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Alesis Performance Pad Pro im Test


Das Performance Pad Pro (in Folgenden einfach PPP genannt) ist mehr als nur die Summe aus acht Pads plus internem Soundmodul. Alesis hat hier aus Bewährtem und Neuem ein faszinierendes Paket geschnürt.

Pad
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In der Produktpalette von Alesis findet sich seit neuestem eine Drum-Machine mit acht Pad und Trigger-Anschlüssen, die auf den Namen Alesis Performance Pad Pro hört. Das interne Soundmodul beherbergt hierbei die über 500 Sounds des SR18 sowie dessen komplette Sequenzer- bzw. Drumcomputer-Sektion. Wir haben getestet, ob das Alesis Performance Pad Pro auch hält, was es verspricht.

Die drei namensgebenden Worte, die jeweils mit dem Buchstaben P anfangen, erklären die Konzeption sehr anschaulich. Das erste P steht für Performance. Natürlich sollte man auf einem Pad-Controller performen können, wenn man einfach auf den Pads spielt. Im PPP bedeutet dies aber wesentlich mehr, denn in ihm steckt ein kompletter Drumcomputer inklusive Bass-Sounds. Man kann also einen Song, ein Pattern oder eine kurze Sequenz starten lassen, um diese in das eigene Spiel einzubinden – damit bedeutet „performen“ mehr als nur auf die Pads zu schlagen.

Das zweite P steht für die acht Pads, die in zwei Reihen zu je vier nebeneinander liegenden Pads angeordnet und von 1 (links unten) bis 8 (rechts oben) durchnummeriert sind. Mit dem dritten P für „Pro“ möchte sich das PPP vom kleinen Bruder Performance Pad (ohne Pro) aus gleichem Hause absetzen. Denn dieser beinhaltet die mehr als 230 Sounds des Alesis SR–16, wohingegen das PPP die über 500 Sounds des SR18 an Bord hat. Und von Letzterem stammt denn auch die komplette Sequenzer- bzw. Drumcomputer-Sektion, die das PPP besitzt.

Aufbau

Das Gehäuse ist mit den im Profil angegebenen Maßen recht kompakt gehalten, und das PPP ist angenehm schwer, d. h., es wiegt so viel, dass es auf seiner Auflagefläche nicht hin und her rutscht. Dazu tragen natürlich auch seine recht großen, flachen Gummifüße bei. Natürlich kann man auch eine Standardhalterung an der Unterseite anschrauben (wird nicht mitgeliefert), um das PPP an einem entsprechenden Stativ zu montieren. Die beiden Viererreihen der Pads nehmen den größten Teil des Gehäuses für sich in Anspruch.

Ein einzelnes Pad ist ca. 10 cm breit und 10 – 13 cm lang; die unterschiedliche Größe der Pads ergibt sich zum einen durch die geschwungene Linie, die zwischen den beiden Viererreihen liegt, und zum anderen durch die ebenfalls geschwungenen senkrechten Trennlinien links und rechts bei den den äußeren Pads. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, daher möchte ich darum bitten, doch einfach einen Blick auf das Foto oben zu werfen. Durch diesen besonderen Schnitt der Pads rückt die Spielweise etwas näher an das akustische Vorbild heran. Feine Sache. Das Feld mit den Bedienelementen befindet sich oberhalb der Pads.

Zentrales Element in der Mitte dieses Bereichs ist der große Endlos-Drehgeber namens „Value/Tempo“, mit dem die einzelnen Kits aufgerufen oder Werte verstellt werden können. Links davon befindet sich ein großes, hintergrundbeleuchtetes Display, auf dem verschiedene Informationen abzulesen sind: Links oben werden hier in zwei Zeilen die angewählten Seiten in großen Buchstaben bzw. Zahlen dargestellt, wobei die erste Zeile nur acht Zeichen und die zweite Zeile nur sechs Zeichen anzeigen kann. Dies führt zu teils drastischen Abkürzungen, die aber so gut gewählt sind, dass man leicht erkennt, was hier gemeint ist.

