Vehemente Sounds der besonderen Art

Paiste Rude Wild China und Giga Bell Ride Cymbals im Test


Die China-Cymbals der „Rude“-Serie sind für einen martialischen Sound bekannt, und die aus der „2002“-Serie übernommenen Modelle China und Novo China stellen das eindeutig unter Beweis. Nun setzt Paiste mit den Rude Wild China Cymbals noch eins drauf.

Cymbals
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Heute testen wir Paiste Cymbals aus zwei unterschiedlichen Serien: Die Paiste Rude Wild China Cymbals aus der für ihren martialischen Sound bekannten Rude-Serie und das sehr spezielle Giga Bell Ride aus der 2002 Serie, mit dem Paiste die Sound-Vorstellungen von Power-Metal-Virtuoso Aquiles Priester umgesetzt hat. Viel Spaß mit unserem Videotest.

Markant an den aus B8-Bronze gefertigten Rude Cymbals ist das Fehlen jeglichen Abdrehmusters, dafür sind sie intensiv und dicht gehämmert. Zudem ziert eine solide Schicht Schutzlack die Cymbals, so dass sie ihren bräunlich-grünen Schimmer bekommen. So ist es auch bei den Rude Wild China Cymbals. Diese bestechen zudem durch das hohe Profil und der zusätzlichen Hämmerung mit weit auseinander liegenden Einschlägen mit relativ großem Durchmesser und hoher Setztiefe. Und nein, es hat niemand auf die Dinger mit der Steinschleuder geschossen! Die Kuppen entsprechen in der Form denen der Novo China Cymbals, sind aber bei den Wild Chinas nicht invers geformt, sondern „richtig“ herum ausgeprägt. Die Wild Chinas sind zwar nicht allzu schwer, dafür aber durch die intensive Hämmerung sehr verwindungssteif. Das lässt auf einen transparenten, aggressiven Klang schließen.

Sound

So ist es denn auch. Spätestens nach einem kräftigen Schlag auf das 20″ Wild China ohne Vorwarnung ist man dem Herzstillstand nahe. Harte, metallische und äußerst aggressive Sounds mit scharfen Obertönen verschaffen sich bahnbrechend Gehör. Dabei bietet das Sustain allerdings auch einige subharmonische Frequenzen am Ende der Ausklangzeit. Daher wirken diese Cymbals dann auch nicht dünn und schmalbandig, sondern bei aller Härte druckvoll. Das 20″ Wild China ist also schon wirklich etwas für Spezialisten wie z. B. Joey Jordison, der bekanntermaßen die passende Musik spielt und dazu auch noch auf den entsprechend großen Bühnen zu Gast ist.

Wer nun meint, einfach ein kleineres Modell zu nehmen und schon sei der Drops für den Einsatz in kleineren Clubs gelutscht, der irrt gewaltig. Auch 16″ und 18″ Wild China machen ihrem Namen alle Ehre und sind nicht minder laut. Ihre generelle Tonhöhe ist jeweils passend zum großen 20″ Modell abgestimmt. Wer diesen brutalen Sound nutzen will, der sollte – zumindest in kleineren Locations – auf viel Verständnis seiner Mitmusiker hoffen.

Kurz gesagt: harter, mittiger Sound, extrem laut und aggressiv; im Sustain gute Sub-Lows, die für Druck sorgen; sehr gute Abstufung in der Tonhöhe bei allen drei Modellen.

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Fazit

Die Paiste Rude Cymbals waren noch nie etwas für zart besaitete Geister, sondern immer schon für laute, aggressive Sounds bekannt. Wild China steht hier drauf, und das ist auch genau so gemeint. Diese ungewöhnlich geformten Cymbals sind mit einem martialisch harten und lauten Sound aus – gestattet und somit etwas für Heavy-SoundSpezialisten. Diese sollten sich die ausgezeichnet verarbeiteten Instrumente auch unbedingt mal persönlich anhören.

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