Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
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5 Richtige für den fetten Sound

Top 5: Dynamische Bassdrum-Mikrofone unter 250,- Euro

(Bild: Stephan Lembke/Sound & Recording)

In unserer Top-5-Serie widmen wir uns dieses Mal den dynamischen Bassdrum-Mikrofonen in der Preisklasse bis max. 200,- Euro. Neben der Preiskategorie waren ein weiteres Auswahlkriterium, dass es sich um Mikrofone des klassischen dynamischen Typs handelt, die von den Herstellern speziell für die Anwendung an der Bassdrum entwickelt wurden. ausgenommen von dieser Übersicht sind die in den letzten Jahren zumindest in Live-Konzert-Anwendung immer beliebter werdenden Grenzflächen-Mikrofontypen, denen wir uns in einer gesonderten Top-5-Folge widmen werden.

 

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AKG D112 Mk II

Das “D112” ist der Urtyp eines modernen Bassdrum-Mikrofons und seit vielen Jahren sowohl auf der Bühne als auch im Studio ein bewährtes und zudem sehr preiswertes Bassdrum-Mikrofon. Das “Ei” hat sich hat sich in der Version MK II bei vielen Anwendern quasi als Standard und bei einigen sogar als Referenz-Mikrofon etabliert. Je nach Positionierung liefert es die für Pop- und Rockmusik gefragten, druckvollen Basis-Sounds mit mehr oder weniger Kick-Präsenz des Schlägelanschlags. In jedem Fall ist dies gutes Ausgangsmaterial, das sich sehr leicht durch Weiterbearbeitung (EQ, Compressor/Limiter) dem jeweiligen musikalischen Mix anpassen lässt. Aufgrund der etwas weniger ausgeprägten Mittenfrequenzen mag es im Jazz oder bei akustischer Musik nicht so ideal sein, doch selbst Anfänger im (Drum-) Recording oder Live-Mix dürften in Pop/Rock/Metal mit diesem Mikrofon leicht zurecht kommen und ihren gewünschten Sound realisieren können.

 

Audio Technica ATM 25

Ebenfalls seit vielen Jahren ein Klassiker, ist das Audio Technica ATM 25 ein sehr vielseitig einsetzbares Bassdrum-Mikrofon, das den Klang nur sehr wenig färbt und für die Nachbearbeitung einen klaren, druckvollen und ausgewogenen Klang mit guter Mittenpräsenz bietet. Dies werden besonders Toningenieure zu schätzen wissen, die auch mal dynamisch gespielte und/oder weniger bis gar nicht gedämpfte Bassdrums aufnehmen wollen. Selbstverständlich lassen sich damit auch alle angesagten “modernen”  Bassdrum-Sounds realisieren, doch bedarf es hier schon einiges an Erfahrung des Toningenoieurs, angefangen von der Mikrofon-Platzierung bis hin zur Nachbearbeitung des Klangmaterials mittels EQ/Compression. Nicht unbedingt ein “Plug & Play”-Mikrofon, allerdings enorm dynamisch und musikalisch vielseitig einsetzbar.

 

Audix D6

Bei vielen Anwendern sehr beliebt sind die (Drum-) Mikrofone des amerikanischen Herstellers Audix, die sich durch ihre äußerst unkomplizierte Handhabung beim Drum-Recording vom ehemaligen Geheimtipp zur etablierten Größe entwickeln konnten. Das gilt auch für das “D6” Bassdrum-Mikrofon, mit dem nach Ansicht viler User “nix falsch machen kann”. Das D6 liefert schon ohne viel EQ-Einstellung einen angesagten, modernen Pop/Rock Basic Sound, der sich mit nur wenig Aufwand in der Nachbearbeitung vielen Styles leicht anpassen lässt (jeweils entsprechende Mikrofon-Positionierung für mehr oder weniger “Kick” natürlich vorausgesetzt).  Hier darf getrost der Begrif “Plug & Play” verwendet werden, denn dies ist sicherlich eins der “unkompliziertesten” Bassdrum-Mikrofone, mit dem sich sowohl live als auch beim Recording problemlos gute Ergebnisse für einen modernen Bassdrum-Sound erzielen lassen.

 

Sennheiser e902

Dieses Mikrofon ist ideal für einen satten Sound mit viel Punch, so wie er in vielen modernen Pop/Rock-Styles gefragt und angesagt ist. Dazu bedarf es (fast) keiner Nachbearbeitung des vielseitig einsetzbaren Basic Sounds des Mikrofons. Besonders live vereinfacht diese Mikrofon die Handhabung, da sich ein gewünschter Sound mit etwas mehr Kick oder weniger Kick und Punch sehr leicht per EQ/Compression finden lässt. Allerdings “färbt” dieses Mikrofon den Bassdrum-Sound auch sehr in Richtung “modern” (= Mitten-reduziert), so dass es für eher traditionelle, dynamischere und oder “leisere”, offen gestimmte Bassdrums nur mit größerem Aufwand in der Nachbearbeitung adäquate Basic Sounds liefert. Auch dieses Mikrofon fällt mit Sicherheit in die Kategorie “Plug & Play”, wenn es um moderne, angesagte Bassdrum-Sounds geht.

 

Shure Beta 52

Auch dieses Mikrofon ist vom Frequenzverlauf her für die angesagten Pop/Rock-Bassdrum-Sounds ausgelegt, bietet allerdings durch ein immer noch gut ausgelegtes Mittenspektrum einen nicht allzu stark gefärbten Klang. Hier ist das Verhältnis von Kick und Punch zum fetten Bassbereich sehr ausgewogen und lässt dem Toningenieur die Option, mittels EQ/Compression den gewünschten Sound dynamisch ausgezeichnet zu gestalten, was sich besonders bei (modernen) Jazz Styles oder eher akustisch geprägter Musik bemerkbar macht. In der anderen Richtung hin zu Hardrock/Metal überzeugt das Beta 52 mit immenser Übersteuerungssicherheit und verkraftet enorme 174 db/SPL (bei 1 kHz).  Obwohl der Übertragungsbereich mit lediglich bis zu 10.000 Hz linear angegeben wird, sind für einen präsenten Kick keinerlei Einschränkungen zu hören. Vor allem live macht dieses sehr robuste Mikrofon, das u.a. über spezielle Trittschall- und Vibrationsabsorber verfügt, einen hervorragenden Eindruck in der Handhabung.

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Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
STEWART COPELAND - Orchester-Rausch! +++ LUIS RIBEIRO (The World of Hans Zimmer) +++ YAMAHA Live Custom Hybrid Oak Drums +++ LP PRO Tambourines +++ K ZILDJIAN Cluster Crash Cymbals

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Es fehlt hier definitiv das EV ND68. Schon der Vorgänger N/D 868 war ein Geheimtip für unverfälschten Druck.

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