Display
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Je nach gedrücktem blauen Taster (siehe Abbildung links) erscheint unten im Display „Drums“, „Perc“ oder „Bass“, um anzuzeigen, welche Sounds auf den Pads anliegen (wir haben hier getrickst, damit alle drei gleichzeitig zu sehen sind. ;-)

Rechts im Display kann man ablesen, ob man sich im Song- oder Pattern-Modus befindet und ob man einen User- oder Preset-Speicherplatz aufge rufen hat. Rechts unten im Display wird das Tempo des angewählten Songs oder Patterns angezeigt. Unten im Display befinden sich kleine Stellen, die Aufschluss darüber geben, welche Quantisierung und welcher Swing-Faktor angewählt ist. Drei Felder namens „Drums“, „Perc“ und „Bass“ zeigen schließlich durch Blinken an, dass eine dieser Instrumentgruppen stummgeschaltet ist. Rechts vom großen Drehgeber befinden sich zahlreiche Taster, die zu den einzelnen Bereichen führen oder mit denen man Werte einstellen kann.

Die Funktion aller Taster einzeln durchzugehen, würde an dieser Stelle zu weit führen, daher möchte ich im Laufe des Tests nur die wichtigsten erwähnen. So gibt es beispielsweise mehrere Möglichkeiten, einen Wert einzugeben: Entweder dreht man an dem großen Rad, oder man gibt den Wert schrittweise mit den Tastern „Inc (Pfeil nach oben)“ und „Dec (Pfeil nach unten)“ ein, oder man weiß genau, welchen Wert man einstellen möchte, und tippt diesen einfach mit dem Ziffernblock ein.

Tastatur
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Die meisten Taster in der obersten Reihe führen zu den verschiedenen Menüs. Darunter liegt links ein zweireihiger Ziffernblock. Optisch gut abgesetzt sind die blauen Taster zur Anwahl der Instrumente, die auf den Pads liegen sollen.

Die Rückseite des PPP gibt sich recht aufgeräumt. Hier findet man einen Kopfhöreranschluss, die beiden Ausgänge für Summe links/rechts, eine MIDI-Out-Buchse im DIN-Format, einen Stereo-Eingang für CD-Player, iPod o. Ä. sowie neben dem Power-Schalter die Buchse für das externe Netzteil. Auf der Rückseite sitzt auch das Poti für die Gesamtlautstärke – das ist nun nicht nur sehr unpraktisch, weil man es nicht unmittelbar im Zugriff hat, sondern auch, weil es – wie alle rückseitigen Elemente – versenkt angebracht ist; das schützt sie zwar beim Transport, sie lassen sich aber beim Spielen eben auch nur schlecht erreichen. Ein wenig Trost spendet aber die Tatsache, dass alle Bezeichnungen auch auf der Oberseite aufgedruckt sind, wodurch man die gesuchten Bedienelemente und Anschlüsse auch einigermaßen gut findet, ohne vorher um das PPP herumlaufen zu müssen.

Darüber hinaus gibt es noch zwei Klinkenbuchsen, an die man je einen Fußtaster anschließen kann. Sie sind beschriftet mit „Kick“ und „Hi-Hat“, und ein angeschlossener Fußtaster löst den entsprechenden Sound aus. Als zusätzliche Pad-Eingänge sollte man diese Anschlüsse jedoch nicht betrachten, denn sie sind fest den Pads 1 (Kick, untere Reihe links) und 3 (Hi-Hat, untere Reihe, 2.v.r.) zugeordnet – hat man für diese Pads andere Sounds gewählt, werden diese auch angesteuert. Filigrane Bassdrum-Figuren sind mit einem Fußtaster natürlich nicht möglich, denn zum einen wird der Sound stets mit voller Velocity ausgelöst, und zum anderen lässt auch der beste Taster sehr schnell gespielte Doppelschläge nur bedingt zu.

Rückseite mit Anschlüssen
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Die Anschlussbuchsen für Kick und Hi-Hat sind mit „Pedal Input“ überschrieben, akzeptieren aber leider nur Fuß-Taster, die natürlich nicht anschlagsdynamisch arbeiten.

