CLASSIC DRUMMERS Workshop

Art Blakey: A Night In Tunesia

| Timo Ickenroth

Willkommen zum Workshop über den grandiosen Schlagzeuger Art Blakey. Für diese Folge habe ich mir ein besonderes Schmankerl ausgesucht, nämlich den äußerst populären Song „A Night In Tunesia“ aus dem Jahre 1957, erschienenen Album „Theory Of Art“ von Art Blakey & The Jazz Messengers. Hier geht es ordentlich zur Sache, bei einem ungefähren Tempo von 245 bpm auch kein Wunder.

Das Beispiel 1 zeigt Art Blakeys Einleitung des Songs, im Original übrigens 1942 von Dizzy Gillespie auf dem Klavier komponiert. Laut Dizzy Gillespies Autobiographie improvisierte er frei und kam währenddessen auf eine Melodie, welche nicht zum typischen Swing-Rhythmus passte, sondern vielmehr zu den damals sehr populären Rhythmen Lateinamerikas. „A Night in Tunisia“ wurde dann schließlich zu einer der Erkennungsmelodien von Gillespies Bebop-Bigband.

Art Blakeys Intro in seiner Version vom Album „Theory Of Art“ basiert auf Triolen, das Feeling geht später aber auch zu geraden Achtelnoten über.

In Beispiel 2 ist das afrokubanisch interpretierte Pattern von Art Blakey zu sehen, welches ein straightes Feel hat. Hier setzen auch die anderen Band-Mitglieder ein, allerdings mit unterschiedlichen Percussion-Instrumenten wie zum Beispiel Claves (als 3-2 Rumba-Clave gespielt) oder Cowbell, wodurch ein sehr dichter rhythmischer Klangteppich entsteht.

Auch in Beispiel 3 bleibt es bei straight gespielten Achtelnoten. Dargestellt ist hier ein mehrtaktiger, Break-ähnlicher Einwurf. In Beispiel 4 wird es dann etwas ruhiger. Art Blakey schlägt hier das Pattern der rechten Hand auf dem Rand seines Floor-Toms. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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