Spieltechnik

Single Strokes und Stockhaltung

Unbenannt

Du bist angehender Drummer und möchtest deine Spieltechnik verbessern? Hier erfährst du alles über die Anwendung der Single-Strokes und die ideale Stockhaltung!

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Es gibt für die Hände und Füße jeweils verschiedene Haltungen und Spieltechniken. Für die Hände verwendet ihr anfangs am besten den sogenannten „Matched Grip“. Der Stock wird dabei zwischen dem Daumen und dem zweiten Gelenk des Zeigefingers gehalten, wobei sich der Haltepunkt in etwa im letzten Drittel zum Stockende hin befindet. Die restlichen Finger werden locker um den Stock gelegt, sie sollen ihn führen und ausbalancieren. Der Handrücken zeigt basismäßig nach oben.

Spieltechnik der Hände: Single-Stroke

Nachdem ihr den in der letzten Ausgabe vorgestellten Basis-Groove sowie die gezeigten Variationen sicherlich mittlerweile spielen könnt, wenden wir uns zunächst der Spieltechnik der Hände zu. Hier ein paar Tipps zum Spielen des sogenannten „Single-Stroke“, also eines einzelnen Schlages einer Hand. Die Single-Strokes bilden die Basis für alles, was ihr am Drumset spielen werdet.

Spielt jeden Schlag mit einer gradlinigen Auf- und Abwärtsbewegung. Die eigentliche Schlagbewegung erfolgt aus dem Handgelenk, der Unterarm gleicht diese Bewegung aus. Stellt euch das in etwa wie beim Schlagen einer Peitsche vor.

Schlagt die Snare Drum in der Fellmitte an und spielt auch später beim Basis-Groove die Hi-Hat-Schläge stets an der gleichen Stelle auf dem oberen Hi-Hat-Cymbal.

Achtet auf die gleichmäßige Schlagstärke beider Hände und die damit verbundene gleiche Lautstärke aller Schläge.

Snare-Drum-Übung

Um die oben erläuterten Schlagbewegungen zu üben, solltet ihr euch mit der in Notenbeispiel 1(Audio 1) gezeigten Übung regelmäßig, d.h. täglich, beschäftigen. Die Übung besteht aus einem Takt mit Achtelnoten, die mit beiden Händen abwechselnd auf der Snare Drum gespielt werden. Zählt dabei anfangs wieder laut die Achtelnoten mit (1, +, 2, +, 3, +, 4, +), und beginnt dann ohne Pause wieder von vorne (1, +, 2, +, …). Das „+“-Zeichen wird dabei „und“ ausgesprochen. Steigert dabei mit der Zeit langsam das Tempo.

Audio 1

Grooves

Die gleichbleibende Betonung der einzelnen Hi-Hat-Schläge wird häufig beim Spielen von verschiedenen Grooves verwendet. Durch die gleichbleibende oder unterschiedliche Akzentuierung bzw. Betonung der einzelnen Hi-Hat-Schläge unseres Basis-Grooves lässt sich das Feeling dieses Rhythmus’ verändern – mehr dazu in der kommenden Folge.

Zum Abschluss dieser Ausgabe stelle ich euch in den Notenbeispielen 2 bis 4 (Audio 2 bis 4)weitere Variationen des Basis-Grooves vor, die in der modernen Rock- und Popmusik ebenfalls häufig Verwendung finden. Alle Variationen basieren auf einer unterschiedlichen Platzierung der Bassdrum-Akzente, während auf der Hi-Hat und der Snare Drum ostinate Figuren gespielt werden. Durch das Weglassen eines Bassdrum-Akzentes in den Beispielen 3 und 4 jeweils auf der Zählzeit „1“ des zweiten Taktes entsteht eine besondere rhythmische Spannung, die beim Üben für das Ohr anfangs nicht ganz so eingängig ist.

Übetipp: Zählt also beim Üben wieder die Achtelnoten (1, +, 2, +, 3, +, 4, +), und spielt dazu nach und nach zusätzlich die Bassdrum-Akzente. Sollte das anfangs etwas schwierig sein, geht schrittweise vor, d.h. spielt den Rhythmus nur bis einschließlich des jeweils neuen Bassdrum-Anschlags. Sobald das funktioniert, könnt ihr versuchen, den kompletten Groove zu spielen.

Wenn ihr lernen möchtet, mit dieser Art Grooves umzugehen, dann versucht, sie zu improvisieren bzw. sie zu erspielen. Spielt also durchlaufend auf der Hi-Hat Achtelnoten und akzentuiert die Snare Drum gleichbleibend auf den Zählzeiten „2“ und „4“ – man nennt diese auch den Backbeat –, und erarbeitet dann beim Spielen verschiedene Bassdrum-Variationen, indem ihr versucht, die Bassdrum auf unterschiedlichen Zählzeiten anzuschlagen.

Beim „Matched Grip“ wird der Stock zwischen Daumen und dem zweiten Gelenk des Zeigefingers gehalten. Die linke Hand sollte das genaue Spiegelbild der abgebildeten rechten Hand ergeben.

 

Audio 2

Audio 3

Audio 4

2 Kommentare zu “Single Strokes und Stockhaltung”
  1. Martin Huber

    Lieber Diethard,
    du schreibst über die Stockhaltung zwischen “Daumen und 2. Gelenk”.
    Ich nehme mal an, dass du das 2. Gelenk von außen meinst. Wenn man den Arm aber locker herunter hängen lässt, sieht man, dass sich der Daumen gegenüber des äussersten Gelenks befindet. Hältst du den Stock am inneren Gelenk baut sich im Daumen eine Spannung auf und die Beweglichkeit des Handgelenks wird eingeschränkt. Lockerer geht’s am äusseren Gelenk, was auch die aufgelegte Fläche am Daumen verringert und so wieder Druck vom Stock wegnimmt.
    Kollegiale Grüße
    Martin

    Antworten
  2. bitte Notiere mir doubel stroke mit HiHat
    mit singel verstehe ich aber ich komme immer durcheinander ich weiss auch nicht warum. danke jetzt schon mal. lg Andy

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