Der Taster für die Hi-Hat hingegen ist relativ praxisgerecht, denn solange man ihn gedrückt hält, erklingt immer der Sound von Pad 3 (sinnvollerweise mit einem geschlossenen Hi-Hat-Sound belegt), selbst wenn man auf Pad 4 schlägt, auf dem die offene Hi-Hat liegt – Letztere erklingt dann nur, wenn man den Fuß vom Taster nimmt. Feinheiten bezüglich der Sounds einer halb offenen Hi-Hat oder einem allmählichen Öffnen oder Schließen lassen sich zwar nicht umsetzen, aber immerhin muss man nun nicht mehr dran denken, das Pad zu wechseln, wenn man die Hi-Hat offen klingen lassen möchte. Zudem wird beim ersten Tritt aufs Pedal auch die geschlossene Hi-Hat ausgelöst, sodass man sie auch mit dem Fuß durchlaufen lassen kann.

Das Konzept

Eigentlich ist das PPP ja ein Drumcomputer, und daran gibt es auch rein gar nichts auszusetzen. Der Aufbau und die Bedienung gestalten sich daher allerdings etwas anders, als man dies vielleicht von anderen Pad-Controllern her gewohnt ist. Schaltet man das PPP ein und spielt auf den Pads, sind acht Drum-Sounds zu hören – das kennt man schon einmal. Möchte man auf ein anderes Drumset umschalten, drückt man den gleichnamigen Taster und wählt es an – auch hier alles wie gewohnt. Wirft man bei dieser Gelegenheit einen Blick auf die Taster, fällt als Erstes auf, dass fast alle in Schwarz gehalten sind.

Nur drei Taster sind blau gefärbt und beschriftet mit „Drums“, „Perc“ und „Bass“. Drückt man nun den Taster „Perc“, ist anstelle des Drumsets eine Zusammenstellung von Percussion-Sounds zu hören, und drückt man den „Bass“-Taster, kann man nun auf den Pads verschiedene Töne eines Bass-Sounds spielen. Zurück zu den Drum-Sounds kommt man wieder mit einem Druck auf den blauen „Drum“-Taster.

Das ist eigentlich ganz praktisch, denn – lässt man den Bass-Taster einmal außen vor – nun stehen einem pro Drumset nicht nur acht, sondern 16 Sounds zur Verfügung, die man mit den Pads anspielen kann, ohne dafür das Programm wechseln zu müssen. Natürlich kann man die Drum-Sektion auch mit Percussion-Sounds belegen und umgekehrt – man ist also nicht unbedingt an die vorgegebene Diktion gebunden. Sehr gut. Dieses Drumset ist dann einem „Pattern“ untergeordnet. Ein Pattern wiederum beinhaltet gleich zwei Varianten namens A und B, die durch Drücken der entsprechenden Taster aufgerufen werden.

Drückt man dann den Play-Taster, wird die eingestellte Variante immer im Kreis abgespielt. Drückt man nun, während das Pattern spielt, auf den Taster A oder B, wird automatisch zu diesem Pattern gewechselt, sobald das gerade laufende Pattern sein Ende erreicht hat. Ergänzt wird dieser Bereich um den Taster „Fill“. Tippt man diesen kurz an, wird gegen Ende des laufenden Patterns ein Fill gespielt und wieder automatisch auf das jeweils andere Pattern umgeschaltet. Zwischen den beiden Patterns kann man also wahlweise wechseln, indem man beim laufenden Pattern entweder auf A oder B tippt oder den Fill-Taster drückt. Möchte man das Pattern nach einem Fill hingegen nicht von A nach B wechseln lassen, tippt man nach Fill einfach zusätzlich auch noch kurz auf A.

Alles musikalisch sehr sinnvoll gemacht, und natürlich lassen sich die Patterns auch durch einen Schlag auf ein Pad starten, wenn man dies wünscht (Taster „PTN PLAY“; s. Abbildung oben). Möchte man selber zu einem Pattern spielen, in das schon alle drei Parts einprogrammiert wurden, kann man den Part, den man selber spielen möchte, stumm schalten. Dazu hält man den Mute-Taster gedrückt und tippt auf den Part, den man stummschalten möchte. Ein bisschen aufpassen muss man nur beim Wechseln der Drumsets. Weil ein Drumset ja einem Pattern zugeordnet ist, wird man wahrscheinlich auf ein anderes Drumset umschalten, wenn man das Pattern wechselt. Bedenkt man jedoch, dass das Ganze auch zum Erstellen von kompletten Songs gedacht ist, ist auf dies eigentlich wieder ein Vorteil.

