsbewegung mit der Unterseite der Fußspitze nicht den Kontakt zum Pedal der Fußmaschine verlierst.

Anwendung: Diese Technik eignet sich mehr für ein ruhigeres, entspanntes und auch leiseres Spiel und bietet dir viel Kontrolle. Anfangs fällt es dir wahrscheinlich etwas schwer, kraftvolle und laute Anschläge mit dieser Technik zu spielen. Das verbessert sich jedoch im der Laufe der Zeit durch das Entwickeln und Kräftigen der Muskulatur.

Heel-Up–Technik

Bei dieser Spieltechnik werden in einer fließenden Kippbewegung zuerst die Ferse und anschließend leicht die Fußspitze angehoben. Der Anschlag erfolgt durch die nachfolgende und umgekehrt verlaufende Abwärtsbewegung von der Fußspitze zur Ferse hin durch eine Bewegung aus dem Fußgelenk mit Unterstützung durch das Gewicht des Beines. Stell dir das in etwa so vor, als ob du mit der Ferse eine mit der Spitze nach unten im Boden steckende Reißzwecke in den Boden klopfst. Bei dieser Technik benutzt du im Prinzip lediglich deine Waden- sowie Teile deiner Fußmuskulatur – das komplette Bein bleibt völlig locker. Achte auch hier darauf, dass die Fußspitze stets Kontakt zum Bassdrum-Pedal hat und dass du die Muskulatur deines Oberschenkels nicht benutzt.

Anwendung: Die Heel-Up-Technik ermöglicht vom Sound her harte, satte und knackige Anschläge, sie eignet sich demnach speziell für lautere Schläge. Wenn der Fuß nicht spielt, sollte die Ferse auf das Bassdrum-Pedal aufgelegt werden, dadurch kann sich die Muskulatur entspannen und bleibt locker. Die meisten Drummer verwenden hauptsächlich diese Spieltechnik.


Bela B. ist Schlagzeuger der besten Band der Welt. Der Musiker ist jedoch weitaus mehr als Ärzte-Drummer – Bela B. ist Entertainer, Schauspieler, Autor …


Für Benny Greb ging es bereits von Kind an ums Schlagzeug, wenn es um Musik ging. Er war immer schon von den Schlagzeugern – und den Schlagzeugen – fasziniert, wenn irgendwo eine Band spielte, ob das nun bei einer Eröffnungsparty war oder selbst bei irgendwelchen Playback-Geschichten im Fernsehen.

Benny Greb setzt dabei nicht vordergründig auf das mit Tricks und Licks gespickte „High-Speed Drum-Solo-Spektakel“ (obwohl er auch in diesem Bereich eine Menge parat hat!), sondern auf musikalische Qualitäten. Selten hat man bisher so musikalisch ausgereifte, durchdachte und spannend-melodische Drum-Kompositionen zu hören bekommen, die zudem geradezu „hitverdächtige“ Hooklines aufweisen – „hitverdächtig“ dadurch, dass sich seine Drum-Melodien, Themen und Ostinati-Pattern wie eben eine gute Melodie oder ein zwingendes Riff im Gehörgang festsetzen.

Dazu versteht es der charmant augenzwinkernde, humorvolle Wahl-Hamburger aus Augsburg, seinem Pubikum mit Spielwitz und einem gewissen Spaßfaktor hohen Unterhaltungswert zu bieten, sei es bei seinen Drum-Konzerten oder auch mit seinen Lehr-DVDs, die nicht nur ein musikalisches Porträt in sechs Drum-Solo-Kompositionen und viel an Lehr-Material bezüglich seiner „Spezialität“ der ostinaten Drum-Melodien bietet, sondern aufgelockert mittels von Benny selbst konzipierten, humorigen Kurzfilmen ein treffendes Bild seiner Persönlichkeit zeichnet und in Bennys einzigartiger Solo-Performance auf einem reinen Cymbal-Setup gipfelt.


In den Weiten des Netzes gibt es zahlreiche Drum- & Percussion-Workshops, kuriose Schlagzeug-Geschichten und einfach Erwähnenswertes, was wir hier in unserem Blog aufgreifen! Wer also nicht jeden Monat auf die neue STICKS warten möchte, kann sich in unserem Schlagzeug-Blog auf dem Laufenden halten und sich unterhalten lassen!


Mit dem Schwung der Latin-Bewegung wurde die Bongo Trommel auch bei uns bekannt. Man war begeistert von den exotischen Sounds, die eine tolle Lebendigkeit in die Musik brachten.

Früher belächelte man Bongos nur als kleine Trömmelchen, die im Schatten ihrer großen Brüder, den Congas, standen. In Wirklichkeit aber sind Bongos wahrlich keine Spielzeuginstrumente und auch keine billigen Trommeln, die man als Deko an die Wand nagelt. Sie haben sich inzwischen voll in die moderne Musiklandschaft emporgearbeitet und finden ihren Einsatz in allen erdenklichen Stilrichtungen von Rap bis Pop, von HipHop bis Rock.

Natürlich sind Bongo Trommeln nach wie vor in der Latin-Szene zu Hause (Salsa, Son) genauso wie in den Landschaften der weltmusikalischen Ausflüge. Schaut mal gezielt hin und ihr werdet Bongos bei solchen Top-Acts wie Fanta 4 (Roland Peil), Stefan Raabs TV-Total-Band „Heavytones“ (Alfonso Garrido), DJ BoBo (Hilko Schomerus) oder auch bei Gentleman (Bertil Mark) finden.

Wo kommen Bongos eigentlich her?

Aus Kuba, da wo auch die Congas herstammen. Bongos sind in der traditionellen afrokubanischen Musik die festen Partner der Congas. Dort gibt es unzählige Rhythmen, die wie ein Netzwerk aus unterschiedlichen Groovemustern ineinandergreifen. In den 60er-Jahren kamen die Bongos auch nach Deutschland. Doch erst Mitte der 70er erkannte man – vor allem durch die Pionierarbeit des Percussionisten Nippy Noya – ihre erstaunliche musikalische Eigenständigkeit.

Aufbau/Konstruktion

Bongos sind Trommelpärchen, die fest miteinander verbunden sind (s. Bild 1). Typisch ist ein kleiner Kessel – man nennt ihn auch „Macho“ (Mann) und ein größerer Kessel, genannt „Hembra“ (Frau). Es gibt Bongos aus Holz und solche mit Fiberglas-Körpern. Aufgezogen sind dünne Lederfelle (meist vom Büffel), die sehr hart angespannt werden müssen, um den charakteristischen hellen und knackigen Bongosound zu erzielen.

Bongos-01

Bongos mit Macho und Hembra. Das Spannsystem hält die knallhart gespannten Felle im Zaum – Links mit traditionellem Spannring, rechts mit gerundetem „curved“ Rim.


Was soll man über Buddy Rich schreiben, dessen Ruhm und Bekanntheitsgrad in Schlagzeugerkreisen höher und größer ist als bei jedem anderen? Einen Schlagzeuger, der schon zu Lebzeiten eine Legende war und der für die Meisten bis dato als der Drummer’s Drummer schlechthin gilt?

Auch wenn andere Schlagzeuger innovativer waren und mehr Swing in ihrem Spiel hatten, wenn es um eine virtuose Technik, unglaubliche Energie, unfassbare Geschwindigkeit und ein hohes Maß an Ideenreichtum und Wandlungsfähigkeit geht, so konnte und kann ihm vielleicht bis heute niemand das Wasser reichen.

Buddy Richs Technik war wirklich perfekt und vollkommen natürlich. Seine Fingerfertigkeit, seine Geschicklichkeit, seine Geschwindigkeit, seine Lockerheit sind unerreicht und gelten für viele als das höchste zu erreichende Ziel. Er beherrschte alles, sowohl rechts als auch links. Ob es traditional grip oder matched grip war oder der einhändig gespielte Wirbel, es gab für ihn keinen Unterschied zwischen der rechten und der linken Hand. Seine linke Hand war ständig in Aktion und interagierte mit der Bassdrum, dass man oft dachte, da müsse mehr als ein Drummer zu Werke gehen.

„Almost everything I’ve done, I’ve done through my own creativity. I don’t think I ever had to listen to anyone else to learn how to play drums.“

Ohnehin war seine Koordination bemerkenswert. Auch das Tempo seiner spektakulären Crossover-Figuren, bei denen er die Arme beim Spiel von einer Trommel zur anderen kreuzte, entweder unter den Armen durch oder über die Arme drüber, waren so bis dahin noch nicht zu sehen, ebenso wie seine „Stick gegen Stick“-Technik. Dabei werden die Sticks in einer kreisförmigen Bewegung gegeneinander geschlagen, ähnlich wie bei einem Single Stroke Roll.

Buddy Rich kam hierbei auf bis zu 20 Schlägen in der Sekunde! Und er konnte nicht nur ganz hervorragend mit Sticks umgehen, auch seine Besentechnik suchte seinesgleichen. Buddy Rich war dank seiner Musikalität, Virtuosität und seiner Improvisationskunst ein herausragender Solist. Er verstand es wie kaum ein anderer ein Solo auch über mehrere Minuten hin spannend und abwechslungsreich zu halten. Dynamische Wechsel zwischen energetischen und ruhigen Passagen zeichneten seine Soli aus. Doch was für ein Mensch war dieses Ausnahmetalent? Er war absolut loyal, respektvoll, voll Selbstvertrauen, perfektionistisch, kontrovers, nicht selten cholerisch, sah herab auf Musiker ohne eigene Identität. Er besaß einen schwarzen Gürtel in Karate, hatte ein Faible für schöne schnelle Autos, liebte Spaghetti Bolognese, Steaks, Käsekuchen und Hot Dogs und mochte Filme über den Krieg.

So sehr man Buddy Rich für seine Musikalität und sein Drumming auch verehrt, die menschliche Seite war nicht immer die des hilfsbereiten, freundlichen Kollegen, wenn er dies ohne Zweifel auch war. Er hatte ein sehr hitziges, oft anstrengendes und kompliziertes Temperament und erwartete immer den Respekt und auch den Perfektionismus von seinen Musikern, den er selbst an sich stellte.

In seinen beinahe schon cholerischen Wutausbrüchen drohte er seinen Musikern oft mit Rausschmiss aus der Band, tat es dann aber letztendlich doch eher selten, im Gegenteil: Vor allem in Interviews und in TV-Shows lobte er das Können seiner Kollegen außerordentlich. Dennoch existieren so einige heimliche Mitschnitte aus Tourbussen oder aus Backstage von seinen Wutanfällen, denen er mitunter auch den unschönen Spitznamen „Ruddy Bitch“ zu verdanken hatte.

Unter all dieser Härte muss allerdings laut Aussagen seiner Frau Marie Allison, seiner 1954 geborenen Tochter Cathy, seiner Familie und von engen Freunden ein weiches, warmes, sensibles und großzügiges Herz gesteckt haben. Buddy Rich wurde am 30. September 1917 in Brooklyn in New York City geboren. Seine jüdischen Eltern Robert und Bess Rich hatten eine eigene Vaudeville-Show mit der sie ständig unterwegs waren.

Schon mit 18 Monaten saß der kleine Bernard das erste Mal als Schlagzeuger auf der Bühne, und so sollte sein Leben auch für die nächsten 70 Jahre bleiben. Sein Vater entdeckte das Talent seines Sohnes als er feststellte, dass der damals erst einjährige Bernard einen Rhythmus ohne Probleme und absolut gleichmäßig mit Löffeln mitklopfen konnte.

„Every drummer that had a name, had a name because of his individual playing.“

Bereits mit vier Jahren war er fester Bestandteil der Show seiner Eltern, angekündigt als „Traps, the Drum Wonder“. Aber er spielte nicht nur Schlagzeug, er war auch ein herausragender Stepptänzer und ein großartiger Sänger. Auftritte am Broadway waren die Folge. Mit elf Jahren leitete er dann seine erste kleine eigene Band und tourte mit ihr durch die USA.

Buddy Rich war ein Kinderstar, nach Jackie Coogan der zweitbestbezahlte auf der Welt. Doch irgendwie reichte ihm das nicht, er fühlte sich nicht erfüllt. Ohne jemals auch nur eine einzige Stunde Schlagzeugunterricht erhalten zu haben, als vollkommener Autodidakt, nach eigenen Angaben sogar ohne jemals geübt oder sich besonders intensiv mit Technik oder ähnlichem auseinandergesetzt zu haben, wollte er es wissen.

Er wollte ein richtiger Jazzmusiker werden und zwar einer der Besten, wie seine großen Vorbilder Chick Webb, Gene Krupa, Dave Tough oder Jo Jones. 1937 ist der Startpunkt seiner Laufbahn als Jazz-Drummer. Buddy Rich stieß zur Band von Joe Marsala und spielte mit ihm eine Zeit lang im „New York’s Hickory House“, wechselte 1938 zu Bunny Berigan und 1939 zu Artie Shaw (damals der populärste Klarinettist im Swing). Im selben Jahr ging er dann für drei Jahre zu Tommy Dorsey, ein großer Schritt für seine Karriere. Hier wurde schon allen so langsam klar: Buddy Rich ist der neue Star am Schlagzeugerhimmel.

„I consider every drummer that ever played before me an influence, in every way.“

Es folgten unzählige Engagements wie zum Beispiel bei Frank Sinatra (ebenfalls ein ehemaliges Mitglied der Tommy Dorsey Band), Benny Carter, Charlie Parker, Lester Young, Art Tatum, Lionel Hampton, Harry James, Les Brown, Dizzy Gillespie, Dexter Gordon, Thelonious Monk, Louis Armstrong und Charlie Ventura, später auch wieder bei Tommy Dorsey. Er wirkte bei der berühmten Konzertreihe „Jazz At The Philharmonic“ mit, spielte hin und wieder in All-Star Bands, machte erste nicht ganz so erfolgreiche Gehversuche als Bandleader, stand ab und an für Hollywoodfilme vor der Kamera, und er war dank seines Humors und seiner Popularität ein gern gesehener Gast in großen TV-Shows. In diesen fast dreißig Jahren, in denen er als bestbezahlter Sideman seiner Zeit für andere Bandleader arbeitete (zeitweise sogar hauptamtlich als Sänger), wurde eine Idee in ihm immer stärker: eine eigene erfolgreiche große Big Band zu leiten.

Als er seinem Freund Frank Sinatra von seinem Traum erzählte fackelte dieser nicht lange, langte in seine Tasche, füllte ihm einen Scheck über sage und schreibe 40.000 US-Dollar aus, überreichte Buddy Rich diesen als Startkapital und wünschte ihm viel Glück. Von dieser Stunde im Jahr 1966 an war er nicht nur mehr Sideman, er war Leiter einer Big Band und das für die nächsten Jahrzehnte. Obwohl der Zenit für Big Bands schon lange überschritten war, bewies Buddy Rich ein glückliches Händchen und konnte seine Band über all die Jahre hinweg bis zu seinem Tod erfolgreich führen.

„But I think that any young drummer starting out today should get himself a great teacher and learn all there is to know about the instrument that he wants to play.“

In seiner Band spielten im Laufe der Zeit zahlreiche bekannte Jazzmusiker wie zum Beispiel Don Menza, Art Pepper, Al Porcine, Pat La Barbera oder Steve Marcus. Er wurde dank der hochkarätigen Qualität seiner Musiker auch des Öfteren mit seiner Big Band von anderen Musikgrößen als Begleitband gebucht, wie z. B. von Frank Sinatra oder Jackie Gleason.

Direkt zu Beginn seiner eigenen Big Band im Jahr 1966 sollten Aufnahmen entstehen, die zu den legendärsten und bekanntesten Aufnahmen Buddy Richs und seines Orchesters schlechthin zählen: „The West Side Story Medley“ aus dem Album „Buddy Rich’s Swingin’ New Big Band“ gilt als eines der komplexesten und schwierigsten Arrangements, die jemals geschrieben wurden. Das zwölf Minuten lange Medley mit seinen vielen Tempowechseln basiert auf den Melodien des Musicals „West Side Story“ von Leonard Bernstein und wurde von Bill Reddie arrangiert. Sogar Buddy Rich sah in diesem Stück eine Herausforderung für sich selbst.

„I think it’s a fallacy that the harder you practice the better you get. You only get better by playing.“

Der Song benötigte einen Monat an harter Probearbeit um ihn zu perfektionieren. Seitdem gehörte er zum festen Repertoire der Band, wenn auch manchmal etwas umarrangiert. Obwohl Buddy Rich sein eigenes Orchester leitete war er auch immer wieder ein gern gesehener Gast bei Sessions und Aufnahmen. Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Pianist Oscar Peterson oder Gitarrist Herb Ellis und Bassist Ray Brown (um nur einige zu nennen) nahmen nur zu gerne seine Dienste in Anspruch. Nebenher führte er auch noch zwei Nachtklubs: Buddy’s Place I und Buddy’s Place II. Zwischen den weltweiten Tourneen und Auftritten trat er regelmäßig dort mit seiner Band auf und sorgte damit stets für gefülltes Haus.

Viel lieber trat er an High Schools, Colleges und Universitäten auf. 1983 fingen dann die ersten gesundheitlichen Probleme an. Aber Buddy Rich gab immer 100% für die Musik und schonte sicht bis zuletzt nicht. Ein Hirntumor wurde leider zu spät erkannt. Kurz vor seinem Tod richtete er noch eine Bitte an seinen Biographen Mel Tormé (die Biographie erschien unter dem Titel: „Traps, the Drum Wonder: The Life of Buddy Rich): Er wollte die heimlichen Mitschnitte seiner Wutausbrüche hören, welche Mel Tormé von Buddys Musikern erhalten hatte.

„As far as music school goes, I walked through Berklee College one time to visit with some people I know.“

Am 2. April 1987 starb Bernard „Buddy“ Rich überraschend im Alter von 69 Jahren während einer Notoperation an Herzversagen. Buddy wurde im Westwood Village Memorial Park Friedhof in Los Angeles beigesetzt. Sein langjähriger Freund Frank Sinatra hielt höchstpersönlich eine sehr bewegende Grabesrede.

Im Laufe seiner Karriere wurden Buddy Rich zahlreiche Ehrungen zuteil: der „Downbeat Magazine Hall of Fame Award“, der „Modern Drummer Magazine Hall of Fame Award“ und der „Jazz Unlimited Immortals of Jazz Award“ sollen hier nur als Beispiele erwähnt werden. Auch nach seinem Tod wird das musikalische Erbe von Buddy Rich weiter geehrt. Es fanden und finden Gedächtniskonzerte und Aufnahmen seiner ehemaligen Big Band mit Gastschlagzeugern statt: Louie Bellson, Max Roach, Joe Morello, Steve Gadd, Vinnie Colaiuta, Neil Peart, Phil Collins, Kenny Aronoff, Dave Weckl, Simon Philips, Steve Smith, Dennis Chambers, Marvin „Smitty“ Smith, Ed Shaughnessy, Matt Sorum, Bill Bruford und viele mehr huldigen auf Konzerten und auf Aufnahmen immer noch ihrem großen Idol.

 

DRUMMER ÜBER BUDDY RICH

„The greatest drummer ever to have drawn breath.” Gene Krupa

„I don’t know if he learned anything from me, but I certainly learned a lot from him.“ Gene Krupa

„Give him a long drum solo and he’ll just blow the place up.“ Joe Morello

„Buddy Rich is just incredible. He’s a great, fantastic player. If it can be done on a drum, he can do it … this man can play!“ Ed Thigpen

„That damn fool knows the instrument.“ Jo Jones

„Buddy has something no other drummer had, or will ever have. I don’t know how it came about and I don’t think he does either. It doesn’t matter.“ Mel Lewis

„Buddy’s the kind of cat that I would pay to listen to and watch.“ Grady Tate

 

Autor: Timo Ickenroth


Eine viereckige Trommel? Sie gibt es! Und zwar nicht erst seit gestern. Denn die Cajón ist ein Instrument mit langer Tradition. Bei uns waren die Groove-Kisten vor einigen Jahren noch so gut wie „unentdeckt“. Mittlerweile ist die Cajon zum Renner der Percussion-Szene geworden.

In unseren zahlreichen Workshops erfährst du, was man mit der Cajon so alles machen kann, wie ihr es in der Musik – in der Band – einsetzen könnt und wie so eine Wunderkiste tatsächlich funktioniert. Die Cajón bietet ungeheure Vorzüge, weil es ein sehr überschaubares und absolut unkompliziertes Percussion-Instrument ist. Man muss es nicht stimmen und es ist stets spielbereit – einfach draufsetzen und loslegen! Der Begriff kommt übrigens aus dem Spanischen und heißt übersetzt ganz einfach „Kiste“, man spricht es „Kachon“ aus.

Cajon – das Allroundtalent

Die Groove-Kiste erfordert nur eine relativ einfache Spieltechnik, man muss sich also nicht großartig Schlagtechniken und Tricks draufschaffen und ganz wichtig: Es bietet eine tolle Ausbeute an Sounds, die ein wenig nach Schlagzeug klingen. Man hat eine Bassdrum, eine Snare und andere Sounds, die quasi als Tom-Alternative genutzt werden können. Die Cajón ist also ein komplettes “Drumset” im Kistenformat. Und gerade das ist so faszinierend. Man braucht nicht mal einen Stuhl, weil der Spieler auf dem Instrument selber Platz nimmt. Dazu ist die Cajon stabil genug gebaut und die starken Holzplatten bieten einen soliden Korpus, der im Durchschnitt 50 cm Höhe, 30 cm Breite und 30 cm Tiefe misst.

Die Spielfläche der Cajon

Der Clou des Cajón liegt in der Spielfläche. Diese ist nämlich wie das ganze Instrument selber, auch aus Holz gebaut. Die dünne Sperrholzmembran befindet sich auf der Vorderseite der Box. Unten ist sie fest auf den Body aufgeleimt, oben liegt sie nur mit leichter Verschraubung am Gehäuse an. Die Ecken rechts und links oben sind dabei etwas gelockert. Und schlägt man die Spielfläche genau dort an, so produziert die Kiste einen knackigen Akzent, weil die Holzmembran wie eine Zunge gegen den Body peitscht. Diese Ecken nennt man deswegen auch gerne „Clap Corners“. So könnt ihr hier Sounds entwickeln, die einer Snaredrum recht ähnlich sind. Wollt ihr einen Bassdrum-Sound haben, so schlagt die Membran etwa in der Mitte an. Jeder Bereich auf der Spielfläche klingt etwas anders, mal dumpf bassig drückend (Mitte), mal hölzern trocken (oben) oder mal knackig akzentuiert (obere Ecken).

Alte Zeiten

Noch ein kurzer Rückblick, woher das Cajón überhaupt stammt. Der Ursprung ist in Lateinamerika zu finden. Peru und Kuba sind die Quellorte jener Trommel, die während der Kolonialzeit zwischen dem 16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts entstand und eigentlich ein Behelfsinstrument war, das man in der Not aus Zuckerrohr- bzw. auch aus Tabakkisten baute. Echte Trommeln waren den Sklaven nämlich verboten, weil man befürchtete, dass über die Trommelsprache Geheimbotschaften übermittelt wurden. In den 70er-Jahren gelangte das Cajón mit der Flamencomusik nach Europa. Aber erst nach der Jahrtausendwende ging der Run auf die Kisten los.


Du möchtest Cajon lernen? Kein Problem: Wir zeigen dir, wie du das kleine Wunderschlagzeug in Form einer Holzkiste in der Musik einsetzen kannst.


Chad Smith und die Red Hot Chili Peppers sind eine kaum zu trennende Einheit. Bei seinem kraftvollen, groovigen Schlagzeugspiel bleibt er rhythmisch beim Wesentlichen, technisch ausgefallene Fills oder komplexe Strukturen gehören nicht unbedingt zu seinem Stil, doch bietet sein Spiel bei den Red Hot Chili Peppers eine große Palette von rockigen bis funkigen Grooves.

Live allerdings ist es die besondere Mischung, in dem Schlagzeugspiel von Chad Smith und seine Interaktion mit deinen Band-Kollegen, dieses spezielle Crossover von Rock und Funk, das der Musik der Red Hot Chili Peppers den groove-technisch unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Wir sprachen des Öfteren mit Chad Smith und haben uns seinen Stil genau angesehen!

Chad Smith über seine Schlagzeug-Anfänge:

Ich fing an, als ich sieben war. Ich hatte damals nie ein richtiges Drumset, mein erstes Drumset bestand aus leeren Eiscreme-Eimern. Mein Vater merkte, dass ich auf allem möglichen trommelte, also ging er zum Mülleimer und holte die leeren Eiscreme-Eimer heraus. Und ich benutzte hölzerne Bauklötzchen als Sticks! Das war mein erstes Drumset!

Ich startete also mit dem feinsten Equipment, und das ist der Grund, warum ich heute so gut, so schnell bin! Ich spielte in vielen Schulbands, in der Grundschule und der Highschool, und grundsätzlich bekam ich gute Noten in meinen Band-Klassen, aber schlechte in Fächern wie Naturwissenschaft, Mathe und andere. So habe ich also versucht, so viele Band-Klassen wie möglich zu bekommen.

Ich habe also in der Schule Musik gelernt und nie privaten Unterricht genommen. Ich hörte jede Menge Platten. Die Platten von meinem Bruder, der zwei Jahre älter ist und Gitarre spielt, Bands gründete and stuff like that, die hörte ich am meisten: Led Zeppelin mit John Bonham und Mitch Mitchell von Jimi Hendrix und The Doors mit John Densmore, Keith Moon von The Who, natürlich das Motown-Zeug – ich lebte ja in Detroit, also hörte ich auch die ganze Motown-Musik – und all diese Sachen. Und dann habe ich einfach gespielt!

Chad Smith darüber, wie es ist, ein professioneller Drummer zu sein:

Ich meine, was ist professionell? Spielen und dafür bezahlt werden? Dass man davon leben kann? Ich habe immer gemerkt, dass ich ein erfolgreicher Musiker bin, denn bereits an der Highschool wusste ich, was ich wollte: Ich spiele Schlagzeug seit meinem siebten Lebensjahr! Ich wollte immer schon Musik machen. Ich habe in vielen Bands gespielt, viele Musikrichtungen gespielt. Manchmal nur für’s Bier-Geld…

…es war eben nicht immer dieses luxuriöse Leben wie in einer bekannten Rockband, mit der Fliegerei und all diesen Sachen. Ich war einfach froh, vom Musikmachen leben zu können – und das mache ich, seit ich achtzehn bin. Viele Jahre lang habe ich mich durchgekämpft und von der Hand in den Mund gelebt. Es ist schwer. Aber wenn du es gerne machst, dann ist das viel wichtiger, als sich über einen Job zu ärgern, den du nur für´s Geld machst.

Natürlich kann man von montags bis freitags im Büro arbeiten und nur für´s Wochenende leben, jahrelang sogar! Dann hast du ein schönes Haus und ein tolles Auto, aber du bist vielleicht nicht glücklich. Die meiste Zeit machst du dann einen Job, den du nicht magst. Ich wäre da sehr unglücklich. Also bin ich froh, das tun zu können, was ich tun möchte. Ich habe es jahrelang gemacht, ohne dass Geld dabei herauskam, aber ich war immer glücklich, weil ich Musik und Kunst machte.

