The next generation: Erstklassige Sounds & Effekte, höchster Bedienkomfort

Roland Octapad SPD-30 im Test

Schon 1985 erblickte das erste Octapad von Roland das Licht der E-PercussionWelt und konnte sich schnell als feste Größe in der Szene etablieren. Über die Jahre folgten ihm weitere Geschwister in Form der Modelle PAD-80 sowie SPD-8, -11 und -20, und 2010 feiert das Octapad 2010 mit dem jüngsten Spross SPD-30 sein 25-jähriges Jubiläum.

Frontalansicht

Anzeige

Äußeres

Optisch lehnt sich das SPD-30 dabei wieder mehr an die beiden Erstgeborenen an, denn während bei deren SPD-Nachfolgern die Bedienelemente nach oben gewandert waren, befinden sie sich nun wieder auf der rechten Seite. Nötig war dies vor allem aufgrund der Größe des Displays, das mit einem zeitgemäßen Format (160 x 160 Pixel), Hintergrundbeleuchtung, Fähigkeit zur grafischen Darstellung und Maßen von knapp 7 x 7 cm aufwarten kann. Wo wir schon beim Display sind: Bei ihm lässt sich nicht nur der Darstellungskontrast, sondern auch die Helligkeit der Beleuchtung regeln, damit es auf schummerig beleuchteten Bühnen nicht für einen Zusatzscheinwerfer gehalten wird. Auch wenn die Octapads mit ihren dreistelligen Anzeigen bisher nicht gerade kompliziert zu bedienen waren, spielt das neue große Display doch in einer ganz anderen Liga.

Mit ihm hat man einfach mehr Parameter auf einmal im Blick und kann sich schneller einen Überblick über die Einstellungen verschaffen. Hinzu kommt, dass man neue Möglichkeiten bei der Bedienung erhält, die schlicht Zeit sparen, denn im Display werden je nach aufgerufener Seite etliche nützliche Informationen dargestellt. Das geht von beispielsweise der Anzeige der Sounds, die im angewählten Kit auf den Pads (auch den zusätzlich angeschlossenen) liegen, über die Auswahl des gewünschten Kits per Menü oder die grafische Darstellung des angewählten Effekts bis hin zum Mini-Arrangement-Fenster des Phrase-Loopers, in dem man sehen kann, auf welchen Zählzeiten man Schläge eingespielt hat, oder man sieht Erklärungen (auf Englisch), was die Parameter bewirken. Direkt unter dem Display befinden sich drei Taster, die korrespondierende Funktionen im Display auslösen, sofern an dessen unterem Rand welche angezeigt werden.

Unter den Tastern sitzen drei Endlosdrehgeber, die ebenfalls je nach Displayseite unterschiedliche Funktionen übernehmen. Noch eine Reihe tiefer gibt es drei weitere Taster: Der linke und der mittlere rufen das globale Menü bzw. – sofern auf einer Seite zugänglich – das sogenannte Quick-Menü auf, und mit der Back-Taste rechts kann man wieder einen Schritt zurück navigieren. Ganz unten am Bedienfeld befinden sich die beiden, stets beleuchteten Kit-Taster, mit denen man das vorige oder nächste Kit aufrufen kann. Direkt über dem Display liegen zunächst acht Taster, die allesamt für den Phrase-Looper zuständig sind. Sie scharen sich um die große ovale Phrase-Loop-Anzeige, welche stets rot blinkt und damit das gerade angewählte Tempo anzeigt.

Bedienfeld

Das ist äußerst praktisch, wenn man mit dem Phrase-Looper arbeitet. Wen das permanente Blinken allerdings nerven sollte, der kann es auch global abschalten – die Anzeige fängt dann nur wieder an zu blinken, wenn man den Phrase-Looper benutzt. Ganz oben auf dem Bedienfeld liegen schließlich die beiden Lautstärke-Potis für Kopfhörer und Output sowie der Ein-/Ausschalttaster. Letzterer schaltet das Octapad beim Antippen ein, und damit man es nicht durch versehentliches Antippen wieder ausschaltet, muss man den Power-Taster länger gedrückt halten, bevor es ausgeht. Kommen wir zu den Pads. Durch das ansonsten in Weiß gehaltene Gehäuse setzen sich die schwarzen Pads optisch gut ab, was eine hohe Trefferquote auch bei schlecht beleuchtetem Umfeld garantiert.

