Bumm-Tschack für Cajon: Akzente (2)

Workshop: Cajon für Schlagzeuger (11)

In dieser Workshop-Folgen von „Bumm-Tschack für Cajon“, dem Cajon-Workshop speziell für Schlagzeuger, geht es noch einmal in einem zweiten Teil um das Thema  „Betonungen“ bzw. „Akzente“. In dieser Episode zeige ich weitere Betonungsvarianten – so seid ihr gut gerüstet für eure eigenen Groove-Kreationen.

BETONUNGEN IN PATTERNS


 

Notenbeispiele 1 bis 3

In Beispiel 1 findet ihr ein vermeintlich einfaches, aber dafür umso effektiveres Übungs-Pattern. Dieses zweitaktige Pattern wird mit Tip-Schlägen gespielt; übt das Pattern aber auch einmal mit den Grundschlägen Bass-Schlag und Open Tone. Das Reduzieren auf jeweils eine Schlagtechnik ermöglicht ein differenziertes Wahrnehmen von „betont“ und „unbetont“. Die durchlaufenden Achtel sind in Takt 1 unbetont und in Takt 2 betont – so habt ihr einen kontinuierlichen Wechsel und zudem einen Vergleich zwischen beiden Varianten. Auf diese Art könnt ihr die beiden unterschiedlichen Ausholbewegungen justieren.

Foto 1: kleine Ausholbewegung

 

Foto 2: große Ausholbewegung

In Foto 1 und Foto 2 seht ihr den Unterschied zwischen kleiner (1) und großer (2) Ausholbewegung am Beispiel der rechten Hand. Wichtig: Übt dieses Pattern am besten mit Clicktrack/Metronom! Denn nur so wisst ihr mit Sicherheit, ob ihr die „unbetont/betont“- Schlagabfolge in konstantem Timing spielt. Vor allem der Übergang gestaltet sich knifflig! Für alle Schlagzeuger unter euch: Diese Übung macht übrigens auch am Drumset richtig viel Sinn – probiert es mal mit einzelnen Trommeln des Drumsets aus. Dies stellt ein super Training dar für eure Mikro-Koordination sowie das Timing eurer Ausholbewegungen!

In triolische Gefilde begeben wir uns mit Beispiel 2. Die Betonung fällt auf das jeweils erste Triolen-Achtel – und folgt somit dem natürlichen Flow. Durch den „hand to hand“ gespielten Handsatz kommt die Betonung im Wechsel bei rechter und linker Hand vor. Dazu noch ein Tipp: Setzt euch eine imaginäre Markierung für den Hand-Abstand von der Schlagfläche bei „unbetont/betont“ und spielt in diesem Duktus die Übung.

Das funky Pattern im Samba-Style in Beispiel 3 bezieht sich auf das Schluss-Beispiel der vorigen Episode. Nun gibt es aber nicht nur Tip-Schläge, sondern abwechselnd vier Bass- und vier Tip-Schläge. Zusätzlich zu der Dimension „unbetont/betont“ gesellt sich hier die Dimension „Schlagtechnik“ hinzu! Der Wechsel von Bass-Schlag und Tip hat zur Folge, dass der Bewegungsablauf komplexer wird.

Mein Tipp: Übt die drei Patterns zunächst mit der bereits beschriebenen imaginären Markierung bei den Ausholbewegungen, denn so feilt ihr an eurer Spieltechnik. Geht dann aber weiter und betrachtet „unbetont/betont“ vor allem aus einer musikalisch-ästhetischen Sicht! Erst dann werdet ihr anfangen, einen eigenen Flow zu entwickeln.

> Alle Beispiele gibt es hier auch zum Anhören in Audio-Beispielen. <

Viel Spaß beim Üben!

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