Chad Smith über die Red Hot Chili Peppers:

Ich habe verdammt viel Glück gehabt, dass ich die Red Hot Chili Peppers getroffen habe. Ich bin sehr glücklich, dass ich in einer Band bin, die ihre Musik liebt und zugleich auch gute Musik macht. Reisen, gutes Leben, auf der ganzen Welt Musik machen, Leute glücklich machen – ich meine, es ist der verdammt beste Job, den ein Musiker haben kann. (lacht) Es ist großartig!

Aber du musst eben die Sache selbst in die Hand nehmen und nicht zu Hause darauf warten, dass dich eine große Rockband abholt. Glück spielt sicher eine Rolle, aber wenn die Gelegenheit kommt, musst du vorbereitet sein… …wenn ich nicht all die besch… Gigs in Detroit gespielt hätte, dann wäre ich zur Audition nach Kalifornien zu den Peppers gekommen und hätte Mist gespielt!

Die hätten dann vielleicht jemand anders genommen. Professionell zu sein bedeutet für mich, einen guten Job zu machen, Drums zu spielen, in einer Band zu sein, in time zu sein, kein Arschloch zu sein, sensibel zu sein… …es ruft dich keiner an, wenn du nicht an dir arbeitest. Wenn du das jedoch durchziehst, dann könnte es früher oder später aber klappen.

Chad Smith über seine Gedanken beim Drummen:

Ich versuche, beim Spielen an gar nichts zu denken, vielleicht nur, dass ich eine gute Zeit verbringen will. Ich denke nicht darüber nach, wie ich mich im Moment fühle. Ich will nicht so viel analysieren und nicht jeden Abend das Gleiche spielen, ich lasse es nur fließen. Dabei gehen auch mal die Erfahrungen mit ins Spiel ein, die ich am selben Tag gemacht habe. Ich versuche mich auf meinem Instrument auszudrücken. Schlagzeug ist ein körperliches Instrument, das ist wundervoll, weil es auch etwas Therapeutisches hat. Es ist verrückt, dass ich mein ganzes Leben lang auf Dinge einschlagen möchte. Wenn man so drüber nachdenkt… I think I am a little nut!

Was Chad Smith jungen Drummern rät:  

Ich würde sagen – ja, das ist schwer – sie sollten versuchen, sie selbst zu bleiben. Tja, und das ist eben schwer: Wenn man jung ist, weiß man sowieso nicht, wer man ist. Du lernst noch, wächst auf, hast nur wenig Erfahrung, also Lebenserfahrungen. Zu wissen, wer man ist, ist für Musiker schon wichtig.

Man braucht da Lebenserfahrungen, auf denen man aufbauen kann. Wenn du noch ein Kind bist, versucht du nachzueifern, so wie ich es auch tat. Aber du erreichst einen bestimmten Punkt in deinem Leben, wenn du spielst, an dem du aufhören musst, einen John Bonham oder Keith Richards oder andere nachzuahmen. Nimm’ dieses Wissen und diese Einflüsse und mache es dann auf deine Weise!


Seit über 50 Jahren sorgt Charlie Watts für den Beat der „größten Rock’n’Roll-Band der Welt“. Seine Grooves sind einfach, er kommt mit wenigen Schlägen aus – aber jeder davon trägt seine Handschrift. Jeder Schlag von Charlie Watts scheint eine Liebeserklärung an die Drums zu sein.

Keith Richards sagte einmal über Charlie Watts: „Bei ihm kommt es weniger darauf an WAS er spielt, als vielmehr WIE er es spielt. Er setzt den Snaredrum-Backbeat an genau die richtige Stelle. Und wenn er auf der Hi-Hat die Ride-Pattern spielt, dann arbeitet er gerade schlampig genug, damit sein eigener Sound vollkommen mit den schmutzigen Gitarrenklängen verschmilzt. Alles was Charlie Watts spielt ist durchtränkt von seinem Swing-Feeling … viele Typen haben gute Hände, aber es ist, als würde alles was sie spielen den Bach runter gehen, als würde es niemals abheben. Bei Charlie Watts stellst du plötzlich fest, dass du ein paar Zentimeter über dem Boden schwebst!“

Der legendäre Drummer der Rolling Stones liefert auch mit über 70 Jahren immer noch seine charakteristischen, treibenden Backbeats für die dienstälteste Rock’n’Roll-Band der Welt. Und Charlie Watts spielt heute besser denn je…


Im Grunde sind Congas die Urhelden der Percussion-Welt. Zumindest gilt das für die Entwicklung der Trommlerszene in Deutschland. Denn mit Congas hat alles erst so richtig  angefangen. Schon in den 1960-er Jahren  hörte man sie auf den Schallplatten britischer Rockbands, die den damals noch „exotischen“ Sound ganz frech im Rock´n´Roll einsetzten.

Anfang der 1970er Jahre tauchten Congas dann auch auf den deutschen Bühnen- und Fernsehlandschaften immer öfter auf, als zunehmend auch Perkussionisten in den größeren Orchestern wie Kurt Edelhagen, Max Greger, James Last oder Bert Kaempfert engagiert wurden.

Bald erkannten auch Künstler aus dem Rockbereich die neuen Klangmöglichkeiten der Percussion. Und seit Nippy Noyas Zeiten in Udo Lindenbergs Panikorchester war der Eroberungsfeldzug der Conga auf dem deutschen Markt nicht mehr zu bremsen. Nippy Noya gilt als Pionier und Wegbereiter, der die Entwicklung der Percussion-Szene in Deutschland maßgeblich vorangetrieben hat. Er war der erste, der durch seine leidenschaftlichen Auftritte im Schlager, Orchester- und Rockbereich ein regelrechtes Feuer entfachte und damit den Grundstein für den Boom der Percussion legte. Die Conga wurde mit der Latin-Welle zu DEM Instrument der 1980-er Jahre.

Conga History

Congas sind traditionelle Instrumente aus Cuba. Durch die historischen Verknüpfungen mit Afrika gelten westafrikanische Trommeln als Urmodelle der Congas (z.b. Bougarabou). Ihre heutige Bauform mit hochgewachsenem Holzkessel und Lederfellbespannung hat sich schließlich auf der Karibikinsel entwickelt. Dort wird die Conga auch Tumbadora genannt, hingegen der Begriff Conga mitunter auf einen gleichnamigen cubanischen Rhythmus zurückgeht. In der afrocubanischen Musik gibt es unzählige Rhythmen, die wie ein Netzwerk aus unterschiedlichen Groove-Mustern ineinandergreifen. Und Congas bilden dabei das Herzstück einer Vielzahl fantastischer Rhythmen, die heute in variierenden Formen in vielen Pop- und Latinstyles wiederzufinden sind.

Aufbau und Konstruktion der Conga

Congas haben unterschiedliche Namen wie Quinto, Tumbadora (Tumba) und eben auch Conga. Spricht man von Congas, so ist dies ein Überbegriff für jene fassförmigen einfelligen etwa 72 cm hohen Handtrommeln, die mittels Spannmechaniken zu stimmen sind und klanglich aufeinander abgestimmt werden können. In Abhängigkeit zum Felldurchmesser und zur Tonalität (hoch-, mittel-, tiefklingend) definieren sich die Bezeichnungen Quinto (hoch klingende Trommel mit etwa 11″ Fellgröße), Conga (mittelhoch klingende Haupt-Trommel im Conga-Set von etwa 11 3/4″ Felldurchmesser) und Tumba (tief klingende Trommel mit etwa 12,5″ Fellgröße), die das melodiöse Klangspektrum eines Conga-Sets mit dunklen Sounds ergänzt.

Congas bestehen hauptsächlich aus Holzkesseln, die mit Lederhäuten vom Wasserbüffel bespannt werden. Die Sounds sind holzig warm und tragen milde bis knackige Nuancen in sich. Auch gibt es Fiberglas-Congas, die klanglich etwas lauter und klarer klingen als Holzkesselmodelle.


Kaum ein anderes Percussion-Instrument hat einen solch signifikanten Sound wie die Cowbell. Mit ihren bissigen, treibenden und eisernen Cutting-Grooves steht die Cowbell augenblicklich Pate für ein Latin gefärbtes Flair.

Die Cowbell hat sich als eins der populärsten Small-Percussion Instrumente etabliert und ist bei Percussion-Playern genauso beliebt wie bei Schlagzeugern. Alleine die schillernden Bezeichnungen wie Claro, Ridge Rider, Rock, Cha, Mambo, Bongo, Timbale, Piccolo, Charanga, Bombo, Agogo, Salsa oder Mozambique deuten auf eine Modellvielfalt unterschiedlicher Glockentypen, die natürlich alle auch ihre eigene Klangcharakteristik tragen.

Cowbells bestehen aus dicken Stahlblechen. Die profilierten Ober- und Unterschalen werden miteinander verschweißt und ergeben die typische flach geduckte, konische Form. Je nach Bauart verfügen Glocken über die unterschiedlichsten Resonanzöffnungen zwischen weit geöffnet, breit, schmal oder auch gewölbt. Die Größe des Cowbellbodys, Dicke und Art des Stahlblechmantels sowie die Form der Resonanzöffnung trägt dazu bei, dass die Bell ihren unikaten Klangcharakter entfalten kann. Die schmalen Rückseiten der Glocken sind grundsätzlich mittels Stahlblechplatte verschlossen. Hier nämlich greifen die Halterungen (meist Ösenklemmen, Eye-Bolts), damit die Bells an Haltestangen verschraubt werden können.

Grundsätzlich kann man sagen: Je kleiner die Bell, desto heller ihr Sound. Hierzu zählen Modelle wie Cha, Piccolo und Charanga Bells. Große Cowbellbodies entwickeln naturgegeben mehr Power und dunkel gefärbtes Sound-Potenzial (Rockbells, Mambo Bells, Ridge Rider Modell)

Das Anspielen mit einem Drumstick an der Resonanzöffnung erzeugt druckvolle, je nach Form und Größe der Glocke, hell oder dunkel geprägte, metallische Akzent-Sounds mit sehr durchsetzungsstarkem Frequenzbild. Spielt man Bells auf ihrer Oberseite an, so treten spitze und obertonstarke Metallklänge zu Tage. Aus dem Wechselspiel von Open-Tone-Sounds (Resonanzöffnung) und Bodybeats (Oberseite) können klangvolle Grooves entwickelt werden.

Tipp: Die tonale Präsenz der Glocke sowie ihre Klangcharakteristik und Lautstärke muss sich in den Song/Tune gut einfügen.

Cowbell für Cha Cha & Co.

Nicht jede Cowbell ist für jeden Musikstil bzw. jeden Song geeignet. Ein klassischer Cha Cha Groove verlangt nach einem hellen und gläsernen Glocken-Sound. Hier wäre also die schwere Rockbell fehl am Platz.

Es macht also Sinn, eine gewisse Auswahl an Cowbells zur Verfügung zu haben, um den entsprechend gewünschten Sound dann auch nutzen zu können. Zur Ausstattung eines klassischen Timbales-Sets gehören beispielsweise mindestens zwei Glocken – eine helle Cha und eine tiefere Mambo bzw. Timbale Bell. Für den Bereich Rock/Pop eignen sich große Cowbell-Modelle mit tieferer Tonlage. Im Jazz und Latin werden auch kleinere Versionen mit oft heller Klangcharakteristik bevorzugt.

Neben den typischen Bells mit Schraubhalterungen gibt es auch Modelle, die ausschließlich für Handspielweisen konstruiert sind. Jene Campanas, Cencerros, Bongo Bells oder auch Agogo Bells haben ihre traditionelle Bindung zur afrokaribischen Musik

Hand Cowbell

Die Campana, Bongo Bell bzw. Cencerro – auch Hand Cowbell genannt – wird so gehalten, dass die Resonanzöffnung nach vorne zeigt. Mittels Beater kann sowohl an der Öffnung als auch auf dem Cowbell-Rücken gespielt werden.

Zur Kontrolle der Resonanzen, des Obertongehalts (ebenso Abdämpfen) werden die unter der Cowbell liegenden Finger entsprechend von unten gegen den Metallkorpus angedrückt, bzw. weggenommen. Mit dieser Spieltechnik ergeben sich druckvolle, treibende und klangvolle Cowbell-Grooves, die zudem durch die Open-Tone- und Dämpfmethoden eine verspielte Feinsinnigkeit in sich tragen.

Klassiker sind natürlich auch Agogo Bells. Diese Zwillings-Glocken und ihre lebhaften Klänge knüpfen sich unmittelbar an den Sound des brasilianischen Karnevals. Die beiden trichterförmigen Bells sind über einen flexiblen Metallbügel (Griff) miteinander verbunden, der ein manuelles Zusammendrücken der beiden Glocken erlaubt, was neben der lebhaften Tonalität (oft ein Terz- , Quart- oder Quint-Intervall) einen zusätzlich perkussiven Effekt hervorruft.

Text: Tom Schäfer


Hi-Hat, Crash und Ride …. Cymbals machen Drums erst zum kompletten Drumset. Was viele nicht wissen: Cymbals sind Musikinstrumente mit einer jahrhundertelangen Tradition. Vorläufer der heutzutage verwendeten Cymbals finden sich bereits 3000 v. Chr. in China, werden in der Bibel erwähnt (1050 v. Chr. beim Einzug Davids in Jerusalem) und wurden im antiken Athen und Rom von Tänzerinnen gespielt.

Die ersten Cymbals, wie wir sie heutzutage kennen, wurden im 16. Jahrhundert in der Türkei von Avedis Zildjian I. entwickelt (Zildjian = Cymbal-Schmied). Sie fanden Einzug in die Militärmusik sowie in klassische Orchester, und mit der Entwicklung des Drumsets wurden sie dann auch von den (Jazz-)Drummern eingesetzt. Aktuell werden Cymbals in einer sehr großen Vielfalt und mit den unterschiedlichsten Typenbezeichnungen in verschiedensten Cymbal-Serien aus diversen Bronze- und ähnlichen Legierungen angeboten.


Es begann 1972, als der damals 26-jährige Schlagzeuger Don Lombardi in Santa Monica in Kalifornien einen kleinen DW Drums eröffnete, in dem er sowohl privat Unterricht gab, als auch monatliche Workshops anbot. Ein gewisser John Good kam zunächst zu DW Drums um seine trommlerischen Fähigkeiten zu verbessern, merkte jedoch schnell, dass eine Karriere als professioneller Schlagzeuger nur ein Traum bleiben sollte.

Da die beiden jedoch inzwischen eine freundschaftliche Verbindung aufgebaut hatten, stellte Don Lombardi John Good als Verkaufsleiter seines Drum Workshops ein und nahm Bücher, Sticks und Schlagzeuge mit ins Warenangebot auf. Zwei Schlagzeug-Enthusiasten hatten sich gefunden und brachten viele Tage (und Nächte) damit zu, über Ideen zur Verbesserung von Drums und Hardware zu philosophieren.


Dave Grohl war der Schlagzeuger der legendären Grungeband Nirvana. Anschließend wurde er Gitarrist, Leadsänger und Frontmann der Foo Fighters. Noten lesen oder Akkorde bennen, kann Dave Grohl nicht – das macht aber auch nichts – Rocken kann er dafür nämlich umso besser.

Wie Dave Grohl zu Nirvana kam…

Obwohl Dave Grohl, damals der Drummer der Hardcore-Band Scream, von Nirvana nicht gerade begeistert war, flog er mit seinem Drumset und ein paar Klamotten nach Seattle, um mit Sänger, Gitarrist und Songwriter Kurt Cobain und Bassist Krist Novoselic zu proben. Letzterer war sich schon nach zwei Minuten jammen sicher, dass Nirvana mit Dave Grohl endlich den richtigen Schlagzeuger gefunden hatte.


Als Dave Weckl vor über 40 Jahren als „New Kid In Town“ auf der Szene erschien, war die Trommelwelt im Weckl-Fieber… Und sie ist es noch heute!

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Der damals 26 Jährige hatte sich in sehr schneller Zeit einen Ruf als einer der wenigen „First Call New York Studio Drummer“ erarbeitet. Dave Weckl wuchs in St. Louis auf und zog mit 19 Jahren nach Connecticut, um an der „University of Bridgeport“ zu studieren. Zu seinen Lehrern gehörten Gary Chester, Ed Soph und Randy Jones.

Durch seinen Einstieg in die Chick Corea Elektrik Band 1985 bekam er schließlich die internationale Aufmerksamkeit, die er verdiente. Dieser Gig war gleichzeitig das richtige musikalische Ambiente, um seine unglaublichen Fertigkeiten am Drumset kreativ umzusetzen. Dave faszinierte die Fans stets mit einem sauberen und warmen Drumsound, dem es trotzdem an bissigem Attack nicht mangelte. Dave Weckl ist außerdem bekannt für sein in Klang und Dynamik kontrastreiches Spiel, mit dem er musikalisch Spannungen und Emotionen erzeugt.

Als Chick Corea die Elektric Band gründete, entschied er sich, zunächst nur mit einer Rhythmusgruppe anzufangen, um darauf die restliche Band aufzubauen. Seine Wahl fiel auf Bassist John Patitucci und Drummer Dave Weckl, die – wie die meisten Musiker, die nach der glorreichen Fusionzeit in die Szene vorstießen – sehr wohl mit Coreas Musik vertraut waren.

Die Elektric Band war bekannt für ihre tighten Grooves, die neuesten High-Tech-Instrumente und elektronische Sound-Effekte, und Weckl steuerte einen beträchtlichen Teil dazu bei. Er integrierte akustisches und elektronisches Schlagzeug, verwendete Drum-Computer und Sampler, triggerte Drumsounds und half dadurch mit, den für die Band signifikanten Sound zu entwickeln. Songs wie „India Town“ und „No Zone“ (zwei Balladen von der ersten Veröffentlichung „The Chick Corea Elektrik Band“), enthalten als anschauliche Beispiele Percussion-Samples vom Sequenzer kommend, die bei Live-Gigs von Weckl getriggert wurden und den Eindruck vermittelten, als spielte das Trio mit einem sehr geschmackvollen, jedoch unsichtbaren Perkussionisten.

„Rumble“, das erste Stück des Albums nach dem kurzen, einleitenden „City Walk“, wurde immer wieder unter Schlagzeugern diskutiert und analysiert. Die Aufnahme ist das eindrucksvolle Ergebnis eines einzigen Studio-Tages. Weckl spielte die achttaktigen Drumbreaks zu Beginn zusammen mit dem Drumcomputer und kopierte sämtliche Parts bis auf die Hi-Hat. Wenn der SoloGroove anfängt, sind dann zwei verschiedene Drum-Parts zu hören. Chick Corea hatte den einen auf einer LinnDrum 9000 programmiert, zunächst mit dem Ziel, damit kompositorisch zu arbeiten. Es wurde jedoch als wichtiger Teil des „Feels“ im Song gelassen und Dave fügte dem programmierten Groove einen eigenen hinzu.

Der LinnDrum-Part besteht aus einem achttaktigen Hi-Hat, Bassdrum, Snaredrum und Cowbell Pattern, das sich immer wiederholt. Das Tambourin, das alle vier Takte auf dem Track zu hören ist, hat Weckl auf seinem linken „Floor-Tom“ getriggert und auch den Hand Clap spielte er auf einem Simmons Pad. Beides wurde in Weckls eigene LinnDrum gespeichert. Seine eigene Bassdrum setzte er nur sehr sparsam ein, da die programmierte Linn-Bassdrum grundsätzlich schon sehr „busy“ war. Hört man genau hin, so klingt Weckls Bassdrum „tighter“, mit mehr Volumen in den tieferen Frequenzen im Gegensatz zu der etwas Simmons-ähnlichen Linn-Bassdrum. Die höher gestimmte Snaredrum, die etwas offener klingt, ist Weckls akustische Snaredrum. Zum Schluss wurden dann noch Percussion-Instrumente wie Cowbells, Bongos, Timbales und Cymbals hinzugefügt, mit denen Weckl einen eigenen Groove kreierte.

Dieses erste Album „The Chick Corea Elektric Band“ – mit den beiden Gitarristen Scott Henderson und Carlos Rios – experimentierte noch mit „Time“ in verschiedener Art und Weise. Das zweite Album – „Light Years“ – hingegen war ein reines „Click Track Album“ mit fest orchestrietern Songs und wenig Improvisation. Weckl spielte die Drum-Tracks zu Sequenzer-Linien, und der Rest der Band wurde im Anschluss daran aufgenommen, wobei sich Dave als Co-Produzent betätigte. „Eye of the Beholder“, das folgende 3. Album, enthielt wiederum mehr „live feeling“ der Band und hatte nur einige wenige Synthesizer-Overdubs.

1989 spielte der „harte Kern“ der Elektric Band, bestehend aus Corea, Pattitucci und Weckl, Live-Gigs und Plattenaufnahmen als sogenannte Acoustic Band. Das „straight ahead“ Jazz-Trio verfolgte im Gegensatz zur Elektric Band ein weitaus lockeres Feeling und legte großen Wert auf Spontanität und hochgradige Interaktion zwischen den Spielern. Von der Akoustic Band sind zwei CDs erschienen: „The Chick Corea Akoustic Band“ und der Live-Mitschnitt „Alive“.

Das vierte Elektrik Band Album – „Inside Out“ – brachte das Trio wieder mit den früheren Mitgliedern Frank Gambale (Gitarre) und Eric Marienthal (Sax) zusammen und vereinigte etwas von der Lockerheit und Spontanität, die sich die Rhythmusgruppe durch die Auftritte als Akoustic Band erspielt hatte. Die Kompositionen auf diesem Album waren jedoch komplexer und nicht so groove-orientiert wie auf den drei ersten Veröffentlichungen.

Trotz der intensiven und zeitaufwendigen Zusammenarbeit mit Chick Corea fand Weckl erstaunlicherweise immer noch die Zeit, um über die Jahre hinweg sein Schlagzeug-Spiel zu verbessern und gleichzeitig noch eine Fülle von anderen musikalischen Projekten zu verwirklichen. So spielte er auf Alben von Steve Khan’s Eyewitness („Public Access“), Michel Camilo, Chuck Loeb und Andy LaVerne („Magic Fingers“), den S.O.S.-All-Stars und Bill Connors („Step it“), und er ist ebenfalls auf einigen Album von Bassist John Patitucci zu hören („John Patitucci“, „In the Corner“, „Another World“). Soundtrack-Sessions auf denen Dave gespielt hat beinhalten „Jo Jo Dancer“, „Wise Guys“, „A Chorus Line“ und „Dream Lover“

Zu weiteren Alben gehören Peabo Brysons „Take no Prisoner“, Robert Plants „The Honey Drippers“, Diana Ross „Swept Away“, Tania Marias „Made in New York“, Paquito D’Riveras „Why Not?“ Special EFX „Slice of Life“, und außerdem spielte Dave auch Tom-Overdubs auf Madonnas „Like a Virgin“. Etliche Japanische Jazz-Veröffentlichungen mit Künstlern wie Richard Tee, David Mathews, Ronnie Cuber, und Randy Brecker/Eliane Elias „featuren“ Dave ebenfalls.

Von ihm allein gibt es drei Soloplatten („Masterplan“, „Heads Up“ und „Hard-Wired“), das legendäre Cassetten/Buch-Play-Along-Paket „Contemporary Drummer Plus One“, vier Lehrvideos („Back to Basics“ und „The Next Step“ sowie „Drums and Percussion, Working It Out, Volume 1 & 2“ mit Percussionist Walfredo Reyes, Sr.) und der erste Teil einer Play-Along-Serie: „The Ultimate Play-Along, Level One, Volume One“.

Dave Weckl partizipierte außerdem an zwei Benefiz-Konzerten für das „Buddy Rich Memorial Scholarship“, bei denen er mit der Buddy Rich Big Band spielte (das zweite Konzert aus L.A. ist ja bekanntermaßen auf Video erhältlich) und trommelte ebenfalls einen Song auf der „Burning for Buddy“- Tribute-CD (die zweite CD ist bisher noch nicht erschienen).

Seine unglaubliche Selbstdisziplin, sein Ehrgeiz und sein Hang zur Perfektion, seine Liebe zum Instrument und zur Musik brachten ihn schon in sehr jungen Jahren dorthin, wo wohl jeder Musiker gerne hin möchte, nämlich „ganz nach oben“ – an die Spitze. Es ist daher wohl auch nicht verwunderlich, dass er für so viele junge Schlagzeuger nach wie vor das Vorbild Nr.1 ist.


In Europa zählt die Djembe zu den beliebtesten und bekanntesten Trommeln Westafrikas. Ihre markante Erscheinung und insbesondere der wuchtige Sound satter Bässe und peitschender Slaps sind die unverkennbaren Markenzeichen dieser von den „Männern bezwungenen“ und von den „Frauen geliebten“ Powerdrum.

Die Djembe hat eine uralte Tradition und stammt laut ethnologischen Kenntnissen von den Volksgruppen der Malinke ab. Das Ursprungs- und Heimatsgebiet der westafrikanischen „Königin der Trommel“ ist heute in den Regionen Guinea, Senegal und Elfenbeinküste zu finden.

Was die Schreibweise des Wortes Djembe angeht, so gibt es keine wirklichen Verbindlichkeiten. Richtet man sich nach der französischen Sprache (Französisch-Westafrika / franz. Kolonien), so trifft man hinsichtlich der Betonung auf der zweiten Silbe auf das akzentuierte „é“. Die verdeutschte Aussprache mit Betonung auf der ersten Silbe und ohne Akzent ist heute genauso gängig. Auch hinsichtlich des Plurals sind unterschiedliche Bezeichnungen wie Djembes, Djembés oder Djemben vorhanden. Hält man sich sprachlich wiederum an die französische Version, so müsste der Plural Djembés lauten. Das Trommeln aber erfreut sich heute einer globalen Weltsprache, insofern sei jedem die Freiheit der eigenen Schreib- und Sprachweise gegönnt.

Traditionell ist die Djembe eine Ensemble-Trommel im Verbund mit den Bassbegleittrommeln Kenkeni (kleine), Sangban (mittlere) und Dundun (große) sowie diversen Glocken und weiteren unterschiedlich gestimmten Djemben. Man spielt zu festlichen Anlässen sowie als Tanzbegleitungen. Auch eignet sich die Djembe aufgrund ihres starken Sounds hervorragend als Solo-Trommel. In diesem Fall wird eine extrem harte Fellspannung eingetunt, um den schneidenden und knallenden Powersounds die nötige Durchsetzungsstärke zu schenken. In der europäischen Musik hat sich die Djembe vorwiegend als Solo-Trommel etabliert.

Traditionelle Djembe

Typisch ist der aus einem Stück Holz gearbeitete, kelchförmige Resonanzkörper. Vermutlich stammt die Form aus dem arabischen Kulturraum, auch gibt es Hinweise, dass die Form von der Mörser Reibeschüssel abstammt. Mit groben Hack- und Schneidewerkzeugen werden die Baumstammabschnitte gehölt und geschabt. Als Felle verwendet man dünne, rasierte Ziegenhäute, die mittels trickreicher Schnurverspannung auf Zug gebracht werden. Der Sound der originalen Westafrika Djembe ist trocken und enorm kraftvoll. Dabei verfügt die Trommel über ein weites Klangspektrum zwischen wuchtigen Bässen, trockenen Open Tones und peitschenden Slaps.

Djembes zeigen in der Regel eine Kesselhöhe von etwa 60 cm (je nach Tradition / Bauart gibt es Abweichungen nach oben und unten) bei etwa 30 cm Felldurchmessern. Auch hier variieren die Größen je nach Bauart.