Die acht ca. 9,4 x 11,3 cm großen Pads berühren sich untereinander an keiner Stelle, so wird ein Übersprechen minimiert. Ich habe es beim Anschlagen eines Pads selbst unter Einsatz roher Gewalt nicht geschafft, den Sound eines anderen auch nur ansatzweise auszulösen, und auch (vorsichtige) Schläge auf das Gehäuse bewirkten kein Auslösen eines Triggers – Übersprechen ist also beim SPD-30 quasi non-existent! Das Thema „Beleuchtung“ setzt sich auch bei den Pads fort. Sie selbst sind zwar unbeleuchtet, aber es gibt über bzw. unter jedem Pad eine kleines rotes Lämpchen, das auf verschiedene Arten zum Leuchten gebracht werden kann: Man kann sie auf Dauerlicht stellen (für den Fall, dass man mal im völligen Dunkeln einen Song beginnen muss), oder sie lassen sich so einstellen, dass sie nur leuchten, wenn man ein Pad anschlägt (hübsch!), und schließlich lassen sie sich auch permanent abschalten (gut is!).

Allerdings haben sie auch weitere nützliche Funktionen, wenn man mit dem Phrase-Looper arbeitet. Auch wenn sie ansonsten abgeschaltet sind, leuchten sie dann auf, um anzuzeigen, welche Sounds/Pads man in einer geladenen Phrase benutzt hat. Zudem unterstützen sie optisch verschiedene Operationen beim Erstellen und Bearbeiten von Phrasen. Die Bespielbarkeit der Pads ist so gut, wie sie bei Gummi-Pads nur sein kann, der Rebound ist klasse, und die Sticks versacken nicht im Pad. Für das Spielen mit den Händen oder Fingern ist das Octapad nicht ausgelegt, es werden Sticks empfohlen. Sollten man dennoch mal mit den Fingern spielen wollen, kann man die Empfindlichkeit der Pads ganz hochschrauben.

Das geht zur Not ganz gut, aber sehr leise Anschläge bleiben auf der Strecke – das ist wohl dem vorbildlichen Übersprechverhalten geschuldet. Umgekehrt lösen selbst heftige „Watscher“ nicht auch die höchste Velocity-Stufe von gelayerten Multisamples aus – dazu braucht man dann doch einen Stick. Erschwerend kommt für Gelegenheits-Fingerspieler hinzu, dass sich die Empfindlichkeit nicht als Teil der Kit-Einstellungen speichern und wieder aufrufen lässt, sondern nur global für alle Kits. Sollte man als Percussionist dennoch darauf angewiesen sein, mal einen Sound mit den Fingern auslösen zu müssen, um etwa einen markanten Effekt einzustreuen, kann man immerhin die Dynamik einzelner Pads innerhalb eines Kits abstellen.

Egal wie laut oder leise man dann auf dieses Pad schlägt, wird dessen Sound immer mit der vollen Lautstärke abgespielt – sollte als Workaround funktionieren, wenn man halbwegs beherzt zuschlägt. Auf der Rückseite finden sich nicht nur die üblichen Anschlüsse wie Stereo-Out, Kopfhöreranschluss, MIDI-In/Out oder Netzteil-In inkl. Zugentlastung, sondern auch Eingänge für bis zu vier zusätzliche externe Pads, ein Hi-Hat-Kontrollpedal und bis zu zwei Fußschalter sowie zwei USB-Ports. Per USB kann man also eine Verbindung zu einem Computer herstellen, um mit entsprechender Software zu kommunizieren, oder man benutzt einen USBStick, um Daten mit dem Octapad auszutauschen. Dies sind allerdings reine Systemdaten wie Kits oder Phrasen – Samples lassen sich weder ins SPD laden noch auf den Stick exportieren.