Denn natürlich kann man die Patterns zu komplexen Songs zusammenstellen, und durch die Zuordnung von Drumsets zu Patterns können nun auch die Sounds innerhalb eines Songs wechseln, ohne dass man selber etwas umschalten müsste. Möchte man das PPP einfach nur zum Spielen von Sounds benutzen, kann man diese Aspekte auch außer Acht lassen und einfach nur über den „Drumset“-Taster die gewünschten Sets aufrufen. Speicherplätze sind im Übrigen reichlich vorhanden. Für Drumsets gibt es 102 Preset-Speicherplätze (000 – 101), die nicht überschrieben werden können, und 100 User-Speicherplätze (000 – 099), die mit den Preset-Speicherplätzen identisch sind – bis auf 100 und 101 natürlich, die jibbet hier nich.

Bei den Patterns stehen je 100 Preset- und User-Speicherplätze bereit, die allerdings nicht identisch sind, sondern hier hat Alesis den User-Bereich mit weiteren schicken Presets belegt. Man sollte also gut überlegen, welche man behalten möchte und welche man überschreibt (mein Vorschlag: Preset 99 „Polka“). Für die Songs gibt es nur einen User-Bereich, und dieser ist ab Werk vollkommen leer.

Die Sounds

Die Anzahl der Drum- und Percussion-Sounds beträgt genau 585, hinzu kommen 49 Sounds für den Bass-Part. Ein Bass-Sound lässt sich übrigens nicht auf ein Pad legen, dass zum Drum- oder Percussion-Part gehört – ist ja auch nicht nötig, denn dafür gibt es ja den eigenen Bass-Part. Der Sound-Speicher ist zum größten Teil mit 406 Drum-Sounds belegt, den restlichen Speicherplatz beanspruchen Percussion-Sounds und ein Metronom. Die Drums wurden sowohl trocken als auch mit unterschiedlich starken RaumAnteilen gesampelt. Neben den vielen akustischen Sounds gibt es auch einige synthetische sowie Effekt-Klänge – hier sollte für jeden etwas dabei sein. Zu den Percussion-Sounds zählen die gewohnten Brot-und-Butter-Standards wie Bongos, Congas, Shaker, Timbales, Djembe etc. sowie etliche EffektKlänge der abgedrehten Sorte.

Die Bass-Sounds sind guter Standard aus den Bereichen E-, Kontra- und Synth-Bass. Alesis bewirbt die Sounds mit dem Schlagwort „Dynamic Articulation“; dahinter verbirgt sich schlicht die Tatsache, dass je nach Anschlagstärke unterschiedliche Sound-Varianten abgerufen werden. Soweit ich das beurteilen konnte, sind es zwar nur maximal drei Varianten pro Sound, aber damit lässt sich schon ziemlich realistisch spielen. Zum Thema „Sound“ gehört auch der integrierte Hall, zu dem man über den Taster „Effects“ gelangt. Hier können insgesamt 22 Hall-Programme aufgerufen werden, die die gewohnten Standards von kleinem Raum bis hin zu riesigen Höhle bieten. Tiefer in die Materie eindringen lässt einen Alesis allerdings nicht: Man kann hier über den Parameter „Send“ lediglich einstellen, wie stark ein einzelner Pad-Sound verhallt werden soll. Hinter dem Effects-Taster steckt auch ein kombinierter Kompressor/Equalizer-Effekt.

Dieser kann ebenfalls in verschiedenen Varianten zu- oder abgeschaltet werden, ohne dass man hier auch nur die kleinste Kleinigkeit verändern könnte. Man hat hier lediglich die Wahl, ob man das Ganze leicht oder stark komprimiert und gleichzeitig mit knackigerem, vollerem oder dünnerem Sound zu Gehör bringen möchte. Diese Sektion arbeitet eigentlich ganz gut, hat in meinen Augen allerdings einen großen Nachteil: Schaltet man den Kompressor/Equalizer-Effekt ab, wird der Gesamt-Sound ein gutes Stück leiser. Das hat zur Folge, dass man alle Drumsets, die mit diesem Effekt belegt sind – und das sind alle –, erst einmal viel leiser programmieren muss, damit ein Set, das man ohne Kompressor/Equalizer spielen möchte, überhaupt adäquat zu hören ist. Das hätte man ab Werk etwas eleganter lösen können …

Editieren lassen sich die Sounds mit den üblichen Parametern. So kann man beispielsweise die einzelnen Lautstärken regeln, die Sounds im Panorama verteilen, ihren Ausklang verkürzen (Decay) oder sie im Bereich von ±1 Oktave in Halbtonschritten verstimmen. Der einzige ungewöhnliche Parameter ist ein Filter, mit dem man die hohen Frequenzanteile der Sounds mehr oder weniger stark beschneiden kann.

