Workshop Song-Analyse

Ringo Starr: Drum-Grooves in The Beatles 1

| Diethard Stein

Das Album „The Beatles 1“ ist eine Zusammenstellung aller von den Beatles aufgenommenen Singles, die als Nr. 1- Hits die Spitze der amerikanischen oder englischen Charts erreichten. Die insgesamt 27 Songs stellen dabei in dieser Zusammenstellung eine einmalige Kombination von Titeln dar, die sehr anschaulich die Karriere dieser legendären Band überspannt.

Auf

„I feel fine“

Das Notenbeispiel 1 zeigt den während des Intros gespielten zweitaktigen Groove. Im Prinzip handelt es sich um eine Art Mambo-Rhythmus, bei dem die sonst üblichen Snaredrum/Tom-Akzente vertauscht wurden: Tom-Schläge auf den Zählzeiten „2“ bzw. „2und“ sowie Snaredrum-Sidestick auf der Zählzeit „4“. Achtet auch auf das auf der Kuppe des Ride-Cymbals gespielte Pattern.

„Ticket to ride“

In Notenbeispiel 2 ist der zu Beginn des Songs gespielte Rhythmus notiert. Markant sind die mit Flams gespielten Tom-Akzente („3+“, „4e“). Die Flams sind dabei sehr dicht an den eigentlichen Hauptschlägen ausgeführt, werden also fast gleichzeitig, als sogenannte „Flat Flams“ gespielt. Achtet einmal auf die Funktion des auf den Zählzeiten „2“ und „4“ gespielten Tambourins. Es übernimmt zusagen eine Snaredrum-Backbeat-Funktion.

Das Notenbeispiel 3 zeigt den während des Refrains gespielten Groove. Das Tambourin wird nun in durchlaufenden Sechzehntelnoten gespielt, die Hi-Hat in Achtelnoten angeschlagen. Interessant ist die im weiteren Verlauf gespielte Akzentuierung der Hi-Hat auf der Zählzeit „1und“, wodurch der Rhythmus viel Drive bekommt. „Hey Jude" In Notenbeispiel 4 habe ich das Intro-Fill beim Schlagzeug-Einsatz aufgeschrieben. Die Toms klingen wirklich äußerst trocken. Auch hier übernimmt das auf den Viertelzählzeiten gespielte Tambourin wieder eine verbindende Funktion.

„Get back"

Das Notenbeispiel 5 zeigt den im Intro mit viertaktigem Crescendo (gleichmäßig lauter werdend) bis zum Einsatz des Gesangs in Takt 5 gespielten „Train-Groove“. Klasse Idee! „Let it be“ Das Notenbeispiel 6 zeigt den Schlagzeug-Einsatz.

Achtet auf den Effekt, den die leichte Hi-Hat-Öffnung auf den Zählzeiten „2“ und „4“ bewirkt. Sehr interessant ist auch der Einsatz der Ghost-Notes, die mit unterschiedlicher Intensität gespielt werden. In Notenbeispiel 7 ist der während des Gitarrensolos gespielte Rhythmus notiert. Die Hi-Hat wird in durchlaufenden Sechzehntelnoten mit Achtelnoten-Akzentuierung gespielt, wobei die „und“-Zählzeiten leicht hervorgehoben sind.

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