Anschlüsse
Am SPD-30 lassen sich bis zu vier externe Pads und ein Hi-Hat-Kontrollpedal anschließen. Die USB-Buchsen ganz links dienen dem Anschluss an einen Rechner oder dem Laden/Speichern von Daten per USB-Stick

Stellt man das Octapad auf einem Tisch ab, sind seine Pads nicht wie bei seinen Vorgängern waagrecht ausgerichtet, sondern aufgrund der Gehäuseform leicht angeschrägt, was eine angenehme Spielhaltung ergibt. Natürlich kann man es auch an ein Stativ montieren; Roland hat mit dem PDS- 10 ein passendes Angebot im Programm, und die benötigte Halteplatte, die am Octapad angeschraubt wird, bringt dann das PDS-10 mit.

Innere Werte

SOUNDS: Fangen wir gleich mal mit den Sounds an. Insgesamt hat das Octapad 670 klingende, von Roland „Instruments“ genannte Sounds und einen Off-Sound an Bord. Der Löwenanteil der in Gruppen unterteilten Instrumente geht dabei auf das Konto von Percussion: Fell-Percussion (173), metallische Percussion (64) und verschiedene Percussion (82). Wer mag, kann auch noch die melodische Percussion dazuzählen (65). Dann gibt es noch explizit gestimmte Sounds (59), Sound-Effekte (61), Kicks (23), Snare Drums (50), Toms (37), Hi-Hats (11), Ride-Cymbals (15) und verschiedene Cymbals (30).

Natürlich zählen die verschiedenen Spielvarianten desselben Instruments mit; so findet sich beispielsweise zu vielen Snare Drums auch eine Rimshot- und Sidestick-Variante, die Toms gibt’s meist in Dreier- und Vierer-Gruppen, oder die hohe Conga umfasst gleich in neun Sounds: Open, Slap, Mute, Mute Slap, Bass, Heel, Toe, Heel/Toe (alternierend). Man sollte sich also nicht von den insgesamt 50 Preset-Kits täuschen lassen, die nicht alle diese Details auch vorstellen, denn bei ihnen ging es wohl hauptsächlich darum, die große Bandbreite des Octapads zu demonstrieren. Wer hier also noch detailliertere Presets wünscht, muss sie sich selber zusammenstellen. Auffällig bei der Preset-Zusammenstellung ist auch, dass es viele Kits mit Tuned-Sounds gibt, also mit tonal spielbaren Instrumenten.

Vom Klang her befinden sich alle Sounds auf dem bewährten hohen Roland-Niveau. Die meisten Instrumente besitzen mehrere Velocity-Zonen, sie wurden also in unterschiedlichen Lautstärkestufen gesampelt und danach wieder zusammengesetzt. Oft sind das nur zwei bis drei Stufen, die mir aber für die meisten Zwecke völlig ausreichend erscheinen. Das Bearbeiten eines Kits ist sehr einfach. Bevor man etwas an einem Kit ändert, sollte man sich unbedingt wieder darüber im Klaren werden, dass Änderungen sofort übernommen und gespeichert werden – eine explizites Speichern ist bei Roland nicht vorgesehen. Möchte man also sichergehen und das ursprüngliche Kit behalten, sollte man es erst auf einen nicht benötigten Speicherplatz kopieren und die Kopie ändern. Möchte man einen anderen Sound einstellen, wählt man diesen im Instrument-Menü aus.

Dabei öffnet sich ein Untermenü, durch das man mit dem rechten Funktions-Poti durch alle vorhandenen Sounds scrollen kann. Sehr praktisch ist, dass man einen ausgewählten Sound zunächst durch Anspielen des Pads vorhören kann, bevor man seine Auswahl mit „OK“ bestätigt. Ein Sound lässt sich anschließend recht umfassend verstellen. Es gibt die üblichen Parameter für die Tonhöhe (±2 Oktaven), Lautstärke und PanoramaPosition, aber auch viele neue. Diese sind „Muffling“ für das Verkürzen bzw. Dämpfen eines Sounds, „Soft Attack“ für eine weichere Einschwingphase, „Tone Color“, um den gesamten Sound heller oder dumpfer zu machen (der Parameter funktioniert ähnlich wie die „Klangwaage“ uralter Radios, wobei der Sound entweder dumpfer und gleichzeitig voller gemacht wird kann, oder er bekommt mehr Höhen und ihm werden gleichzeitig Bässe genommen), „Pitch Sweep“ für das kurzfristige Verbiegen der Tonhöhe nach oben oder unten („Piuu“ bzw. „Puii“), und viele der Sounds lassen sich per „Reverse“ auch rückwärts abspielen.

