Drumsticks: Der große Modell-Überblick

Drumsticks auf weißem Hintergrund

Drumsticks sind die Werkzeuge zur Verlängerung unserer Hände bzw. Arme und somit eine wichtige Komponente beim Schlagzeugspiel. Wer sich aktuell die Sortimente der Stick-Hersteller anschaut, findet hier eine immense und fast schon verwirrende Vielfalt an Modellen. Wir bringen mit unserer Drumsticks-Übersicht Licht ins Dunkel

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Die Vielfalt an Drumsticks hat allerdings auch immer eine Basis, und die leitet sich aus sehr einfachen Dingen ab.
Klassische, aber nicht genormte Modell-Bezeichnungen sind zum Beispiel:

7A – in der Regel ein sehr leichtes, schlankes Modell, bevorzugt von Jazz-Drummern, für sensibles, filigranes Spiel

5A – ebenfalls noch eher leicht, etwas kräftiger als 7A, geeignet für sowohl leichtes als auch schon moderat kräftiges Spiel, eins der beiden „Standard“-Modelle

5B – der andere Stock-Standard, ein klassische Allrounder von mittlerer Stärke und Gewicht, geeignet für kräftige Spielweisen (Rock/Pop)

2B – ein kräftiger Drumstick, bevorzugt von Rock-Drummern, für kraftvolle Spielweisen bei höherer Lautstärke

 

Dies sind lediglich die meist gebräuchlichen Stock-Typen, es gibt immens viele weitere Ausführungen für alle Spielweisen in jedem Dynamikbereich.

Diese Modelle finden sich bei allen namhaften Herstellern und variieren je nachdem ein wenig in ihren Abmessungen und ihrem Gewicht. Gefertigt werden sie in der Regel aus den zwei populären Hölzern:

Hickory (Nussbaum):
guter Rebound und günstige Schwingungseigenschaften, da dieses

Holz eine ideale Balance von Biegsamkeit und Steifheit aufweist.
Maple (Ahorn): leichteres Holz, Drumsticks bieten also auch bei größerem Durchmesser gutes Handling, etwas starrer als Hickory.
Weitere Hölzer, die des Öfteren für die Drumstick-Fertigung verwendet werden sind Oak (Eiche) für sehr schwere und wenig biegsame Sticks und Hornbeam (Weißbuche), das bezüglich Gewicht und Biegsamkeit im Verhältnis etwa zwischen Hickory und Maple liegt. Einige Hersteller bieten zudem Sticks aus laminierten Holzschichten an, die wiederum ganz eigene Klang- und Rebound-Eigenschaften aufweisen.

 

Die verschiedenen Varianten
Drumsticks sind fast immer in Varianten mit Holzspitze oder Nylonkopf erhältlich. Die Kopfformen auch der Standardmodelle variieren von Hersteller zu Hersteller, so ist z. B. der Kopf eines Vic Firth American Classic Sticks etwas stärker an die From einer Pfeilspitze angelehnt, während z. B. Regal Tip und Promark für ihre vergleichbaren Stock-Modelle eher die Ellipsen-Form bevorzugen. Mittlerweile bieten allerdings diese Hersteller auch Varianten mit unterschiedlichen Kopfformen sowie Variationen bezüglich der Stockform im Allgemeinen.

Prinzipiell sind aus diesen Modellen im Laufe der Jahre Varianten, Abwandlungen und auch neueModelle entstanden, natürlich manifestiert sich das auch durch den Input der Trommler, so dass heutzutage auch sehr viele „echte“ Signature-Sticks entstanden sind, die nicht nur einen Namen einer berühmten Persönlichkeit auf einem Standard-Modell tragen, sondern eben auch bestimmte, spezielle Merkmale bei Dimensionen und Kopf-formen besitzen. Es sind auch Sticks aus alternativen Materialien von einigen Anbietern erhältlich, z. B. bietet die Firma Ahead Stick-Modelle aus Aluminium mit austauschbaren Kunststoff-Mänteln und Nylon-Spitzen an, und Vic Firth hat mit dem „Titanium“-Modell einen Stick aus einem modernen Composite-Mate-rial im Sortiment. Welche Sticks also für welche Musik? Das ist natürlich eine sehr individuelle Entscheidung, und die fällt nicht unbedingt immernach sofort offensichtlichen Kriterien aus.

So spielt Metal-Drum-Ikone Joey Jordison z. B. mit einer „Signature“-Variante eines 5A-Sticks, während Blues-Man Frank Beard von ZZ Top mit einem 2S „Baseball-Schläger“ zu Werke geht.

Prinzipiell gelten folgende Faustregeln:

  • leichte Sticks für leise Musik, schwere Sticks für laute Musik.
  • leichte Sticks für schnelle Patterns, schwere Sticks für kräftige Backbeats

So erklärt sich dann auch, warum die beiden genannten Drummer auf die Drumstick-Modelle ihrer Wahl gekommen sind, die für ihre jeweilige Spielweise am besten funktionieren. Eine weitere große Rolle bei der Stockauswahl sollte übrigens auch die eigene Anatomie spielen. Drummer mit kleinen Händen werden sicherlich besser mit eher dünneren Drumsticks gut klar kommen, solche mit richtigen Pranken können auch eher was mit großen Prügeln anfangen.

 

Sondermodelle von Drumsticks: Rods

Rods gehören zu den Sondermodellen von Drumsticks. Hierbei handelt es sich um gebündelte Holzstäbe, die in den meisten Fällen im Griffbereich von einer Kunststoffummantelung umgeben sind und so zusammengehalten werden. „Rods“ ist ein Markenbegriff der Firma Promark für diese „Spezial-Sticks“, der sich ähnlich verhält wie „Tempo“ zu Papiertaschentuch. Viele Modelle haben zudem im vorderen Bereich eine verschiebbare Kunststoffhülse, die es ermöglicht den Spreizungsgrad der Stäbe zu variieren. Es gibt zudem Ausführungen mit wenigen oder vielen sowie leichten, schlanken oder starken Stäben oder gar solche mit innen im Holzbündel liegenden Stäben aus Schaumstoff (Vic Firth). Ebenso gibt es solche Art Werkzeuge mit gebündelten
Kunststoff-Stäben. Alle „Rods“ eignen sich prinzipiell vor allem für sehr leises Drumset-Spiel und
bieten einen ganz eigenen Klangcharakter mit markantem, aber leisem Attack.

Sondermodelle von Drumsticks: Brushes

Drummer, die eine besonders leise Spiel-weise favorisieren, werden zu den traditionellen Besen greifen, die auch eine besondere Spieltechnik erfordern. Hier gibt es klassische Modelle mit Stahlborsten wie mittlerweile auch zahlreiche Varianten mit solchen aus Kunststoff. Fast jeder Sticks-Hersteller hat auch eine große Vielfalt unter-schiedlicher Besen-Modelle in seinem Programm, darunter auch viele „Signature“-Modelle bekannter Drummer, die für diese besondere Spielweise bekannt sind.

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