Klassisch ist ebenfalls das sogenannte „Kessing“. Dies sind ohrenförmige und mit kleinen Eisenringen bestückte Blechplatten, die an die Trommel angesteckt werden. Durch Resonanzen vibrieren die beringten Bleche mit und erzeugen einen rasselnden, begleitenden Effektklang (man erkennt hier womöglich klangliche Parallelen / Absichten zu den Snaresaiten einer Snaredrum und den integrierten Strings bei Flamenco Cajons).

Moderne Bauarten

Auch wenn die traditionelle Djembe mit ihrem Ethno-Flair und dem typischen „Westafrika-Sound“ ihr felsenfestes Standing behauptet, so gibt es viele moderne Bauarten, deren Konzepte sich eng am Original orientieren. Unverändert ist dabei das typische Kelch- bzw. Becherprofil des Trommelkorpus sowie eine Bespannung mit sehr dünnen (oft Ziegen-) Häuten.

Wie beispielsweise bei Congas werden moderne Djembekessel in Fassbauweise hergestellt, wobei man den gesamten Korpus schließlich aus dem kelchförmigen Oberteil und dem schlanken Kesselfuß zusammensetzt. Auch verfügt der Markt lange Zeit schon über Bauarten aus Fiberglas und anderen Kunststoffen. Zu den modernen Djembeversionen zählen ebenso mechanische Stimmsysteme. Spannringe, Spannhaken und Spannböckchen haben das traditionelle Schnursystem abgelöst und bieten mit mechanischen Lösungen weitaus mehr Bedienerfreundlichkeit. Auch was die Fellbestückungen angeht, findet man zahlreiche Alternativen im Bereich der Kunststoff-Fertigung, wobei die Technik sehr weit fortgeschritten ist und man sowohl klanglich als auch optisch (z.B. Remo Skyndeep) erstaunlich nahe an die originale Ziegenhaut herankommt.

Die Djembe war in den 1990-er Jahren DIE Trommel der Percussion-Szene. Auch heute noch gilt sie als beliebte Session- und „Outdoor“-Trommel. Von daher bietet der Markt inzwischen zahlreiche pretuned „Fun“-Modelle an, die mit extrem leichten Kunststoffkesseln und „wasserdichten“ Plastikfellen jegliche Freizeitsituationen meistern.

Die Djembe wird mittels Gurtsystem im Stehen gespielt, wodurch die volle Resonanz der Trommel ausgeschöpft werden kann. Traditionell kommt auch die sitzende Spielweise vor, bei dieser der Spieler auf dem Korpus der Trommel sitzt.

Um eine Djembe auch im modernen Musik- und Band-Kontext einzubinden, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten mittels spezieller Stativ/Hardware-Lösungen. So können die Djembekessel einzeln positioniert oder auch konzeptionell in Percussion Setups integriert werden.


Du würdest dich gerne mit den Grooves, Patterns und Fills von Schlagzeug-Stars wie dem Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith oder der Drum-Ikone Steve Gadd warmspielen? Mit unseren praktischen Downloads kein Problem! Außerdem dabei: Cajon-Workshops, reichlich Equipment-Talk und Testberichte.


Ein Drumcomputer oder Drummachine setzt sich aus einer Klangerzeugung und einem Sequenzer zusammen. Die Klangerzeugungen heutiger Drumcomputer basieren in der Regel auf Sampling-Technologie. Es gibt aber auch Exemplare, die den analogen Klangerzeugungen älterer Geräte nachempfunden wurden.

Der Sequenzer dient zur Steuerung der Sounds, bzw. zur Aufnahme der Drum-Grooves, wobei man grundsätzlich zwischen zwei Anwendungen unterscheidet: Step-Eingabe und Realtime-Aufnahme. Bei der Step-Eingabe werden pro Drum-Instrument die Zeitpunkte mit Tastern bestimmt, meistens sind 16 Steps vorhanden, wobei ebenso viele Status-LEDs anzeigen, welche Steps aktiviert sind und welche nicht. So hat man eine optische Kontrolle über die rhythmischen Ereignisse. Die Realtime-Eingabe ermöglicht das direkte Einspielen von Patterns über Pads.



Seit 1988 dreht sich bei STICKS alles rund um Drummer und Drumming. Du suchst Interviews oder Workshops von einem bestimmten Schlagzeuger? Kein Problem – hier findest du zahlreiche Drummer-Geschichten oder einfach Erwähnenswertes aus der Drummer-Szene. Lass dich von den Profis inspirieren…

 

Wir stellen euch hier bedeutende und einflussreiche Schlagzeuger der ersten Generationen vor und erläutern ihre Stile, Spieltechniken und Eigenheiten. Leider haben nämlich viele jüngere Drummer oft keinen Bezug mehr zu den alten Meistern.

Eine offenere Einstellung gegenüber den Schlagzeugern aus jenen Anfangstagen kann allerdings den Horizont erweitern. Denn alles, was wir heute spielen, geht auf jene Zeiten zurück. In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Entdeckungsreise durch die Urzeiten des Drummings!

Als Drummer hat man es im musikalischen Alltag nicht immer leicht. Grund hierfür ist nicht selten kollektive Idiotie, Ignoranz und absolute Selbstüberschätzung der Bandkollegen. Doch wir stehen da drüber – denn wir wissen schließlich, dass wir Drummer einfach die Größten sind. Nicht nur im übertragenen Sinne 😉

 

Hier sind ein paar Sätze, die wir Drummer von unseren lieben Mit-Musikern und auch –Menschen nicht mehr hören können:

 

Brauchst du wirklich so viel Platz?

Wären E-Drums nicht besser?

Musst du wirklich alles mitnehmen?

Wenn wir auf ner kleinen Bühne spielen, musst du eben mal ohne Toms und Becken auskommen…

So flexibel musst du schon sein, auch wenn’s nicht dein Schlagzeug ist… (Als Rechtshänder auf nem Linkshänder Aufbau spielen…)

Mach ma mehr Toms, weniger von den goldenen Dingern da…

Das klingt doch alles gleich

Kannst du das Ride-Becken nicht einfach auf die andere Seite stellen?

Geht das auch leiser?

Den nächsten Song spielen wir in C-Dur

Und diese Blechteller haben soviel Geld gekostet?

Lernt man im Schlagzeugstudium, Schlagzeuge zu bauen?

 


Das Instrument, das wir heute als Drums kennen, entwickelte sich über fast drei Jahrzehnte hin aus den sogenannten „Trap Sets“, welche etwa ab 1900 von den ameri-kanischen Tanzorchester-Schlagzeugern gespielt wurden. Typisch für diese „Trap Sets“ waren auch die integrierten Percussion-Instrumente, die gerade auch in den letzten Jahren verstärkt wieder in moderne Drums einbezogen werden.

Ein wesentlicher Schritt in Richtung der heute bekannten Form der Drums war die Entwicklung der Hi-Hat-Maschine aus dem „Low Boy“ und dessen Vorgänger „Snow Shoe“, den ersten Maschinen (von etwa 1900/1910), die es erlaubten, zwei montierte Cymbals mithilfe eines Fußpedals anzuschlagen. Mit der Hi-Hat-Maschine wurden die Cymbals dann auf eine Höhe gebracht, die es möglich machte, die Hi-Hat-Cymbals auch mit Sticks zu spielen. Die ersten Drumsets, die den heute verwen-deten wirklich ähnlich waren, wurden dann von legendären Jazz-Drummern in den späten 20er-, 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahr-hunderts gespielt.

Im Lauf der Jahrzehnte wurden die Drumsets spezialisiert und auf die Bedürfnisse bestimmter Musikstile zugeschnitten. Die Fertigungs-qualität wurde ständig verbessert, mit klarem Fokus auf wichtige Details bei Instrumenten und Hardware.


Drumsticks sind essentiell wichtig – sie dienen als Verlängerung unsere Hände und bilden eine der wichtigsten Komponente beim Schlagzeugspiel. Zahlreiche Hersteller bieten heutzutage die verschiedensten Drumsticks-Modelle an. Welche Sticks brauche ich eigentlich? Auf was muss ich beim Sticks-Kauf achten? Hier findest du eine Übersicht …

 



Was ist ein elektronisches Schlagzeug? Electronic Drums – kurz E-Drums – ist der gängige Begriff für jede Art von elektronischen Schlaginstrumenten. Seit seinen Anfängen in den 70er Jahren hat dieser Bereich enorme Wandel durchgemacht – dies betrifft nicht nur Produkte und Technologien, sondern auch die Akzeptanz durch Drummer und andere Musiker, Produzenten etc.

Bevor wir uns mit den Einzelheiten und Arten von elektronischen Schlagzeugen auseinander setzen, nehmen wir uns Zeit für eine kurze Reise durch die Geschichte!

Es war einmal ein elektronisches Schlagzeug…

Die ersten E-Drum-Systeme, wie z. B. die legendären „Syndrums“ oder die „Moog-Drum“, basierten auf einfacher analoger Synthese als Klangerzeugung, mit stimmbaren Oszillatoren, Hüllkurven, Rauschgeneratoren und LFOs – genauso wie die ersten analogen Synthesizer. In mancher Hinsicht waren sie sogar einigen modernen Systemen überlegen, vor allem aus kreativen Gesichtspunkten.

Diese ersten Systeme eines elektronischen Schlagzeugs ermöglichten experimentierfreudigen Schlagwerkern nicht nur das Nachahmen von Drum- und Percussion-Sounds, sondern auch das Erfinden ganz neuer Klänge. Es war damals sogar schon möglich, Tonhöhe und andere Parameter durch Anschlagstärke zu beeinflussen.

Zum Auslösen der Sounds dienten Vorreiter der heutigen Pads: relativ kleine, flache „Kessel“ mit Fellen, darunter Piezo-Tonabnehmer, die Impulse an die klangerzeugende Elektronik sendeten. Diese (analoge) Basis-Technologie wurde in den 80er Jahren weiter entwickelt, wobei der Trend, getrieben vor allem von Dave Simmons, eindeutig weg vom „Synthesizer für Schlagwerker“ und hin zum „Drumset-Gedanken“ verlief.

So kamen wir zum Simmons-Klassiker SDS V. Einige Hersteller folgten mit ähnlichen Systemen, denn der Markt schien angebissen zu haben. E-Drums wurden immer häufiger eingesetzt, jedoch meist als Effekt oder Ergänzung, bei Overdubs im Studio, aber auch immer häufiger live on stage, als Ergänzung des akustischen Drumsets oder von diesem getriggert.

Trotz einiger klanglicher und auch praktischer Vorteile gegenüber akustischen Drums wurde das elektronische Schlagzeug allerdings nur in wenigen Kreisen als ernst zu nehmende Alternative angesehen. Das Ganze wurde auch noch durch die steigende Qualität und Popularität der Drum-Computer verkompliziert – die Geschichte, Entwicklung und Auswirkungen von E-Drums und Drum-Maschinen sind eng miteinander verknüpft.

E-Drums blieben ziemlich lange bei analoger Synthese kleben – aus kreativer Sicht vielleicht vorteilhaft, aber nicht gerade „realistisch“. Die Pads – meistens zu hart, zu laut und schlecht spielbar – sowie beschränkte Dynamik stellten weitere Hürden dar. Die erste bedeutende Wende in der E-Drum Technologie wurde Mitte der 80er Jahre losgetreten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Samples oder digitale Klangerzeugung Besitzern der wenigen, noch sehr teuren Sampler bzw. der ersten digitalen Drum-Maschinen vorbehalten.

Letztere hatten bereits Einzug in den Studios gemacht und angefangen, professionellen Drummern das Leben zu erschweren. Simmons brachte mit dem SDS 7 das erste E-Drum-System mit digitaler Klangerzeugung auf den Markt, und Clavia Digital stellte das erste ddrum vor, eine kleine Metallkiste mit Gummi-Pad oben drauf, Digital Percussion Plate (DPP1) genannt. Es spielte 8-bit Samples ab und wies eine für damalige Verhältnisse enorme Klangqualität und Dynamik auf.

Innerhalb eines Jahres hat Clavia nicht nur dieses Produkt verbessert, unter anderem durch einen Sound Cartridge-Schacht, sondern auch Pads mit echten Fellen und Spannreifen sowie ein erweiterbares Modulsystem eingeführt. Und auch in Deutschland gab es eine interessante Entwicklung der Firma Jellinghaus mit der nur in sehr kleinen Stückzahlen gefertigten DPU (Digital Percussion Unit), die dann leider über legendären Kultstatus nicht hinauskam. Mit den neuen digitalen E-Drums konnten nun Samples auch von Drummern/Percussionisten gespielt werden!

Hiermit fing die ganze Geschichte an, auch für viele Skeptiker interessant zu werden, denn die digitale Klangerzeugung ermöglichte einen bisher unerreichten Realismus. Im Falle der ddrums wurde dies tatkräftig durch die neuen Pads unterstützt, die sich wesentlich besser, dynamischer und natürlicher spielen ließen als die „alten Bretter“. Andere Hersteller zogen nach, die Entwicklung in der Digitaltechnik beschleunigte sich. Nach der Einführung von MIDI dauerte es nicht lange, bis man Synthesizer, Sampler, Sequencer, Drum-Computer und elektronisches Schlagzeug miteinander sowie mit PCs verkoppeln konnte.

So wuchsen die Einsatzmöglichkeiten und damit das Interesse, die Akzeptanz und auch die Ansprüche an das elektronische Schlagzeug. E-Drums wurden erwachsener und flexibler, zum Teil auch komplexer. Das Treiben im digitalen Sektor brachte ein paar sehr interessante Systeme hervor, mit denen man seine Sounds selber sampeln und/oder sehr flexibel bearbeiten konnte, z. B. das Simmons SDX, fast schon eine komplette DAW (Digital Audio Workstation) für Drummer und 1988 seiner Zeit weit voraus. Oder etwas kleiner, aber doch recht fein, das Dynacord ADD-one.

Diese Systeme standen zwar in einigen Studios, waren aber anhand ihrer Preise und ihrer Komplexität eher die Spielzeuge der besser betuchten Keyboarder und Produzenten als „E-Drums für Drummer“. Etwas anders das elektronische Schlagzeug ddrum 3, das auch enorme Flexibilität aufwies, aber in typischer Clavia-Manier schon etwas drummerorientierter war, ebenso das Dynacord Add-two. Clavia ging mit dem Nachfolger ddrum4 noch einfachere Wege.

Mit der Zeit erkannten die Hersteller, dass sie ihre E-Drum-Produkte einerseits der neuen Art des Musikmachens, andererseits aber den Drummern – und ihren Geldbeuteln – besser anpassen mussten. In den späten 80er Jahren präsentierte Roland mit dem Octapad den ersten reinen MIDI-Controller für Percussionisten mit acht integrierten Pads.

Andere Hersteller brachten kompakte Drumsound-Module, MIDI-/Trigger-Interfaces etc. heraus, darunter drumKAT mit einem Multipad-Controller, der sich schnell als weltweiter Studiostandard etablieren konnte. In den frühen Neunziger Jahren führte Roland das SPD-11 ein, praktisch ein Octapad mit integrierten Sounds und Effekten. 1997 überraschte Roland dann wieder mit dem TD-10 V-Drum-System, das zwar wieder eindeutig in Richtung „Drumset“ ging, aber einige deutliche Fortschritte bezüglich Realismus, Dynamik und Spielgefühl (Pads mit MESH-Heads!) sowie Klangformungsmöglichkeiten aufwies und schon ins „Modeling“-Spielfeld eintauchte.

Anfang des neuen Jahrtausends standen mit Rolands TD-10/TDW-1 und Yamahas DTXtreme sehr interessante High-End-Produkte den Drummern zur Verfügung, ebenso aber auch mit Systemen wie Rolands TD-6 und Yamahas DTXpress sehr leistungsstarke Systeme. Was sich seitdem in der Entwicklung des elektronischen Schlagzeugs getan hat, kannst du hier nachlesen!

Wer E-Drums spielt wird deren Vorteil schätzen, dass man mit ihnen prima zu Hause unterm Kopfhörer üben kann, ohne dabei die Nerven der Nachbarn über Gebühr zu strapazieren. Möchte man hingegen einmal gehört werden, um etwa zusammen mit einer Band zu spielen, braucht man dann doch Lautsprecher plus Verstärker.


Alles was das Schlagzeug-Herz begehrt: Ob Drums, Percussion oder Schlagzeug Zubehör – wir haben eine breite Palette an Tests, Tutorials und How To´s für dich zusammengestellt. Interessieren dich die neusten Fußmaschinen? Bist du unschlüssig welchen Beckensatz du kaufen sollst, oder willst du einfach nur wissen wie du dein Schlagzeug stimmen kannst?

Hier findest du Antworten!


Gavin Harrison zählt zu den einflussreichsten Schlagzeugern weltweit. Besonders durch seinen einzigartigen Sounds ist Harrison in Drummer-Kreisen bereits zu einer lebenden Legende geworden.

Drummer Gavin Harrison hat in seiner Karriere mit vielen Künstlern und Bands wie Incognito, Level 42, Lisa Stansfield, Iggy Pop, Paul Young u.v.a. gearbeitet und ist zudem Drummer der englischen Progressive-Rock-Band Porcupine Tree.

Gavin Harrison über die Ideenfindung:

Es hängt letzten Endes von deiner Persönlichkeit ab, also davon, ob du eben ein kreativer Mensch bist. Ich denke nicht, dass ich so der stereotype Schlagzeuger-Typ bin, ich gehöre nicht zu diesem Typus wie der Drummer der „Muppets Show“. Ich wäre wahrscheinlich als Trompeter besser geworden und ich denke so manchesmal auch eher wie ein Trompeter.

Beim Schlagzeugspielen denke ich eher in einer Art Cluster von Noten, und wenn ich ein Fill spiele, dann denke ich, dass ich vielleicht etwas hohes, leicht Schnelles und Spitzes spilen sollte. Ich denke auch wie ein Boxer … etwa an zufällig und beiläufig klingende Punches. Wenn also jemand sagt, okay, spiele ein zweitaktiges Fill, dann werde ich wahrscheinlich ein langweiliges Lick spielen. Wenn er jedoch sagt, spiel mal ein Fill auf der Snaredrum und dem Floor-Tom wie ein Boxer, dann wird das bestimmt ein gutes Fill-in, eben weil es mein Vorstellungsvermögen anspricht.

Gavin Harris über Geheimnis von Groove:

Für mich bestand das Geheimnis von Groove darin zu versuchen, so zu klingen wie Jeff Porcaro, also zu versuchen beim Spielen laid back zu klingen. Für mein Gefühl haben die ganzen britischen Drummer der 70er Jahre meist „on the top of the beat“, also timemäßig weit vorne gespielt, irgendwie drängend.

Ich habe das gehasst, so wollte ich nicht klingen, eher wie Steve Gadd und Jeff Porcaro, ihr Spiel klang immer so, als würden sie hinter dem Beat spielen, ebenso John Bonham. Es lässt die Musik sich groß und voll anfühlen, wenn du dich beim Spielen von der Time her etwas zurücklehnst. Deshalb habe ich eine Menge Zeit damit verbracht, diese Art in mein Spiel zu integrieren. Das widerspricht eigentlich der Idee der Leute, die sich für gewöhnlich mit ungeraden Taktarten beschäftigen, das sind meist keine Drummer, die dazu tendieren groovy zu spielen. Schon als ich jung war, wurde mir klar, dass es im Prinzip zwei Arten von Drummern gibt, die einen, die wirklich einen großartigen Groove spielen können, jedoch nur langweilige Fills. Und die anderen, die zwar fantastische Fills und Soli spielen, jedoch keinen Groove. Und ich dachte mir, dass es doch nett sein müsste, wenn du diese beiden Fähigkeiten zusammenführen könntest.

Wonach ich letztendlich jedoch strebe ist es, den Groove zu spielen, das ist meine Leidenschaft, eine Art instinktives Gefühl, einfach das Wesentliche. Es gibt eben eine Menge Dinge, die du ausdrückst einfach durch die Art der Dynamik beim Spielen, der Sounds, die du auswählst, durch die Art und Weise, wie du die Trommeln anschlägst, und die Platzierung der Schläge, ob du sie leicht vor oder nach dem Beat setzt.

Einfach einen Groove zu spielen mit der Bassrum auf der „1“ und der „3“, der Snaredrum auf der „2“ und der „4“ sowie durchlaufende Achtelnoten auf der Hi-Hat … das ist wie eine DNA! Keine zwei Leute werden das gleich spielen! Damit kannst du wirklich eine Menge sagen, wenn du Steve Gadd, Jeff Porcaro oder John Robinson hörst, wie sie diesen Groove spielen, dann weißt du einfach, dass sie es sind, dazu reicht ein Takt aus.

Ich denke, dass leider eine Menge der jungen Drummer über diese Dinge nicht nachdenken, sie sind wahrscheinlich von Jeff Porcaro völlig unbeeindruckt und denken, dass das Härteste wohl ist, den Groove von „Rosanna“ zu spielen. Den irgendwie technisch hinzukriegen, dazu braucht es nicht allzu lange, es braucht hingegen ein Leben lang, um ihn so spielen zu können, dass er sich wirklich gut anfühlt! Das ist eine große Lektion! Wenn du jung bist, dann kannst du meist nicht unterscheiden, ob etwas wirklich großartig klingt oder ob etwas lediglich richtig im Sinne einer richtigen Reihenfolge der Anschläge gespielt wird.

Gavin Harris über sein Set-Aufbau:

Ich spiele im Prinzip in den letzten 25 Jahren das gleiche Setup. Ich sitze recht tief, ich mag es vom Gefühl her mehr, hinter den Drums statt über den Drums zu sitzen. Ich wechsle schon mal die Snaredrum oder verändere die Stimmung, es ist jedoch für mich nicht notwendig die einzelnen Trommeln vom Aufbau her zu verändern. Obwohl, wenn ich am Drumset eines anderen sitze, dann spiele ich schon einmal Dinge, die ich bis dahin noch nie in meinem Leben gespielt habe.

Das kann natürlich sehr interessant sein, ich meine, ich könnte das natürlich auch an meinem Schlagzeug spielen, mir würde das dort aber überhaupt nicht einfallen. Das ist auch so, wenn ich „open handed“ spiele, wenn ich also mit meiner linken Hand führe, dann bekomme ich einfach andere Ideen und ich denke dann oft: Warum bin ich da nicht schon vorher drauf gekommen? (lacht)

Letztendlich ist es nicht wirklich entscheidend, welches Schlagzeug und welche Cymabals du spielst. Es ist natürlich schon dahingehend bedeutend, weil du ja damit deinen Sound kreierst, es ist jedoch nicht so wichtig, wie dass du eine gute Idee hast. Du kannst einem Drummer, der keine Ideen hat, das tollste Drumset hinstellen, es wird einfach nur schrecklich sein. Hingegen wird ein Typ mit tollen Ideen auch an einem schlechten und heruntergekommenen Drumset großartig klingen. Ich habe versucht die Art, wie ich über das Schlagzeugspielen denke, dahingehend zu verändern, dass ich dabei mehr meinen Geist als meine Muskeln benutze, mehr meine Seele und mein Herz einsetze.

Mir ist klar geworden, dass es wichtig ist, die ganzen Ängste mal loszulassen, mich nicht darüber zu sorgen, dass ich vielleicht mal nicht so gut klinge und auch mal über Fehler zu lachen. Ich habe auch heute beim Spielen einige Fehler gemacht, aber ich kann darüber lachen. Ich könnte diese Show sicherlich auch perfekt spielen, aber – auch wenn es gut wäre – würde dann sicherlich die Magie fehlen. Ich mache lieber ein paar Fehler, wenn ich dafür zeitweise die Magie einfangen kann. Denn es ist doch die größte Belohnung, die du bekommen kannst, wenn du etwas spielen kannst, was du noch nie zuvor so gemacht hast: Wow, das war klasse, was war das denn? Ein unglaubliches Gefühl!

Gavin Harrisons Equipment 

Drums: Sonor SQ2 (Tribal Finish) 22″ x 17″ Bassdrum 8″ x 7″ Rack-Tom 10″ x 8″ Rack-Tom 12″ x 9″ Rack-Tom 15″ x 23″ Floor-Tom 16″ x 14″ Floor-Tom 14″ x 5″ Birch Snaredrum (6 ply) 12″ x 6″ Maple Snaredrum (6 ply)

Cymbals: Zildjian (v.l.n.r.) 22″ Swish Knocker (ohne Nieten) 16″ Oriental China Trash fünf Custom Bell Chimes 13″ K Hi-Hats 18″ K Crash 7″ Custom Crash Bell 9″ Custom Crash Bell 15″ A Custom Crash 20″ K Ride 18″ A Custom Crash 12″ Oriental China Trash 18″ Z Custom China

Hardware: Sonor 600 Serie, Pearl ICON Rack-System Pedale: Axis Longboard Double Bassdrum Pedal, Sonor 600 Hi-Hat mit Tama Cobra Clutch

Felle: Remo

Toms: Vintage Emperor coated/Ambassador clear

Bassdrum: Powerstroke 3 clear/Standard Sonor (Powerstroke 3 black)

Snaresdrums: CS Snare/Ambassador Snare

Snareteppiche: div. Puresound-Modelle

Sticks: Vic Firth Vic Grip Rock (Hickory)


Gene Krupa ist ohne Zweifel einer der populärsten und einflussreichsten Drummer des letzten Jahrhunderts. Er wurde in Chicago als Sohn polnischer Einwanderer und als Jüngstes von neun Kindern geboren.

Genes Vater Bartley starb bereits sehr früh und seine Mutter Ann hatte daher als Putzfrau zu arbeiten um die Familie durchzubringen. Bedingt durch die schlechten finanziellen Verhältnisse mussten aber auch alle Kinder in jungen Jahren schon arbeiten gehen, um die Familie zu unterstützen. Genes älterer Bruder Pete arbeitete zum Beispiel in einem Musikladen namens „Brown Music Company“ und vermittelte dem elfjährigen Gene in diesem Laden einen Aushilfsjob. Obwohl Gene Krupa bereits seit seinem sechsten Lebensjahr an Saxophon spielte, reizte ihn ein neues Instrument. Also nahm er sich eines Tages den Gesamtkatalog seines Arbeitgebers und suchte sich ein Instrument aus. Ihm war quasi egal, welches es sein sollte, die Hauptsache war: so günstig wie möglich. Und siehe da, das billigste Angebot war ein Drumset, ausgestattet mit Bassdrum, Cymbal, Woodblock und Snaredrum für 16 $. Seitdem war es um ihn geschehen.

