Meinl Soundcaster Fusion Thin Crash Cymbals im Test

Die Meinl Soundcaster Fusion Cymbals vereinen drei spezielle Bearbeitungstechniken in sich, und so ist es sicherlich interessant, was hier bei den sehr dünnen Thin Crash klanglich passiert.

 

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Crash-Becken
(Bild: Archiv)

Wer auf der Suche nach spritzigen Crash Cymbals ist, der sollte sich unseren Test zu den Meinl Soundcaster Fusion Thin Crashes anschauen. Die 16″ und 18″ großen Becken sind äußerst dünn und besitzen unterschiedliche Spielzonen, was von den verschiedenen Bearbeitungstechniken herrührt, die hier angewendet wurden.

Beide Cymbals weisen sehr flache, nur leicht ansteigende Profile auf, auf denen zwei unterschiedlich bearbeitete Spielzonen Platz finden. Etwa zwei Drittel des Profils vom Rand nach innen sind mit einem sehr feinen Abdrehmuster versehen. Hier zeigt sich kaum ein Hämmerungsmuster, und das „Traditional“- Finish schimmert in feinem Seidenmatt-Glanz. Das innere Drittel des Profils sowie die Kuppe erstrahlen im „Brilliant“- Finish, und dieser Bereich des Profils zeigt eine deutliche Hämmerung mit kleinen Einschlägen, die in konzentrischen Kreisen angeordnet sind. Die Kuppen sind nicht sehr hoch ausgeprägt, doch bleiben die normalen Proportionen gewahrt.

Verarbeitung

Verarbeitungstechnisch überzeugen die aus einer speziellen B12-Cymbal-Bronze gefertigten Cymbals absolut, und die Gleichmäßigkeit, mit der alle Bearbeitungsarten ausgeführt sind, unterstreicht den Charakter der modernen, computergestützten Fertigung. Die Soundcaster Fusion Thin Crash Cymbals entwickeln bereits bei leichtem Anschlag ein gutes klangliches Potenzial. Interessant ist dabei die sehr schnelle Ansprache und direkte Entwicklung von spritzigen Obertönen, die dann vom Anschwellen des breiter und tiefer klingenden Grundtons überlagert werden.

Dies verhilft den Cymbals zu einem gewissen Volumen, das sich verdeutlicht, wenn man die Dinger etwas härter anspielt, denn dann entwickeln sie sogar eine gewisse Aggressivität und machen richtig Druck. Martialisches Gedresche ist hier zwar fehl am Platz, aber eine knackige Spielweise als obere Dynamikstufe ist durchaus drin. Die Thin Crash Cymbals wirken spritzig und luftig, durch die spezielle Art der Oberflächenbearbeitung sind sie im Sustain erstaunlich kompakt. Und sie bieten eine gute Projektion schon bei geringem Lautstärke-Level.

Fazit

Die Meinl Soundcaster Fusion Thin Crashes sind die etwas spritzigere Variante zu den Medium Crash Cymbals der Serie. Sie können durchaus eine knackige Spielweise vertragen, doch ihr Klangpotenzial entwickeln sie bereits deutlich unterhalb dieser Dynamik. Sie besitzen dabei eine subtile Projektion und ein kontrolliertes Sustain. Besonders auch für Recording-Situationen sind diese im Attack präsenten und im Sustain dunkel ausklingenden Cymbals eine sehr gute Wahl.

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