Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
STEWART COPELAND - Orchester-Rausch! +++ LUIS RIBEIRO (The World of Hans Zimmer) +++ YAMAHA Live Custom Hybrid Oak Drums +++ LP PRO Tambourines +++ K ZILDJIAN Cluster Crash Cymbals
High Tech aus dem Klanglabor

Test: Mapex Black Panther Design Lab Versatus Drumset

(Bild: Dieter Stork)

Bei den neuen Black Panther Cherry Bomb und Versatus Drumsets aus dem Design Lab von Mapex Drums haben wir es nicht nur einfach mit neu konzipierten Drums zu tun, sondern es geht hier um ein komplettes neues Drum-System mit innovativen technischen Entwicklungen, die völlig neue Möglichkeiten der Klangentwicklung und Beeinflussung zur Verfügung stellen.

Seit nunmehr 30 Jahren fertigt Mapex erfolgreich Drums in allen Kategorien, vom Drumset für Einsteiger bis hin zu absoluten High-Class-Instrumenten. Und wie jeder Hersteller braucht auch Mapex eine Schmiede für Innovationen. Bei Mapex ist es das Design Lab., welches aus einer Gruppe von Musikern, Ingenieuren, Entwicklern und Designern besteht, die exklusiv für Mapex Instrumente und Hardware-Komponenten entwerfen, mit dem Ziel, jeweils eine bestimmte Klangvorstellung für die Instrumente in der Serie von „Black Panther Design Lab“-Instrumenten zu erreichen.

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>> Den ganzen Testbericht gibt’s in STICKS 05-06/2019 <<

Im Prozess „The Concept Hybrid“ werden individuelle Klang-Ideen für jede einzelne Trommel eines „Black Panther Design Lab“-Sets generiert, um dem jeweiligen Instrument den bestmöglichen und auch einzigartigen Klangcharakter zu verleihen. Im „Concept Hybrid“-Prozess sind viele kreative Lösungen entstanden. Maßgeblich beteiligt daran war der amerikanische Top-Drummer Russ Miller, der sich schon immer mit kreativem Sound-Design beschäftigte und auch jetzt wieder maßgebliche Ideen zum Kreativ-Prozess beigetragen hat.

Entwickelt wurden spezielle Kesselkompositionen für jede Instrumenten-Stimme, individuelle Gratungen, Kesselkonstruktionen mit oder ohne Verstärkungsringe wurden erprobt. Deren Platzierung wurde ebenso ein Thema wie auch die Auswirkungen von Lackierungen auf die Klangaspekte. Neue Hardware-Komponenten wurden entwickelt, unter anderem ein völlig neues Tom-Halter Konzept von Randall May. Spezielle Beine für die Floor-Toms, die aktiv Einfluss auf das Resonanz- und Sustain-Verhalten ausüben, wurden hergestellt. Das alles klingt schon mal sehr spannend, widmen wir uns also dem „Versatus“-Drumset mal im Detail.

Konzeptionelles, Technisches & Praktisches

Die Kessel der „Versatus“-Drums entstehen als Hybrid aus Ahorn- und Mahagoni-Furnieren. Diese sind im Wechsel kreuzverleimt. Die Anzahl der Lagen und damit auch die Wandstärken variieren, jeder Kessel besitzt also eine eigene spezifische Konstruktion (siehe Übersicht). Als Besonderheit sind alle Kessel des „Versatus“-Drumsets im Finish „Peach Burl Burst“ mit einer zusätzlichen „Burl Maple“ Ahorn-Lage auf der Außenseite ausgestattet. Das Weitere klangliche Feintuning erfolgt durch das „SAS Ring“-System. Verwendet werden Verstärkungsringe, die aus vier Lagen Ahorn bestehen und eine Stärke von ca. 3 mm aufweisen. Die Breiten variieren von ca. 1″ für Toms und Floor-Toms sowie ca. 2″ für die Bassdrum. Die Anzahl und Platzierung wurde für jedes Instrument individuell gestaltet, so besitzt z. B. das 12″ Tom nur einen Verstärkungsring auf der Schlagfellseite. Für die Bassdrum hingegen werden sogar drei Verstärkungsringe verwendet! Die beiden äußeren Ringe sind in einem Abstand von ca. 4,6 cm zur Kesselgratung entfernt platziert. Zusätzlich gibt es einen Ring in der Mitte des Kessels. Diese Gestaltung dient der Vermeidung des berüchtigten „Basketball“- Effekts im Attack.

Natürlich kommt die „SonicClear“-Gratung zu Einsatz, deren deutlich runder Gegenschnitt für einen satten Fellkontakt sorgt. Als Mittel der klanglichen Feinabstimmung wird die Abschrägung zur Innenseite in einem 45-Grad- Winkel bei den Toms gewählt, für Floor-Toms und Bassdrums wird die Abschrägung im 60-Grad-Winkel vorgenommen. Somit steht im Randbereich mehr Material zur Verfügung. Es stecken also viele Ideen allein schon in der jeweiligen Kesselkonstruktion. Und so wundert es dann auch nicht, dass die Verarbeitungsqualität der Kessel in allen Belangen exzellent ist. Alle „Burl“-Außenfurniere zeigen wunderschöne Muster, die durch die ausgezeichnet aufgeführten Lackierungen strahlend und dreidimensional wirken. Erwähnenswert ist auch das Konzept der Cross Over Finishes: Alle Farben stehen sowohl für das „Versatus“- wie auch das „Cherry Bomb“-Drumset zur Verfügung. Damit sind also auch systemübergreifende Set-Zusammenstellungen machbar. Eine lobenswerte Sache für weiterführende Klangoptionen.

Hardware

Der klangliche Einfluss von Hardware auf Trommelkessel ist unbestritten. Im „Black Panther Design Lab“ wurden für das „Concept Hybrid“-System spezielle Dinge entwickelt. Das auffälligste Bauteil ist die „Magnetic Air Adjustment Tom Suspension“ (MAATS-A). Das System wird von Randall May Industries aus hochwertigen Aluminium- Teilen gefertigt und hat die komplexe Anmutung einer High-Tech-Radaufhängung aus dem Rennsport. Dabei ist die Idee dahinter faszinierend einfach: Der Halter schwebt nahezu frei in einem starken Magnetfeld. Mechanische Schwingungsübertragung wird so maximal vermieden. Ein komplexes Werk aus Umlenkhebeln und ultra-starken Magneten ist hier erforderlich. An vielen Stellschrauben kann die Action eingestellt werden und so aktiv auf das Resonanzverhalten eingewirkt werden.

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>> Den ganzen Testbericht gibt’s in STICKS 05-06/2019 <<

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Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
MARK SCHULMAN – Stadion-Rock mit Pink! +++ Nicholas Collins +++ Richie Gajate-Garcia +++ REPORT: Dresdner Drum & Bass Festival 2019 +++ LUDWIG Heirloom Anniversary Snaredrum +++ UFIP Experience Balst Cymbals +++ MAPEX Design Lab Cherry Bomb Drums 2470

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