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Eugene Bertram Krupa * 15.01.1909, Chicago, Illinois † 16.10.1973, Yonkers, New York

Aber seine sehr religiöse Familie hatte andere Pläne mit ihm, er sollte ursprünglich Priester werden. Seine Schulzeit verbrachte er mehr schlecht als recht an verschiedenen Konfessionsschulen, trieb er sich doch zuviel im Nachtleben von Chicago herum, um seiner Leidenschaft Musik nachzukommen. Müdigkeit während der Schulstunden war die logische Folge. Nach einem mühsam erreichten Abschluss besuchte er, allein um seiner Mutter eine Freude zu machen, für ein Jahr das „St. Joseph College“, eine Vorbereitungsschule für das Priesteramt. Auch wenn dies nicht sein Wunschtraum war, so hatte er hier jedoch die Möglichkeit, klassische Unterrichtsstunden bei Pater Ildefonse Rapp, einem Musikprofessor, zu nehmen. Doch sein Wunsch, professioneller Schlagzeuger zu werden wurde immer stärker.

gene-krupaNoch zu seinen Zeiten auf dem Gymnasium hatte Gene seine erste Amateurband, The Frivolians. Den Platz als Drummer dieser Band bekam er 1921 eher durch Zufall, denn der eigentliche Schlagzeuger wurde krank und somit sein Platz frei. The Frivolians spielten während der Sommerzeit in Madison, Wisconsin. Zwei Jahre später ging Gene auf die High School und kam dort in Kontakt zu der berühmten „Austin High Gang“ mit Mitgliedern wie z. B. Banjospieler Eddie Condon, Saxophonist Bud Freeman und Drummer Dave Tough. Beeindruckt von Toughs Spiel, versuchte er seinen Stil zu imitieren. Wiederum zwei Jahre später begann Gene sich noch intensiver und seriöser um sein Schlagzeugspiel und seinen musikalischen Werdegang zu bemühen. Er nahm Unterrichtsstunden bei Roy Knapp, Al Silverman und Ed Straight und trat auf Anraten von Freunden einer Musikervereinigung bei. Die Mitgliedschaft kostete Gene 50 Dollar.

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Die ersten professionellen Engagements sollten auch nicht lange auf sich warten lassen, aber der große Durchbruch sollte es noch nicht sein. Gene spielte wann und wo er nur konnte, bevorzugt aber im „The Three Deuces“, einer in Musikerkreisen sehr beliebten Location. Hier traf man sich, jammte zusammen bis in die frühen Morgenstunden. Hier konnte er an seinem Stil und seinem Spiel arbeiten, es verbessern und ihm den letzten Schliff geben, indem er hier die Chance hatte mit Musikern wie Mezz Mezzrow, Tommy Dorsey, Bix Beiderbecke oder Benny Goodman zu spielen. Man konnte damals sehr gut seine Einflüsse heraushören. Besonders angetan hatten es ihm, neben seinem Freund Dave Tough, zu dieser Zeit die schwarzen Drummer aus New Orleans, wie Tubby Hall und Zutty Singleton. Gene Krupa analysierte genau ihren Stil, verbrachte Stunden damit die rhythmischen Patterns seiner Idole herauszuhören. Den größten Einfluss auf den jungen Gene Krupa hatte allerdings der ebenfalls oft in Chicago spielende Warren „Baby“ Dodds. Gene Krupa schwärmte von Dodds Musikalität, seiner Art, die Drums in die Musik einzubetten. Dodds Einsatz seiner für ihn typischen Pressrolls waren unverkennbar in Genes Spiel wieder zu erkennen. 1927 sollte dann ein wichtiger Schritt in Genes Karriere kommen – er machte seine erste Plattenaufnahme! Red McKenzie stellte Musiker, bevorzugt aus dem Umfeld der „Austin High Gang“, für eine Aufnahmesession für das Okeh Label zusammen. Genes Spiel ragte daraus besonders hervor. Sein Drumming war außergewöhnlich und sein Sound einzigartig. Das lag nicht zuletzt daran, dass es die ersten Aufnahmen waren, auf denen tatsächlich ein komplettes Drumkit inklusive Bassdrum gespielt wurde. Damals war es nämlich noch üblich, dass die Toningenieure aus aufnahmetechnischen Gründen lieber auf Bassdrum und Toms verzichteten, da sich diese angeblich schwer aufnehmen ließen und nur stören würden. Doch der damalige verantwortliche A&R-Manager für Okeh, Tommy Rockwell, hatte seine Rechnung ohne Gene Krupa gemacht. Der baute in aller Seelenruhe unter den Augen von Rockwell sein Set auf. Auf die Frage hin, was Krupa damit vorhabe antwortete dieser einfach: „Play them“. Diese Aussage stieß natürlich auf Widerstand bei Rockwell, welcher Krupa weiß machen und ihn überzeugen wollte, dass dies nicht möglich sei. Er dürfe lediglich Snaredrum und Woodblocks während der Aufnahme verwenden. Gene schaute daraufhin Rockwell etwas verdutzt an. Da schaltete sich Eddie Condon in das Gespräch ein und schlug dem Manager vor, es einfach mal mit einem kompletten Drumkit auszuprobieren. Die Drums seien das Rückgrat der Band und damit unverzichtbar. Rockwell war demgegenüber mehr als misstrauisch, doch nachdem auch McKenzie sich für das komplette Drumkit aussprach und sogar die Verantwortung für ein etwaiges Scheitern auf sich nahm, willigte Rockwell schließlich ein. Nachdem die Aufnahmen eingespielt waren, saßen alle vor dem Abhörgerät und lauschten ihren eigenen Klängen. Rockwell kam dann grinsend aus dem Kontrollraum, nickte aufmunternd in die Richtung von Gene Krupa und sagte nur, dass er mehr von dem Zeug haben wolle und keiner solle sich Gedanken über das verwendete Equipment machen. Die legendären Aufnahmen „China Boy“, „Sugar“, „Nobody’s Sweetheart“ und „Liza“ wurden dann unter „McKenzie’s & Condon’s Chicagoans“ veröffentlicht und sind die ersten belegbaren Beispiele für den weißen Chicago Jazz und stilbildend für die damalige Generation. 1928 zog es Gene Krupa dann zusammen mit „Condon’s Chicagoans“ nach New York, als Begleitband für die Sängerin und Stripperin Bee Palmer. Diese Gigs fielen dann zwar aus, aber Gene hatte das Glück, kurze Zeit später von Red Nichols rekrutiert zu werden und spielte dann zusammen mit Benny Goodman und Glenn Miller in der Begleitband für „Strike Up The Band“, einem Bühnenstück von George Gershwin. Da Gene allerdings nie wirklich gelernt hatte, Noten zu lesen, musste er in den Proben seine Parts bluffen und sich durch die Arrangements mogeln. Glenn Miller stand ihm aber hilfsbereit zur Seite, indem er ihm die wichtigen Schlagzeugparts vorsang bzw. eher vorbrummte. Aber Gershwin selbst war dieses kleine Manko von Krupa egal, er war von Genes Spiel begeistert, er war für ihn der erste weiße Drummer, welcher wirklich swingte und die Band nach vorne trieb.

gene-krupa-3Im Januar 1930 endeten die Vorstellungen von „Strike Up The Band“ und Gene wurde zusammen mit anderen großen Jazzkünstlern dann von Hoagy Carmichael für eine Band zu einigen wirklich großen Jazz-Aufnahmen zusammengestellt. Obwohl er es zu jener Zeit in seiner Karriere und am Drumset schon sehr weit gebracht hatte, war für ihn noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

 

 

gene-krupa-5Er wollte mehr, er wollte ein „echter“ Schlagzeuger werden und nahm wieder Unterricht, diesmal bei Lehrerlegende Sanford „Gus“ Moeller. Er übte dann bis zu acht Stunden täglich und arbeitete wie ein Tier an seinen technischen und rhythmischen Fähigkeiten. Der Unterricht bei Moeller verhalf ihm nach eigenen Angaben zu mehr Kontrolle, Freiheit und einem schöneren Ton. Gene übte aber natürlich nicht nur, er spielte auch viel und machte somit auch einige tolle Aufnahmen, unter anderem mit Bix Beiderbecke und Joe Venuti. Es folgte dann eine weitere Gershwin-Produktion als Drummer für „Girl Crazy“, wieder unter der Leitung von Red Nichols, anschließend eine kurze Periode in Russ Columbos Band und bei Buddy Rogers.

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Von dort aus lockten ihn Benny Goodman und sein Produzent John Hammond im Dezember 1934 erfolgreich in Bennys Gruppe, mit dem Versprechen, eine wirklich „echte“ Jazzband gründen zu wollen, u. a. mit ausgeklügelten Arrangements von Fletch Henderson – eine Band, in der Krupa eine wichtige und tragende Rolle spielen solle. Benny Goodman musste jedoch schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach war nur mit Jazz über die Runden zu kommen. Die Band war gezwungen, wie alle anderen Bands auch, kommerzielle Tanzmusik zu spielen, sofern sie Jobs haben wollte. Irgendwann war es Benny Goodman dann aber doch zuviel des Guten und er entschied sich dafür, nur noch bandeigene Arrangements zu spielen. Das Publikum reagierte unerwartet, indem es nämlich wie wild zu den Arrangements tanzte, und die Band erfuhr dadurch einen katapultartigen Aufstieg. Gene Krupa, der durch sein auffälliges Drumming maßgeblich zum Erfolg der Band beitrug, wurde es bei Benny Goodman nicht langweilig, wurde er doch schließlich sowohl im großen Orchester Goodmans, als auch in seinem Quartett und seinem Trio prominent gefeatured. Das Trio bestand aus Benny Goodman, Gene Krupa und Pianist Teddy Wilson, und Lionel Hampton komplettierte das Quartett. Das Bemerkenswerte am Trio und am Quartett war, dass hier zum ersten Mal weiße und schwarze Musiker in einer kleinen Besetzung zusammen spielten.

Am 16. Januar 1936 wurde dem Benny Goodman Orchester dann große Ehre zuteil, denn es war der erste Jazz Act, der in der New Yorker Carnegie Hall auftreten durfte. Während diesem legendären Konzert hatte Gene Krupa ein großartiges Drumsolo in dem Song „Sing, Sing Sing“, welches als das erste ausgedehnte Drumsolo in die Geschichte des Jazz eingegangen ist und als die Schlagzeughymne der Swing-Ära schlechthin gilt. Doch genau das und auch seit längerem schon unterschiedliche Ansichten und Meinungsverschiedenheiten über musikalische Inhalte sollten langfristige Nachwehen für das Verhältnis zwischen Gene und Benny haben. Gene war spätestens seit dem „Carnegie Hall“-Konzert ein Superstar. Nach diesem Konzert schrie das Publikum förmlich nach Soli von Gene, möglichst in jedem Song. Das Ganze behagte Benny Goodman nicht wirklich, wollte er doch seine Rolle als Bandleader behalten und Gene weiterhin als Sideman sehen statt im Rampenlicht, wo er sich lieber selber sah. Die ganzen Mätzchen und Effekthaschereien von Gene kamen bei Goodman nicht mehr so gut an wie zu den Anfangszeiten der Band, denn dieser sah dadurch auch die musikalische Qualität der Musik gefährdet. Die Konsequenz aus den musikalischen und menschlichen Querelen und einem öffentlichen Streit der Beiden im „Earl Theater“ in Philadelphia war, dass Gene am 3. März 1938 das Orchester verließ und lediglich zwei Monate später mit Hilfe von Tommy Dorseys Manager sein eigenes Orchester gründete.

Gleich vom ersten Gig an, am 16. April 1938 vor 4000 Zuschauern im „Marine Ballroom“ in Atlantic City, war Genes Band ein Renner und konnte nach ihrem Debüt so einige Hits aufweisen, zum Beispiel die Instrumentalsongs „Wire Brush Stomp“ und „Blue Rhythm Fantasy“. Besonders hervor taten sich später die Sängerin Anita O’Day und Trompeter und Sänger Roy Eldridge. Beide hatten großen Anteil am Erfolg der Band, unter anderem mit dem Bestseller „Let Me Off Downtown“. Im Laufe der Zeit durchlebte die Band mehrere Umbesetzungen und so einige Verwandlungen bis hin zum 30 bis 40 Mitglieder umfassenden Orchester.

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Gene war damals übrigens nicht nur als Musiker und Bandleader tätig, sondern bemühte sich auch um den Schlagzeugnachwuchs. So entstand 1938 seine Schlagzeugschule „The Gene Krupa Drum Method“, damals ein Standardwerk und dank einer Neuauflage auch heute wieder zu bekommen. 1941 rief er einen viel beachteten jährlichen Drummer Contest ins Leben. Jedes Jahr aufs Neue bewarben sich tausende Aspiranten, und immerhin brachte es einer zu wirklichem Weltruhm, nämlich gleich der erste Gewinner des Wettbewerbs: Louie Bellson! Anscheinend aber immer noch nicht ausgelastet mit seinen vielseitigen Aktivitäten trieb es Gene Krupa dann auch noch ins Filmgeschäft, und so wirkte er in einigen HollywoodProduktionen mit, wie zum Beispiel „Some Like It Hot“ und „Beat The Band“. Im Sommer 1943 sollte Gene dann ein kleiner Rückschlag zuteil werden. Nicht nur, dass Anita O’Day die Band verließ, während einer Razzia in San Francisco wurde Gene auch noch mit Marihuana erwischt und dafür zu 90 Tagen Gefängnis verdonnert, von denen er dann 84 Tage tatsächlich absitzen musste. Gene war hinter schwedischen Gardinen aber nicht in der Lage, seine Band adäquat weiterzuführen, und so legte er Roy Eldridge die Verantwortung in dessen Hände. Der sah sich aber leider gezwungen, das Orchester aus den unterschiedlichsten Gründen aufzulösen. Nach seiner Entlassung sah sich Gene also gezwungen, erst einmal woanders unterzukommen und so schloss er sich kurzerhand wieder Benny Goodman und wenige Zeit später Tommy Dorsey an, sah sich dann aber relativ schnell auch wieder in der Lage, seine eigene Gruppe zu reformieren.

Anfang der 40er-Jahre wurde Gene Krupas Band oft kritisiert, zu kommerziell zu sein. Nach einigen enttäuschenden Aufnahmen besann sich Gene dann aber wieder auf seine ursprünglichen Wurzeln, konnte zudem Anita O’Day zurückgewinnen und spielte mit auch seiner neuen Band den Sound, den man von ihm aus früheren Zeiten gewöhnt war. Genes Big Band wurde, dank seiner aufgeschlossenen, progressiven Art, schließlich auch eine der ersten, welche unter Mithilfe von Gerry Mulligan und Trompeter Red Rodney Bop-Arrangements bereits Mitte der 40er-Jahre in ihr Repertoire aufnahm. Zu damaligen Line-up der Krupa-Band zählten so angesagte Jazzmusiker wie zum Beispiel Saxophonist Charlie Ventura und Klarinettist Buddy DeFranco. Das Orchester zählte wieder einmal mit zu den erfolgreichsten und populärsten seiner Zeit. Gene Krupa gelang es sogar, diese Band durch schwierige Zeitabschnitte zu führen, bis er sich dann aber schließlich doch gezwungen sah, den Großteil seines Orchesters im Dezember 1950 aufzulösen – lange, nachdem die meisten der großen Bands schon auf der Strecke geblieben waren. Mit einer abgespeckten Big Band konnte Gene Krupa dann noch bis 1951 weitermachen, aber selbst diese musste er dann doch noch aufgeben.

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Gene war sich nicht ganz klar, in welche Richtung es nun für ihn gehen sollte. Da er aber bereits schon in den 40er Jahren neben seiner Big Band auch kleinere Besetzungen leitete, entschied er sich im Zuge der Popularität des Be-Bop, ein Trio zu gründen. Der kommende Erfolg sollte ihm Recht geben.

 

Norman Granz verpflichtete das Gene Krupa Trio als ersten Act für die berühmte Konzertreihe „Jazz At The Philharmonic“. Während dieser internationalen Konzerte entstand 1952 auch die legendäre Drum Battle zwischen Gene und Buddy Rich, und als Folge daraus entstanden die Aufnahmen „Krupa & Rich“ von 1955. Aber nicht nur diese, sondern auch andere famose Aufnahmen resultierten aus den „All Star“- Jamsessions während dieser Aufführungen. Künstler wie Lester Young, Dizzy Gillespie, Ray Brown, Lionel Hampton, Buddy Rich und natürlich Gene Krupa gaben sich hier quasi die Klinke in die Hand. Im März 1954 tat Gene dann wieder einmal was für den drummenden Nachwuchs und gründete zusammen mit Drummer-Kollege Cozy Cole die „Krupa/Cole Drum School“. Und nicht nur das, er selber bildete sich auch fort, indem er Unterrichtsstunden an Kesselpauken beim New Yorker Philharmoniker Saul Goodman nahm. Die folgenden Jahre vergingen für ihn vielbeschäftigt wie im Flug, und Gene unterrichtete viel an seiner eigenen Schule, bis 1959 der Film „The Gene Krupa Story“ in die Kinos kam. Obwohl der Film wenig bis gar nichts mit dem wahren Leben Genes zu tun hatte und der Schauspieler Sal Mineo die Rolle Genes übernahm, erlebte Gene Krupa eine wieder auf- flammende Popularität, auch dank des tollen Soundtracks, an dem er maßgeblich beteiligt war. Seine Tätigkeit als Lehrer an seiner Schule musste er als Folge davon wieder aufgeben, denn es gab musikalisch wieder mehr als hinreichend für ihn zu tun.

Leider konnte Gene Krupa seinen zweiten Frühling nicht wirklich genießen, hatte das Schicksal doch andere unschöne Pläne mit ihm. Zunächst musste er wegen erheblichen Rückenbeschwerden kürzer treten, aber damit nicht genug, es sollte noch schlimmer kommen. 1960 erlitt er einen Herzinfarkt, was ihn zu einer mehrmonatigen Pause zwang.

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Nach seiner Genesung machte Gene mit seinem Quartett in ständig wechselnden Besetzungen weiter, bevor sich dann das Benny Goodman Quartett zu einer Reunion in der Originalbesetzung wieder zusammentat. Auftritte in den USA und in Übersee füllten seinen Terminplan, Gene Krupa war wieder genauso beschäftigt und im Stress wie vor seinem Infarkt. Erneut aufkommende gesundheitliche Beschwerden und das Scheitern seiner zweiten Ehe waren dann „das Ende vom Lied“: Gene zog 1967 die Notbremse. Er fühlte sich zu schlecht zum spielen und er wusste selber, dass er nicht in Bestform war. Also zog er sich aus dem Business zurück. Doch er wusste seine neu gewonnene Zeit gut zu nutzen. Er trainierte sein Baselballteam, engagierte sich in der Drogenaufklärung und gab einige Drumclinics für Slingerland. Nur drei Jahre später allerdings wurde es ihm dann anscheinend doch wieder zu langweilig. Er reformierte erneut sein Quartett und so konnte man ihn mit seiner Band ab und an im Hotel Plaza in New York bestaunen. Den Großteil seiner Zeit verbrachte Gene Krupa allerdings leider schwer erkrankt an Leukämie und einer Lungenaufblähung zu Hause oder in Krankenhäusern. Seine letzte Aufnahme machte er 1972 mit dem Titel „Jazz At The New School“, zusammen mit Eddie Condon und Wild Bill Davison, und sein letzter öffentliche Auftritt war dann am 18. August 1973, zusammen mit dem originalen Benny Goodman Quartett. Deutlich konnte man dort zwar hören, dass er schwer angeschlagen war, und seine Soloperformance war auch nicht mehr mit der von früher zu vergleichen, und dennoch klang Gene Krupa viel moderner und auch frischer, als man es vielleicht gedacht hätte. Nur zwei Monate später verstarb Gene Krupa am 16. Oktober 1973 an den Folgen eines erneuten Herzinfarkts. Sein Leichnam wurde auf dem „Holy Cross“ Friedhof in Calumet City in Illinois beigesetzt. Die Totenmesse in der „St. Dennis Roman Catholic Chruch“ wurde feierlich begleitet von einem Requiem, vorgetragen von Genes langjährigen Freunden und Kollegen Goodman, Freeman und McPartland. Sie zollten damit ihren letzten Respekt einem Mann, der als „The Chicago Flash“ in die Geschichte, nicht nur des Jazz, sondern der Zeitgeschichte Amerikas eingegangen ist. Eine der größten, charismatischsten und innovativsten Figuren der Swing-Ära: Drummer-Legende Gene Krupa.


George Kollias ist eine wahre Koryphäe des Extreme Metal Drummings. Kollias gilt nicht nur al einer der schnellsten Schlagzeuger weltweitweit, für viele ist der gebürtige Grieche einer der besten Drummer überhaupt.

 

 


Ginger Baker hat das Spielen mit zwei Bassdrums maßgeblich beeinflusst.



Selten hat ein Instrument die Aura vieler okkulter Geschichten mit sich gezogen wie die Hang Drum. Das mag an der Einzigartigkeit des Instruments liegen, das in unikater Handarbeit gefertigt, eben nicht als Massenprodukt vom Band läuft, sondern für einen auserwählten Kundenkreis gefertigt wurde.

Hang Drum  ist übrigens ein Wort aus dem Schweizer Dialekt und bedeutet „Hand“ (man verwendet jedoch den Artikel „das“). Insofern nimmt der Name direkten Bezug auf die Spielweise, da das Hang ausschließlich mit den Händen und Fingern durch leichtes Antippen, streichen, berühren etc. gespielt wird, während der ufomäßige Metallkörper waagerecht oder senkrecht auf den Oberschenkeln ruht. Entwickelt wurde das Hang von Felix Rohner und Sabrina Schärer, die zuvor Steelpans  getunt hatten und zu den Koryphäen der Schweizer Szene zählten. Mit der Entstehung des Hangs gab man den Bau von Steeldrums auf und gründete die PANArt Hangbau AG.

Ein wenig erinnert das an den Ferrari Enzo, dessen auf lediglich 399 limitierte Modelle ausschließlich in den Besitz bestimmter Personen gelangten. So stellt auch das Hang eine besondere Exklusivität dar und zählt damit zu den hochbegehrten und sagenumwobenen Instrumenten der 2000-er Jahre.

Aufbau der Hang Drum

Das Hang besteht aus zwei konvexen und miteinander verbundenen Stahlblechschalen, die ein gewölbtes Hohlgefäß von etwa 52 cm Durchmesser und 24 cm Höhe bilden. Entgegen der Steelpan, die eine konkave Form zeigt (nach innen gewölbte Mulde), verfügt das Hang über das genau umgekehrte Profil einer Kuppelform.

Die Oberseite der Hang Drum zeigt sieben oder je nach Modell acht kreisförmig eingehämmerte Klangfelder mit einer mittig nach innen getriebenen Kuppel. Jedes Klangfeld enthält exakt eingestimmte Teiltöne mit z.B. Grundton, Oktave und Duodezime. Alle Klangfelder verfügen über eine harmonisch aufeinander abgestimmte Tonskala und gruppieren sich um eine zentrale Kuppel, dem sogenannten „Ding“, die sich im Zentrum des Hang erhebt. Diese Kuppel verleiht dem Hang zudem gongartige Klänge.

Auf der gegenüberliegenden Seite in der Mitte der unteren Halbschale findet sich eine nach innen gezogene Resonanzröhre namens „Gu“, die ebenfalls  einen  genau gestimmten Ton trägt. Der Hohlraum des Hang bildet einen sogenannten Helmholtz-Resonator, in dem Luft mit einer bestimmten Frequenz schwingt.

Klang

Entgegen der Steeldrum, deren eingearbeitete Tonfelder isoliert schwingen und benachbarte Klangzonen nicht beeinflussen (Melodietrommel), zeigt das Hang vornehmlich eine „ganzheitliche“ Klangphilosophie, die auf einen Gesamtklang ausgelegt ist. Spielt man also ein Klangfeld an, dann werden die jeweils harmonisch in Beziehung stehenden anderen Klangfelder mit angeregt. Es entwickelt sich ein singender und sphärischer Sound, der zwar Klangfärbungen einer Steeldrum in sich trägt, jedoch in Gesamtheit auf einen harmonisch geschlossenen Raumklang ausgerichtet ist.

Philosophie der Hang Drum

Das Hang versteht sich nicht als Trommel im klassischen Sinne, da es weder Schlägel noch harte Handspielweisen verträgt. Vielmehr handelt es sich um eine Klangskulptur, die nach der Kreativität des Spielers fragt. Durch sanfte Fingerspielweisen entsteht eine sensible Kommunikation innerhalb der einzelnen Klangzonen, um das Hang durch die Koppelung von Tönen und Klängen in einen  Resonanzzustand zu bringen. Diese esoterische und von den Hangbauern auch bewusst herbeigeführte Philosophie begründet sich zudem darin, dass mit dem Hang ein eigenständiges Klanginstrument geschaffen wurde, welches sich im Wesen von der reinen Melodietrommel deutlich abgrenzt und damit einen bestimmten Personenkreis an Spielern anspricht.

HANGArt bekräftigte später die Zielsetzung, dass man keine Hanghang (so der Plural) baut, die auf die Bedürfnisse von Perkussionisten und professionellen Musikern zugeschnitten sind. Zitat: “Unsere Arbeit ist nicht auf musikalische Normen ausgerichtet, welche Studium, Übung und Leistung fordern. Hangspiel kann zu einer Form der Freiheit führen, die sich jedem Druck und jeder Nötigung widersetzt. Individuen, die sich dessen bewusst sind, werden durch das Hangspiel gestärkt. Gedankenloser Gebrauch kann hingegen schwächen“.


Hi-Hat sind zwei Becken, die in Verbindung mit einer Hi-Hat-Maschine montiert und mit dem Fuß bzw. den Stöcken gespielt werden.

Die Hi-Hat erlaubt vielfältige rhythmische Ausdrucksmöglichkeiten – man unterscheidet grob zwischen zwei Sounds:

  1. Closed Hi-Hat: bei geschlossener HiHat (betätigtes Hi-Hat-Pedal) lassen sich klare, kurze “Tick”-Sounds erzeugen, die z.B. 8tel- oder 16tel-Rhythmik entstehen lassen (Time-Keeper).
  2. Open Hi-Hat: öffnet man die Hi-Hat-Becken ergeben sich je nach Abstand der beiden Becken mehr oder weniger lang ausklingende akzentstarke Sounds. Mit leichter Öffnung der Becken lässt sich ein Closed-Hi-Hat-Motiv subtil variieren.

Eine Hi-Hat Maschine ist ein Haltestativ, auf dem ein Paar Hi-Hat-Becken horizontal übereinander montiert und über einen mit dem Fuß zu bedienenden Pedalzug gegeneinander angeschlagen bzw. geschlossen/geöffnet werden.


Drummer Ian Paice hat nicht nur als Gründungsmitglied der Band Deep Purple sondern vor allem durch sein Drumming wahre Rock-Musik-Geschichte geschrieben. Paice trommelt dynamisch druckvoll und filigran zugleich, gibt den Songs unglaublichen Drive und immense Power, aber gleichzeitig auch viel Swing und Groove.

Seit über 40 Jahren steht der Brite im Rampenlicht – übrigens als einziges Deep Purple-Mitglied, das immer zur Band gehörte – und war an einigen der größten Klassiker der neueren Musikgeschichte beteiligt. „Smoke On The Water“, „Black Night“, „Strange Kind Of Woman“, „Woman From Tokyo“, „Space Truckin“, „Hush“, „Burn“, „Perfect Strangers“ – all diese Klassiker leben nicht nur von der sensationellen Gitarrenarbeit, den mächtigen Keyboards und dem prägnanten Gesang, sondern auch von ihrer rhythmisch ungemein hohen Qualität.

Ian Paice gehört zu den einflussreichsten und meist bewunderten Rock-Schlagzeugern der Welt. Grund genug, sich hier einmal genauer mit seiner Drum-Technik auseinanderzusetzen!