Praxis

Hat man die Struktur des PPP erst einmal verinnerlicht, fällt die Bedienung relativ leicht und logisch aus. Durch den integrierten Sequenzer erweitern sich die Möglichkeiten eines normalen Drum-Controllers doch schon erheblich. Die Gummi-Pads spielen sich angenehm und verfügen über einen sehr guten Rebound … der sich allerdings nicht völlig ausnutzen lässt, denn ganz leise Schläge werden leider nicht getriggert. Dafür gibt es im Gegenzug aber auch keine Probleme mit dem Übersprechen der Pads untereinander. 😉

Die Anschlagsdynamik lässt sich einerseits global in den drei Stufen soft, medium und hard einstellen, oder man wählt eine von acht fixen Anschlagsstärken, die immer gleich laut oder leise erklingen, egal wie fest oder soft man selber spielt. Damit das PPP diese Voreinstellung nicht nach dem Ausschalten vergisst, muss man sie zuvor etwas umständlich speichern, denn sie befindet sich nicht im System-Setup-, sondern im Record-Setup-Menü. Hat man hier den gewünschten Anschlagswert eingestellt, kann man aber nicht sofort die Save-Routine aufrufen, sondern muss zuvor wieder ins System-Menü wechseln, damit sich der Save-Taster überhaupt aktivieren lässt.

Im Record-Setup-Menü lassen sich all die Dinge festlegen, die man braucht, wenn man eigene Patterns einspielen möchte. Das wären unter anderem die Pattern-Länge, die Taktart und auch die Faktoren für Swing und das Quantisieren. Vor allem bei beiden Letzteren sollten man sich vor dem Aufnehmen überlegen, was man hier haben möchte, denn sie lassen sich im Nachhinein nicht mehr ändern. Das Schöne beim PPP ist, dass man dies alles bei laufender Aufnahme ändern kann: Man kann also in einem Rutsch beispielsweise erst Kick, Snare und Hi-Hat in 1/8-Quantisierung aufnehmen, und stellt dann auf 1/16 um, um einen 1/16-Shaker (vielleicht sogar mit leichtem Swing-Faktor) aufzunehmen. Einzelne Schläge können natürlich auch im Nachhinein wieder hinzugefügt oder gelöscht werden, da muss man das Take nicht unbedingt beim ersten Mal perfekt einnageln.

Fazit

Alesis hat beim Performance Pad Pro bewährte Elemente wie die Sounds und die Sequenzer-Einheit des Drumcomputers SR18 mit der komfortablen Bespielbarkeit von Gummi-Pads kombiniert und in ein praktisches Gehäuse gesteckt. Durch diese Kombination spricht das PPP nicht nur Drummer und Percussionisten an, die ihre Palette um zusätzliche Sounds erweitern möchten, sondern auch solche, die Sequenzer-Funktionen in ihre Performance einbinden möchten. Was noch fehlt, ist ein MIDI-In, mit dessen Hilfe man die guten Sounds des PPP auch extern beispielsweise von einem Sequenzer-Programm im Rechner oder von einem anderen Soundmodul aus ansteuern könnte.

Und freuen würde sich der eine oder andere sicher auch über eine Möglichkeit, vollwertige Pedale an die Eingangsbuchsen für externe Kick- und Hi-Hat-Taster anschließen zu können, um die entsprechenden Sounds anschlagsdynamisch zu anzusteuern. Schaut man sich allerdings den günstigen Preis für das Performance Pad Pro an, lassen sich diese Kritikpunkte leicht verschmerzen. Wer die Sounds mag und sich nach einer preiswerten Erweiterung seines Setups umsieht, sollte das Alesis Performance Pad Pro also unbedingt mit in seine Auswahl einbeziehen.

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