King Crimson Interview

Jeremy Stacey über das Konzept mit drei Drummern in einer Band

Jeremy Stacey zählt zu den erfolgreichsten Session-Drummern der Studioszenen in London und LA. 2016 wurde Stacey von King Crimson verpflichtet, um auf der European Tour neben Pat Mastelotto und Gavin Harrison als dritter Centerstage-Drummer die Schlagzeuger-Rolle Bill Rieflins zu übernehmen, der sich gerade eine Auszeit gönnt.

Jeremy, war es eine große Überraschung, als der Anruf kam, bei King Crimson einzusteigen?

Gavin Harrison und KC-Gitarrist Jakko Jakszyk riefen mich an, ob ich mir vorstellen könnte, die European Tour zu spielen. Die beiden kenne ich schon viele Jahre. Aber klar, ich war total überrascht! Gleichzeitig fühlte ich mich auch irgendwie geschmeichelt. Denn King Crimson, das ist aus künstlerischer Perspektive ein höchst anspruchsvolles Band-Kollektiv. Mit Robert Fripp hatte ich auf musikalischer Ebene bis dato nie zu tun. Witzigerweise aber kannte ich ihn aus flüchtigen Begegnungen, weil er unweit von Bournemouth lebt, dort wo ich aufwuchs.

Es ist schon manchmal verrückt – aber als sich Bowie im Januar auf seine außerirdische Reise aufmachte, hörte ich mir noch mal viele seiner Platten an. Darunter auch das Album „Scary Monsters“, und ich dachte noch, wie großartig Robert Fripp auf diesem Album klingt. Und zwei Wochen später kam der Anruf.

Was denkst du hinsichtlich des Konzepts mit drei Schlagzeugern in einer Band? Und das auch noch Center Stage an der Seite von solch legendären Drummern wie Gavin Harrison und Pat Mastelotto.

Nun, die Sache mit drei Schlagzeugern folgt einem völlig eigenen Konzept. Ich finde diese Idee super! King Crimson hatte ja lange Jah – re schon mit zwei Schlagzeugern gearbeitet. Warum also nicht noch ein Dritter? (lacht) Allerdings übernehme ich auch etliche KeyboardParts, bin also Schlagzeuger und Keyboarder in Personalunion, so dass mein Schlagzeugspiel nicht zur unbedingten Hauptrolle wird. Pat und Gavin haben den größten Anteil an der Trommelei. Ich musste mich enorm vorbereiten und 24 Songs lernen inklusive aller Drum-Arrangements plus Keyboard-Parts. Das war schon etwas stressig, alles auf die Reihe zu kriegen.

Jetzt auf Tour läuft alles wie geschmiert. Mit Pat und Gavin auf einer Bühne sein zu können, hat für mich einen sehr inspirierenden Effekt. Und trotz gut eingeprobter Songs gibt es bei uns drei Schlagzeugern während der Konzerte auch spontane Situationen, also Ideen aus dem Moment heraus, die man aufgreift und auf die man musikalisch reagiert. Das macht die Sache echt anders. Aber auch die Fahrten von Stadt zu Stadt – drei Schlagzeuger im Tourbus … ich meine … wann passiert denn schon so etwas?

Das vollständige Interview findest du hier zum Download!

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