JAM! Track des Tages

Bill Haley & The Comets Playalong: Rock Around The Clock

„Rock Around The Clock“ war der erste Song, der den Namen eines noch sehr jungen Musikstils im Titel trägt und die Billboard Charts gleich in allen drei der damals wichtigen Kategorien „Best Sellers in Stores“, „Most played by Disc Jockeys“ und „Most played in Juke Boxes“ anführte. Auch wenn an diesem Song sicherlich nicht alles brandneu war (siehe unten), so markiert er doch den Beginn der Ära des Rock’n’Roll.

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1953 schrieben Max Freedman und James Myers den Song, den Bill Haley aufnehmen wollte, aber zunächst keine Freigabe bekam. James Myers ließ das Stück von der Country-Band Sonny Dae And His Nights einspielen. Erst am 12. April 1954 nahm dann Bill Haley den Song bei einer Session für Decca Records auf, für die er bereits mit „Shake, Rattle And Roll“ einen ersten Hit im Rockabilly-Style gelandet hatte. Im Studio waren für „Rock Around The Clock“ Billy Williamson (Gitarre), Johnny Grande (Piano), Joey d’Ambrosio (Tenorsaxophon), Danny Cedrone (Lead Guitar), Marshall Lytle (Kontrabass) und der Session-Drummer Billy Gussack. Live (und bei späteren Sessions) war der originale Drummer der „Comets“, Dick Richards, mit von der Partie. Leadgitarrist Danny Cedrone spielte schon das Solo von „Rocket 88“, einer Single, die Bill Haley & His Saddlemen am 14. Juni 1951 aufnahmen, und die bereits die beiden Stile Country und R&B verschmolz. Bereits im März 1951 hatten Ike Turner & Jackie Brenston eine R&B-Version des Songs eingespielt, der als Prototyp des Rock’n’Roll gilt.

Notation

Dieser Song-Klassiker der Rock’n’Roll Ära kommt harmonisch betrachtet im A-Teil in einer zwölftaktigen Bluesform daher. Als im Song-Verlauf im Prinzip unverändert durchlaufend gespielter Rhythmus kommt ein Beat mit typischem, auf dem Ride-Cymbal gespielten Shuffle-Pattern zum Einsatz. Dazu wird basismäßig die Bassdrum auf den Zählzeiten „1“ und „3“ sowie die Snaredrum auf den herkömmlichen Backbeat-Zählzeiten „2“ und „4“ markiert. Als eine Art den nächsten Part vorbereitendes Fill-In dienen zusätzliche Snaredrum-Akzente wie z.B. auf der dritten Achtel-Triole der Zählzeit „3“ in Takt 12 des zweiten A-Parts. Das achttaktige Intro wird von den markanten im Zusammenspiel mit dem Gesang platzierten Akzenten geprägt. Für Abwechslung und Farbe im Arrangement sorgen die während des zweitaktigen B-Teils gesetzten Akzente. Dieses Pattern wird insgesamt sechsmal hintereinander gespielt und ergibt somit zusammengenommen ebenfalls zwölf Takte, wie in der Blues-Form üblich.

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