Joey Jordison ist schnell, er ist laut, er agiert auf höchstem technischem Niveau, und er genießt den uneingeschränkten Respekt der globalen Drummer-Community. Die Rede ist von Nathan Jonas „Joey“ Jordison aus Des Moines, Iowa. Ein kleines, schmächtiges Männchen mit bleichem Teint und langen, schwarzen Haaren, das sich in STICKS-Interviews als bekennender Workaholic outet – gleichzeitig aber auch unglaublich introvertiert und schüchtern ist. Eine seltsame Mischung.

Nathan Jonas Jordison, genannt Joey wurde am 26. April 1975 geboren. Er war blutjunge 20, als er 1995 die amerikanische Hardcore-Truppe Slipknot ins Leben rief und mit seinem ultraschnellen, spektakulären Drumming erstmals auf sich aufmerksam machte.

Zuvor spielte Joey Jordison in einer Band namens The Rejects, die aufgrund des riesigen Erfolges von Slipknot und dem zunehmend voller werdenden Terminkalender zunächst auf Eis gelegt, im Jahre 2002 dann mit veränderter Besetzung als Murderdolls reaktiviert wurde.

Die Begeisterung für die Murderdolls hielt sich allerdings auch anschließend in vergleichsweise geringem Rahmen und fokussiert sich weiterhin deutlich auf Slipknot. 2013 verließ Joey Jordison Slipknot und gründete zusammen mit Jed Simon und Kris Norris die Band Scar the Martyr.


Seit der Gründung im Jahre 1968 bis zu seinem tragischen Tod im September1980 war John Henry „Bonzo“ Bonham der Drummer der wahrhaft legendären britischen Band Led Zeppelin, die es wie keine andere zuvor (und seitdem) verstand, die unterschiedlichsten Elemente musikalischer Genres in ihren heavy und dennoch subtil gespielten Hardrock zu integrieren.


Schlagzeuger Jost Nickel gehört mittlerweile zu den angesagten deutschen Drummern, die sich auch international ihr Standing erarbeitet haben. Nicht umsonst wurde Jost Nikel 2010 für Performances auf dem Montreal Drum Fest in Kanada bzw. 2012 zur Pasic in Austin/Texas, USA eingeladen.

Einem breiten Publikum wurde Jost Nickel durch seine Zusammenarbeit mit Jan Delay als Drummer der Band Disko No. 1 bekannt, zudem arbeitete er in seiner bisherigen musikalischen Karriere mit vielen renommierten Musikern wie Mousse T., Schiller, Michael Sagmeister, Inga Rumpf, Marla Glenn, Seeed, Randy Brecker u.v.a.


Seit Erscheinen des monumentalen „Black Albums“ von 1991 schwebt Lars Ulrich in den sorglosen Sphären des Mainstreams. So richtig wohl fühlt sich der gebürtige Däne mit Wohnsitz San Francisco darin aber nicht. Denn kaum war die erste Euphorie verflogen, klaffte plötzlich ein riesiges Loch in seinem Leben: Mit Anfang 30 alles erlebt und gesehen — was soll da noch passieren?

Daran hat Lars Ulrich fünf Jahre lang geknabbert. Eine Phase, in der sich die Herren Hetfield, Newsted, Hammett und Ulrich weniger auf ihre Musik, als auf Luxusartikel, Babys und umfangreiche Kunst-Sammlungen konzentrierten.

Kurzum: Die Vier steckten in der Krise. Erst seit dem Doppelschlag „Load“ und „Reload“ (1996/97) wissen sie, wie es weitergeht: Mit einem experimentierfreudigen Grenzgang zwischen Blues, Rock und Folk, der sich bewusst vom klassischen Metal der 80er absetzt.

Um so verblüffender, dass sich der stilistische Wechsel ohne nennenswerte kommerzielle Einbußen vollzog.

In der Midlife-Crisis reagieren Männer extrem: Die einen wechseln Frau und Beruf, die anderen spielen Golf, fahren Cabriolet oder stürzen sich in ihre Hobbies. Lars Ulrich, Drummer und Sprachrohr von Metallica, zählt zweifellos zu letzteren.


Du möchtest Schlagzeug lernen oder deine Percussion-Techniken auf ein neues Level bringen? In unseren Lessons findest du Cajon-Workshops, Double-Bass-Lessons und Tipps und Tricks rund um die beste Instrumentengruppe der Welt – den Schlaginstrumenten…


Louie Bellson war Schlagzeuger, Bandleader, Komponist, Arrangeur, Dozent, Autor und zeitweiliger Vice President der Remo Drum Company. Neben Gene Krupa und Buddy Rich gehörte Louie Bellson zu den „great three showman drummers“ des Jazz.


Ludwig Drums ist in dem Städtchen Monroe in North Carolina beheimatet. Nach dem Verkauf aus Familienbesitz an den Selmer Konzern in den 80er- Jahren verlegte man die Produktion in den Süden. Pauken und Musser Mallet-Instrumente wurden in La Grange, Drumset und Snaredrums in Selmers eigenen Gebäuden in Monroe hergestellt.

Das legendäre alte Werk in der 1728 Damen Avenue in Chicago steht noch komplett, ist aber zu exklusiven Wohnungen und Lofts umgebaut worden. Ludwig war einst der größte Schlagwerkhersteller der Welt, mit über 600 Angestellten in Chicago, heute sind es ca. 70 Mitarbeiter in Monroe, die Drumkits, Snaredrums und neuerdings auch wieder Pauken dort bauen.



Maracas sind Rasseln, die als Percussion-Instrument Paarweise gespielt werden und aus einem Handgriff mit kugelförmigem Resonanzkörper (Holz, Kunststoff, Leder, ausgehöhlte Frucht) bestehen. Der Schüttelinhalt aus kleinen Körnern, Samen etc., erzeugt einen feinen, leisen Shaker-Sound.



Du möchtest mehr über Metal-Drumming erfahren oder dir neue Skills aneignen? Hier findest du Workshops & Stories rund um Metal-Drumming!


Mike Mangini ist Drummer der Metal-Band Dream Theater und man könnte sagen er ist der schnellste im Schlagzeugspielen – nicht umsonst stellte er von 2002 bis 2005 ganze fünf Rekorde im Fast-Drumming auf.


Drummer Mike Portnoy war bis 2010 das führende Mitglied von Dream Theater, der New Yorker Progressive Metal Band mit Kult-Status. Mike bezeichnet sich selbst als absoluten Workaholic, dessen Leidenschaft die stetige Bewegung der Dinge ist, mit denen er sich beschäftigt.

Folgerichtig ist das Schlagzeugspielen nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was Mike Portnoy macht: Er ist Co-Songwriter, Arrangeur und beteiligt sich an Lyrics, er co-produziert CDs, designed das Artwork sowie das Layout von Alben, kümmert sich um die Website, organisiert Merchandising und stellt nicht zuletzt die Set-Listen für Live-Auftritte zusammen.

Darüber hinaus hat Mike Portnoy in den letzten Jahren mit vielen anderen Musikern zusammengearbeitet und in etlichen Projekten mitgewirkt. Für ihn ist es wichtig, ständig kreativ zu sein, und diese Kreativität ist für ihn kein Knopf, den man einfach an oder ausschalten kann.


Der Amerikaner Mike Terrana gehört nicht nur zu den schillernden Persönlichkeiten des Musikbusiness, sondern auch zu den vielseitigsten Schlagzeugern. Von Fusion über Rock bis zu Heavy Metal reicht sein Facettereichtum.


Bei STICKS findest du alle Drum-News zur Musikmesse Frankfurt 2017! Die Musikmesse 2017 in Frankfurt mit den neuesten Instrumenten und dem aktuellsten Equipment findet dieses Jahr vom 5. bis 8. April statt. Wir berichten hier über alle Infos und Neuigkeiten rund um das Thema Schlagzeug und Percussion. Die Musikmesse Frankfurt ist die größte Musiker-Messe Deustchlands. Wir berichten wieder brandaktuell direkt von der Messe Frankfurt!


Bei STICKS findest du alle Drum-News zur NAMM Show 2017! Die NAMM Show 2017 in Anaheim, USA mit den neuesten Instrumenten und dem aktuellsten Equipment findet vom 21. bis 24. Januar statt. Wir berichten hier über alle Infos und Neuigkeiten rund um das Thema Schlagzeug und Percussion. Die NAMM ist die erste große Musikmesse des Jahres 2016. Wir berichten wieder brandaktuell direkt von der Messe!


Natal Drums ist ein britischer Schlagzeug-Hersteller, der vor allem in den 1960ern zu den beliebtesten Drum-Brands zählte. Jim Marshall, der selbst Drummer war, übernahm Natal Drums 2010.


Hier gibt’s reichlich Schlagzeuger-News rund um neues Equipment, Zubehör, Workshops und Festivals!



Die Geschichte von Pearl Drums – bzw. der Pearl Musical Instrument Company – beginnt im Jahre 1946 in Japan. In Tokyo gründete Katsumi Yanagisawa das Unternehmen als Pearl Industry Ltd.. Auf nur knapp 30 Quadratmetern Produktionsfläche entstand zunächst eine Fertigung für Notenständer. 1950 begann Pearl mit der Fertigung von Drums in Handarbeit.

Mitte der Fünfziger Jahre konnte Pearl Drums wichtige Verkaufserfolge in Japan erzielen, und die mittlerweile auf den Einsatz von Maschinen orientierte Fertigung erlaubte auch Verkäufe als OEM-Produkte nach Amerika. Mit Katsumis Sohn Mitsuo Yanagisawa trat gegen Ende der Fünfziger Jahre ein ausgebildeter Ingenieur Pearl Drums bei, der auch einen neuen Fokus auf das Verständnis der Firma legte. So setzte er den Ausstieg aus der OEMProduktion durch und baute darauf, unter dem Namen Pearl qualitativ hochwertige Produkte zu einem fairen Preis anzubieten: Eine Philosophie, die noch heute ihre Gültigkeit hat.

Nach nur vier Jahren konnte 1961 in Chiba in einer neuen Fabrik die Produktion aufgenommen werden, ein Jahr später wurde Mitsuo Yanagisawa Vorsitzender und Geschäftsführer der Pearl Musical Instrument Company. Die erste professionelle Drum-Serie von Pearl Drums wurde unter dem Namen „Pearl President“ Mitte der Sechziger Jahre vorgestellt.

Mit Beginn der Siebziger Jahre startete der weltweite Export von Pearl Drums, und 1973 wurde in Taichung die erste Schlagzeugfabrik auf taiwanesischem Boden eingeweiht. Der Standort für die neue Fabrik wurde die „Export Processing Zone“ – vergleichbar mit der Freihandelszone in einem Hafen, allerdings werden hier Güter nicht nur gehandelt, sondern für den Export hergestellt. Das Management und die Entwicklungsabteilung bleiben aber nach wie vor in Japan stationiert, und die Kontrolle über das Unternehmen Pearl bleibt weiterhin in den Händen der Gründerfamilie Yanagisawa.

Die durch Mitsuo entwickelte Philosophie aus den Sechziger Jahren etablierte sich in den Siebzigern mit größeren Erfolgen. Interessante Produkte aus dieser Zeit bei Pearl Drums waren unter anderem, die auf der Kesselinnenseite mit einer Polyesterharz versiegelte „Fibre Wood“-Drums der „Professional“-Serie, welche mit einem besonders prägnanten Attack-Verhalten überzeugte; diese Serie wurde bis zu Beginn der Achtziger Jahre produziert. Bis etwa Mitte der Siebziger Jahre wurden die meisten Kessel der Pearl Drums aus neun Lagen gefertigt, dabei kamen verschiedenste Hölzer zum Einsatz. Für eine kurze Zeit wurden auch eine „Concert Tom“-Serie aus Fiberglas und die „Crystalite“-Serie aus Plexiglas gefertigt.

Gegen Ende der Siebziger Jahre expandierte die Pearl Musical Instrument Company und richtete mit Pearl International Inc. in den USA (Nashville, Tennessee) und Pearl Music Ltd. (London) zwei große Vertriebe ein. In den Achtziger Jahren kristallisiert sich das eigene Profil von Pearl Drums als renommierter Hersteller noch stärker heraus. Mit der Einführung der „Export“-Serie gelingt es, für die kommenden Jahre einen Millionseller für den Einsteigerbereich zu etablieren, der konsequent die Firmenphilosophie der Sechziger Jahre auf den Punkt bringt. Gleichzeitig zeigt Pearl großes Know-how in den „Professional“-Serien. Hier werden mit der BLX- und der GLX-Serie zwei „State of the Art“-Drum-Linien mit den für die Schlagzeugherstellung klassischen Klanghölzern Birke und Ahorn angeboten.

Innovativ zeigt man sich bei Pearl Drums durch die Einführung des „Free Floating“-Snaredrum-Systems“, das mit seinem eigenständigen Klangverhalten bis heute Aktualität beweist. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Endorseren dieser Zeit brachte allerdings weitere innovative Produkte hervor. So entwickelte Drummer Jeff Porcaro zusammen mit seinem Drum-Tech Paul Jamieson ein Drum-Rack, das Ende 1983 als Pearl DR-1 vorgestellt wurde und noch heute die Basis für weitere Entwicklungen darstellt.

Im Jahre 1989 wurde dann in den USA die Pearl US Headquarters etabliert, Land wurde gekauft und es entstand ein riesiges Lager mit angeschlossenem Büro- und Schulungskomplex, ausgestattet mit modernster Technik. Ein Jahr später wurden diese Firma dann in Pearl Corporation umbenannt, gleichzeitig wechselte in England der Name zu Pearl UK. In Deutschland wurde mittlerweile der Vertrieb für Pearl Drums erfolgreich von M&T Marburg geführt.

Im Oberklassebereich wurden die Pearl MLX (lackierte, sechslagige Ahornkessel) und BLX (lackierte, sechslagige Birkenkessel) Serien zu echten Drum-Klassikern. Ein kurzer Ausflug, aus beiden Klanghölzern massivere Kessel mit acht bis zehn Lagen zu bauen, bescherte der Schlagzeugwelt die CZX-Serie. Dem allgemeinen Trend folgend wurden natürlich auch innerhalb dieser Serien dann verschiedene Kesseldimensionen für Toms angeboten.

Die „World“-Serie deckte bei Pearl Drums den Bereich zwischen „Export“-Serie und den Top-Linien ab. Diese aus Birke und Philippine Mahogany gefertigten Drums waren mit lackierter (WLX) oder mit Folie bezogener Oberfläche (WX) erhältlich. Eine andere Richtung im Hinblick auf den Kesselbau schlug Pearl mit der Einführung der „Masters“-Serie 1993 ein. Zwar bleib man den Klanghölzern Birke (MBX) und Ahorn (MMX) treu, setzte aber auf ca. 5 mm dünne, vierlagige Kessel mit eingeleimten Verstärkungsringen. Unter „Masters Extra“ wurden dann – bei identischen Beschlagteilen, Lackierungen und Tom-Haltern – konventionelle Kessel mit sechs Lagen aus Ahorn (CMX) und Birke (CBX) angeboten. In Sachen Hardware sorgte das alternative Tom-Aufhängungsystem „I.S.S.“ (Intergrated Suspension System) für Furore, und die „Session“-Drum-Serien werden mit Kesseln aus sieben Lagen Maple/Mahogany erfolgreich ins Rennen geschickt.

Mitte der Neunziger Jahre feiert Pearl nicht nur den fünfzigsten Geburtstag, sondern etabliert in der „Masters“-Serie die MHX-Drums (mit hochwertigen Mahagoni-Kesseln) und erweitert diese um eine weitere klangliche Nuance. Renommierter Endorser für diese Serie mit dünnem Mahogany-Kessel ist Omar Hakim; zudem lassen sich für die neuen Drumsounds einige weitere Endorser wie beispielsweise Chad Smith und Dennis Chambers gewinnen. Aus dieser Zusammenarbeit entsteht die Pearl „Signature Snaredrum“-Linie, die aktuell durch Signature-Instrumente von Tico Torres (Bon Jovi), Ian Paice (Deep Purple) und Eric Singer (Kiss) erweitert wurde.

Für einige Zeit sind in der zweiten Hälfte der Neunziger Jahre zwar keine Kessel aus Birke mehr erhältlich, doch mit der „Masters Studio“ BRX-Serie ergänzte Pearl das „Masters“-Programm schon bald wieder mit Kesseln aus Birkenholz. Diese Drums haben Kessel aus sechs Lagen Birke, die „Masters Custom“-Serie bietet mit den MRX-Drums den klassischen Kessel aus sechs Lagen Ahorn, und nach wie vor als MMX-Linie den dünnen, vierlagigen Ahorn-Kessel mit Verstärkungsringen. Auch die „Masters Mahogany Classic“ MHX-Serie ist weiterhin Bestandteil des Programms, und mit den „Masterworks“-Drums leistet sich Pearl Drums ein eigenes echtes „Custom“-Konzept, bei dem der Kunde in weiten Rahmenbedingungen der Fertigungstechnologie sein eigenes Drumset entwerfen kann, das dann von Pearl für ihn ganz individuell angefertigt wird. Im Bereich der Hardware präsentiert sich Pearl mit den „Eliminator“-Bassdrum-Pedalen und dazugehörender Hi-Hat-Maschine wieder als äußerst innovativ. Hier kann die Art der Kraftübertragung mittels vier verschiedener Einsätze für die Antriebsrolle von Exzenterantrieb auf lineare Antriebsform umgestellt werden. Im Jahre 2000 erfolgte die Inbetriebnahme einer weiteren Schlagzeug-Fabrik außerhalb der „Export Processing Zone“.

Heutzutage versteht sich Pearl Drums als „Total Percussion Manufacturing Company“, da insgesamt ein umfangreiches Programm aus Combo-, Marching-, Concertund auch Percussion-Instrumenten (Pearl Percussion) hergestellt wird. Und Gültigkeit hat auch nach wie vor die Philosophie aus den Sechziger Jahren, gut klingende Instrumente zu fairen Preisen anzubieten. Durch ein gut strukturiertes, weltweites Vertriebsnetz schafft Pearl Drums eine sehr gute Verfügbarkeit des Programms an Instrumenten, was bekanntlich auch zur Zufriedenheit von Kunden beiträgt und ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Firmen-Philosophie ist. Die Pearl Musical Instrument Company wird auch heute noch von der Familie Yanagisawa geführt und ist in der Majorität in deren Besitz.


Du interessierst dich für Percussion und würdest gerne deine Band in Spielpausen mit Shaker und Co. rhythmisch unterstützen? Hier lernst du die elementaren Grundlagen wie die Handhaltung oder die Akzentuierung der Grooves sowie ausgefeilte Techniken wie das kombinierte Pattern.

Live Percussion

Auf geht’s ins Rock’n’Roll-Abenteuer und in die Welt der Percussion! Dieser Percussion-Workshop zeigt euch, mit welchen Instrumenten ihr Grooves und Sounds spielen könnt, um den Drumbeats so richtig Feuer zu machen. Und wer hätte schon gedacht, dass Shaker-, Triangel-, Cowbell- und Tambourine-Rhythmen so richtig abrocken können?

Martillo – Der Bongo-Groove

Multifunktional spielbar gibt es auch einen typischen Bongo-Rhythmus, der sich in seiner verquirlt sparsamen Art wunderbar im Pop, Jazz, Rock, HipHop und eigentlich überall einsetzen lässt. Sein viertelbetonter Puls besteht aus vier hintereinander folgenden Schlägen: drei auf der Macho (kleinerer Kessel) und einer auf der Hembra (größerer Kessel), die mit dem Zeigefinger der rechten Hand ausgeführt werden. Die leiseren dazwischenliegenden Achtelnoten werden mit der linken Hand auf der Macho im Wechsel von Daumen (D) und Fingerspitzen des Zeige- und Mittelfingers ausgeführt (F). Achtung: Während der Zeigefinger der rechten Hand nur kurze, aber heftige Impulse gibt, spielen Daumen und Finger der linken Hand parallel Viertelnoten. Das heißt, die Finger der linken Hand bleiben auf dem Fell liegen bis zum nächsten Schlag. Und wie in der Notation Macho/Hembra sehen die Noten aus.

Cowbell und Mounted Tamburin Beats

Gute und treibende Grooves gelingen, wenn ihr die Cowbells einfach in Viertel-Pattern durchnagelt, z.B. auf den Bassdrum- und Snare-Beats des Drummers. Komplizierte Figuren kommen im Rock und Pop eigentlich nicht vor, solche Dinge sind eher in der Latin-Musik zu Hause. Grundsätzlich gilt für die Cowbells: Je einfacher und geradliniger gespielt, desto größer ist der Groove-Effekt. Und dieser ist ja in HipHop, Metal, Pop und Rock absolut angesagt. Spielt die Bells vorne an ihrer Resonanzöffnung an, um den vollen Powersound aus ihnen herauszuholen. Parallel könnt ihr auch den montierten Schellenring spielen. Ein solider Groove ist zum Beispiel die Figur in der Notation Cowbell-Tamburin.

Hier pulsiert die Cowbell in Vierteln durch, und das Tamburin setzt Akzente auf „2“ und „4“. Dieser Groove ist „simpel“, aber besonders effektiv in allen 4/4-Musiksparten, wenn es darum geht, den Beat richtig anzutreiben.

Etwas frecher ist die Figur der Notation Cowbell-Tamburin durch die Off-Beat-Struktur des Schellenrings.

Ein mögliches Arrangement, um den Unterschied zwischen Strophe und Refrain zu gestalten, wäre die für den Strophen-Part geeignete Kombination von Conga-Cowbell-Beats. Ihr spielt die Viertel-Cowbell durch (Stick rechte Hand) und akzentuiert mit der linken Hand auf der Conga den Slap auf „2“ sowie die Open-Tones auf„4“ und „4+“; zu sehen in der Notation Cowbell-Conga.

In Kombination reicht dieser ausgedünnte Tumbao völlig aus. Zum Refrain hin nehmt ihr dann einen zweiten Stick in die linke Hand und groovt eine Cowbell-Tamburin-Figur.

Hand-Tamburin-Grooves

Gute Akzente erhält man, wenn eine Hand die Bewegung des Schellenrings stoppt und damit einen Anschlagpunkt bildet. Dabei können frei wählbare Akzente gesetzt werden, indem man innerhalb des Grooves manuelle Schlagimpulse addiert (Gegenschlag: Tamburin – Handballen). Durchaus üblich sind Akzente zum Beispiel auf „2“ und „4“. Damit wird gerne die Snare Drum gedoppelt, womit der Backbeat „versilbert“ werden kann (s. Notation Tamburin).

Weitaus deutlichere Akzente entwickeln sich, wenn anstelle der linken Hand ein zweites Tamburin als Gegenschlag dient (s. Bild).

Wenn ihr das Tamburin nicht senkrecht, sondern waagrecht positioniert, rasseln die Schellen weniger lange nach. In dieser waagrechten Haltung können auch prima klingende geshuffelte Rhythmen, HipHop-Grooves etc. gespielt werden.

 

 

Timbales Fill-ins

Spannend und gut inszeniert setzt man Timbales-Fill-ins am besten dann, wenn der Drummer in dem Moment Freiraum lässt und auch die Musik den entsprechenden Platz bietet. Ein Fill-in mitten im Gesangspart oder im Gitarrensolo oder zeitgleich zum Drum-Fill macht keinen Sinn. Timbales-Fills müssen nicht aufwendig sein und auch nicht über mehrere Takte lang laufen. Prägnante und kurze Figuren, z.B. auftaktig vor musikalischen Wechseln gesetzt, bieten eine frische Spritzigkeit und kicken den Groove super an. In Notation Timbales Fill-ins, 3 kl. Beispiele A,B,C), seht ihr einige Beispiele für effektvolle Fill-ins.

 

Shaker richtig spielen

Shaker verleihen einem Song gleichsam klangvolle und rhythmisch bindende Elemente. Dabei ist der Sound sehr bedeutsam für die Obertongestaltung eines Songs. Holz-Shaker klingen stumpfer als Metall-Shaker. Letztere setzen sich mit mehr Schärfe gut durch. Aber auch Kunststoff-Shaker haben ihr eigenes Klangbild (mild, weich, sandig).

Je nach Song oder Klangvorstellung sollte man ein entsprechendes Modell wählen. Geht es um einen eher geradlinigen, langsameren Achtel-Puls (s. Notation 1/8 Skala), empfiehlt sich ein Shaker mit eckigem Body, weil man mit ihm den Sound rhythmisch gut kontrollieren kann.

Häufig spielt der Shaker Sechzehntel-Pattern (s. Notation 1/16 Skala), die mit verschieden platzierten Betonungen für Lebendigkeit sorgen. Je nachdem, wo man diese Akzente setzt, entstehen sehr unterschiedliche Eindrücke. Ob man nun mit Off-Beats arbeitet (das sind die „Und“-Werte zwischen den geraden Zählzeiten) oder Akzente auf die geraden Beats setzt: All dies hat großen Einfluss auf das Groovefeel.

Für Rockmusik eignen sich als Percussion Instrumente große Shaker mit Metall-Body. Für den Popsektor sind kleinere Körper aus Holz, Kunststoff oder auch aus Metall oft besser geeignet.

Die Magie der Triangel

Eine Triangel kann richtig abgrooven, wenn man die ureigene Spieltechnik auslotet. Am besten spielt ihr sie mit der Hand (kein hängendes Modell) und geht nahe ans Mikrofon, damit sich der silbrige Klang gut durchsetzt. Mittel- und Ringfinger kontrollieren durch Öffnen und Umschließen des seitlichen Triangel-Schenkels die gedämpften Beats.

Der Trick des Dämpfens zählt zur grundlegenden Spieltechnik und muss gut beherrscht werden. Denn vor allem die Art des Dämpfens (wann genau, wie lange etc.) ist ein elementarer Baustein im Aufspüren faszinierender Triangel-Grooves. Beim Spielen geht es darum, Kombinationen aus gedämpften (M) und offenen Sounds (O) zu finden. Oft werden dabei Achtel- oder Sechzehntel-Pattern verwendet, die sich als hochfrequente Groovefäden über längere Songstrecken bewegen. Ein typischer Triangel-Popgroove arbeitet mit dem Pattern der Triangel-Notation.

Die Groovepower einer Triangel ist wirklich enorm. Zum einen setzt sich die helle Frequenz sehr gut durch (sogar im Metalrock), zum anderen fasziniert ihr das Publikum mit der unerwartet treibenden Kraft des immer so schüchtern eingeschätzten Instruments. Die Magie der Triangel lebt in einer straighten und fast schon trancemäßigen Groovearbeit.

Spot an!

Entfaltet eure Fantasie auf der Bühne, lasst euch treiben vom aufregenden Feel, da oben zu stehen, im Licht der Scheinwerfer, und genießt es, kreativer Teil einer großartigen Sache zu sein: nämlich dem Musikmachen.

Es geht in der Groovewelt nicht darum, mit Techniktricks und möglichst komplizierten Rhythmen zu glänzen. Je einfacher die musikalischen Dinge gestaltet sind, desto sicherer kann man mit ihnen umgehen und desto klarer sind sie auch für euer Publikum verständlich. Und dafür gibt’s dann Applaus


Percussion Instrumente sind mit ihren Sounds und Spielmöglichkeiten bei vielen Drumset-Spielern sehr beliebt. Doch geht man einmal von den unzähligen Formen, den mannigfaltigen Variationen, Beschaffenheiten und facettenreichen Klangmöglichkeiten all der Fellinstrumente, der Riesengruppe der Small-Percussion bzw. der Effekt Percussion aus, so eignen sich vor dem Hintergrund der Montage und der dann noch möglichen Bespielbarkeit grundsätzlich nicht alle Percussion-Instrumente als integraler Bestandteil eines Drumsets.

