Paiste Alpha Swiss Crash Cymbals im Test

Paiste präsentiert als aktuelle Neuheiten die Swiss Crash Cymbals in den Stärken Thin und Medium – Effekt-Cymbals, die als weitere Klangfarbe für die recht umfangreiche Palette an Crash-Sounds in der Alpha-Serie gedacht sind. Löcher in Cymbals zu stanzen scheint derzeit en vogue, und eigentlich ist man bei Paiste doch ziemlich spät dran damit, oder…?

Cymbals
(Bild: Archiv)

Aus seiner Fertigung in der Schweiz vertreibt Paiste seit kurzem die Alpha Swiss Crash Cymbals in den Stärken Thin und Medium. Die Effekt-Cymbals ergänzen das bereits große Angebot an Crash-Sounds in der Alpha-Serie um weitere Klangfarben, nämlich Trash-Crash-Sounds. Wir haben uns die Paiste Alpha Swiss Crash Cymbals im Test vorgenommen.

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…Doch besser spät als nie, und wenn es dann mit guten Effekt-Sounds einhergeht, schlägt dem Glücklichen eben keine Stunde. Im deutschen Werk in Rendsburg fertigt Paiste in überwiegend maschineller Art aus B8-Bronze die Alpha Cymbals, doch die Swiss Crash Cymbals fertigt man in der Schweiz. Und ja: tatsächlich wegen der Löcher. (Wer jetzt noch mal mit dem Käse-Gag kommt, wird erschossen!) In den Profilen sind Löcher mit den Durchmessern 5 cm, 3 m und 2 cm eingestanzt, dabei ist das Muster bei beiden Modellen identisch. Das sieht man, sobald man beide Cymbals übereinanderlegt. Insgesamt sind 15 verschieden große Löcher eingestanzt, und das wurde auch entsprechend sorgsam gemacht, so dass keine scharfen Kanten entstehen.

Wenn man nun so viel Material aus einem Cymbal-Profil herausnimmt, sollte man von einer gewissen Instabilität ausgehen, doch genau das ist hier nicht der Fall. Im Gegenteil, die beiden Kandidaten zeigen sich erstaunlich verwindungssteif, ohne dabei zu starr zu sein, was bedeutet, dass auch wenn man kräftiger reinhält, nicht zu befürchten steht, dass man diese Cymbals zerstört. Die zwei 18″ Modelle in den Gewichtungen Thin und Medium lassen sich schnell auseinanderhalten: Das Medium-Modell zeigt ein eher feines, dezentes Abdrehmuster, während die Thin-Version hier schon sehr deutliche tiefe und breite Tonal Grooves besitzt.

Beide Cymbals sind mit einem dezenten Hämmerungsmuster ausgestattet und zeigen recht flache, geradlinig verlaufende Profile. Daher ist hier durchaus einiges an Klangtiefe zu erwarten. Das „Brilliant“- Finish beider Cymbals sorgt für einen etwas trockeneren Grund-Sound und weniger scharfen Attack. Klanglich sind die Cymbals eher für mittelkräftige Spielweise ausgelegt. Selbst das Medium-Modell zeigt sehr deutlich die Grenzen auf, wenn man es zu hart anspielt.

Bleibt man innerhalb der Parameter, so hat man zwei trashige Grund-Sounds in verschiedenen Tonhöhen – mit einem hellen, spritzigen Attack im Falle des Thin Swiss Crash und einem mittigen, gedeckten Attack im Falle des Medium Swiss Crash. Wer gut zielen kann, schafft es sogar, dem Medium Swiss Crash einen Ride-Sound abzugewinnen, der durch einen mittig-kehligen Attack überzeugt und auch im erstaunlich transparenten Sustain nur kurz die Trash-Klanganteile offenbart – sofern man nicht zu kräftig spielt. Das Thin Swiss Crash liefert hingegen deutlich mehr Trash-Anteile im Klangbild.

Fazit

Mit den Alpha Swiss Crash Cymbals in Thin und Medium bietet Paiste nun auch Trash-Crash-Sounds an und erweitert das Klangspektrum im Hinblick auf Effekt-Sounds. Die Swiss Crash Cymbals haben ihren eigenen Charme, da sie in den Mitten trotz aller Trash- und Noise-Faktoren noch relativ transparent bleiben. Auch bieten sie eine gute Dynamik und Projektion, zeigen aber deutlich die klanglichen Grenzen auf, wenn man sie zu sehr prügelt. Rein mechanisch halten sie auch einem überharten Spiel stand, was für die Qualität der Paiste-Cymbals spricht. Bei der Suche nach einem solchen Effektsound sollte man unbedingt auch die Swiss Crash Cymbals antesten, zumal das Preisniveau recht günstig angesetzt ist.

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