Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
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Starter-Kit für ambitionierte Einsteiger

Drumcraft DC3 Drums im Test

Im hart umkämpften Einsteigersegment geht es beim Verkaufspreis um jeden Euro. Doch nicht immer ist billig auch günstig. Mit den DC3 Drums will sich Drumcraft im Budget-Bereich mit dem bekannten Qualitätsanspruch des Herstellers etablieren.

Drumset
(Bild: Archiv)

Konstruktion

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Die Pappelkessel der DC3 Drums können durch eine grundsolide Verarbeitung überzeugen. Unsere Messungen des Durchmessers ergaben gerade einmal Toleranzen um ca. 1,5 mm. Die Gratungen sind ordentlich gefräst und eben gestaltet. Das Snarebed ist akkurat platziert, und die Auflagefläche der Gratung expandiert auf ca. drei Lagen. Die Folie ist um den Kessel gespannt und in einem ca. 2″ breiten Überlappungsbereich sorgfältig verklebt. Zu den Kesselrändern wird Platz gelassen, so dass die Felle nicht klemmen können. Die Kessel-Hardware besticht durch eine solide Verchromung, und auch die nur 1,6 mm starken Metallspannreifen sind ordentlich verarbeitet. Die Auflageflächen für die Stimmschrauben sind gut gestaltet, und minimale Unebenheiten werden durch die Kunststoff-Unterlegscheiben der Stimmschrauben kompensiert.

Die Gewinde der Stimmschrauben und Gewindehülsen sind ordentlich gearbeitet und laufen sauber ineinander. Die Voraussetzungen für eine gute Stimmbarkeit und Stimmstabilität sind also gegeben. Die werkseitig aufgezogenen, preiswerten Felle sind allerdings nur als Grundausstattung zu be – trachten. Die Bassdrum wird solide von ihren Spitzen in Position gehalten, und die schlichte Snareteppich-Abhebung funktioniert ordentlich. Auf eine vom Kessel isolierte Tom-Aufhängung muss man verzichten, die Böckchen der Halterung sind direkt an den Kesseln verschraubt. Die 7/8″ Tom-Arme besitzen ein Omni-Ball-Gelenk und lassen sich damit stufenlos positionieren.

Hardware DC4

Der vierteilige Hardware-Satz entstammt der Drumcraft-Serie DC4, und damit besitzt das Set ein prima laufendes Bassdrum-Pedal mit zentrischem Antrieb über eine Einzelkette. Trotz einfacher Konstruktion präsentiert sich das Pedal mit grundsolider Verarbeitung. Die Lager sind sehr ordentlich gefertigt, und die Verbindung zwischen Trittplatte und Fersenteil ist gut gelungen, so dass an der Spitze der Trittplatte nur ein äußerst minimales Spiel auszumachen ist. Auch die Hi-Hat-Maschine kann in drei Dingen punkten:

  1. besitzt sie eine Kupplung für das Top-Cymbal mit Aussparung im Gewindegang, was Beschädigungen Kuppenlochs dieses Cymbals vermeidet,
  2. lässt sich die Federspannung der Hi-Hat einstellen, und
  3. ist sie eine in Stand- und Tauchrohr gekürzte Version, die sich somit auch für kindgerechte, niedrige Aufbauten eignet.

Gleiches gilt für die Cymbal- und Snaredrum-Ständer, die soliden und einfachen Versionen erlauben ebenfalls recht niedrige Aufbauten. Die Drumcraft-Hardware der Serie DC4 macht einen insgesamt soliden Eindruck und dürfte nicht nur den Ansprüchen ambitionierter Anfänger vollauf genügen.

Sound

Die Pappelkessel können einen recht satten und warmen Klang produzieren, im Attack fehlt es ein wenig an Transparenz, dennoch ist der nicht unartikuliert. Mit der werkseitigen Fellbestückung kommen Anfänger sicherlich erst einmal zurecht, mit etwas Hilfe beim Stimmen (z. B. durch den Schlagzeuglehrer) ist man für die ersten Schritte gut gewappnet. Will man das mögliche Klangpotenzial ausschöpfen, sollte man alsbald Markenfelle aufziehen und auch in einen höherwertigen Snareteppich investieren. Dann geht mit den Drumcraft DC3 Drums klanglich schon einiges.

Mit z. B. Remo Ambassador-clearFellen machen die Toms und das Floor-Tom einen soliden Druck und liefern einen guten Punch im Attack. Auch Bassdrum und Snaredrum bieten dann ebenfalls gute Soundoptionen, mit denen nicht nur junge Drummer beim Musikmachen Spaß an einem guten Drumsound haben können.

Fazit

Das Drumcraft DC3 ist durchaus kein Spielzeug, sondern ein echtes Musikinstrument. Die Verarbeitung der Kessel ist in den wichtigen technischen Details rundum gut, und mit einer entsprechend höherwertigen Fellbestückung lässt sich klanglich ein stimmiger Drumsound erreichen. Ein weiterer Pluspunkt ist die zur Ausstattung des Sets gehörende Hardware der Serie DC4. Hier überzeugen die Laufeigenschaften von Bassdrum-Pedal und Hi-Hat-Maschine, die den Spaß am Musikmachen beflügeln dürften. Auch die Möglichkeit, die Hi-Hat-Maschine und die Stative auf kindgerechte Höhen aufbauen zu können, ist nicht zu verachten. Ein Check dieses Drumsets lohnt sich für jeden budgetbewussten Drummer.

Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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