Aus der Gruppierung der verschiedenen Fellinstrumente (z. B. Congas, Bongos, Djembe, Timbales, Bata Drums, Tambourines, Cuicas etc.), der Small-Percussion (z. B. Triangel, Schellenring, Cowbells, Jam Blocks etc.) und dem Bereich der Effekt Percussion (z. B. Chimes, Vibra Slap, Crash Box etc.) gilt es infolgedessen also solche auszuwählen, die eine unkomplizierte Montage durch das Anbringen von Klammern/Verschraubungen zulassen (das heißt insbesondere ohne Gefahr der Beschädigung und Klangeinbußen).

Einige dieser Percussion Instrumente sind bereits durch vorhandene Halterungen zur Montage an Stativen vorgesehen. An dieser Stelle begegnet man aber auch der interessanten Frage, welcher Sinn oder welche musikalische Qualität aus der Integration von Percussion Instrumenten im Drumset resultiert.

Beim Schlagzeug wurden verschiedene Trommelgattungen zu einem Set formiert, so dass ein einziger Spieler mittels Pedalen und Drumsticks eine Vielzahl an Sounds und Rhythmen in Personalunion spielen kann.

Percussion hingegen ist das riesige Spektrum unterschiedlichster Trommeln, Schlag- und Klanginstrumente, die in den Weltkulturen entstanden sind und teils auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblicken.

Der Begriff Percussion lässt sich übrigens auch aus der lateinischen Sprache herleiten. Das Wort „percutere“ nämlich heißt u.a. schlagen. Insofern vereinen sich unter Percussion solche Instrumente, die durch eine schlagende Tätigkeit zur Klangerzeugung gebracht werden. Sei es mit den Fingern, den Händen oder mit Schlägeln.

An dieser Stelle sei die Frage berechtigt, warum ein Shaker denn auch zu den Percussion-Instrumenten zählt, da dieser ja nicht angeschlagen wird? Nun, im Inneren eines jeden Shakerbodys befindet sich eine Schüttelfüllung. Und diese schlägt (!) beim Shaker-Spiel gegen die Innenwandung des Shaker-Körpers. Natürlich gibt es Percussion-Instrumente, die nicht durch Schlagen, sondern durch Reiben oder andersartige Bewegungen zum Klingen gebracht werden (z.B. Schwirrhölzer, Kalimba, Klangschalen etc.). Aber auch diese Instrumente zählen zum großen Gefüge der Percussion-Welt.

Percussion Instrumente lassen sich trotz ihrer nahezu unerschöpflichen Vielfalt in verschiedene Bereiche einordnen. Zum einen gibt es die klang- und konstruktionsbedingte Einteilung in „Membranophone“ und „Idiophone“. Unter einem Membranophon versteht man solche Instrumente, die durch eine schwingende Membran klingen. Membrane können Tierhäute sein oder Plastikfelle, so wie man sie auf Congas, Bongos, Darbukas, Surdos etc. findet.

Unter einem „Idiophon“ (Selbstklinger) vereinen sich alle Percussion Instrumente, die mit Hilfe einer Gegenschlagtechnik (per Hand oder Stock) aus sich selbst heraus klingen und keiner Membran bedürfen (Schellenring, Claves, Cowbell, Udu, Triangel etc.).  Eine strikte Unterteilung gelingt nicht immer, da der Übergang zwischen Membranophon und Idiophon auch fließend ist. Eine Schlitztrommel zum Beispiel ist einerseits ein Idiophon, sie hat gleichzeitig aber auch Klangzungen, die wie eine Membran schwingen. Auch können Membrane aus dünnen Stahlblechen bestehen oder aus Holz. Beispiel: Steeldrum oder Cajon. Hier befindet man sich ebenso in der Grauzone zwischen Membranophon und Idiophon.

Eine weitere Einteilung ist die Gliederung nach Kulturkreisen, wobei insbesondere die asiatischen, afrikanischen, orientalischen, afrocubanischen, brasilianischen und übergreifend die afrokaribischen Kulturen bedeutend in der Entwicklung von Instrumenten und Rhythmen sind.

Auch kann eine Gliederung in Instrumentenarten vorgenommen werden. Hier bieten sich die Bereiche „Handtrommeln“ (Cajon, Conga, Kpanlogo), „Stocktrommeln“ (Talking Drum, Timbales, Surdo), „Trommeln besonderer Klangart“ (Steeldrum, Udu), „Stabinstrumente“ (Balaphon, Marimba) und „Small Percussion“ (Triangel, Shaker, Guiro etc). Bei dieser nach Typen und Arten gegliederten Unterteilung nimmt vor allem der Bereich Small Percussion als eigenständige Welt wiederum einen immensen Raum an Vielfalt ein (siehe Thema > Small Percussion).

Percussion ist der Urbaustein einer traditionsreichen Welt der Trommeln. Sie wird nach wie vor in den Kulturen gepflegt, indem man Rhythmen, Spieltechniken und Instrumentenbau von Generation zu Generation weitergibt. In der ursprünglich traditionellen Art werden viele der Rhythmen von mehreren Spielern auf unterschiedlichen Instrumenten gespielt, wobei die Grooves und Klänge wie ein Netzwerk ineinandergreifen und letztlich ein Ganzes entstehen lassen.

In heutigen modernen Sparten wie der Popmusik hat sich die Percussion neben dem Schlagzeug als eigenständiger Bereich etabliert. Der Percussion Player bedient dabei eine Vielzahl von Percussion Instrumenten als alleiniger Spieler, wobei traditionelle Formen als Basis dienen, jedoch klanglich erweitert und rhythmisch variiert werden, um Sounds und Grooves dem modernen Kontext anzupassen.

Text: Tom Schäfer


Du interessierst dich für Percussion und würdest gerne deine Band in Spielpausen mit Shaker und Co. rhythmisch unterstützen? Dann ist unsere Workshop-Reihe “Percussion-Instrumente” genau das Richtige für dich!

Der Percussion Workshop führt dich in die große Welt der Percussion ein – von Tamburin und Shaker bis hin zum Caxixi. Dabei lernst du die elementaren Grundlagen wie die Handhaltung oder die Akzentuierung der Grooves sowie ausgefeilte Techniken wie das kombinierte Pattern. Unser Percussion Lehrer ist übrigens Holger Martin, professioneller Perkussionist, Schlagzeuger und Musikethnologe, der auch für unser Magazin STICKS regelmäßig Schlagzeug-Workshops gibt. Wir wünschen dir viel Spaß mit unserem Small Percussion Workshop!


Philip David Charles Collins wurde geboren um Schlagzeug zu spielen. Geboren am 30. 1. 1951 in Chiswick, London, krachten die ersten Beats des Dreijährigen auf eine Blechtrommel. Das inspirierte seine beiden Onkel ihm ein Kinder-Drumset zu bauen, was eine unumstößliche Vorgabe dafür war, dass er mit 12 hinter einem richtigen Drumset Platz nahm und pausenlos vor einem Spiegel trommelte oder vor dem Fernseher, um die Musik zu begleiten – egal, was es war.

Phil Collins ist so was wie ein Naturtalent, denn auch die Schauspielerei entdeckte er schon in jungen Jahren. Er besuchte eine Theaterschule und spielte in Londons West End Musical „Oliver“ die Rolle des Artful Dodger. Man feierte ihn als Kinderstar und sagte eine große Schauspielerkarriere voraus.

Kleine Filmrollen folgten, bis Phil Collins mit 13 in den Stimmbruch kam und die ganze Sache schmiss. Die Faszination für Musik hatte ihn eingeholt, und Phil Collins sah in den Trommeln ein neues Territorium, das es zu erobern galt. Phil Collins gründete seine erste Band The Real Thing, später trommelte er bei Freeholdafter und formierte mit seinem Freund, dem Gitarristen Ronnie Caryl, die Band Hickory, die man später in Flaming Youth umtaufte.

Ein erstes Album „Ark II“ wurde im Londoner Planetarium uraufgeführt. Musikalische Differenzen und der ausbleibende kommerzielle Erfolg veranlassten Phil dazu, sich auf eine Anzeige im Melody Maker zu melden, als eine unbekannte britische Band namens Genesis einen Drummer suchte. Nach einer Audition im Hause der Eltern von Peter Gabriel hatte Phil den Job. Das war am 4. August 1970 und rückblickend ein Eckpfeiler in seiner Karriere.

Man spürte bandintern die Energie von Phil Collins, seinen Humor und Enthusiasmus, der für Genesis wie eine Vitaminspritze wirkte. Keyboarder Tony Banks sagte einmal, Phil sei bei weitem der beste Musiker in der Band gewesen. In den folgenden Jahren war Phil Collins als Drummer fest im Sattel der Band, darüber hinaus prägte er die Backing Vocals, komponierte und arrangierte. Mit seiner immer stärker werdenden Persönlichkeit als Musiker führte er Genesis mit auf den Weg, eine der bekanntesten Bands im Art-Rock-Umfeld zu werden.

Die Fans feierten Klassiker wie „Cinema Show“ oder „Supper’s Ready“ mit dem berüchtigten „Apocalypse In 9/8“-Part und Songs wie „Get ’Em Out By Friday” oder „Watcher Of The Skies“, die unter der deutlichen Handschrift des damals Mittzwanzigers entstanden. Darüber hinaus stellte er sich den Herausforderungen, seine Qualitäten als Drummer weiter auszuloten und begab sich parallel zu Genesis in das artifizielle Umfeld von Brand X, mit denen er einige Alben aufnahm.

Einen Riesen-Coup landete Phil Collins, als er 1975 die Rolle Peter Gabriels übernahm und damit Genesis-Frontman wurde, in einer Zeit, als die Band allmählich schwarze Zahlen schrieb und Erfolge auch international zu erwarten waren. Wiederum war es eine natürliche Gabe, diesen Wechsel vom Drumset zum Gesangsmikro ohne Wimperzucken auszuführen, was sowohl ihm selber, aber auch der Band eine immense Schubkraft verlieh.

Phil Collins stand nun im Fokus der Öffentlichkeit und entwickelte ungeheure Talente als Sänger, Songwriter und natürlich als Drummer. Zu den Höhepunkten der Genesis-Shows zählten die legendären Drum-Battles zusammen mit Chester Thompson, der nun als Sideman die Live-Drums spielte. Eine Solokarriere war eigentlich vorprogrammiert – und doch nicht beabsichtigt. Quasi „über Nacht“ wurde Phil Collins 1981 mit seinem Debüt „Face Value“ und der Single „In The Air Tonight“ zum Megastar. Phil Collins kreierte dabei eines der berühmtesten Drum-Fills aller Zeiten. Nun begannen zwei Karrieren gleichzeitig, die mit Genesis und seine Solo-Karriere. Phil schien allgegenwärtig zu sein, es folgten Alben auf Alben und eine Tournee ging in die nächste über. Seine Karriere schoss in atemberaubendem Tempo nach oben, während das Genesis-Album „Invisible Touch“ ebenfalls zum Million-Seller wurde.

Ebenso widmete Phil Collins sich erneut seiner Liebe zur Schauspielerei und spielte die Hauptrolle in der Gaunerkomödie „Buster“, auch bei Spielbergs „Hook“ und in einigen Folgen der US-TV-Serie „Miami Vice“ hatte er Gastauftritte. Mit den Shows seiner Welttourneen schien sich Phil Collins alle Fantasien und Träume verwirklichen zu können. Funkige Bläser-Sections brachten seine Vorliebe für Bigband- und R&B-Sounds hervor, er spielte seine berühmten Balladen und umgab sich stets mit den besten Musikern, darunter nach wie vor Chester Thompson. 1995 wurde das Genesis-Album „We Can’t Dance“ mit 15 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Werk der Band, man füllte die größten Stadien der Welt.

Doch diese Zeit schien für Phil Collins wie eine Zerreißprobe, so dass er völlig außer Atem nach 26 Jahren seine alte „Jugendband“ verließ. Seine folgenden CDs „Dance Into The Light“ und „Hits“ dekorierten wie gewöhnlich sein Studio mit weiteren Platinsilberlingen. Jetzt nahm er sich Zeit für ein Projekt, das er lange als gut behütetes Geheimnis pflegte, und setzte seine Liebe zum Bigband-Jazz auch endlich in die Tat um. Das Album „A Hot Night In Paris“ etablierte sich natürlich in den Billboard Jazz Charts, er tourte mit seiner PC Bigband um die Welt und verzauberte das Publikum mit neu arrangierten Phil Collins- und Genesis-Klassikern.

Damit ging für ihn ein wahrer Traum in Erfüllung. Seine Qualitäten als Filmkomponist auszuloten stand nun als weitere Herausforderung auf dem Prüfstand. Wie man weiß, ist ihm auch dies mehr als gelungen, schließlich wurde er für „You’ll Be In My Heart“, dem Titelsong des Walt Disney Trickfilms „Tarzan“, mit einem Oscar, dem Golden Globe und einem Grammy geehrt. 2002 erschien sein 7. Soloalbum „Testify“, und man fragt sich, welche Möglichkeiten sich diesem Musiker noch bieten können, nach über 100millionen verkaufter Platten den Zwängen des „Workaholics“ nachzukommen. Die Antwort kommt sehr schlicht daher, denn es wird keine „Testify“ World-Tour geben oder andere große aufsehenerregende Events. Zunächst jedenfalls nicht. P

hil Collins hat ein neues Zuhause gefunden und genießt das Leben in der Schweiz mit seiner dritten Ehefrau Orianne und seinem knapp zweijähriger Sohn Nicholas, dem Phil all seine Aufmerksamkeit widmet. Bekannt für sein großes Herz unterstützte er jahrelang mit erheblichen Geldsummen weltweite Charity-Einrichtungen wie z. B. den Fond zur Hilfe leukämiekranker Kinder. Jetzt hat er mit seiner Frau Orianne die „Little Dreams Foundation“ gegründet. „Live your life“ steht im Zentrum dieser Idee, mit der Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 16 Jahren unterstützt werden, ihren Traum an der Teilnahme sportlicher oder künstlerischer Events einmal Wirklichkeit werden zu lassen (Infos: www.littledreamsfoundation.com).

Von Ruhestand möchte Phil Collins selbstverständlich nichts wissen, denn schon jetzt sind die nächsten Jahre mit Kompositionsarbeiten verplant, und so sitzt er in seinem Studio und schreibt an der Musik zu weiteren Disney-Trickfilm-Projekten wie aktuell „Tarzan 2“ und „Brother Bear“. Der Mann ist halt ein Pop-Phänomen, ein rastloser Musiker, Komponist, Sänger, Drummer – voller Ehrgeiz und sprühenden Ideen und vor allem: Voller Humor!


STICKS Play Along-Tracks aus Metal, Classic-Rock, Blues, Jazz, Popfunksoulpunk sind sowohl für Instrumentalisten als auch Vokalisten geeignet – für alle, die gerne mit anderen Instrumenten zusammenspielen, aber nicht ständig eine perfekte Band im Wohnzimmer haben. Play-Along-Tracks für Drummer: Wir stellen interessante Musiker & Songs in STICKS vor, liefern Facts & Links, die man braucht um sich weiter mit dem Thema zu befassen, und dazu gibt’s dann Musik!

Neben einem Link zum Original-Track liefern wir Playalongs nach dem Minus-One-Prinzip: Es fehlt also jeweils ein Instrument – denn das darfst du spielen! Im Idealfall steht der vorgestellte Track also in je einer Version ohne Drums (aber mit Click!), ohne Gitarren, ohne Bass, ohne Keyboards und ohne Vocals zur Verfügung.

Die Play Along-Tracks findest du hier auf der STICKS-Website. Alle wichtigen Infos verraten die zugehörigen Workshops in jeder STICKS-Ausgabe. Denn in STICKS unterstützen wir diese Playalongs mit Lead Sheets (Song-Ablauf), Noten zu den wichtigen Grooves und Fill-ins sowie Spieltipps; mal stellen wir dazu komplette Transkriptionen wichtiger Drum-Parts vor, mal werden aber auch nur ein paar Tipps & Tricks verraten, die Eigeninitiative fordern und Kreativität fördert. Denn Du sollst ja die Musik machen! Auf diese Art werden Monat für Monat neue JAM!- Tracks dazukommen – dir steht also eine ständig wachsende Playlist bevor. Viel Spaß damit.



Die Beatles sind zweifellos die erfolgreichste Band der Musikgeschichte. Auch wenn die rein spieltechnischen Qualitäten von Drummer Ringo Starr nicht unbedingt mit denen von heutigen Top-Drummern zu vergleichen sind, zeigt sich bei näherer Betrachtung der Songs, dass seine Grooves und Fills immer sehr songdienlich und mit interessanten Ideen gespielt wurden.

Ringo Starr groovt in seiner eigenen Art, da die Rhythmen als kompositorischer Teil der Musik eingesetzt und musikdienlich mit Herz und Feeling gespielt wurden.


Roger Taylor ist Gründungsmitglied und langjähriger Drummer der legendären Rockband Queen. Mit seinem Stil hat der Brite eine ganze Generation junger Schlagzeuger geprägt. Populärster Fan ist der Foo Fighters Drummer Taylor Hawkins.

Es klingt makaber, aber 24 Jahre nach dem Tod von Freddie Mercury ist die britische Supergroup der 70er und 80er rund um Roger Taylor geradezu allgegenwärtig: Ihr Gassenhauer „We Will Rock You“ liefert den Sound zu aufwändigen Werbespots und wird bei allen erdenklichen Sportveranstaltungen gegrölt.

Das gleichnamige Musical ist so erfolgreich, dass es weltweit expandiert, und die Flut an Wiederveröffentlichungen nimmt schlichtweg kein Ende. Eien Tatsache, über die sich Roger Taylor nur freuen kann. Der Drummer hat schließlich selbst eingesehen: “Die Leute kennen mich nun mal als Trommler von Queen. Dafür respektieren sie mich, aber darauf bin ich festgelegt. So schmerzhaft das sein mag.”




Die Faszination an der Entwicklung besonderer Percussion-Instrumente, aber auch die Liebe zum Holz und der Anspruch „100% Made in Germany“ machen den Charakter von Instrumenten von Schlagwerk aus.


Ein Schlagzeug ist die Zusammenstellung von Trommeln und Becken, die von einem Schlagzeuger gespielt werden, sowie der dazugehörigen Hardware. Ein Schlagzeug besteht in der Regel aus mindestens vier Trommeln (Bass und Snare Drum, zwei Toms) und vier Becken (Ride, Crash und einem Paar HiHat-Becken). Das Schlagzeug zählt zu den ältesten Instrumenten in der Geschichte.


Hier findest du Schlagzeug Workshops von bekannten Drummern und zu den Spielweisen zu bekannten Drummern. Viel Spaß beim Mitdrummen!


Ein gutes Schlagzeug wäre nichts ohne das richtige Schlagzeug Zubehör. Was will man mit dem besten Satz Becken, wenn die Stative wackeln? Bei aller Faszination für Kessel und Becken werden  unscheinbare aber essenzielle Bestandteile wie die Stärke der Sticks oder der richtige Einstellung des Drummersitzes häufig übersehen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst!


Als Schlagzeuger musst du bekanntlich multitaskingfähig sein, da du gleichzeitig mit all deinen Extremitäten arbeitest. Schlagzeug lernen erfordert daher viel Übung und Fleiß. Wir begleiten dich mit zahlreichen Tipps und Tricks rund um das Drumming und Tuning!

 


Du möchtest Schlagzeug spielen? Oder das coolste Instrument der Welt überhaupt spielen lernen? Hier findest du eine Reihe von Tipps und Tricks zum Schlagzeugspielen!


Du möchtest Schlagzeugnoten lesen lernen? Kein Problem! Wir fangen hier bei „0“ an! Damit richten wir uns an alle Drum-Anfänger – vielleicht veranlassen wir jedoch auch Profis dazu, sich nun „step by step“ mit dem Thema „Schlagzeugnoten“ und „Noten“ allgemein auseinanderzusetzen…

Bevor wir uns hier mit den ersten praktischen Übungen mit Schlagzeugnoten beschäftigen, geht es zuerst um die Frage: Weshalb sind Notenkenntnisse überhaupt wichtig? Hierzu sei erwähnt, dass man durch Notenkenntnisse nicht auch zwangsläufig ein guter Musiker ist…

Notenkenntnisse sind aber ein Faktor von mehreren, die es ermöglichen können, ein solcher zu sein – und zudem ein wichtiges Hilfsmittel, um sich in verschiedenen musikalischen Situationen zurechtzufinden!

Nehmen wir z. B. die typische Situation einer Bandprobe. Hier können Notenkenntnisse der Musiker die Kommunikation untereinander erheblich erleichtern bzw. beschleunigen. Sei dies nun in Bezug auf die Form des gesamten Songs (z.B. Harmoniefolgen, Taktanzahl der Strophe oder des Refrains, gemeinsame Akzentuierungen oder Stops etc.) oder auf die Gestaltung des jeweiligen Groove-Arrangements.

Allerdings kann man leider immer wieder beobachten, dass Musiker mit zunehmenden theoretischen Wissen zu kopflastig an die Musik herangehen. Trotz aller Kenntnisse von Schlagzeugnoten sollte daher eins nicht beeinträchtigt werden: das Gefühl für die Musik.

Ist es in kleineren Bands noch möglich, einfach drauflos und „aus dem Bauch heraus“ zu spielen, würde dies in größeren Besetzungen (z.B. einer Big-Band) zu einer mittleren (akustischen) Katastrophe führen. Hier bedarf es eines entsprechenden Arrangements, die musikalischen Aktivitäten in den verschiedenen Instrumentengruppen (Holzbläser, Blechbläser, Rhythmusgruppe etc.) zu koordinieren.  Somit wären wir bei einer weiteren Möglichkeit aus der musikalischen Praxis, dem „Vom-Blatt-Spiel“.

Bleiben wir mal bei unserem Beispiel der Big-Band. Hier ist bei einem Arrangement die gesamte musikalische Form der Komposition Takt für Takt festgehalten. Hinzu kommen Wiederholungszeichen und dynamische Zeichen für das Spiel in verschiedenen Lautstärken. Ebenso sind die verschiedenen Phrasierungen der Bläser notiert, die es durch den Drummer zu „bedienen“ gilt (z.B. Trompeteneinwürfe mit der Snaredrum, Posauneneinwürfe mit der Bassdrum). Wie ihr seht, kann so eine Schlagzeugstimme recht komplex ausfallen – und ohne grundlegende Kenntnisse von Schlagzeugnoten ist man hier einfach verloren!

Dies gilt in der Regel auch für das Spielen in einer sogenannten „Top 40“- oder „Gala“-Band, bei der das Repertoire meist mehr als 100 Songs in den verschiedensten Stilistiken beinhaltet. Auch wenn die Arrangements oft nicht so komplex wie bei einer Big-Band sind, wäre es doch nur unter einem großen Zeitaufwand möglich, sich die Stücke auswendig „draufzuschaffen“.

Gleiches gilt auch für die im Tanzmusikbereich oft verlangte „Künstlerbegleitung“, bei der ein Solo-Künstler (SängerIn, Instrumentalist) nicht mit eigener Band auftritt, sondern eben von der „Band vor Ort“ begleitet wird. Ohne ausreichende Notenkenntnisse könnte in solchen Situationen selbst die Begleitung eines noch so kleinen „Schlagersternchens“ leicht zum musikalischen Himmelfahrtskommando werden.

Neben den verschiedenen Bandsituationen gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten kreativ mit Notenkenntnissen umzugehen, z.B. beim Üben. Hier erschließen sich dem notenlesenden Drummer und Percussionisten nicht nur die vielen Lehrbücher und Workshops in den Fachzeitschriften, darüber hinaus versetzen sie euch später in die Lage, eigene Grooves und Licks aufzuschreiben und weiterzuentwickeln oder z.B. Grooves von einer CD eurer Lieblingsband herauszuhören und zu notieren.

Wie ihr seht, gibt es viele musikalische Situationen, in denen Schlagzeugnoten-Kenntnisse einfach einen großen Vorteil bedeuten. Ich hoffe, die Beispiele haben euch den (vielleicht) nötigen Motivationsschub gegeben, die Sache mit dem Noten lesen lernen nun anzupacken!


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Simon Philipps ist eine ganz große Nummer im Drum-Business; als Musiker arbeitete er im Laufe seiner mittlerweile jahrzehntelangen Karriere mit vielen großen Künstlern und Bands wie u. a. Toto zusammen.


Die Snare Drum, oder kurz „Snare“ oder auch – im Orchester – „Kleine Trommel“ genannt, wird häufig als das Herzstück des Drumsets bezeichnet, da sie in den meisten Patterns als Instrumentenstimme gespielt wird und den berühmten „Backbeat“ (auf den Zählzeiten „2“ und „4“) liefert.

Die Snare Drum ist die deutlichste Stimme im Drumset. Der markante Klang wird durch Resonanzseiten bestimmt, die durch einen Schlag in Schwingung versetzt werden. Eine weitere Besonderheit der Snaredrums ist das extrem dünne Resonanzfell, das eine konkrete Ansprache der Resonanzseiten bei sehr leisen Noten erst möglich macht und diesen typisch crispen Klang entscheidend prägt.

Snareteppich und Abhebemechanismus

Der Snareteppich besitzt meist Spiralen aus Metall und wird in seiner Gesamtheit gespannt. Je nach Spannung variiert also die Ansprache und das Geräusch der Spiralen. Die Spannvorrichtungen, die Snareteppich-Abhebung (auch als Snare Strainer oder Throw Off bezeichnet), kann eine einfache Konstruktion oder komplexe Hebekonstruktion sein.

Die einfachste Variante ist dabei ein An/Abschalthebel mit Spannungsverstellung auf der einen und ein fester Anschlag auf der gegenüberliegenden Seite der Trommel. Das nächste Prinzip beinhaltet eine Spannungsverstellung auf beiden Seiten. In beiden Fällen liegt der Snareteppich mittig auf dem Resonanzfell auf.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Snareteppich über die Kesselränder hinaus zu führen. Dabei kann man dem Prinzip des einseitig angebrachten An/Abschalthebels folgen oder aber eine aufwändige Parallel-Abhebung verwenden. Bei dieser führt eine Stange quer durch den Kessel, die bei Betätigung des An/Abschalthebels auf beiden Seiten gleichzeitig die Hebe- und Befestigungsmechanik für den Snareteppich absenkt oder anhebt.

Größen der Snare Drum

Die meist gebrauchten Größen bei der Snare Drum sind der 14″ Durchmesser, gefolgt von 13″. Aber auch spezielle Modelle in 10″, 12″, 15″ und 16″ sind erhältlich, werden aber meist als ergänzende Stimme im Set – so genannte Add-on-, Side-Snares oder FX-Snaredrums – und auch meist in speziellen Stimmungen eingesetzt. Auch bei den Kesseltiefen gibt es Bandbreiten von 3,5″ bis zu 8″ oder als sehr spezielle Modelle in noch größeren Tiefen. Die Standardgrößen sind 5″, 5,5″ und 6,5″ tiefe Modelle, die von allen Herstellern angeboten werden.

