Backing Tracks Alice Cooper

Alice Cooper Playalong: School’s Out

„Wer bist du denn?“, will ein älterer, langhaariger Barkeeper mit schwarz umrandeten Augen von seinem neuen Gast, dem Tokyo-Hotel-Sänger Bill Kaulitz in dem Werbespot eines großen deutschen Elektronikmarktes wissen. „Was war das denn für ein Typ?!?“, fragten sich wohl die meisten Tokyo-Hotel-Fans, nachdem sie den Spot gesehen hatten.

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Der Barkeeper war Alice Cooper und 1972 in den einschlägigen Teeny-Magazinen ähnlich präsent wie Kaulitz heute. In seinem Megahit „School’s Out“ proklamierte er lange vor Pink Floyd die Abschaffung der Institution Schule. Cooper heißt eigentlich Vincent Damon Furnier und war Leadsänger einer Band, die mehrfach ihren Namen wechselte. 1968 hieß die Combo Alice Cooper und zog nach Kalifornien. Kein Geringerer als Frank Zappa gab der Band ihren ersten Plattenvertrag. Der Erfolg der ersten beiden Platten hielt sich in Grenzen, und 1970 zog die Band nach Detroit. Mit dem Produzenten Bob Ezrin, unter dessen Ägide 1971 das dritte Album „Love It To Death“ entstand, kam der kommerzielle Erfolg. Ein Jahr später erschien „School’s Out“ und wurde ein Mega-Hit. Die spektakuläre Live-Show wurde das Markenzeichen von Alice Cooper, und zu seinen Bühnen-Requisiten zählten eine Guillotine, ein elektrischer Stuhl und echte Boa Constrictors. Und das Kunstblut floss in Strömen.

 

NOTATION

Alice Cooper hatten auch musikalisch einiges zu bieten. „School’s Out“ ist ein zupackender Rock-Shuffle. Neben auf dem Ride-Cymbal basismäßig durchlaufend gespielten 1/4-Noten sowie einem Snaredrum-Backbeat auf den Zählzeiten „2“ und „4“ sorgen diverse Bassdrum-Akzente auf der dritten 1/8-Triole einzelner Zählzeiten, wie etwa auf der Zählzeit „1“ bzw. „2“ in Takt 2 ab der CD-Zeit 00:16, für die Umsetzung dieses Feels. Markant ist im A-Teil die zweitaktige Rhythmik mit dem durchlaufenden Akzent auf der dritten 1/8- Triole der „3“ im jeweils zweiten Takt; dieses Pattern wird durch das dominante Gitarren-Riff bestimmt. Durch den Einsatz von Toms erfährt die Basis-Rhythmik an den Drums im B-Teil eine interessante Variation, im letzten B-Part wird dieses Pattern zu einer zweitaktigen Figur mit durchlaufenden 1/8-Triolen ausgebaut. Ebenso für rhythmische Variation sorgt in Teil C das ostinate Snare-drum-Pattern mit – neben den Backbeat-Anschlägen – zusätzlichen Akzenten auf der jeweils dritten 1/8-Triole der Zählzeiten „2“ und „4“. Auf diese Weise entstehen in der Rhythmik durchlaufende 1/4-Triolen.

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