Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Advertorial
Ein Besuch der Paiste Manufaktur in der Schweiz

Auf den Spuren von Paiste: Bericht von Bene Neuner (Paiste Cymbal Artist)

Es gibt immer Gründe in die Schweiz zu fahren. Sei es die Landschaft, die schönen Städte oder einfach nur die Gaumenfreund. Oder man fährt zu einem der edelsten Beckenhersteller – in das beschauliche Nottwil. Direkt am Sempachersee gelegen hat sich hier Michail M. Paiste 1957 eine Fabrik aufgebaut, die schon mehrere Generationen an Schlagzeugern mit Becken ausstattet.

Auch ich darf mich seit über 15 Jahren in die Reihen der begeisterten PAISTE Artists einreihen, doch hatte ich nun endlich die Chance die Herstellung und Vielfalt in seiner ganzen Fülle kennenzulernen.

Bene Neuner und Christian Wenzel @ Paiste

Christian Wenzel (AR Manager PAISTE), Reto Wild (Product Specialist) und Luki Linder (Social Media, Videoproduction) begrüßten mich nach dem Mittagessen zu einer ausführlichen Werksführung.

Wieviel Handarbeit steckt denn in so einem Becken? 99%!

Die Bronze-Rohlinge sind letztendlich einfache Scheiben, die außer der runden Form überhaupt nichts mit einem spielbaren Becken zu tun haben. Und hier beginnen nun die komplett in Handarbeit gefertigten Schritte.

An der „Glühstation“ wird das Material mittig erhitzt, um hier später die Kuppe für das jeweilige Becken zu pressen. Nur mit einem geschulten Auge und einer ruhigen Hand erkennt man den richtigen Hitzegrad.

Schlussendlich kommt 100 Jährige Technik ins Spiel. Eine Stanze in Form einer überdimensionalen Nähmaschine, die das richtige Loch für die Beckenaufnahme stanzt.

Eine Etage tiefer finden sich die Spezialisten für die richtige Hämmerung und Formung des Beckens.

Hämmern der Cymbals mit pneumatischem Hammer

Mit pneumatischen Hämmern werden alle Becken einzeln nach dem Master-Stück vorgearbeitet. Den Feinschliff erhalten die Becken aber mit speziellen Hämmern. In kleinster Feinarbeit bearbeiten eine Hand voll Männer und Frauen die Becken mit gezielten Schlägen, um den Cymbals ihren einzigartigen Klang und Wölbung zu geben.

Auch ich durfte ran … Spätestens jetzt wird einem klar wie viel Handwerkskunst hinter der Herstellung steckt und mit wieviel Liebe zum Detail alle Mitarbeiter an einem solchen Instrument arbeiten. In geschätzten 10 Minuten habe ich ein Becken unter Pius Aufsicht so bearbeitet, dass man Ansatzweise von einem Instrument sprechen kann. Es sieht zumindest wie ein Becken aus…

Bevor der klassische Schriftzug aufgedruckt wird geht es noch mal eine Etage höher. An einem halben Dutzend Drehmaschinen werden die charakteristischen Ober- und Unterflächen bearbeitet und die Becken von Hand abgedreht. Nun kommt auch der Glanz zum Vorschein.

 

PAISTE Becken sind nicht nur für ihren tollen Klang, sondern auch für deren Langlebigkeit und Optik bekannt. Ein kleiner Schritt ist die nun bevorstehende Eingravierung der Seriennummer, sowie das Auftragen einer speziellen Flüssigkeit um das Becken gegen Schmutz resistenter zu machen.

Auch mich erreicht mein Becken wieder, das ohne mein Wissen die ganzen Stationen durchgegangen ist und mir in Folie verpackt übergeben wurde …

Lest den kompletten Bericht im GEWA Drums Blog: http://bit.ly/2CecfD9

Produkt: Sticks 05-06/2019
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