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Top 5: 24″ Cymbals

In dieser „Top 5“-Folge widmen wir uns den 24″ Cymbals. Wird gemeinhin angenommen, das es sich bei dieser Größe doch um Ride-Cymbals handeln müsste, so liegt man hier zum Teil richtig, aber eben doch auch knapp daneben. Bereits in den 60er-Jahren gab es von einigen Herstellern 24er Cymbals, die nicht zu Unrecht als „Universal“-Cymbals bezeichnet wurden und sowohl Ride- wie auch Crash-Sounds lieferten.

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Und dies gilt auch bis heute. Sicherlich sind die meisten 24″ Cymbals von den Herstellern vorrangig für den Ride-Einsatz gedacht, doch es sind auch immer noch  die „Universal“-Hybriden erhältlich, mit denen sowohl kräftige Ride-Patterns als auch mächtige Crash-Akzente spielbar sind.

Das aktuelle Angebot an 24-Zoll großen Cymbals ist recht vielfältig; es finden sich sowohl alte Klassiker wie z. B. von Paiste die Formula 602, Giant Beat und 2002 Modelle im Programm, wie auch modernere Versionen mit speziellen Sounds für Jazz und Pop/Rock bei zahlreichen Cymbal-Herstellern.

Für unsere Top 5 24″ Cymbals haben wir einige teils nicht so ganz offensichtliche „Spezialitäten“ ausgewählt, die wie immer alphabetisch nach Herstellernamen ohne Wertung von 1 – 5 gelistet sind.

Istanbul Agop 24″ Custom Special Edition Jazz Ride

In seiner „Custom“-Serie bietet der türkische Hersteller als eine „Special Edition“ ein 24″ Jazz Ride an, das auch tatsächlich seinem Namen alle Ehre macht. Dieses spezielle Cymbal-Modell bietet einen klassischen, dunklen Ride-Sound, wie an ihn von vielen Jazz-Recordings vor allem aus der Hard Bop Ära her kennt, allerdings mit einem besonderen Unterschied:
Auch bei kräftiger Spielweise bleibt der holzig wirkende Stickattack stets klar und gut vom dunklen ,grollenden Grundrauschen separiert. Selbst sehr schnell gespielte Patterns bleiben somit differenziert. Natürlich sind auch (über-) mächtige Crash-Akzente möglich, doch die Stärken des Istanbul Agop Custom SE 24″ Jazz Ride Cymbal liegen, wie der Name es vorgibt, bei den speziellen und originellen Ride-Sounds.

Paiste 2002 Classic 24″ Reverend Al’s Big Ride

Es wäre allzu naheliegend, von Paiste eines der drei klassischen 24er-Ride-Cymbals der Serien Formula 602, Giant Beat oder 2002 auszuwählen, doch findet sich im PaisteProgramm mit dem 2002 Classic 24″ Reverend Al Big Ride ein Cymbal, das nicht nur Fans des namensgebenden Drummers Alex van Halen gefallen dürfte. Es handelt sich um ein ideales Hardrock/Metal-Ride mit einem äußerst musikalischen, harmonischen Touch. Es kann sicherlich auch sehr laut werden und dabei differenziert bleiben, doch ist es nicht ganz so trocken und vom Klangcharakter in den Obertönen auch ein wenig dunkler als andere von Paiste angebotenen „Rock“- oder „Power“-Modelle.  Das liegt zum einen an der für ein solches Cymbal relativ geringen Materialstärke und der „Medium Thin“-Gewichtsklassifizierung, sowie auch der besonderen Hämmerung und an der nicht allzu großen Kuppe, mit klarem, doch nicht zu penetrantem Sound. Mit diesem Ride-Cymbals ist Alex van Halen in Zusammenarbeit mit Paiste eine erstklassige Klangalternative für alle hardrockende Drummer gelungen, die harmonische Cymbalsounds zu schätzen wissen.

Sabian AA 24″ Bash Ride

Auch hier gibt die Bezeichnung schon einen Hinweis auf den Einsatzzweck: Beim 24″ Sabian AA Bash Ride handelt es sich um ein Ride-Cymbal, das auch gern auch mal durch heftige Crash/Ride-Patterns geprügelt werden darf. Doch zunächst einmal ist es ein Ride Cymbal und vereint aufgrund seiner Fertigungsart und seiner Materialstärke die Eigenschaften eines Raw Bell Dry Ride Cymbals mit denen eines größeren und leichteren Cymbal-Modells, mit etwas kleinerer, nicht gehämmerter Kuppe. Das Cymbal im Brilliant-Finish aus der maschinell gehämmerten AA-Serie des kanadischen Herstellers überzeugt mit hellen, klaren Stickattacks, die von einem leichten bis bei höheren Lautstärken schon recht starkem Grundrauschen deutlich abgesetzt sind. Als Crash/Ride liefert es mächtige Akzente, wie auch einen dichten, relativ hell rauschenden Klangteppich und ist somit besonders gut für modernere Rock Styles z. B. aus dem Alternative-Rock-Bereich geeignet, wenn es sich gegenüber satten Gitarrensounds durchsetzen muss.

Zildjian 24″ K Light Ride

Die ursprünglich von Jazz-Drummern favorisierte K Zildjian Serie fand nach der Wiederauflage in den 80er-Jahren auch recht schnell Anklang bei modernen Fusion-, Funk- und R&B-Drummern. Mit der Einführung größerer Cymbal-Modelle wurden dann auch Pop- und Rock-Drummer aufmerksam, doch scheint es zunächst mal etwas erstaunlich, dass ausgerechnet das 24″  K Zildjian Light Ride die Aufmerksamkeit vieler (Hard-) Rock-Drummer auf sich zog – spätestens als Jason Bonham dieses Cymbal beim Led Zeppelin Reunion Concert 2007 einsetzte. Schnell wurde klar, dass dieses Cymbal klassische Rock- und Hardrock-Sounds in einer modernen Version bietet, die den Nerv vieler Drummer trifft. Die ansprechende Mischung aus harmonisch reichen, nicht zu penetranten, doch satten Ride-Sounds mit warmem Obertoncharakter macht dieses Cymbal zu einer ausgezeichneten Wahl für viele Styles von Pop und Rock – und selbstverständlich auch für Jazz/Fusion.

https://www.thomann.de/de/zultan_24_heritage_ride.htm?ref=e_mm_01_21

Zultan 24″ Heritage Ride

Die Zultan Heritage Cymbal-Serie versteht sich als eine Widmung sowohl an die traditionelle türkische Cymbal-Schmiedekunst wie auch der speziellen, klassischen Sounds der Jazz-Ära der 50er/60er-Jahre. Das 24″ Zultan Heritage Ride Cymbal bietet einen immens tiefen Grundton unter trocken-mittigen Pingsounds des Stickattacks. Dieser Grundklang entwickelt sich bei forcierter Lautstärke zu einem fulminanten Grollen, wie man es von klassischen Aufnahmen von Drummern der Hard-Bop-Ära der 50er-Jahre kennen mag. Über diesem mächtigen Wash finden sich bei diesem Cymbal allerdings auch stets gut integrierte Sticksounds der „holzigen“ Art, was die gespielten Ride-Patterns auch bei etwas forciertere Spielweise noch differenziert hörbar macht. Somit eignet sich dieses Cymbal auch für modernere Styles, wenn nicht allzu hohe Lautstärke, dafür aber harmonisch reiche, individuelle Sounds gefragt sind.

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