Kesselmaterialien und Konstruktionen

Die Kessel von Snare Drums können aus Holz, Metall oder auch aus alternativen Materialien, wie Verbundwerkstoffen (Acryl, Fiberglas, Carbonfiber etc.) sowie (seltener) aus Holzfaser/Harz-Gemischen wie „Acousticon“ von Remo, aus Bambus, Hanf oder sogar Beton-ähnlichen Werkstoffen oder gar Glas bestehen.

Metall-Kessel können nahtlos gezogen sein, was bei weicheren Materialien wie Aluminium und Messing in der Fertigung relativ einfach zu handhaben ist. Stahl und andere ähnlich harte Materialien stellen da höhere Anforderungen. Einfacher ist es in diesen Fällen, Bleche zu rollen und diese an der Stoßstelle dann zu verschweißen (Stahl, Edelstahl, Titan, Aluminium etc.) oder zu verlöten (z. B. Messing, Bronze etc.).

Vor einigen Jahren galt das noch als Kennzeichen für „preiswerte“ Instrumente, was natürlich heutzutage Blödsinn ist: Die Schweiß- und Lötverfahren haben heute derartige Qualitäten erreicht, das es in Sachen Schwingung und Resonanzverhalten kaum noch zu klanglich wirklich relevanten Unterschieden kommt – sofern die Fertigung natürlich das entsprechende Niveau hat. Neben den Blechen bietet sich für bestimmte Metall-Legierungen natürlich auch der Guss an (Glockenbronze)

Die meisten Holzkessel werden in der Sperrholz-Bauweise hergestellt. Dünne Furniere werden mit zueinander gekreuztem Maserungsverlauf zusammengestellt, miteinander verleimt und in einer Presse unter hohem Druck und Temperatur gebacken. Vereinfacht gesprochen: Durch das Kreuzen der Maserung neutralisieren sich die Dehnungskräfte des Holzes bei der Aufnahme/Abgabe von Feuchtigkeit – und der Kessel der Snare Drum bleibt formstabil.

Ein weiteres klassisches Verfahren ist das „Steam Bending“. Hierbei wird abgelagertes Holz gewässert und über Wasserdampf in Form gebogen. Zur Stabilisierung des Kessels werden in der Regel Verstärkungsringe an den Rändern mit zur Kesselnaht versetzter Naht eingearbeitet. Das ist eine große Handwerkskunst und erfordert viel Know-how. Entsprechend höher sind auch die Kosten, dafür bekommt man allerdings auch eine besondere Klangqualität.

Eine weitere Möglichkeit einen Holzkessel herzustellen ist es, ihn aus Dauben zusammenzusetzen. Damit produziert man ihn also wie ein Fass oder – um bei Musikinstrumenten zu bleiben – wie eine Conga. Die Holzschnitte werden zusammengesetzt und verleimt, anschließend wird der Kessel innen wie außen gedrechselt, bis er seine runde Trommelkessel-Form besitzt.

Äußerst selten werden Kessel für eine Snare Drum aus einem Stamm geschnitzt. Der Aufwand ist extrem hoch und ebenso das Risiko, denn erst nach Fertigstellung und entsprechender Lagerzeit kann das Instrument endmontiert werden und erst dann zeigt es sich, ob sie überhaupt einen Wohlklang produziert. Dieses Verfahren wird von den Edel-Drum-Herstellern Brady und Canopus verwendet.

Snare Drum Ikonen

Zu den beliebtesten Snare Drum Materialien zählen bei den Metall-Kesseln Messing und Aluminium. Die Popularität begründet sich zweifelsfrei in den noch heute erhältlichen „Supraphonic“-Snaredrums des amerikanischen Herstellers Ludwig: LM 400 und LM 402 mit nahtlosem Aluminium-Kessel und die „Black Beauty“ Snare Drums LB 416 und LB417 mit nahtlos gezogenem Messingkessel.

Diese Snare Drum Modelle finden sich auf zahllosen Aufnahmen der unterschiedlichsten Musikstile, und fast jeder professionelle Schlagzeuger besitzt eine dieser Snaredrums. Der Vollständigkeit sei hier auch darauf hingewiesen, dass die LM 400 und LM 402 Snaredrums bis etwa Mitte der 1960er-Jahre ebenfalls einen nahtlosen Messingkessel besaßen, dieser allerdings eben verchromt ausgeführt war.

Erst ca. 1963 wurde die Aluminium-Legierung für die preiswerteren „Acrolite“-Snaredurms von Ludwig und in der Folge dann auch für die „Supraphonic“-Snaredrums in verchromter Version eingesetzt. Dass diese Snaredrums berechtigterweise als stilbildend bezeichnet werden dürfen, zeigt auch die Tatsache, dass heute jeder namhafte Hersteller Snaredrums aus diesen Kesselmaterialien anbietet, teils mit nahezu identischer Kesselkonstruktion.

Ebenfalls ein Ikone der Snaredrum-Baukunst ist die Slingerland „Radio King“, deren Holzkessel aus einem Stück Ahorn im „Steam Bent“-Verfahren hergestellt wurde. Abgelagertes Ahornholz wurde dabei über Wasserdampf zu einem Zylinder gebogen und verleimt. Zusätzlich wurden an den Rändern des Kessels Verstärkungsringe aus Ahorn eingeleimt, die auf die gleiche Weise hergestellt wurden. Gut erhaltene Modelle sind heute Bestand des Instrumentariums der Top-Drummer. Sie bestechen durch einen weiten Stimmbereich, eine satten Punch im Attack und ein bisweilen wuchtiges Sustain.

Weitere interessante Snaredrum-Entwicklungen

Nahtlose Stahlkessel

In den 70er-Jahren begann die Firma Sonor mit der Herstellung von Snaredrums mit nahtlos gezogenen Stahlkesseln. Dafür bedurfte es spezieller Stahlbleche, die für das Herstellungsverfahren elastisch genug waren, dem Endprodukt aber auch die entsprechende Steifigkeit verliehen. Die Sonor Phonic Snaredrums besitzen, wie auch die Kessel der Ludwig Supraphonic Snaredrums eine Sicke in der Mitte, allerdings einen grundsätzlich helleren und etwas obertonreicheren Klang. Auch die japanische Firma Yamaha produzierte für die Serie 9000 Snaredrums mit nahtlos gezogenen Stahlkesseln. Bemerkenswert war dabei die Ausstattung mit einer Parallel-Abhebung für den Snareteppich, die der Konstruktion von Ludwig Super Sensitive Snaredrums (Supraphonic-Kessel mit Parallelabhebung) nicht unähnlich war.

Tama präsentierte in der „Mastercraft“-Serie ebenfalls Snaredrums mit nahtlos gezogenem Stahlkessel. Eine beidseitig einstellbare Snareteppich-Abhebung, die den Snareteppich über den Kesselrand hinausführte – dieses Prinzip wird auch häufig als „Throw Off II“ bezeichnet – sowie die Ausstattung mit Guss-Spannreifen waren für diese Snaredrums das besondere Kennzeichen.

Alternatives Snare Drum Konzept

Die Pearl Free Floating Snaredrums erblickten ca. 1984 das Licht der Welt – und damit ein bis heute ganz eigenständiges Konzept. Die Basis bildet hier ein Gussrahmen, an dem alle Hardware-Komponenten (Stimmböckchen und Snareteppich-Abhebung) befestigt sind. In die Unterseite des Gussrahmens sind eine Kesselgratung und ein Snarebed eingearbeitet, da das Resonanzfell an diesem Rahmen befestigt wird.

Von oben auf den Rahmen wird dann ein Kessel gesetzt, der somit keinen direkten Kontakt mit den Kesselbeschlagteilen (Hardware) hat, also seine Resonanz ungehindert von anderen Bestandteilen des Instruments entwickeln kann. Der Durchmesser der Free Floating Snaredrums ist 14″, bei der Kesseltiefe stehen Varianten zwischen 3,5″ bis 8″ zur Verfügung und man hat eine große Auswahl beim Kesselmaterial. Zu Beginn der Ära „Free Floating“ waren das Stahl, Messing, Kupfer und Ahorn, während heute auch Birke, Aluminium, Phosphor Bronze und Hybrid Shells (z. B. Maple/Mahogany) zur Auswahl stehen.

Alternatives Tuning System

Tama präsentierte Mitte der 1980er-Jahre mit den „Artwood“-Snaredurms ein spezielles Stimmsystem. Dieses wurde von der Schlagfellseite aus bedient und man konnte das Resonanzfell separat von dort aus stimmen oder das Schlag- und Resonanzfell gleichzeitig oder nur das Schlagfell stimmen. Ein Prinzip, das der amerikanische Schlagzeuger, Schlagzeuglehrer und Hersteller Billy Gladstone in den 1930er-Jahren schon einmal entwickelt hatte. Die Weiterentwicklung wurde von Tama dann für das ganze Drumset verwendet und kam bei den „Starclassic Bubinga Onmi Tune“-Drums wieder zum Einsatz.

Alternative Kesselmaterialien

Hierzu kann man sicherlich ein Buch schreiben, denn schon immer wurde geforscht, entwickelt und produziert. Manches verschwand so schnell wie es erschien, doch einige Dinge setzten sich durch oder kehrten nach ihrer Blütezeit und kurzfristiger Einstellung wieder zurück.

Mit dem ansteigenden Erfolg der japanischen Hersteller vom Ende der 70er-Jahre an, begannen diese erfolgreich zu experimentieren. Abseits der klassischen Sounds der Snaredrum-Ikonen konnte man auch viele interessante Alternativen finden, die klanglich viel zu bieten hatten.

Dazu zählen unbedingt die Tama Bell Brass Snaredrums (mit Glockenguss-Kesseln). Hier gibt es auch das Signature-Modell von Lars Urich (Metallica). Die 14″ x 6,5″ Tama Rosewood Snaredrum (Palisander-Kessel) war für Alex van Halen eine gewisse Zeit lang die erste Wahl; dieses Modell wurde von Tama zum 40. Firmenjubiläum wieder neu aufgelegt. Mit der „Fiber Star“ Snaredrum stand dann auch ein Modell mit Kunststoffkessel zur Verfügung.

Pearl setzte Glasfiber bzw. Acryl schon seit Mitte der 70er-Jahre ein, und hier gab es 100% (nahtlose!) Fiberglaskessel ebenso wie die innen laminierten Wood/Fiberglass-Kessel. Deren Weiterentwicklungen sind seit 2014 unter der Bezeichnung „Hybrid Exotic“-Snaredrums wieder erhältlich. In der „Masterworks“-Serie kann man bei Pearl sogar Maple-Kessel mit einer inneren wie äußeren Lage Carbonfiber bestellen.

Yamaha hat eine Zeit lang mit Snaredrums mit reinem Carbonfiber-Kessel experimentiert, aber die in den 1990er-Jahren noch exorbitanten Kosten dafür, und die Bruchempfindlichkeit der Kessel stoppten dieses Projekt. Die Yamaha FRP Snaredrums mit Acryl-Kessel klangen durchaus interessant, waren aber kommerziell nicht erfolgreich und wurden relativ schnell wieder eingestellt.

In Sachen Acryl haben schon in den 70er-Jahren Firmen wie Ludwig, Fibes, Sonor und Pearl so einiges angeboten. Zu einer Renaissance dieser transparenten Kessel kam es vor einigen Jahren. RCI in den USA ist einer der Hersteller, der Kessel für namhafte Hersteller bereitstellte. Diese konnten dann damit ihre Endorser mit Special Editions ausstatten – natürlich bestückt mit der eigenen Hardware der diversen Hersteller. Währenddessen ließ Ludwig die „Vistalite“-Drums der 70er-Jahre wieder aufleben und Sonor präsentierte mit den „X-Ray“-Drums Historisches in neuer Qualität und Fertigungstechnologie.

In Deutschland machte Wahan Drum Technlologie mit nahtlos gezogenen Kesseln allerhöchster Qualität auf sich aufmerksam. Kirchhoff Schlagwerk setzte auf extrudierte Kessel mit Fokus auf perkussivere Sounds.

Hinzu kommen natürlich noch die verschiedenen Kleinserien- und Custom-Hersteller edler Instrumente, die z. B. Titan für Snaredrum-Kessel einsetzen (wie z. B. Dunnett), Hybrid-Kessel aus verschiedenen Hölzern oder Holz/Metall Kombinationen (z. B. Acoutin Cooper) anbieten oder aus ungewöhnlichen Hölzern in speziellen Bauweisen das Herzstück unsers Drumsets bauen. Im Laufe der Zeit wird es zu diesem Thema hier sicherlich noch Ergänzungen geben. Bis dahin: Viel Spaß bei der Snare Drum Entdeckung!

Autor: Ralf Mikolajczak


Sonor ist ein deutscher Hersteller für Schlaginstrumente, der 2015 sein 140-jähriges Bestehen feiert. Zum Repertoire von Sonor gehören Schlagzeug, Percussion, Marching & Concert und Sonor Orff.

Als der deutsche Schlagzeughersteller Sonor 1997 eine Kooperation mit der taiwanesisch geführten KHS-Firmengruppe einging, brodelte die Gerüchteküche: „Die Chinesen hätten Sonor gekauft …“; „… alle Sonor-Drums werden jetzt nur noch in China gefertigt“ usw. —doch wie immer entsprach fast nichts an diesen Gerüchten auch nur halbwegs der Wahrheit bzw. den Tatsachen.

Zunächst einmal ist die KHS-Gruppe ein weltweit operierendes Firmenkonsortium aus den verschiedensten Bereichen und ermöglicht so den angeschlossenen Unternehmen die Nutzung weltweiter Ressourcen. Dadurch lassen sich natürlich günstige Produktionsstandorte finden, als auch die jeweils zur Zeit preisgünstigsten und qualitativ besten Rohstoffe für eine Produktion einkaufen.

Dies wiederum bietet für einen in 52 Länder weltweit exportierenden Hersteller wie Sonor im Zeitalter ständig voranschreitender Globalisierung die Möglichkeit, auch langfristig im harten Wettbewerb zu bestehen und seinen Kunden qualitativ hochwertige Produkte zu realistischen Preisen anbieten zu können. So verlagerte Sonor 1997 die Produktion der Schlagzeuge und Hardware im unteren Preissegment in die JM-Fabrik nach Tianjin/China —eine der modernsten Anlagen für die Schlagzeug-, bzw. Musikinstrumenten- und Zubehör-Fertigung.

Zunächst wurden dort die Drums und Hardware der „Force 2001“-Serie gefertigt, die Sonor 1998 zur NAMM-Show in den USA als Nachfolger der „Force 2000“-Serie vorstellte. Die Drums der anderen Sonor-Serien (Designer, S-Class Pro, Sonic) sowie deren Hardware wurden (und werden) allerdings weiterhin in Deutschland gefertigt. Und dass Sonor den „Produktions-Standort Deutschland“ nicht nur halten sondern auch wieder ausbauen kann, ist übrigens ein weiterer Musikmesse vorgestellt wurden, präsentierte man zur NAMM-Show im Januar 2000 mit den Drums der neuen „Force 2001“- und „Force 3001“-Serien sowie den Hardware-Serien „200“ und „400“, die unter der ständigen Qualitätskontrolle von Sonor-Technikern und Ingenieuren komplett in China gefertigt werden.


Allgemein als SteelPan bezeichnet, ist die Steel Drum eine exakt gestimmte Melodietrommel, die aus gehämmerten Stahlfässern gebaut wird. Die Fassböden sind zu einer tiefen Wölbung nach innen getrieben.

Aus diesem konkaven Muldenprofil erheben sich bei der Steel Drum kreisförmige bzw. ovale Tonfelder in Form kleiner Beulen, die auf der gesamten Muldenfläche verteilt sind. Eine Vielzahl dieser konvexen Tonfelder kann innerhalb einer Steel Pan eingehämmert werden. Das Know-how der heutigen Pan-Bauer ist so groß, dass präzise Tonfeldstimmungen mit exakt getunten Obertönen möglich sind. Steeldrums stehen in allen Tonarten zur Verfügung. Die Größen der Pans variieren zwischen 30 cm und 60 cm (auch mehr). Steeldrums werden freischwingend an zwei Stativen aufgehängt und mit kurzen Spezialschlägeln (Gummiköpfe) gespielt.

Geschichte der Steel Drum

Die Steel Drum (SteelPan) gehört zu den wenigen Instrumenten, die erst im (gerade) vergangenen Jahrhundert kreiert wurden. Die Geschichte der Steel Drum beginnt Ende des 2. Weltkriegs auf der Karibikinsel Trinidad. Während der Kriegsjahre waren dort Depotstätten der englischen Armee eingerichtet. Von dort aus wurden Schiffe und Flugzeuge mit Treibstoff versorgt. Was später übrig blieb, waren Schrottteile und eine Menge leerer Ölfässer. Die Einheimischen, deren Musiktradition immer schon eine große Affinität zur Percussion hatte, zogen ihren Nutzen daraus und bauten aus den alten Fässern die ersten Metalltrommeln – die Vorläufer der Steel Drum.

Damals nannte man sie noch Ping-Pongs, weil die groben Instrumente lediglich über zwei klingende Tonbereiche verfügten – einen tiefen und einen hohen. Die Wölbung der Fassböden war nach außen getrieben und die Tonfelder nach innen – also in umgekehrter Richtung der heutigen Steel Drum Form.

Das Beschlagen der Trommel wurde nach und nach präziser. E konnten mehr Tonfelder untergebracht werden, die dann auch erstmals richtig gestimmt waren. Mitte der 1950-er Jahre gab es schließlich die ersten gut klingenden Meledietrommeln, die Steel Drum. Der Wohlklang der Instrumente wurde schnell populär und verbreitete sich im karibischen Raum. Von dort aus schwappte die Steeldrum-Welle auch nach Europa und bezauberte die Musikwelt mit ihren sonnigen Exotic-Sounds.

Text: Tom Schäfer


Steve Gadd zählt zweifellos zu den einflussreichsten und renommiertesten Schlagzeugern unserer Zeit, er ist eine wahre Legende. Mit seiner eigenständigen und äußerst musikalischen Art, Grooves zu designen und rhythmisch zu interpretieren prägte Steve Gadd wie kaum ein anderer Drummer ganze Schlagzeuger-Generationen nachhaltig.

Steve Gadd gilt als einer der meist aufgenommenen Drummer in der Geschichte und wurde durch seine Arbeit mit Künstlern bekannt wie u. a. Paul Simon, Steely Dan, Joe Cocker, Chick Corea, Eric Clapton, Randy Crawford, Al Jarreau, Charles Mingus, Lee Ritenour, Stanley Clarke, Eddie Gomez, Manhattan Transfer, Steps Ahead, Stuff, Frank Sinatra, Michel Petrucciani, Paul McCartney, Ringo Starr, Chuck Mangione, Barbra Streisand, Maynard Ferguson, Al Di – Meola, Peter Gabriel, The Brecker Brothers oder Ray Charles, um nur einige wenige aus seiner schier unglaublichen Credit-Liste zu nennen.

Seine Ideen, Grooves und Fills am Drumset umzusetzen, wurden und werden bis heute immer wieder kopiert.


Chad Smith, Phil Collins, Mike Mangini, Jost Nickel – es gibt eine Reihe großartiger internationaler und auch nationaler Drummer, die wir im Laufe unseres über 25-jährigen Bestehens (mindesten einmal) zum Equipment-Talk getroffen haben. Neben Interviews findest du hier Event-Reports, Blogs und alles, was unseren Puls sonst noch so schneller schlagen lässt!


Tama steht seit über 50 Jahren für Schlagzeuge Made in Japan. STICKS hat bereits zahlreiche Drumsets von Tama getestet und sogar das Tama-Werk in Japan besucht. Zunächst reisen wir ein wenig in der Zeit zurück und betrachten einmal die interessante Geschichte der Firma Hoshino und die Entwicklung der Tama Drums und Hardware.

1908 etablierte der Hoshino Bookstore eine Musikinstrumenten-Abteilung. Der Bookstore war nicht nur ein Buchladen im herkömmlichen Sinne, sondern auch Schreibwaren- und Schulbedarf-Handel. Als 1908 in Japan per Erlass der Musik- und Instrumental-Unterricht an den Schulen allgemein verbindlich vorgeschrieben wurde, lag es also nahe, in die Fertigung, den Vertrieb und Verkauf von Schulmusik-Instrumenten einzusteigen, da hier großer Bedarf herrschte. 1929 wurde dann Hoshino Gakki Inc. als eigenständige Firma gegründet (Gakki = Musikinstrumente) und man begann neben der Fertigung auch mit dem Export und auch Import von Musikinstrumenten.

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Zeit des Wiederaufbaus wurde 1962 dann die Tama Manufacturing Inc. gegründet, die allerdings zunächst E-Gitarren und Verstärker fertigte. Als dann der Beatles-Boom auch Japan erreichte, begann man mit der Herstellung so genannter OEM-Produkte (unter jeweils eigenem Markennamen für diverse Handelsunternehmen, Vertriebe und große Musikhäuser), dabei auch erstmals Drums mit Bezeichnungen wie King’s Stone, Diamond, Drum Mate, Stagemaster –und auch Swingstar!

Ab 1965 fertigte Tama Manufacturing Inc. die Star Drums und stellte sie in Europa erstmals auf der Frankfurter Musikmesse 1967 vor. In diese Zeit geht auch die Verbindung der Roland Meinl GmbH als deutscher Vertrieb der Tama-Produkte zurück eine Partnerschaft, die bis heute besteht. Mit der Gründung der Firma Elger Inc. (heute Hoshino USA Inc.) als Vertriebs-Niederlassung in den USA sah man sich mit einem Problem konfrontiert: Der Markenname Star konnte in den USA nicht für Drums verwendet werden. Was lag da näher als den Markennamen Tama zu verwenden? Und so wurden 1974 die Tama Drums vorgestellt, benannt übrigens nach dem Namen einer in der Hoshino-Familie allseits außerordentlich beliebten Großmutter.

Zunächst startete man (nach einer Einigung mit der Plattenfirma Tamla Motown, dass man ganz gewiss nicht mit dem Namen Tama ins Tonträgergeschäft einsteigen werde!) mit den Serien Swingstar, Royalstar und Imperialstar – und mit der ersten doppelstrebigen Hardware inklusive des ersten Cymbal-Boom-Stand. Ab 1976 war es übrigens Tama als erster Hersteller, der sämtliche Tauchrohre seiner Hardware mit Nylon-Hülsen innen ausstattete. 1977 folgten die Serien Superstar und Fiberstar, und es wurden als unikate Instrumente die Octobans und im Hardware-Bereich das „King Beat“ Bassdrum-Pedal, die erste Multi-Clamp und der erste Off-Set Cymbal-Tilter vorgestellt. Einen ersten Ausflug in die Welt der E-Drums stellte der zweikanalige Tama „Snyper“ Drum-Synthesizer dar. Sein erstklassiger LFO (Low Frequency Oscillator) machte ihn schon damals zur Geheimwaffe, um Bassdrum-Sounds über PA unglaublich fett zu machen (so setzte ihn z. B. auch Police-Drummer Stewart Copeland ein).

1979 erwarb Elger Inc. die Camco Drum Company, und so kam es auch kurzzeitig zu einer Fertigung von ca. 150 Tama Camco Drums in den USA – heute eine gesuchte Rarität! Seitdem stellte Tama in Japan auch das legendäre Camco „Chain Drive“ Bassdrum-Pedal her, bis dessen Produktion im Jahre 2001 eingestellt wurde. 1979 wurde auch der universell einstellbare, nachdem L-Arm/Omni-Ball-Prinzip funktionierende „Omni-Sphere“ Tom-Halter eingeführt.

Nach der Reorganisation und Umbenennung der Tama Manufacturing Inc. in Hoshino Gakki Manufacturing Co. Ltd. stellte Tama 1981 die „X-Tra“-Drums mit tieferen Kesseln für die Drum-Serien vor, 1982 den „Omni-Lock“ Tom-Halter und die erste X-Hat. Mit den Artstar Drums wurde 1983 eine neue Top-Drum-Linie mit exotischem „Cordia Wood“-Finish präsentiert. Neben der Markteinführung der „Tilt Hat“ und des „Pro-Beat“ Double-Bassdrum-Pedals sowie des PTS Rack-Systems (Power Tower System) gab es 1984/85 auch bei Tama Drums einen (weiteren) Ausflug in die Elektronik: Mit dem Tama „Techstar“ E-Drum-Set, einem Drum-Amp, einem Sequencer und einer Trigger-Bank reagierte Tama auf den damals gerade grassierenden Simmons-Trend.

1986 präsentierte Tama gleich drei neue professionelle Drum-Serien: Artstar II, Crestar und Granstar. Kurios: Für alle Serien wurden auch 11“ durchmessende Toms angeboten! Und auch im Snaredrum-Bereich gab es Ungewöhnliches zu entdecken: Zum einen das „PAT 30 Lug“ Stimm-System, das bei den „Artwood Solid Maple“-Snaredrums eingesetzt wurde und das Stimmen des Resonanzfells auch von der Schlagfellseite (wie auch von der Resonanzfellseite) mittels eines Drei-Wege Stimm-schlüssels erlaubte, zum anderen die speziellen „Artwood Solid Maple“-Modelle AW-625-11 und AW-626-11 – mit 11(!) Stimmschrauben pro Fell. Na ja, manche Ideen waren sicher originell (und auch funktional!), konnten sich dann aber doch nicht durchsetzen.

Durchsetzen konnte sich allerdings eine ebenfalls seit 1988 gefertigte Drum-Serie: Tama Rockstar! Die beiden Serien „Rockstar“ (mit folierten Kesseln) und „Rockstar Custom“ (lackiert) konnten sich als sehr beliebte Drum-Serie im Mittelklasse-Bereich etablieren, nicht zuletzt durch ständige Produktverbesserungen und neue technische Features. 1989 wurden die „Stilt“ Hardware-Stative und für die Hi-Hats das „Lever Glide“-System eingeführt. 1993/94 wartete Tama wieder mal mit neuen Innovationen auf: 1993 wurde die „Iron Cobra“ Pedal-Serie vorgestellt, mit vier Single- und drei Double-Pedal-Versionen. Der Clou war u. a. eine Art „Baukasten-System“ von Zubehörteilen, mit denen die einfachen Pedale aufgerüstet werden konnten zum Top-Modell oder die Pedale ganz genau auf die individuellen Anforderungen des Drummer modifiziert werden konnten.

1994 präsentierte Tama die Starclassic Drums. Starclassic Maple und Starclassic Birch hatten zunächst 9-lagige Kessel von nur knapp 5 mm Stärke (Bassdrums 7mm) ohne so genannte „Verstärkungsringe“ (mit lackierten Oberflächen); ein ebenfalls neu vorgestelltes Starclassic Performer hatte damals einen 8mm starken Kessel aus „select hardwood“ (Birch und Philippine Mahogany) und war mit lackierten sowie folierten Oberflächen erhältlich. Die Tama Artstar II Drums wurden in Artstar Custom umbenannt und bekamen mit dem Artstar ES eine preisgünstigere Version zur Seite gestellt. 1995 führte man unter „Starclassic Select“ eine Art „Custom Shop“ ein, der vier Optionen bot: zusätzliche Sound Focus Rings, bis zu vier verschiedene Kesseltiefen bei Bassdrums und Toms wählbar, optionale Gold Hardware und spezielle Finishes. Ausgestattet waren alle Starclassic Drums zudem mit Guss-Spannreifen und den neu konzipierten, in die Spannreifen integrierte „Star Cast“ Tom-Halterung. Mit dem „Air Ride“ Snaredrum-Stativ bot man das Halterungssystem dann auch für Snaredrums an.