Durch das neue Multi-Edit-Feature sieht man auf Wunsch alle Werte eines Parameters für alle Pads auf einem Blick, und dann können die Werte eines Pads für alle anderen Pads übernommen werden. Auch das Octapad der neuesten Generation bietet die Möglichkeit, zwei Sounds pro Pad miteinander zu mischen. Das kann entweder im Layer- oder im Split-Modus geschehen, die sich nun zum Teil auch miteinander vermischen. Legt man zwei Instrumente (A & B) übereinander (Layer), lässt sich über den Parameter „Layer Point“ immer noch bestimmen, ab wann Instrument „B“ dazukommen soll – das kann ab der leisesten Lautstärke, also immer, sein oder erst ab einem höheren Anschlagwert. Dabei hat man noch die Wahl, ob Instrument A weiter bis zur vollen Lautstärke klingen soll, oder ob es ab dem Layer Point allmählich ausgeblendet wird. Soll ein Sound genau bis zum Layer Point zu hören sein und dann vom zweiten Instrument abgelöst werden (Switch-Mode), erhält man den klassischen Split-Modus, der aber auch wieder „aufgeweicht“ werden kann, wenn man die Sounds per Crossfade ineinander übergehen lässt. Hier geht also einiges.

EFFEKTE: Des Weiteren sind auch einige Effekte an Bord. Da wären als Erstes die Ambience, also der Raum, in dem die Instrumente stehen. Hier hat man die Wahl aus sieben Räumen vom Studio bis zur Konzerthalle. Ändern lässt sich zudem der Raumanteil (Depth). Auf der Ambience-Seite finden sich auch zwei weitere Seiten: EQ und Limiter. EQ ist ein dreibandiger Equalizer mit fixen Ansatzfrequenzen, an denen sich der Sound um jeweils ±12 dB bearbeiten lässt. Der Limiter bietet als einzige Einstellmöglichkeit die Angabe des Threshold-Wertes, ab dem er zu wirken anfangen soll. Diese drei Effekte lassen sich einzeln ein- oder ausschalten und gelten für alle Kits, man kann also keine individuellen Einstellungen pro Kit speichern.

Das finde ich ein bisschen schade, vor allem beim Raum, denn damit lassen sich auch schicke Effekte bewirken, die man aber vielleicht nur auf einem bestimmten Kit einsetzen möchte. Der zweite Effekt firmiert unter der Bezeichnung „FX“ und lässt sich pro Kit speichern. Hier wird nicht nur Hall geboten, sondern insgesamt 30 verschiedene Effekte, die von den üblichen Kandidaten wie Delay, Chorus, Flanger und Phaser, über Compressor, Distortion und Equalizer zu außergewöhnlichen Dingen wie Rotary Effect, Ringmodulator, Auto-Wah, Isolator, Slicer oder Superfilter reichen. Alle Effekte klingen ausgezeichnet und lassen sich in den wichtigsten Parametern editieren.

USB: Auf einem USB-Stick lassen sich einzelne Kits, Phrasen oder der gesamte Speicherinhalt speichern und natürlich auch wieder ins Octapad zurück laden. Dabei stehen auf dem Stick pro Kategorie 99 Speicherplätze zur Verfügung. Leider kann man den Stick nicht – wie beim V-Drum Soundmodul TD-20X – als Speichererweiterung nutzen, denn die Daten müssen stets ins SPD-30 geladen werden, bevor man sie verwenden kann. Das Laden geht aber blitzschnell, und das Nachladen während eines Gigs sollte kein Problem sein.

LIVE: Der Live-Einsatz des Octapads wird auch dadurch erleichtert, dass man bis zu acht sogenannte „Kit Chains“ programmieren kann, in denen man festlegt, welche Kits beim Bedienen der beiden Kit-Taster als Nächstes oder Voriges aufgerufen werden – so erspart man sich das Scrollen durch die Kits, bis man das gewünschte gefunden hat. Zudem kann man auch eine „Favorite“-Liste erstellen, in der sich die eigenen Lieblings-Kits befinden. Anstelle der Kit-Taster kann man auch per Fußschalter vor- und/oder zurückschalten, oder man gönnt sich den Luxus, dies über externe Pads zu tun. Die bis zu vier angeschlossenen Pads lassen sich aber auch „nur“ zur Erweiterung des Octapads nutzen und mit weiteren seiner Sounds belegen.

