Drum-Workshop Parkway Drive

Groove des Monats: Ben Gordon – Dedicated

Dieser „Groove des Monats“ stammt vom australischen Metal-Drummer Ben Gordon. Seit 15 Jahren ist er verantwortlich für die Rhythmic Fireworks der Band Parkway Drive. Mit seinen cleveren Double-Kick-Skills hat er den Sound der Metalcore-Giganten maßgeblich mitgeprägt. Sein Schlagzeugspiel ist kein Beiwerk, sondern energietreibendes Power-Zentrum massiver Breakdowns mit Headbang-Faktor.

Bild: © Tom Schäfer

2015 veröffentlichten Parkway Drive ihren sechsten Longplayer „Ire“, der die Metal-Pioniere weiter auf Erfolgskurs schickte. Nicht unbeteiligt daran ist sicher der Titel „Dedicated“, der nach Ben Gordons eigener Aussage einen ihrer besten Breakdowns enthält – so bezeichnen sie jene dämonischen Guitar-Riff-Attacks, die durch synchrones Bassdrum-Spiel eine rhythmisch nahezu apokalyptische Entfaltung erzielen.

Ben Gordon: „Eines unserer wichtigsten Features bei Parkway nennen wir Breakdowns. Das sind die staccato-artigen heavy Parts, wenn die Energie oben ist und alle Headbangen. Ich bin derjenige, der die Breakdowns in der Band schreibt. Schließlich ist Rhythmus das Ressort eines Drummers! Das System basiert auf verschiedenen abgefahrenen Groove-Pattern. Dabei geht es hauptsächlich um rhythmische Kombinationen auf dem Kick-Pedal. Eine meiner Spezialitäten ist es, Slow- und Fast-Pattern als rhythmische Extreme zu polarisieren. Dann kommen Distortion-Gitarren drüber und es entsteht dieser intensive Breakdown zwischen wuchtig schiebend und explosiv. Das Pattern muss cool sein. Wir haben viele Breakdowns in unseren Songs, aber ‚Dedicated‘ hat tatsächlich eines unserer besten Motive.“

Zum Ende des Songs hin werden diese Breakdowns geradezu heraufbeschworen. Notiert ist der finale Groove-Part ab Spielzeit 3:20 Min. (Video: „Live in London“ 2016). In dieser Sequenz basiert der Drumtrack auf einer energetischen Kombination von Sechzehntel- und Zweiunddreißigstel-Kickbeats.

Ben Gordon: „Der Song ‚Dedicated‘ ist recht tricky zu spielen. Die Bassdrum-Figur muss maschinell und exakt sein, wenn es zwischen schnell und langsam hin und her springt. Bei den Wechseln besteht die Gefahr, dass die Übergänge ungenau werden. Man muss die Pedaltechnik gut im Griff haben, damit die Beats fließen und nicht eckig werden. Meine inner clock bei ‚Dedicated‘ ist der Viertelpuls, den ich auf den Crashes spiele. Ich selber übe regelmäßig meine Pedaltechnik. Sie ist Teil meines kontinuierlichen Trainingsprogramms. Um die volle Konzentration aufs Pedalspiel zu legen, benutze ich lediglich die Bassdrum, das Double-Pedal und meinen Sitz. Sonst nichts. So bin ich gezwungen mich auf diese eine Sache zu konzentrieren und es gibt keine Versuchung der Ablenkung. Man ist anfangs frustriert, weil man seine Hände einsetzen will und nicht kann. Aber das ist Teil der Übung und reine Willenssache. Physisch und mental kann ich auf diese Art den uneingeschränkten Fokus auf die Bein- und Fußarbeit legen. Dann spiele ich etwa eine Stunde lang Kombinationen von Achtel-, Sechzehntel- und Zweiunddreißigstel-Patterns. Auch pyramidenartige Figuren sind hilfreich, um das Timing der einzelnen Tempoebenen zu festigen.“

„Dedicated“ hat einen massiven Halftime-Groove, in dessen düsterer Schwere das Viertelmetrum zum Headbangen ruft. Ben Gordon crasht die Viertel konsequent durch (mal auf dem China, mal auf dem Crash) und setzt konstant den Snare-Backbeat auf „3“. Seine Spezialität liegt natürlich im Double-Pedal-Spiel.


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