1997 wurde das Starclassic-Programm umgestellt: Die Starclassic Birch Drums wurden aus dem Programm genommen, und die Starclassic Performer Drums erhielten eine Aufwertung durch eine neue Kesselkonstruktion aus Birch und Basswood. Die Optionen des ehemaligen „Select“-Programms wurden fest ins Programm für Starclassic Maple Drums aufgenommen. 1998 gab es für das Starclassic Performer das nächste Upgrade (reine Birken-Kessel sowie „Accel“-Tom-Größen), und im Hardware-Bereich wurden die neuen Iron Cobra Hi-Hats und Bassdrum-Pedale vorgestellt. 1999 wertete man die Rockstar Drum-Serien mit „Star Cast“ Tom-Halterungen auf und präsentierte die „Signature Palette Snaredrums“, konzipiert von den Drummern Simon Phillips, Kenny Aronoff und Bill Bruford. Im Jahr 2000 führte man für die Starclassic Performer Drums die „EFX“-Linie mit speziellen Folien-Finishes ein.

In 2001 kam es zu einer entscheidenden Änderung des mittlerweile schon „klassischen“ Starclassic Maple-Kessel: Statt 9-lagiger Kessel werden seitdem 6-lagige, 5mm starke Kessel für Toms und Floor-Toms sowie 7-lagige, 7mm starke Kessel für die Bassdrums verwendet. Diese Spezifikationen wurden dann auch gleich für die Birken-Kessel der Starclassic Performer Drums übernommen. Die Palette der Signature-Snaredrums wurde um ein Modell von Stewart Copeland sowie je zwei Modellen von Lars Ulrich und Mike Portnoy erweitert. Im Bereich der Hardware präsentierte man einen neuen ergonomischen Drummer-Sitz mit dem „1st Chair Ergo Rider Throne“. 2002 stellte Tama dann mit der neuen „Roadpro“-Hardware eine neue Linie in der Mittelklasse mit Top-Features vor. Und seit 2002 präsentiert man jedes Jahr eine streng limitierte Auflage von Starclassic Exotix Drums, die jeweils mit Oberflächen-Furnieren selektierter exotischer Edelhölzer (Hawaiian Koa, Pommele, African Bubinga) gefertigt werden.

2003 und 2004 gab es zahlreiche Updates bei den Tama Swingstar und Swingstar Custom Drums (darunter ein auf den Swingstar Drums basierendes „Stagestar“ Mini-Kit), und 2004 wurden die neuartigen „WoodTone“-Snaredrums mit spezieller Kesselkonstruktion und Holz-Spannreifen vorgestellt sowie die Rockstar EFX Drum-Serie eingeführt. Und im „elektrischen Bereich“ gab es mit dem Modell RW-105 ein Update der beliebten Tama Rhythm Watch. 2004 eröffnete Hoshino in China mit der Guangzhou Hoshino Manufacturing Ltd. eine neue Fabrik zur Herstellung von Drums.


 

Für das Tamburin wäre „Schellenring“ eigentlich die richtige Bezeichnung. Denn schließlich handelt es sich um einen mit Schellen bestückten Ring. „Tamburin“ hingegen bezeichnet im ursprünglichen Sinne zwar auch einen Schellenring, jedoch ist dessen Rahmen dann auf einer Seite mit einem Fell bestückt.

Gemeint sind mit „Tamburin“ also auch jene traditionellen Instrumente wie zum Beispiel das brasilianische Pandeiro, das Tamburello aus Süditalien, die arabische Riq oder die südindische Kanjira, deren berauschende Spielmuster einer ausgefuchsten Fingerspieltechnik folgen und beeindrucken – de Rhythmen aus Slaps, Open Tones, Heel-Tips etc. entstehen lassen. Die Schellen sind dabei oft in der passiven Rolle und untermalen mit begleitenden Jingle-Effekten die Grooves.

Der Begriff „Tamburin“ hat sich heute so weit etabliert, dass er beide Instrumententypen vereint – also den Schellenring und das traditionelle Tamburin mit Fell.

In der Popmusik hat sich zudem die englischsprachige Bezeichnung „Tambourine“ durchgesetzt, so dass dieser Begriff in der modernen Musikersprache seine Gültigkeit gefunden hat. Differenzierungen des tradi-tionellen Tamburins bleiben davon ausgenommen, weil hier ganz spezifische Modelle, Gattungen und Spielweisen definiert werden.

Der Schellenring ist eigentlich von keiner Bühne dieser Welt mehr wegzudenken. Egal ob in der Popmusik, im Rock, im Schlager oder auch in der Klassik – das Tambourine ist eins der meist verbreitetsten Small-Percussion-Instrumente. Auch wenn das Instrument eher schlicht erscheinen mag, so stecken im Detail manche „architektonisch“ technische Tricks, die es lohnt, ein-mal in den Fokus zu rücken.


Taylor Hawkins ist der Herzschlag der Foo Fighters. Seinen Namen hat der US-Drummer in Ahnlehnung an sein Vorbild, dem Queens-Drummer Roger Taylor, gewählt.


Aus STICKS-Testberichten erfährt man nicht nur von den neuesten Innovationen bei Drums, Cymbals, Hardware und Percussion, auch helfen sie dabei, die Instrumententechnik besser zu verstehen und unsere Instrumente besser und gezielter für unsere individuelle Art Musik zu machen auszuwählen und einzusetzen.


Thomas Lang kann zu Recht stolz auf das sein, was er bereits geschafft hat. Dieser schon geradezu dramatisch schnelle Anstieg der Popularität kann für viele Menschen natürlich auch gewisse Risiken in der Persönlichkeitsentwicklung mitbringen, doch nicht so im Falle von Thomas Lang, der das alles eher gelassen nimmt und mit gewohnter Zuversicht in seine Fähigkeiten an seiner Karriere im Musikbusiness weiterarbeitet. Ganz nebenbei ist Thomas Lang übrigens auch noch einer der nettesten Typen, mit denen man sich überhaupt zu einem Drum-Talk treffen kann…


Timbales gehören zu den lautstarken Klassikern der Percussion-Welt. Als „Pailas Cubanas“ finden sich die Ursprünge der Timbale in Cuba – wobei der Stammbaum des Instruments eine Verbindung zur europäischen Pauke vermuten lässt (Timbal = span. für Pauke).

Das Gen der Timbales ist möglicherweise durch die spanische Kolonisation tatsächlich europäisch. Doch hinsichtlich Spieltechnik, Sound und musikalischem Kontext lassen die heutigen und modernen Timbales keine offensichtliche Verwandtschaft zu jener Kesselpauke aus der klassischen Musik mehr erkennen. Zumindest nicht jene Versionen, die sich Anfang des letzten Jahrhunderts entwickelt haben und die seit diesen Tagen in nahezu unveränderter Form bestehen.

Timbales bestehen aus einem Set von zwei Metallkesseltrommeln (meist Stahl oder Messing), die an einem Stativ waagerecht aufgehängt sind, so dass sie im Stehen gespielt werden können. Ein besonderes Merkmal sind die unten offenen Kessel. Diese werden auch Pailas genannt, die in zwei verschiedenen Größen als Trommelpaar miteinander kommunizieren. Die kleinere Trommel nennt man Primo und die größere heißt Secundo. In der traditionellen Spielweise sind die Kessel (aus Spielersicht) so angeordnet, dass links die große Secundo steht und rechts die kleinere Primo.

Timbales haben nur Schlagfelle und keine Resonanzfelle. Das macht ihren Klang hart und kühl. Auch der Metallkessel trägt zur eher „frostigen“ Klangfärbung bei. Aufgezogen sind in der Regel einschichtige Kunststoff-Felle, die über Stimm-Mechaniken getunt und aufeinander abgestimmt werden. Die Kesselgrößen variieren, wobei Standard-Sets oft die Kombination von 14“/15“ bzw. auch oder 13“/14“ zeigen. Timbales werden hauptsächlich mit speziellen Timbales-Sticks gespielt. Dies sind dünne und leichtgewichtige Stöcke ohne Kopf. Da Timbales von Natur aus schon sehr laut sind, wären normale Drumsticks eine Nummer zu viel des Guten. Hinzu kommt, dass dünne Sticks mehr Höhen und feinere Rimshot-Attacks provozieren. Auch die Cascara-Rhythmen (siehe Spielweisen) gehen mit leichten Stöcken besser von der Hand.

Zu einem Timbales-Set gehört weiterhin eine „Cha Cha Bell“ (kleine, hoch klingende Glocke) und eine „Mambo Bell“ (größere und tiefer klingende Glocke). Auch Woodblocks und Plastik-Blocks (z.B. Jam Block) werden gerne montiert, um das Klangspektrum zu erweitern. Ebenfalls gibt es Timbale-Crashes sowie Timbale-Crash/Ride Cymbals, mit denen Akzente gesetzt oder Ride Figuren alternativ zu den Cowbells gespielt werden.

Kleine Reise in die Vergangenheit

Son ist eine auf Cuba entstandene Musikform, die sich aus afrikanischen Rhythmen und spanischen Liedern entwickelt hat. Die frühe Form des Son nannte man Changui. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Osten Cubas – der Oriente Region.

Zu den ursprünglichen Instrumenten zählte die Tres (dreisaitige Gitarre), eine Marimbula (Klangzungeninstrument), Claves, Guiro, Maracas und Bongos. Sechs Instrumente wurden gespielt und die Bands nannte man daher auch Sextetos. Später wurde die Marimbula durch den Bass ersetzt und eine Gitarre übernahm die Rolle der Tres. Jetzt entfernte man sich auch von den inhaltlich eher problembesetzten Texten und heitere Lyrics verhalfen der Musik zu größerer Popularität, die von nun als Son auch in den großen Hotels Havanas gespielt wurde (etwa 1930).

Son gilt als wegweisend für solche Latin Styles wie Mambo oder Cha Cha Cha. Es dauerte nicht lange bis auch Trompeten in den Bands zu hören waren und neben den Congas hielten ebenso Timbales Einzug ins Line-Up. Diese spielten schließlich eine zentrale Rolle in der 1940-er und 1950-er Jahren, als die Latin-Welle auch in den amerikanischen Metropolen wie New York losbrach. Big Bands mischten Jazz und feurige Rhythmen zu einem Style, der sich später in den 1970-er Jahren übergreifend als Salsa etablierte. Und Salsa trägt ganz klar die Wurzeln des Son in sich.

Im Zeitalter der Latin Big Bands ist auf jeden Fall Mastermind Tito Puente zu nennen, der als einer der größten Timbaleros aller Zeiten gilt. Seine Spielweisen waren wegweisend und durch seine hochmusikalische Pionierarbeit erreichten Timbales schließlich große Popularität, die sich in den 1970-er und 1980-er Jahren auch in Europa ausbreitete. In einer Salsa-Besetzung nehmen die Timbales die Chefrolle ein. So akzentuiert der Timbalero wichtige Dynamikpunkte des Arrangements (z.B. Überleitungen) und spielt sie deutlich durch Cues – wie z.B. den sogenannten Abanicos heraus – jenen typischen Rolls und Breaks, die zu den rhythmischen Attributen der Timbales zählen.


Der Hard-Rock- und Heavy-Metal-Drummer Tommy Aldridge hat im Laufe seiner langjährigen Karriere in zahlreichen Bands für den richtigen Beat gesorgt. Darunter: Black Oak Arkansas, Pat Travers Band, Ozzy Osbourne, Ted Nugent und Thin Lizzy.

Wir haben ein Drum Solo von Tommy Aldridge aus dem Jahr 1973 rausgekramt!

 


Mötley Crüe-Drummer Tommy Lee gilt als Pionier in Sachen Triggering und ist Experte für abenteuerliche Hightech und gewagte Show-Einlagen.

Wenn ein Musiker nur noch für seine Eheprobleme Beachtung findet, dann steht es um seine Karriere definitiv nicht zum Besten. So auch bei Tommy Lee nach seinem Ausstieg bei Mötley Crüe 1997. Einst Experte für abenteuerliche Hightech und gewagte Show-Einlagen, hatte er dem Niedergang der Crüe nichts anderes entgegenzusetzen als Sexvideos, Wutausbrüche und wilde Exzesse.

2000 besann sich Tommy Lee jedoch wieder auf die Musik. Sein Solo-Projekt Methods of Mayhem war Selbsttherapie und Neubeginn zugleich. Wegen Erfolgslosigkeit lösten sich Methods of Mayhem Jedoch nach nur einem Jahr wieder auf. 2004 trat Tommy Lee Mötley Crüe wieder bei und tourt seitdem mit der Glam-Metal-Band regelmäßig durch die Welt – spektakuläre Bühneneinlagen natürlich wieder inklusive.


Trommel oder auch englisch Drum genannt ist die Basis jeden Drumsets. Hier findest du Tests, News und Stories rund um unser Lieblingsinstrument!


Vic Firth hat mit seinem Drumsticks Schlagzeug-Historie geschrieben. Doch welche Drumsticks sollst du dir zulegen? American Classic oder American Heritage – hier kommt eine Übersicht! Außerdem haben wir bei Vic Firth nachgefragt, welche die beliebtesten Sticks sind.

Vic Firth Serien: american drumsticks
Die Vic Firth Drumstick Company in Newport, Maine zählt heute zu den großen Weltmarktführern. Das Angebot an Vic Firth Produkten ist äußerst umfangreich und erstreckt sich von Mallets, über spezielle Drumcorps- und Concert-Sticks, Besen für die unterschiedlichsten Anwendungen und natürlich Drumsticks. Mit letzteren erreicht man natürlich eine große Bandbreite von Schlagzeugern und Percussionisten jeglichen Musikstils und bietet hier geeignete Produkte an.
Vic Firth war eine der ersten Firmen, die großen Wert auf optimale Qualität der Sticks legte. So wurden Drumstick-Paare hinsichtlich gleichen Gewichts, Dichte, Stärke der Maserung und möglichst identischem Klang überprüft und gepackt.
Wir haben aus den verschiedenen Serien wahllos Paare herausgegriffen und mittels elektronischer Waage kontrolliert, dabei konnten innerhalb eines Stockpaares Toleranzen von maximal 2 Gramm festgestellt werden, was für einen Naturprodukt sicherlich exzellent ist.
Auch die Toleranz in einer Verpackungseinheit (12 Paar Sticks) bewegte sich in diesem Rahmen – sicherlich ein gutes Qualitätsmerkmal. Insgesamt bietet Vic Firth derzeit mit sieben Drumstick-Serien eine übersichtliche und doch vielfältige Produktpalette:
Die „American Classic“-Serie wird aus Hickory-Hölzern gefertigt und es stehen insgesamt siebzehn unterschiedliche Modelle zur Auswahl zur Verfügung.
In der „American Custom“-Serie stehen dreizehn verschiedene Modelle zur Verfügung, die aus Ahorn (Maple) gefertigt werden und sich überwiegend durch einen runden Kopf und leichtes Spielgefühl auszeichnen.
Aus den populären Modellen der „American Classic“-Serie (7A, 8D, 5A, 5B, 2B und Rock) entwickelte Vic Firth die „American Sound“- Serie, welche die typischen Konstruktionsmerkmale und Dimensionen der Sticks beibehält, allerdings sind diese Modelle der „American Sound“-Serie mit einem runden Kopf ausgestattet, der natürlich einen völlig anderen Cymbal-Klang bietet.
Die „American Heritage“-Serie wird aus Ahorn gefertigt, dabei wurden für diese Serie die populärsten Modelle der „American Classic“- Serie mit ihren typischen Spezifikationen übernommen. Somit stehen bewährte Modelle mit einem leichteren Spielgefühl und deutlich anderem Cymbal-Klang zur Verfügung.
Die „American Jazz“-Serie ist entwickelt worden, um speziellen Bedürfnissen im Hinblick auf das Rebound-Verhalten entgegen zu kommen. Schnelle Swing-Pattern auf dem Ride-Cymbal erfordern einen Stock, der auch in einer gewissen Weise flexibel ist und so verfügen die sechs erhältlichen Modell über einen sehr langen und dünnen Schaft.
Last but not least bietet Vic Firth natürlich auch Modelle an, die in Zusammenarbeit mit Endorsern entworfen wurden. US-amerikanische Drummer verewigen sich in den „Signature“-Series, während die Sticks von Drummern wie beispielsweise Charlie Watts und Andre Ceccarelli in der „International“-Serie von Vic Firth zu finden sind.
https://www.youtube.com/watch?v=11Gw9VLNHOs
Vic Firth Übersicht
Hersteller: Vic Firth
Herkunftsland: USA
Hölzer: Hickory und Rock Maple
Vertrieb: Musik & Technik
Serien und Preise (Paar, Wood Tip/Nylon Tip):
American Classic Hickory: ca. 12,95 / 13,60 €
American Custom Maple: ca. 12,95 / 13,60 €
American Custom Maple SD6 und SD12: ca. 27,70 €
American Heritage: ca. 12,95 / 13,60 €
American Jazz: ca. 12,95 / 13,60 €
American Sound: ca. 12,95 / 13,60 €
Signature/International: von ca. 14,40 bis ca. 16,70 €
Im Rahmen einer „Meet & Greet“ Workshop/Konzert-Tournee 2002 konnten wir mit Vic Firth ein aufschlussreiches Gespräch führen.
Sie können auf eine sehr lange Karriere als Musiker zurückblicken. Wie hat diese denn eigentlich begonnen?
Vic Firth: Mein Vater war Trompeter, und als Musiklehrer leitete er in seiner Funktion als Direktor die verschiedenen Band-Programme der örtlichen High Schools. Er war sozusagen der „Musicman“, und ich wuchs also in einem sehr musikalischen Haushalt auf.
Ich lernte als junger Mann verschiedene Instrumente, Klarinette, Posaune, Trompete, Klavier und Schlagzeug, und selbstverständlich wurde ich auch in Musiktheorie unerrichtet. Mein Vater hätte es sehr gerne gesehen, wenn ich Arrangeur geworden wäre, aber das war wohl nicht mein Weg – und so wurde ich zum Jazz-Drummer.
Wurden Sie durch ihren Vater unterrichtet?
Vic Firth: Nein, er war viel zu beschäftigt die Kinder anderer Leute zu unterrichten, also hatte ich Schlagzeug-Unterricht bei einem guten Freund von ihm. Später hatte ich dann auch Unterricht bei George Lawrence Stone. In meinem ersten Jahr am Konservatorium habe ich als Jazz-Drummer mein Studium finanziert. Meine größten Einflüsse waren die zu dieser Zeit angesagten Drummer wie Gene Krupa, Buddy Rich und Dave Tough und mein Interesse galt dieser Musik.
Es war ein glücklicher Umstand, dass ich einerseits mein Studium und Leben finanzieren konnte – und dabei auch noch meinen Spaß haben konnte! Ich kann sagen, dass ich ein recht fleißiger und auch ehrgeiziger Student war, denn bei einem Wettbewerb wurde ich mit einem Preis bedacht, der eine Art Praxissemester mit dem Boston Symphony Orchestra war.
In Tanglewood gab das Orchester im Rahmen eines Festivals über einen Zeitraum von 6 Wochen viele Out-Door-Konzerte. Dort berührte mich erstmals klassische Musik, die ja auf einem sehr hohen Level dargeboten wurde. Das begeisterte mich so sehr, dass ich meinem musikalischen Leben und Studium einen neuen Schwerpunkt gab.
Zu dieser Zeit war ich schon 19 Jahre alt und viele Timpany-Spieler fangen ja viel früher an, aber ich kam halt aus einer Stadt in der es kein Symphonie-Orchester gab. Glücklicherweise wurde ich als Student bei meinem geschätzten Vorgänger Roman Szule im Boston Symphony Orchestra zugelassen. Wie ich dann später erfuhr war der Hauptgrund für meine Zulassung ein anderer als gedacht.
Sein Background basiert auf einer traditionellen, deutschen Spielweise und er ist gebürtiger Pole, aus Warschau meine ich. Er dachte mein Name wäre Victor Fritz und er bekäme nun einen jungen deutschen Studenten. Als er dann herausfand, dass mein Name Firth ist, hat er mich fast rausgeschmissen, aber irgendwie habe ich ihn wohl doch überzeugt und durfte bleiben.
Wie sich dann herausstellte, war er doch ein Gentleman, und ich konnte sehr viel von ihm lernen. Ich haben dann 4 Jahre im Boston Symphony Orchestra unter ihm gespielt. Als er dann pensioniert wurde, wurde ich zu seinem Nachfolger. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich schon 21 war als ich anfing im Orchester zu spielen und auch noch immer am Konservatorium war, dann war das alles doch mit einer gehörigen Portion Glück verbunden. Rückblickend betrachtet muss ich zugeben, wäre ich der Dirigent gewesen, hätte ich mich nicht engagiert, weil ich doch viel zu unerfahren war.
Was glauben sie, war der Grund warum man sie trotzdem engagiert hat?
Vic Firth: Nun, es war ja nicht so, dass ich das Instrument nicht spielen konnte, aber meine Erfahrung, also der gesamte Überbau neben dem Wissen um das Instrument, war einfach minimal, und der Dirigent ist ein wirkliches Risiko eingegangen. Er hat wohl gesehen, dass ich starke Nerven hatte und damit vieles wett machen konnte, was mir an Wissen fehlte.
Außerdem habe ich mich immer sehr gut vorbereitet und sehr dezidiert jeden Part eines Werkes gelernt. Glücklicherweise hat er sich für mich entschieden; meiner Meinung nach war dies zu dieser Zeit vielleicht nicht die beste Wahl, aber sicherlich eine korrekte.
 
Sie beenden nun ihre lange Karriere mit dem Boston Symphony Orchestra, warum?
Vic Firth: Nun, ich denke 50 ist eine schöne runde Zahl und getreu nach dem Motto „Man soll aufhören solange es am schönsten ist!“ habe ich mich entschlossen, die Sticks weiterzugeben, obwohl der Wunsch besteht, dass ich bleiben soll. Mit dieser Entscheidung bleibe ich aber als guter und geschätzter Musiker in Erinnerung, zumal ich länger als irgendwer Mitglied des Boston Symphony Orchestra bin.
Ich möchte auch einfach nicht den Fehler vieler Kollegen machen und auf diesem anspruchsvollen, professionellen Level immer weiterzuarbeiten, aber diesem Anspruch nicht mehr gerecht zu werden. Vielleicht ist es etwas zu früh aufzuhören, aber besser etwas zu früh, als zu spät.
Welche Umstände brachten sie dazu, Drumsticks herzustellen?
Vic Firth: Es war eigentlich keine bewusste Entscheidung und auch nie meine Absicht, ein professioneller Hersteller für Drumsticks zu werden. Begonnen hat alles damit, dass ich für meine eigenen Bedürfnisse einige Sticks entworfen hatte, die ein kleiner Schreiner aus Montreal nebenbei für mich herstellte. Die allerersten Sticks habe ich aber noch selbst geschnitzt und es gab noch keinen „wissenschaftlichen“ Erkenntnisstand.
Ich habe beispielsweise einfach etwas Holz vom Schaft abgetragen, die Sticks gespielt und aus dem Bauch heraus entschieden, ob dass so das richtige Feel war. Also ein reiner „learning by doing“-Prozess, bis dann eben die beiden ersten Modell, der SD1 und SD2 entstanden waren. Das war erst 1963 und ich habe die Sticks nur für mich selbst herstellen lassen.
Einige meiner Studenten fanden diese Sticks aber so gut, dass ich bei der nächsten Bestellung einige Paare mehr bestellte. Die nächste Phase wurde dann durch Anrufe von Drumshops ausgelöst. Ich habe dann immer erklärt, dass ich kein Hersteller bin, aber bereit wäre, bei meiner nächsten Order auch ihnen Sticks zukommen zu lassen.
Ich hatte keinerlei geschäftlichen Erfahrungen und auch keine Idee einer Marketing-Strategie. Zu dieser Zeit kosteten Sticks $ 3,– und ich habe meine Modelle für $ 2,– verkauft, sie per Post verschickt und die Fracht auch noch bezahlt. Man kann wohl kaum mehr verkehrt machen.
Die Produkte sprachen wohl aber schon damals für sich?
Vic Firth: Ich war sehr auf die Qualität bedacht, es musste das beste Holz sein, das aufzutreiben war, denn die Sticks sollten absolut gerade sein und hinsichtlich Gewicht und Klang exakt zueinander passen. Das macht den Erfolg aus, und zu dieser Philosophie stehen wir auch heute noch. Heute können wir ca. 200.000 Sticks in der Woche produzieren.
Was waren die ersten Signature-Sticks, die hergestellt wurden?
Vic Firth: Steve Gadd war der erste Drummer für den ich einen speziellen Drumstick entwickelte. Er benutzte damals einen SD2 oder SD4. Ein Teil seiner Familie lebte in meiner Gegend und so kam es, dass er mich mehrfach besuchte und eines Tages sprachen wir über einen Signature-Stick für ihn.
Wir haben dann die Spezifikationen der SD2 und SD4 in den Computer gegeben und einige Überlegungen angestellt. Zunächst kam dabei eine Variation eines 5A Modells heraus, der Stock war aber etwas kürzer und der Kopf hatte statt der Pfeilspitze eine Fassform.
Gadd war gerade in der Phase, in der alles an ihm Schwarz war, das Drumset, die Garderobe, sogar die Schuhe, und dann wollte er eben auch einen schwarzen Drumstick. Die einzige Änderung, die jemals vorgenommen wurde, ist der jetzt klarlackierte Kopf, weil sich sehr viele Leute über die Verschmutzung der Felle und Cymbals beschwerten.
Was ist der derzeit populärste Stick?
Vic Firth: Der populärste und meist verkaufte Stick ist nach wie vor das 5A Modell. Dennoch haben sicherlich alle „Signature“-Sticks ihre Berechtigung. Dave Weckl hat nun gerade mit dem „Evolution“-Drumstick ein neues Signature-Modell bekommen. Interessanterweise zeigt sich hier wieder eine Sache, die mir häufig auffällt: Viele Drummer beginnen mit recht schweren Sticks und je länger sie spielen und sich ihre Technik verbessert und weiter entwickelt, wechseln sie irgendwann zu leichteren Sticks.
Vielen Dank für das interessante Gespräch!
Nebenbei erwähnt – es gibt auch ein weiteres Standbein: Die Vic Firth Gourmet Products! Hier werden Pfeffer- und Salz-Mühlen sowie Nudelhölzer für den professionellen Restaurantbedarf angeboten.


Zildjian ist ein US-Amerikanischer Hersteller von Becken und Schlagzeugzubehör. Die Geschichte des Unternehmens hat etwas Mystisches: Avedis Zildjian I war ein armenischer Alchemist, der im frühen 17. Jahrhundert in Konstantinopel lebte. Bei dem Versuch, Gold durch das Mischen von Grundmetallen herzustellen, stieß er auf eine Legierung aus Kupfer, Zinn und Silber mit unterschiedlichen Klangqualitäten – die legendären Cymbals waren geboren.