Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Percussion-Sound-Hybrid

Test: Schlag­werk La Olá Drum

schlagwerk la olá drum(Bild: Tom Schäfer/Dieter Stork)

Diese Trommel sprengt nicht nur optisch den Rahmen jeglicher traditioneller Formen. Auch vom Sound her gibt es kaum Erfahrungswerte, die man zu einem Vergleich heranziehen könnte. Die La Olá Drum ist weder Cajon, noch Conga, Bata oder Bongo. Und doch vereint sie alle vier Trommeln in Personalunion!

Den ganzen Test gibt´s in STICKS 01-02/2020!

Dies gelingt mit einem Design, das rein äußerlich an einen schwungvollen Luigi Colani erinnert, während die innere Architektur ein klares Bauhausprinzip walten lässt. Nichts ist dem Zufall überlassen, sondern ausgecheckt konstruiert. Die Handschrift der renommierten Schlagwerk-Manufaktur ist mehr als deutlich zu lesen. So versteht sich die La Olá Drum als innovativer Hybrid, der eine zukunftsweisende Pionierarbeit zeigt.

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Prolog

Ideen waren bei Schlagwerk noch nie Mangelware. Man denke nur an die Entwicklung der Schlitztrommeln, an die ersten serienreifen Cajons oder an die frühen Wood- Drums, noch bevor überhaupt jemand das Wort Cajon kannte – die Liste ließe sich fortsetzen. Jetzt hat die schwäbische Manufaktur ein Instrument auf den Markt gebracht, dessen eigenwillige Optik sicherlich so manche Fragezeichen in den Köpfen hervorrufen wird. Denn eine Trommel mit einer Schlagfläche in Wellenform hat es bislang nicht gegeben. Ebenso wenig einen Korpus, dessen biomorphes Design einen Vergleich zu traditionellen Trommeln kaum zulässt. Ergo: alles ist neu! Die Entdeckungsreise führt uns in ein Territorium inspirierender Trommelklänge bei der Begegnung mit einem Instrument, das mit geradezu intuitiver Spieltechnik lockt. Wer bereits Spielerfahrung auf Cajon, Rahmentrommel, Bongos etc. hat, ist sicherlich im Vorteil. Denn hier greifen bekannte Schlagmuster und Handspieltechniken durchaus zu einer spannenden Fusion ineinander.

Konstruktion

Das Chassis basiert auf einem Korpus, der anscheinend rechte Winkel zu vermeiden versucht. Wie eine Welle liegt die Birkenholzspielfläche über dem geschwungenen Profil der Seitenflanken. Hier ist nichts verschraubt, alle Teile sind miteinander verleimt. So auch die deutlich unterschiedlich großen Stirnplatten, die zudem als Ankerpunkte für den Gurt dienen. Die La Olá Drum wird nämlich im Sitzen gespielt, während ein Gurt zur Sicherung um die Oberschenkel geführt wird. Für das bequeme Spielgefühl ist auch die Unterseite des Trommelkorpus wellig geformt, und das ergonomische Profil kann sich wunderbar anschmiegen. Aufgeklebte Gummisteifen dienen als Rutschbremsen und helfen, dass die Trommel sicher in Position bleibt.

Auf der Unterseite ebenfalls integriert ist ein großzügiges Resonanzloch, das den Blick ins Innenleben der La Olá freigibt. Zu sehen sind zwei Stege, die einerseits als Stabilisierung wirken und zugleich die Spielfläche in drei Zonen unterteilen: den mittleren „Wellenbereich“ und die beiden äußeren Zonen (rechts/links), die aufgrund der unterschiedlichen Körpervolumen entsprechend verschiedene Klangcharaktere hervorrufen. Zu entdecken gibt es noch eine versteckte vierte Spielzone, die von der breiten Stirnplatte zur Verfügung gestellt wird. Von innen ist diese Stirnfläche oval ausgearbeitet (dicke Rahmenplatte mit dünnen Holzdeckel), um einen knackig hellen Ton zu ermöglichen.

Die gesamte Verarbeitung der Trommel ist unschlagbar gut und zeigt Sorgfalt bis ins Detail. Besonders die Auflage der geschwungenen Birkenholzspielfläche und die Übergänge zwischen Schlagdecke und Korpus sind handwerklich sauberst ausgeführt und optisch brillant inszeniert.

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Den ganzen Test gibt´s in STICKS 01-02/2020!


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Produkt: Sticks 07-08/2019
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