Nuanciertes Fein-Tuning des K-Zildjian-Sounds

Test: K Zildjian Cluster Crash Cymbals

K Zildjian Cluster Crash Cymbals(Bild: Dieter Stork)

Warme und dunkle Crash-Sounds sind das Trademark der K Zildjian Crash Cymbals. 2018 hat Zildjian in der K-Serie mit den K Sweet Crash Cymbals eine neue Klangfarbe mit feinerer Obertonstruktur, schneller Ansprache und kontrolliertem, dunklen Sustain vorgestellt.

2019 folgen nun die K Cluster Crash Cymbals, die diesen Klangcharakter mit noch stärker komprimiertem Ausklang und einem leichten „Trash“-Faktor bieten.

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Technisches

Gefertigt werden die neuen K-Cluster-Crash-Modelle in den Größen 16″, 18″ und 20″, wie alle Zildjian-Cymbals in der Factory in Norwell, Massachusetts in den USA. Jedes Cymbal entsteht dabei aus einem eigenen Gussrohling aus traditioneller B20-Bronze. Die K Cluster Crash Cymbals präsentieren sich im seidenmatten Traditional-Finish. Die Tonal-Grooves des Abdrehmusters sind K-Zildjian-typisch sehr fein gehalten, so dass sich eine sehr gleichmäßige Oberflächenstruktur ergibt. Wie bei den K Sweet Crash Cymbals ist auch bei den K Cluster Crash Cymbals nur das Profil auf beiden Seiten der Cymbals abgedreht, die Kuppen bleiben unbehandelt. Und auch die Hämmerung zeigt das typisch intensive K-Zildjian-Muster mit zahlreichen Markierungen unterschiedlicher Größen, allerdings ist kein Einschlag davon sehr tief gesetzt.

Hier finden wir allerdings auch das wesentliche Feature, das die K Zildjian Cluster Crash Cymbals von den Crash-Cymbals der K Sweet Collection unterscheidet: Die zusätzliche Cluster-Hämmerung, bei der kleine, starke Markierungen in einer Gruppe in definierten Bereichen ausgeführt werden. So finden wir mehrere Anhäufungen von Hammermarkierungen, die von der Unterseite herausgeführt werden und auf dem Profil der Spielseite als deutliche Erhebungen zu erkennen sind. Diese Cluster-Hämmerung hat Zildjian bereits bei den K Constantinople Bounce und Renaissance Ride Cymbals erstmals eingesetzt. Ziel der Cluster-Hämmerung ist es, die Profilstruktur an mehreren Stellen strategisch kontrolliert zu verdichten, so dass der Ausklang zwar schneller erfolgt, der eigentliche Grundklangcharakter allerdings erhalten bleibt.

Klangliches

Im Vergleich eines K Cluster Crash Cymbals mit einem K Sweet Crash gleicher Größe zeigt sich dann auch genau dieser subtile und doch bemerkbare Effekt: Der Attack bleibt spritzig und schnell, relativ dunkel, warm und mit guter Präsenz. Im sehr schnell ausblendenden Sustain addiert sich zum warmen und dunklen Grundklang noch ein leichter „Trash“-Faktor, der zusammen mit in Abhängigkeit zur Anschlagsstärke zunehmenden Kompressions-Effekt den K Cluster Crash Cymbals ihre ganz eigene Note verleiht. Dynamisch lassen die Cymbals eine gute Bandbreite zu. Das 20″-Modell lässt sich zudem im unteren Dynamikbereich auch gut für leichte Crash/Ride-Patterns einsetzen.

Fazit

Durch die zusätzliche Cluster-Hämmerung erreicht man ein super kontrolliertes Sustain und dazu auch eine leicht „trashige“ Färbung des grundsätzlich warmen und dunklen, typischen K-Zildjian-Klangcharakters. Die drei KCluster-Cymbals harmonieren sehr gut hinsichtlich Tonalität und Klangdauer und lassen sich auch gut in Verbindung mit anderen Crash-Cymbals in ein bestehendes Set integrieren. Mit den drei neuen K-Cluster-Crash-Cymbals wird eine interessante neue Klangfarbe zur K-Zildjian-Cymbal-Familie hinzugefügt.

Facts

Hersteller

Zildjian

Herkunftsland

USA

Serie/Modelle

K Zildjian/Cluster Crash Cymbals

Bronze

B20 Legierung (80% Kupfer, 20% Zinn)

Vertrieb

M&T

Internet

zildjian.com

musikundtechnik.de

Preise (UvP)

  • 16″ K Cluster Crash: ca. € 319,–
  • 18″ K Cluster Crash: ca. € 379,–
  • 20″ K Cluster Crash: ca. € 435,–

(aus STICKS 07-08/2019)

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