Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
STEWART COPELAND - Orchester-Rausch! +++ LUIS RIBEIRO (The World of Hans Zimmer) +++ YAMAHA Live Custom Hybrid Oak Drums +++ LP PRO Tambourines +++ K ZILDJIAN Cluster Crash Cymbals
Test aus dem Sticks-Archiv

Paiste PST7 Crash und Thin Crash Cymbals

 

(Bild: Paiste)

Wenn diese Cymbals aufgrund ihrer ungeraden Größen von 17″ und 19″ tatsächlich auch Lücken im Programm der Paiste PST 7 Cymbal- Serie schließen, so sind sie klanglich alles andere als Lückenbüßer, sondern mit ihren warmen bzw. brillanten Sounds eine feine Ergänzung dieser preiswerten Cymbal-Serie mit klanglichem Anspruch.

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Alle Cymbals der Paiste PST 7 Serie werden wie auch die der hochwertigen 2002 Serie aus der klassischen B8-Cymbal-Bronze gefertigt. Die roten Serien- und Firmen-Logos unterstreichen ebenfalls die Nähe zur legendären 2002 Serie – wie auch gewisse Anleihen in Sachen Fertigungstechnik.

KONSTRUKTION
Hergestellt werden die Paiste PST 7 Cymbals in der Schweizer Factory. Einige der Fertigungsprozesse werden dabei maschinell durchgeführt, doch es steckt auch ein guter Teil Handarbeit darin. So wird bei den PST 7 Cymbals das typische Abdrehmuster der Cymbals der 2002-Serie zusätzlich über dem maschinell erstellten Muster aufgebracht. Dies und die zur Fertigung verwendete B8-Bronze sind also die wichtigen Gemeinsamkeiten der PST 7 und 2002 Cymbals von Paiste. Das Hämmerungsmuster markiert den deutlichsten Unterschied zwischen den Serien.

Das Muster der PST 7 Cymbals ist sehr gleichmäßig gestaltet, und die einzelnen Einschläge weisen exakt die gleiche Größe und Setztiefe auf. Die Abstände zwischen den einzelnen Einschlägen fallen deutlich größer aus als bei einem vergleichbaren Cymbal der 2002 Serie. Unsere vier Testkandidaten 17″ und 19″ Crash sowie 17″ und 19″ Thin Crash unterschieden sich in der Art und Ausführung der Bearbeitungstechnik kaum, die Profile und die Kuppenformen sind sogar jeweils identisch. Somit manifestiert sich der Klangunterschied zwischen den Crash und den Thin Crash Cymbals im Wesentlichen im Gewichtsunterschied. Die sehr gute Verarbeitung aller vier Testkandidaten überzeugt, die Balance ist stimmig, und auch die makellosen Oberflächen sind ein sehr guter Indikator für hohen Qualitätsstandard.

DIE SOUNDS
Schon beim ersten Test der Paiste PST 7 Cymbals konnten mich diese überzeugen, lieferten sie doch viele typische Klangmerkmale ähnlich den Vorbildern der 2002 Serie wie den prägnanten Attack, einen feinen Obertonschimmer, Transparenz und Durchsetzungskraft. Die PST 7 Cymbals bieten – für sich gehört – also eine nahezu perfekte Illusion des legendären 2002-Sounds. Die Unterschiede werden allerdings im direkten Vergleich doch deutlich. Mit den ungeraden Größen von 17″ und 19″ als Thin Crash und Crash wird die bestehende Auswahl sinnvoll ergänzt. Und nicht nur die Auswahlmöglichkeit zwischen dem etwas wärmeren Klang der Thin Crash Cymbals im Vergleich zu den kerniger klingenden Crash Cymbals der PST 7 Serie ist hier eine feine Sache. Auch die Tatsache, dass die klanglich gut aufeinander abgestimmten Crashes in ungeraden Größen einem Standard-Satz aus 16″ und 18″ Modellen eine etwas kraftvollere Variante entgegenstellen, bietet weitere interessante Möglichkeiten, ein auf die individuellen Anforderungen musikalisch fein abgestimmtes CymbalSet zu realisieren.

Im Vergleich sprechen die Thin Crash Cymbals etwas direkter an und sind durch ein etwas dunkleres Obertonspektrum wärmer klingend im Sustain. Sie liefern einen klasse Sound für Musik moderater Lautstärken und alles, was man unter moderner Pop-Musik verstehen möchte. Die schwereren PST 7 Crash Cymbals sind da etwas kerniger im Attack, mit brillantem Spektrum im Sustain und somit etwas kraftvoller. Mit ihnen lassen sich die meisten Rock-Styles bzw. Musik höherer Lautstärken und Dynamik-Level überzeugend bedienen.

FAZIT
Bei Paiste setzt man aktuell auf größere Cymbals und speziell die ungeraden Größen 17″ und 19″, also einen step up von den Standard-Größen 16″ und 18″. Nach Ergänzungen in den Top-Serien hat man nun auch in der MidRange den PST 7 Cymbals dieses Update für die Thin Crash und Crash CymbalModelle zukommen lassen. Ein gute Entscheidung, denn nicht nur dass ich hier nun komplexere Sätze zusammenstellen lassen, auch die Tatsache, mit 17″ und 19″ Crash Crashes einen kraftvolleren Zweiersatz zur Verfügung zu haben als mit Standardgrößen, ist sicherlich zeitgemäß und für die dynamisch prinzipiell höher ausgelegten modernen Styles von Rock- und Pop-Musik passend. Dass man dann noch zwischen dem wärmeren Klang der Thin Crash Cymbals und der kernig-brillanten Variante der Crash Cymbals auswählen kann, dürfte den Budget-bewussten Drummer ebenso erfreuen, der mit den Paiste PST 7 Cymbals preiswerte Instrumente mit einem gewissen Klanganspruch geboten bekommt.

Produkt: Sticks 07-08/2019
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