Testbericht

Ahead Practice Pads

Ahead ist heute weit mehr als der Hersteller von speziellen Aluminium-Drumsticks. Schon seit langer Zeit hat man auch Snaredrums im Programm, außerdem erweitert man ständig das Angebot von nützlichem und immer auch speziellem Zubehör. Aus dem Angebot an Practice Pads haben wir fünf Modelle mit interessanten Eigenschaften ausgesucht.

 

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Das 14" AHSHPC und das 14" AHSHP Pad bestechen schon durch die Spielfläche aus Carbon-Fiber und die Ausstattung mit S-Hoops (Spannreifen). Das 14" AHP3Z bietet drei verschiedene Spielzonen mit unterschiedlichen Rebound-Eigenschaften. Das 10" Corps Snare Pad schaut zwar wie ein Standard Gummi-Pad aus, besitzt aber eine kleine Sound-Kammer für einen Touch Snareteppich-Klang. Auf den ersten Blick etwas unspektakulärer ist das 5" Strap On Pad, das schnell mal für Warm-ups angelegt werden kann.

5" STRAP ON PAD

Dieses Pad besitzt eine ca. 3 mm starke Stahlscheibe als Kern. In zwei Schlitzen ist dort der ca. 4 cm breite und ca. 55 cm lange Umschnallgürtel und Verschluss untergebracht. Das klassische Velcro-Gewebeband dürfte auch für etwas massivere Oberschenkel locker ausreichen, und es lässt sich einfach handhaben, weil die Öffnung im Verschluss recht großzügig dimensioniert ist. Der Tragekomfort wird durch zwei Dinge verschönert: Eine weiche Moosgummi-artige Fläche ist auf der dem Spieler zugewandten Unterseite angebracht, und im hinteren Drittel der Fläche ist eine etwas straffere, aber immer noch weiche Gummischicht aufgebracht, die höher ist und wie ein Keil fungiert. So kommt das Pad in eine Spielerfreundliche Position – kleiner Trick, große Wirkung. Die graue Spielfläche besteht aus einem ca. 3 mm starken und recht harten Gummi. Das Teil passt in jede kleine Tasche, ist schnell angelegt und für ein kleines Warm-up ein guter Begleiter.

10" CORPS SNARE PAD

Der Kern dieses Pads ist eine solide, ca. 6/8" starke Holzplatte und eine brettharte GummiSpielfläche von ca. 5 mm Stärke. Der Clou ist die in die Unterseite gefräste Kammer von ca. 8,5 ¥ 8,5 cm. Hier sind zwei kleine Metallplatten angebracht, und dazwischen befinden sich feine Metallkugeln, die für eine leise Imitation eines Snareteppich-Klangs sorgen. Auf der Rückseite ist eine zweiteilige Rutschsicherung aus weichem Gummi angebracht, die zudem auch eine gewisse Lautstärkereduktion liefert, wenn man das Pad auf einem Tisch platziert. Der Rebound ist wirklich flott, und der Klang gibt eine gute Illusion einer Marching Snaredrum. Da lassen sich die klassischen Rudiments wirklich prima üben, weil dieser leise Sound einfach spannender ist als eines konventionellen Gummipads.

14" 3-ZONE WORKOUT PAD

Auch dieses Pad besitzt den Holzkern und die Gummirutschsicherung auf der Unterseite. Hier findet man auch zwei Ausfräsungen als Sound-Kammern, die unter der gro- ßen grauen Gummispielfläche und der kleinen schwarzen Spielfläche platziert sind. So besitzt die graue Spielfläche sogar zwei verschiedene Sounds. Betrachtet man das Ganze aus der Klangperspektive, so hat man sogar vier Spielzonen zur Verfügung. Einen anderen Rebound machen die eingearbeiteten, ca. 3" durchmessenden Spielzonen. Die schwarze ist bretthart und macht auch einen sehr hellen kurzen Sound. Fast gar keinen Sound und kaum Rebound macht das R-Tom Moongel Pad. So hat man also verschiedene Sounds und Rebound-Eigenschaften auf engem Raum zur Verfügung, was die Koordination, Präzision und Gefühl für verschiede - ne Spielgefühle prächtig schult.

14" WHITE S-HOOP & 14" CHAVEZ BLACK S-HOOP MARCHING PAD

Diese beiden Teile sind ziemliche Schwergewichte und erfordern für den Aufbau am besten einen Snaredrum-Ständer. Man kann sie dank der Rutschsicherung aus Gummi auf der Unterseite natürlich auch auf einem Tisch platzieren, aber da einem ja auch ein echter Spannreifen – z. B. zum Üben von Rimshots als Akzente in einer Figur – zur Verfügung steht, sollte man schon eine realistische Spielposition herstellen. Die „Carbon Fiber“-Spielfläche macht einen sehr flotten Rebound, und auch klanglich kommt sie einer Marching Snaredrum sehr nahe, nur ist sie dabei eben deutlich leiser. Die Unterschiede – abgesehen von der Farbe – zwischen beiden Modellen ist der, dass das „Chavez“-Modell auf der Rückseite eine eingefräste Kammer besitzt, so dass zwischen den Spielpositionen am Rand und im Center zumindest ein kleiner Klangunterschied vorhanden ist. Beim „White S-Hoop“- Modell sind in der Kammer wie beim Corps Snare Pad die Metallplatten und -kugeln für den Snareteppich-Klang untergebracht.

FAZIT

Diese fünf verschiedenen Übungs-Pads von Ahead sind sehr gut verarbeitet und gut durchdacht. In erster Linie geht es dabei um spezielle Spielgefühle und Rebound-Eigenschaften, um so eine möglichst realistische Spielsituation herzustellen. Dabei hatte man auch bestimmte Sounds im Auge, die man – auf leisem Niveau – durch Kammern und verschiedene Oberflächen herstellt. Was die Absenkung der Lautstärke angeht, ist das schon sehr ordentlich, allerdings bleibt halt doch ein gewisser Geräuschpegel vorhanden. Gemessen am Gebotenen geht auch das Preisniveau in Ordnung. Wer sich nervenschonend weiterbilden möchte, ist gut beraten, die verschiedenen Möglichkeiten der Ahead Practice Pads einmal persönlich auszuloten.

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