Conga

Im Grunde sind Congas die Urhelden der Percussion-Welt. Zumindest gilt das für die Entwicklung der Trommlerszene in Deutschland. Denn mit Congas hat alles erst so richtig  angefangen. Schon in den 1960-er Jahren  hörte man sie auf den Schallplatten britischer Rockbands, die den damals noch „exotischen“ Sound ganz frech im Rock´n´Roll einsetzten.
Anfang der 1970er Jahre tauchten Congas dann auch auf den deutschen Bühnen- und Fernsehlandschaften immer öfter auf, als zunehmend auch Perkussionisten in den größeren Orchestern wie Kurt Edelhagen, Max Greger, James Last oder Bert Kaempfert engagiert wurden. Bald erkannten auch Künstler aus dem Rockbereich die neuen Klangmöglichkeiten der Percussion. Und seit Nippy Noyas Zeiten in Udo Lindenbergs Panikorchester war der Eroberungsfeldzug der Conga auf dem deutschen Markt nicht mehr zu bremsen. Nippy Noya gilt als Pionier und Wegbereiter, der die Entwicklung der Percussion-Szene in Deutschland maßgeblich vorangetrieben hat. Er war der erste, der durch seine leidenschaftlichen Auftritte im Schlager, Orchester- und Rockbereich ein regelrechtes Feuer entfachte und damit den Grundstein für den Boom der Percussion legte. Die Conga wurde mit der Latin-Welle zu DEM Instrument der 1980-er Jahre.

Conga History

Congas sind traditionelle Instrumente aus Cuba. Durch die historischen Verknüpfungen mit Afrika gelten westafrikanische Trommeln als Urmodelle der Congas (z.b. Bougarabou). Ihre heutige Bauform mit hochgewachsenem Holzkessel und Lederfellbespannung hat sich schließlich auf der Karibikinsel entwickelt. Dort wird die Conga auch Tumbadora genannt, hingegen der Begriff Conga mitunter auf einen gleichnamigen cubanischen Rhythmus zurückgeht. In der afrocubanischen Musik gibt es unzählige Rhythmen, die wie ein Netzwerk aus unterschiedlichen Groove-Mustern ineinandergreifen. Und Congas bilden dabei das Herzstück einer Vielzahl fantastischer Rhythmen, die heute in variierenden Formen in vielen Pop- und Latinstyles wiederzufinden sind.

Aufbau und Konstruktion der Conga

Congas haben unterschiedliche Namen wie Quinto, Tumbadora (Tumba) und eben auch Conga. Spricht man von Congas, so ist dies ein Überbegriff für jene fassförmigen einfelligen etwa 72 cm hohen Handtrommeln, die mittels Spannmechaniken zu stimmen sind und klanglich aufeinander abgestimmt werden können. In Abhängigkeit zum Felldurchmesser und zur Tonalität (hoch-, mittel-, tiefklingend) definieren sich die Bezeichnungen Quinto (hoch klingende Trommel mit etwa 11" Fellgröße), Conga (mittelhoch klingende Haupt-Trommel im Conga-Set von etwa 11 3/4" Felldurchmesser) und Tumba (tief klingende Trommel mit etwa 12,5" Fellgröße), die das melodiöse Klangspektrum eines Conga-Sets mit dunklen Sounds ergänzt. Congas bestehen hauptsächlich aus Holzkesseln, die mit Lederhäuten vom Wasserbüffel bespannt werden. Die Sounds sind holzig warm und tragen milde bis knackige Nuancen in sich. Auch gibt es Fiberglas-Congas, die klanglich etwas lauter und klarer klingen als Holzkesselmodelle.

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