Giftiger 3D-Effekt

Mapex Meridian Black The Viper Drumset im Test

Mit „The Viper“ stellt Mapex das dritte Drumset in der Reihe der Limited Edition der „Meridian“-Serie vor. Natürlich setzt Mapex wieder auf die Hybridkessel aus Birke und Ahorn, doch das Besondere an diesem Set ist der bemerkenswert starke 3D-Effekt des Folien-Finishs in Viper-Schlangenleder-Optik.

Drumset
(Bild: Archiv)

Konzept

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Verkürzte Toms und Floor-Toms und eine sagenhafte 20″ tiefe Bassdrum sind nicht nur optisch, sondern auch klanglich eine Schau. Passend zum Shellset mit 10″ und 12″ Tom sowie 14″ und 16″ Floor-Toms gibt es auch eine 14″ x 6″ Snaredrum. Mit diesen Größen lässt sich sicherlich eine gute Bandbreite an Musikstilen von Pop über Rock bis Metal gut bedienen. Und die mattschwarze Kessel-Hardware passt zum grauen Grundfarbton mit Schlangenleder-Muster in 3D – das macht also auch optisch richtig was her.

Konstruktion & Verarbeitung

Überzeugend ist einmal mehr die Qualität der Kesselverarbeitung, die Toleranz im Durchmesser liegt bei weniger als einem Millimeter bei allen Kesseln unseres Testkandidaten. Auch in der Wandstärke zeigt man sich konstant, da geht es gerade einmal um Toleranzen im Bereich von ca. 0,5 mm und damit ist man im Vergleich zu TopSerien durchaus konkurrenzfähig. Auch was die Sorgfalt in der Bearbeitung der leicht verrundeten Gratungen und der Snarebeds angeht, wird ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Gratung
(Bild: Archiv)

Die Folie unsers Testkandidaten ist sorgfältig verklebt, der Überlappungsbereich recht groß gewählt, so dass ein Lösen der Folie auf lange Sicht kaum zu erwarten ist. Zu den Kesselrändern hin sind konstant ca. 5 mm freigelassen, so dass die Fellträgerreifen keinesfalls klemmen können. Die mattschwarze Lackierung der Kesselinnenseite ist gleichmäßig ausgeführt. Ebenso sorgsam ist das robuste Finish der Kesselhardware ausgeführt, und gut laufende Stimmschrauben, runde und plane Spannreifen sowie das Tom-Halte-System IST (Isolated Tom Suspension) runden das insgesamt positive Bild ab.

Sounds

Das Sound-Konzept ist eindeutig für einen satten Rock- bis Heavy-Sound ausgelegt, was nicht nur die Fellbestückung vernünftig stützt. Die Bassdrum liefert einen sehr fetten Klang und benötigt aufgrund der Kesseltiefe für ein kräftiges Sustain natürlich auch eine etwas knackigere Spielweise. Schließlich will das in einiger Distanz befindliche Resonanzfell ja auch zur Schwingung angeregt werden. Die Snaredrum bietet einen guten Mittenfokus und wirkt entsprechend präsent. Sie zeigt sich in den Obertönen etwas entschärft und macht einen soliden Druck aus den Tiefmitten. So entsteht ein guter Mix aus frischem Attack und sattem, kompakten Sustain.

Bass-Drum
(Bild: Archiv)

Die Ansprache ist prima und direkt, allerdings sollte der Snareteppich besser mittels Schnur oder Gewebeband aufgehängt werden, denn das verleiht dem Instrument eine etwas verbesserte Resonanz bei hartem Backbeat. Die Hybridkesselkonstruktion mit den höheren Ahorn-Anteilen sowie die leicht verkürzten Toms und Floor-Toms sorgen hier für eine subtile Präsenz und ein direkten schnellen Punch im Attack. Auch hier sind die Obertöne etwas entschärft, zudem sorgen die „PinStripe“-Felle für die Betonung des satten Punch.

Fazit

Die Verarbeitungsqualität des Mapex Meridian The Viper Limited Edition Drumsets ist ausgezeichnet, und schon allein deshalb ist es sein Geld wert. Eine gute Kesselverarbeitung sorgt auch für einen guten Sound, der sich hier schnell erreichen lässt, denn die Trommeln des „The Viper“ Drumsets lassen sich leicht und einfach stimmen. Der Hybridkessel sorgt für einen satten wie auch genügend präsenten Grundklang, der sich bestens für das weite Feld von Pop über Rock bis zu jedweder Heavy-Music eignet. Der 3D-Hologram-Effekt ist ein echter Knaller. In der Distanz macht die grau/schwarze Optik richtig was her, und Bühnenpräsenz ist garantiert. Der Preis ist zudem für ein Set dieser Qualitäten günstig angesetzt, und daher sollte man „The Viper“ unbedingt mal in Augen- und Ohrenschein nehmen.

 

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