Variabel durch Top/BottomCymbal-Wechsel

Meinl Byzance 14″ Serpants Derek Roddy Hi-Hat im Test

Eine Nummer lauter und etwas kräftiger bitte!“ könnte das Motto für die neue 14″ Serpants Hi-Hat von Metal-Master-Blaster Derek Roddy sein. Wie schon das 13″-Modell ist sie so gestaltet ist, dass Top- und Bottom-Cymbal für verschiedene Sound-Anforderungen getauscht werden können.

 

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Cymbal
(Bild: Archiv)

Konstruktion

Das schwere Cymbal im Brillant-Finish ist das Top, und das nicht abgedrehte, aber dafür intensiv gehämmerte Cymbal ist das Bottom. Oder war es doch anders herum? Das kommt hier halt auf die Anwendung des Spielers an, denn beide (!) Hi-Hat-Cymbals sind als Top/Bottom bezeichnet. Das Konzept ist damit klar – die Serpants Hi-Hats wurden speziell für das Tauschen von Top- und Bottom-Cymbal entwickelt, um unterschiedliche Sounds anzubieten. So drastisch der Gewichtsunterschied zwischen dem Brillant- und dem NaturalCymbal auch sein mag, das Natural ist deutlich flexibler, aber noch so kräftig, dass es in der Flexibilität durchaus einem Standard-Medium-Modell entspricht.

Folglich muss man also beim Zutreten auch keine Beschädigungen befürchten. Die flach gehaltene Kuppe ist rau belassen und ungehämmert. Das Profil fällt ebenfalls flach aus, ist dafür aber mit einem dichten Hämmerungsmuster aus kleinen Einschlägen bearbeitet. Darüber gibt es noch ein sehr leichtes Hämmerungsmuster mit sehr großen Einschlägen. Das Cymbal im Brillant-Finish zeigt dagegen nur ein dezentes Hämmerungsmuster, dafür aber auf beiden Seiten ein dichtes und teils tief gehaltenes Abdrehmuster. Auch hier gibt es wieder eine flach gehaltene Kuppe und ein ebensolches Profil. Hier finden wir eine gelaserte, stilisierte Schlange – das für Derek Roddy typische Logo – und im Natural-Cymbal in der Kuppenunterseite die ebenfalls gelaserte Signatur des Drummers. Die Verarbeitung entspricht dem hohen Standard von Meinl.

Sounds

Verwendet man das Brillant-Cymbal als Top, bekommt man genau den durchsetzungsstarken, knackig-metallen Attack, der sich bei lautem Metal und Rock perfekt durchsetzt. Weil die 14″ Hi-Hat hier auch einen satten Druck entwickelt, führt das zu einem sehr prägnanten und kräftigem Klang, der noch mächtiger ist als bei der ja ebenfalls kräftig klingenden 13″ Serpants Hi-Hat. In dieser Variante kann man also zwischen einem scharfen und kompakten Attack bei der 13″ Hi-Hat und einem artikuliert knackigem Attack mit kräftigerem Sustain beim 14″-Modell unterscheiden.

Nutzt man stattdessen das Natural-Cymbal als Top, ist der Unterschied zwischen der 13″ und 14″ Variante nicht ganz so groß, aber doch deutlich genug. Ein schmatzender, leicht holziger Stick-Sound markiert den Attack, und vom Bottom-Cymbal kommen markante Mitten. Das funktioniert z. B. für Vintage Soul, Blues und Roots-Rock prima, sofern man nicht einen supertrockenen Sound im Sustain bevorzugt.

Fazit

Die 14″ Meinl Byzance Serpants Hi-Hat ist kräftiger im Attack und etwas breiter im Sustain als das 13″-Modell. Auch beim 14″- Modell kann man beide Cymbals wieder sowohl als Top- oder Bottom-Cymbal verwenden und hat so zwei signifikant verschiedene Klangcharaktere für unterschiedliche Musikstile zur Verfügung. Mit diesen Hats kann man mit markantem Charakter von Blues, Soul und Roots-Rock über Indie und Alternativ bis Hardrock und Metal fast alles bedienen. Da lohnt sich ein persönlicher Test dieses ausgezeichneten Musikinstruments.

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