Produkt: Sticks Digital 11-12/2019
Sticks Digital 11-12/2019
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Nicholas Collins im Interview

Phil Collins Sohn: Mein Vater war immer mein heimlicher Mentor.

 

(Bild: Tom Schäfer)

Nicholas Collins ist gerade mal 16 Jahre alt und hat den Platz seines Vaters am Schlagzeug eingenommen. Zumindest als Drummer der aktuellen „Not Dead Yet“-Tour. Normalerweise ist er Rock-Drummer seiner eigenen funky Popband WYK aus Miami. Mit dieser Formation will er durchstarten und sein eigenes Leben als Schlagzeuger in die Hand nehmen. Das Zeug hat er dazu, denn wer so cool vor zigtausenden Fans an der Seite von Lee Sklar, Daryl Stuermer und Luis Conte all die No.-1-Hits wie „Sussudio“, „Easy Lover“ oder „In The Air Tonight“ mit Groove versorgt, der hat den Härtetest souverän überstanden. Scheinbar haben die Gene ihre Arbeit treffsicher vollzogen.

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Wir trafen einen smarten und überaus bodenständigen Nicholas Collins kurz nach dem Soundcheck in der Kölner Lanxess-Arena.

Nick, als 2004 die Proben der „First Final Farewell Tour“ in Neuchâtel in der Schweiz stattfanden, kam dein Vater mit einem kleinen Jungen an der Hand in die Halle. Du warst damals drei Jahre alt …

… ha, ha … ich erinnere mich an einige Momente von den Proben und der Tour damals. Ich durfte manchmal mit auf die Bühne.

Heute und 13 Jahre später bist du Schlagzeuger in genau dieser Band deines Vaters. Sicherlich eine Riesenaufgabe und enorme Herausforderung?

Es ist wesentlich leichter, als ich gedacht habe. Alle sind unwahrscheinlich nett zu mir. Und ehrlich gesagt ist es für mich auch nicht die schwierigste Aufgabe, die Songs zu trommeln, die ich mein Leben lang gehört habe. Ich bin mit der Musik meines Vaters aufgewachsen. Sie war ja allgegenwärtig – zu Hause, auf Tour –, das prägt sich ein. Später habe ich mich auch mehr mit seiner musikalischen Vergangenheit auseinandergesetzt, als ich registrierte, dass all die vielen Hits von meinem Dad geschrieben wurden. Seine Songs aber wirklich live zu spielen, ist noch mal eine andere Sache. Das hat meine Wahrnehmung für die Bedeutung des Schlagzeugs ganz neu justiert. Früher haben mich coole Drumparts interessiert, und ich war mehr darauf bedacht, Technik und ausgetrickste Grooves zu üben. Hier jedoch geht es darum, das Schlagzeug in die Band einzufügen und einen guten Band-Sound zu erzeugen.

Stehst du da nicht etwas unter Druck?

Na ja, da ist schon eine Erwartungshaltung da, weil ich nun mal der Sohn von Phil Collins bin. Und das Publikum will den typischen Sound der Drums hören. Andererseits wollte ich mich nicht verstellen und meinen Vater bloß kopieren. Mein offizielles Debüt gab ich 2016, als wir zur Eröffnung der US-Open in New York spielten. Wir hatte zwei Songs geprobt – „In the Air …“ und „Easy Lover“ –, es war wie ein Härtetest, aber ich wollte beweisen, dass ich das kann. Auch die Tatsache, dass mein Vater mit solchen Drummer-Ikonen wie Chester Thompson und Ricky Lawson gespielt hatte, erschwerte die Situation. Man wird beobachtet, verglichen und ausgecheckt: Da ist der junge Typ am Schlagzeug, der jetzt „In the Air Tonight“ trommelt! Und damals habe ich versucht, exakt so wie mein Vater zu spielen. Doch jetzt bei der „Not Dead Yet“-Tour läuft das viel entspannter. Für mich ist es in erster Linie ein großes Privileg als eine Drucksituation.
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Das vollständige Interview gibt es hier zum Download!

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