So könnte man das SPD-30 auch zu einem kompletten kleinen Drum-Kit ausbauen, denn auch eine Eingangsbuchse für ein Hi-Hat-Kontrollpedal ist vorhanden. Und hat man beispielsweise ein externes Pad mit einem Cymbal-Sound belegt, lässt sich auch das „Choke“-Feature nutzen: Der Sound wird gestoppt, wenn man mit der Hand den Rand des Pads ergreift und zudrückt.

Loop Phrase

Mit Loop Phrase hält nun zum ersten Mal in der Geschichte der Octapads ein Sequenzer Einzug in die Baureihe. Beim Entwickeln ist Roland meines Erachtens sehr musikalisch vorgegangen, denn der Loop Phraser bietet gegenüber anderen Vertretern seiner Spezies einige Besonderheiten. Die Bedienung erscheint zunächst so wie bei anderen Sequenzern: Man aktiviert die Funktion und spielt mit dem ausgewählten Kit ein ein- bis 96-taktiges Pattern ein, das anschließend im Kreis wiedergegeben wird. Diesem „Part“ kann man noch zwei weitere Parts hinzufügen, quasi zwei weitere Spuren. Der Clou ist dabei, dass diese nächsten beiden Parts mit völlig anderen Kits eingespielt werden können – man bekommt also quasi bis zu drei Octapads in einem geboten.

Sogar die individuellen Effekteinstellungen der Kits bleiben dabei erhalten, und man kann sich darüber hinaus aussuchen, mit welchem der drei Kits man noch dazu spielen möchte. Hat man sich zum Mitspielen für einen Part entschieden, zeigen die Pad-Lämpchen dann durch Dauerleuchten an, welche Instrumente schon im Part benutzt wurden. Zudem kann man noch bestimmen, wie laut die Parts der unterschiedlichen Kits abgespielt werden, und das Ganze lässt sich als neues Pattern im Octapad oder auf einem USB-Stick speichern. Jedem Kit lässt sich nun eine solche „Phrase“ zuordnen, und hat man ein externes Pad angeschlossen und dieses so zugeordnet, dass es die Funktion „Phrase Play“ ausführt, wird beim Anschlagen des Pads die zugeordnete Phrase gestartet. Dabei kann der Phrase Looper auch so eingestellt sein, dass man beispielsweise zum Mitspielen ein ganz anderes Kit ausgewählt hat, dessen Sounds dann auf den Pads liegen. Sehr schön!

Schade ist, dass man die Phrase-Play-Funktion nicht auch ohne externes Pad oder mit einem Fußschalter aktivieren kann. Möchte man ohne diese Hilfsmittel eine Phrase abspielen, muss man sie zunächst in den Looper laden – was immer ein wenig umständlich ist – und diesen starten. Vielleicht kann man in einem Update diese Funktion implementieren; ein schnell blinkendes Pad-Lämpchen könnte dabei ja signalisieren, dass beim Anschlagen dieses Pads eine Phrase gestartet wird, damit man keine unangenehmen Überraschungen erlebt.

Profil

Fazit

Insgesamt überzeugt das neue Octapad SPD-30 mit erstklassigen Sounds und durchdachten neuen Features. Ein Großteil des ungemein hohen Bedienkomforts geht auf das Konto des großen Displays. Einzige Mankos sind für mich, dass die Ambience nur global eingestellt werden kann, dass man keine eigenen Samples einladen kann, dass das Spielen mit den Händen oder Fingern nur bedingt möglich ist, und dass der Phrase-Looper ohne Umwege nur über ein externes Pad gestartet werden kann. Ansonsten bekommt man mit dem SPD-30 das beste Octapad, das es bisher gegeben hat. Und wer weitere Sounds außer den internen braucht, kann natürlich per MIDI ein weiteres Soundmodul ansteuern und dessen Sounds nutzen – was ja mal der ursprüngliche Einsatzzweck des Octapads war.

 

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