Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Alles an Bord!

Das Alesis DM7X im Test

Mit dem DM7X stellt Alesis ein E-Drum-Set vor, das vom Preis her eindeutig auf die Einsteigerklasse abzielt. Dabei ist das Set mit vier Toms und drei Cymbals üppiger ausgestattet als in diesem Segment üblich. Ob und wo dabei gespart wurde, versuchen wir, im Test zu klären.

Das Kit wird komplett in einem nicht zu riesigen Karton geliefert, wobei sogar das Rack schon zum großen Teil vormontiert ist. Nach dem Auspacken desselben muss man es lediglich aufklappen und eine separat beiliegende Flügelschraube anbringen, die den Karton fürs Rack (der im Hauptkarton liegt) 2 bis 3 cm dicker gemacht hätte – hier verzichten wir dann gerne zugunsten der Umwelt auf den Kom – fort, und die Schraube ist schnell montiert.

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Ebenfalls Handarbeit ist beim restlichen Aufbau gefragt. So müssen spezielle Cymbal-Aufhängungen auf die Cymbal-Arme gesteckt und mit separat gelieferten Schrauben inkl. Unterlegscheiben fixiert werden – ziemliches Gefriemel, und hinzu kommt, dass die Schrauben ein wenig zu kurz und nicht besonders hart sind. So hatte ich die ersten Windungen der ersten Schraube gleich doll gedreht, und sie packte nicht mehr richtig; wenn man allerdings die beiden Unterlegscheiben weglässt, klappt’s trotzdem.

Nicht minder unanstrengend ist das Fixieren der Klemmen, die das Rack zusammenhalten, denn sie sind nicht mit Flügelschrauben versehen, sondern mit pro Schelle mit je zwei Vierkantschrauben, die sich mit dem mitgelieferten oder jedem handelsüblichen Stimmschlüssel bedienen lassen. Der Nachteil ist, dass man nun für jeden Auf- und Abbau den Stimmschlüssel parat haben und immer an zwei Vierkant- statt an einer Flügelschraube drehen muss; der Vorteil ist jedoch, dass die Schellen aufgrund der je zwei Schrauben nun derartig fest zupacken, dass sich da auch mit höchster mir zur Verfügung stehender Kraftaufwendung gar nichts mehr bewegen liess. Besseres kann einem für einen stabilen Aufbau also gar nicht passieren. Nur für die Soundmodul-Halterung gibt es am Rack zwei Flügelschrauben.

RACK & PEDALE

Das Rack ist eine Vier-Bein-Konstruktion mit einer Front-Querstange, zwei Seiten-Querstangen und einem Ausleger für das Snare-Pad. Die vorderen Beine sind ca. 77 cm lang, die beiden hinteren ca. 71 cm, was einen relativ hohen Tom-Aufbau möglich macht. Sehr gut! Die Front-Querstange misst ca. 88 cm und verschafft dem Set einen stattlichen Look. Die beiden Seiten-Querstangen sind mit ca. 43 cm hingegen sehr kurz, was vor allem den Aufbau der beiden Floor-Tom-Pads etwas eng gestaltet – mit ein bisschen Geschick lässt sich aber auch hier ein komfortables Setup finden. Das Hi-Hat-Kontrollpedal ist ein einfaches Modell mit nicht verstellbarer Federspannung.

Es wird durch eine Kombination von Klettband und zwei herausschraubbaren Dornen effektiv am Verrutschen gehindert. Das Bassdrum-Pedal ist da wesentlich komfortabler ausgestattet: Es besitzt viele Verstellmöglichkeiten für den Schlägelwinkel, die Federspannung sowie die Kettenlänge, und seine ausführliche Extra-Anleitung beschreibt detailliert, wie man das alles macht und sogar, dass man den Fußstopper am Pedal abmontieren kann, wenn man mehr Pedallänge braucht. Auch hier verhindert eine Kombi aus Klettband und Dornen, dass das Pedal ins Rutschen kommt. Die Cymbal-Halter sind von der eher kurzen Sorte, bieten aber immerhin einen Galgen, der dann allerdings auch gleichzeitig für die Schrägstellung zuständig ist. Ihre Rohre sind nicht verchromt, sondern schwarz lackiert, was ihrer Funktionalität aber keinen Abbruch tut und dem Kit eine eigene optische Note verleiht.

 

PADS

Das DM7X wird mit fünf Trommel- und vier Cymbal-Pads geliefert, die jeweils die gleiche Funktionalität haben. Die Trommel-Pads messen ca. 8″ im Durchmesser und bietet allesamt Dual-Trigger, also separate Sounds für „Fell“ und „Spannreifen“. Diese beiden Komponenten sind aus dem gleichen Stück Gummi gefertigt; drückt man mit Hand aufs „Fell“, gibt es relativ gut nach, was auf eine Art schwingende Aufhängung schließen lässt. Dabei ist das Gummi wohl nicht allzu stark und liegt auf einem weichen Untergrund unbekannter Machart auf, was den Rebound wahrscheinlich natürlicher machen soll.

Dieser ist für Einzel- wie Doppelschläge auch gut geeignet, lässt man den Stick jedoch öfter abprallen, versackt er nach einigen schönen Prallern doch recht abrupt – das können Pads mit Gewebe – fellen oder Silicon-Spielfläche (wie bei den „TCS“-Pads von Yamaha) natürlich besser, aber die kosten auch halt eben auch (viel) mehr. Die ca. 10″ großen Cymbal-Pads sind schlichte Single-Trigger-Pads, besitzen aber eine Choke-Funktion, mit der sich der Sound durch Ergreifen des Pad-Rands abstoppen lässt. Das funktioniert beim DT7X nur in Verbindung mit den CrashTrigger-Eingängen, nicht bei Hi-Hat und Ride. Beim Ride-Cymbal-Pad wird das Manko der fehlenden Spielzone für einen Kuppen-Sound vom Soundmodul oft durch das Überblenden auf Kuppe bei härteren Anschlägen kompensiert.

Die Pads werden exzentrisch aufgehangen, was bei kleinerer Größe mehr Spielfläche bedeutet. Leider schwingen sie dadurch nicht sehr natürlich; hier lässt sich allerdings mit lockerem Anziehen der großen Befestigungsmuttern ein einigermaßen schickes Spielgefühl realisieren. Das Kick-Pad ist ein Boden-Modell mit kleiner Pad-Spielfläche aus nicht zu hartem Gummi. Für das Pad wird ein gebogener Schlägel benötigt , damit das Pedal nach unten ausschlägt. Der liegt natürlich im Karton. An der Unterseite sind ebenfalls zwei herausschraubbare Dornen vorhanden, damit auch wirklich nichts rutscht. Außer dem Trigger-Ausgang gibt es hier zusätzlich einen nicht dokumentierten „Link“- Eingang, der wohl dazu dient, hier ein weiteres Kick-Pad anzuschließen, um mit zwei Pads den Bassdrum-Kanal anzusteuern.

 

 

Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Hallo und vielen Dank,

    wir suchen für unseren Sohn ein Einsteiger E-Drum Set. Das Dm7X ist unser Favorit. Sorgen machen mir die Eigengeräusche, so aus der Erinnerung gefragt: Wie viel Lärm produziert das DT7X mit Anschluss der Kopfhörer? Gibt es da große Unterschiede zu anderen Kits?

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