Wie pflege ich meine Cymbals richtig?

Cymbal-Pflege: Darauf musst du achten!

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Ein mitunter kontrovers diskutiertes Thema ist die Cymbal-Pflege, und dabei gehen die Meinungen von „niemals putzen“ bis zum „Putzteufel“ auseinander. Die Entscheidung kann wohl kaum persönlicher sein, doch hat man sich dazu entschieden, seine geliebten „Blechdeckel“ zu reinigen, steht man schon vor der Entscheidung: Womit putzt und pflegt man denn?!

 

Man ist selbstverständlich auf der sicheren Seite, wenn man den entsprechenden Reiniger des jeweiligen Herstellers verwendet. Und auch im ZubehörSortiment diverser Anbieter gibt es das eine oder andere Sinnvolle zu finden. Riskant sind auf jeden Fall Reiniger, die nicht speziell für die Cymbal-Reinigung vorgesehen sind. In dieser Beziehung hat ein Kollege vom mir mal einen guten Tipp gegeben: „Wenn ich mir den Reiniger nicht ins Gesicht schmieren würde, verwende ich ihn nicht für meine Cymbals!“ Okay, das eliminiert also schon mal alle aggressiven Reiniger oder so Verrücktheiten wie Bremsenreiniger, Chrompolituren, Messingreiniger und so vieles mehr, was man z. B. im Baumarkt, Supermarkt oder Autozubehör finden kann. Diese oder ähnliche Sünden habe ich auch begangen und kann einfach nur dringend davon abraten.

Warum zum Teufel wollte ich nochmal 5 Euro an einem Reiniger sparen und ungeeignetes Zeug für Cymbals im Wert von oftmals Hunderten von Euro verwenden?! Alle hochwertigen Cymbals sind nun mal aus Kupfer/Zinn-Legierungen hergestellt, und größtenteils sind sie mit einem Schutzlack versehen. Wenn man also nicht direkt das Material mit ungeeigneten Reinigern angreift, so zerstört man damit diesen Schutzlack und öffnet so einer Oxidation Tür und Tor. Die simpelste Pflege ist und bleibt warmes Wasser und PH-neutrale Seife, das entfettet und macht sauber, hinterlässt aber keinen Glanz.

Und schon sind wir beim nächsten Thema: Was will man mit einer Reinigung erreichen? Dreck und Schmutz entfernen? Alten Glanz wieder herstellen? Fingerabdrücke und andere leichte „Korrosion“ entfernen? Natürlich will man immer alles erreichen und das mit möglichst wenig Aufwand, aber die Wunschfee ist meist nicht da. Verwendet man nicht gerade eine spezielle Poliermaschine – und das ist wirklich mit äußerster Vorsicht zu genießen – so ist eines jedenfalls sicher: Zur Reinigung ist Muskelschmalz angesagt! Und genau deshalb ist Cymbal-Pflege auch nicht so populär. Ist halt mehr oder minder anstrengend, und man macht sich dreckig. Da sind natürlich schnell genügend Ausreden vom „Spirit“ und „Mojo“ dreckiger Cymbals geschaffen, um sich erfolgreich vor der Arbeit zu drücken. Vergessen wird dabei natürlich auch, dass man sich ja Cymbals mal wegen eines bestimmten Klangs ausgesucht hat – und verschmutzte Cymbals verlieren eben einiges von genau diesem Klang. Auch das ist ein Fakt.

4 Tipps, du unbedingt bei der Cymbal-Pflege beachten sollst!

1. Eine gute, weiche und rutschsichere Auflage für die Arbeit ist wichtig. Eine Gummimatte ist perfekt und lässt sich mit Seifenwasser von den Überresten der Reiniger leicht säubern.

2. Weiche Tücher – und davon reichlich – verwenden! Mikrofasertücher haben sich gut bewährt, da sie Reiniger auch in feinere Tonal Grooves gut einmassieren und dann den Schmutz dazwischen recht gut entfernen. Zudem lassen sich die Tücher auch problemlos waschen. Lieber einmal mehr das Tuch bei der Cymbal- Reinigung gewechselt, als den „Dreck“ auf dem Cymbal hin und her geschoben!

3. Verwendet medizinische Einmalhandschuhe! In denen habt ihr ein normales Gefühl für den ausgeübten Druck und den ganzen Reiniger und Schmier nicht an der Hand.

4. Logos: Sind sie euch extrem wichtig, dann spart ihren Bereich beim Reinigungsprozess aus! Das ist der einzig wirklich effektive Schutz vor Verblassen oder Entfernen derselben

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