13'' Medium Hi-Hat Bell & Splash

Meinl M-Serie Cymbals

Drei feine Spezialitäten sind die aktuellen Ergänzungen der Meinl M-Serie-Cymbals, die wir für euch getestet haben.

Cymbals
(Bild: Archiv)

Siehe die Meinl M Serie Heavy Cymbals oder die klassischen Meinl M-Serie Cymbals. Jetzt wurde die M Serie um eine 13″ Medium Hi-Hat, ein 8,5″ Bell sowie ein 10″ Splash erweitert – und wir haben die Cymbals natürlich angetestet.

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Über die Konzeption und die speziellen Fertigungsmethoden der Meinl M-Serie-Cymbals haben wir bereits ausführlich in einem umfangreichen Report in STICKS 08:2010 sowie in den Testberichten in STICKS 10:2010 (M-Serie Medium Cymbals) und 08:2010 (M-Serie Heavy Cymbals) berichtet. Bekannt sein dürfte also, dass sie die ersten Cymbals aus einer spezielle modifizierten B20-Bronze sind, die in hochmodernen, computergestützten Verfahren in der Meinl Cymbal-Factory in Gutenstetten produziert werden.

Das den Cymbals der M-Serie eigene, leicht seidenmatt glänzende Traditional-Finish ziert auch die aktuellen neuen Modelle, und somit verströmen auch diese das gewisse feine Flair von Cymbals aus den Sixties. Auch die Art der Abdrehmuster und der relativ dezenten Hämmerung entsprechen den Methoden dieser Zeit – ist somit auch ein so genannter Vintage-Sound zu erwarten? Verarbeitungstechnisch sieht das Ganze jedenfalls prima aus.

8,5″ Bell

Das Bell ist ein kräftiges Kerlchen von satten 927 Gramm Gewicht und einer Materialstärke am Rand von ca. 3 mm! Nach dem flachen, ca. 1,4 cm breiten Rand erhebt sich das Cymbals, das ja eigentlich nur aus einer kugelförmigen Kuppe besteht, auf 4,5 cm Gesamthöhe. Extrem glockig und lang ist der Klang, wenn man es auf dem Rand anspielt: bis zu 60 Sekunden kann der sehr langsam modulierende Ton stehen. Mit dem Stockschaft auf der Kuppe angespielt wäre es auch noch eine gute Klangalternative zum Ride-Cymbal-Kuppensound – natürlich sparsam eingesetzt. Das Bell bietet außerdem auch einen sehr filigranen Klang, wenn man es dezent mit der Stockspitze auf der Kuppe anspielt und passt somit als Kontrast-Effekt-Sound auch gut zum 10″ Splash.

10″ Splash

Ein Splash fehlte bislang in der M-Serie. Das 10er-Modell glänzt bei einer recht crispen und schnellen Ansprache mit einem sanften Obertonspektrum und einem guten Schuss Wärme im typischen kurzen Sustain. Der Klangcharakter passt sehr gut zu den Medium Crash Cymbals der M-Serie.

13″ Medium Hi-Hat

Diese Hi-Hat klingt fetter, als man es von einem Instrument dieser Größe erwartet, im Vergleich zur 14″ Medium Hi-Hat der M-Serie ist der Stick-Attack allerdings auch filigraner. Für Studio-Sessions in allen musikalischen Stilen mit relativ moderater Lautstärke (Latin-Soul-Blues-Pop-etc.) eine sehr gute Wahl, gerade wenn man nicht zu viele Mittenfrequenzen besetzen will. Live geht das natürlich auch, allerdings ist die 13″ Medium Hi-Hat nix für Rocker, doch für deren Belange hat Meinl in der M-Serie ja zwei schöne 14″ Modelle in Medium- und Heavy-Versionen am Start.

Fazit

Die drei Ergänzungen in der Meinl M-Serie sind eine feine Sache. Mit den beiden Effect-Cymbals Bell und Splash trifft dann auch das ein, was wir spezielle schon erwartet haben: feine zusätzliche Klangfarben für die charakteristischen Sounds der M-Serie-Cymbals, deren Klangcharakter einen Transfer der geschätzten Sixties-Vintage-Sounds in die moderne digitale Recording-Welt darstellt – etwas transparenter im Obertoberiech, mit mehr Body und Klarheit im Sustain.

Diese Faktoren kommen der 13″ Medium Hi-Hat besonders zu Gute. Die ausgezeichnete Definition des Stick-Attacks und der warme und satte Grundklang machen sie zu einem besonderen Instrument, das ich für klassische wie moderne Interpretation aller Stilarten der Pop

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