Vintage Jazz Sound Variante

Istanbul Mehmet Legend Dry Cymbals im Sticks-Test

Istanbul Mehmet Legend Dry Cymbals(Bild: Dieter Stork)

In seiner „Heritage Range“ präsentiert der renommierte türkische Traditions-Hersteller Istanbul Mehmet im Rahmen der „Legend“-Serie eine neue Klangvariante mit den „Legend Dry“-Cymbals.

Den ganzen Test gibt’s in STICKS 07-08/2019!

Die Legend Cymbals von Istanbul Mehmet basieren auf und orientieren sich an den überlieferten, klassischen Sounds der Swing-Ära des vergangenen Jahrhunderts. Sie bieten also einen traditionellen Klangcharakter, der sich in erster Line dafür und jedwede Musik mit akustischen Instrumenten bestens eignet. Mit den Legend Dark Cymbals gab es eine erste Variante dieser Sounds, und mit den Legend- Dry-Modellen kombiniert Istanbul Mehmet die Vorzüge der beiden Klangcharaktere „trocken“ und „dunkel“. Erhältlich sind in der neuen Linie von Legend Dry Cymbals eine 15″-Hi-Hat, ein 18″-Crash, ein 20″-Crash/Ride und ein 22″-Ride.

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Technisches

Der traditionellen Herstellung verpflichtet, werden die Legend Dry Cymbals selbstverständlich manuell aus B20 Bronze gefertigt. Jedes Cymbal entsteht dabei natürlich aus einem individuellen Gussrohling und wird von Hand in Form gehämmert. Diese ist bei unseren Testkandidaten inklusive der gepressten Kuppe insgesamt sehr flach gehalten und entspricht exakt der Profilform der bisherigen Legend Cymbals. So ist z. B. das Hi-Hat-Top-Cymbal insgesamt gerade einmal ca. 29 mm hoch, davon nimmt die Höhe der Kuppe ca. 16 mm ein. Obwohl das Profil selbstverständlich immer noch einen leichten Bogen aufweist, darf es also zurecht als sehr flach bezeichnet werden. Das Bottom-Cymbal ist insgesamt ca. 4 mm höher, was dem etwas stärker gebogenen Profil geschuldet ist. Der Unterschied im Gewicht liegt bei ca. 1180 Gramm für das Top-Cymbal zu ca. 1420 Gramm für das Bottom-Cymbal. Mit einem Durchmesser von ca. 97 mm sind die Kuppen relativ klein gehalten.

Crash/Ride und Ride weisen recht kleine und flache Kuppen auf. Die Kuppe des 18″-Crash ragt hingegen etwas mehr in die Höhe. Bei den Profilen setzt Istanbul Mehmet für diese drei Cymbals ebenfalls auf eine sehr flache Gestaltung. Das 18″-Crash ist mit ca. 1370 Gramm recht leicht und das Profil zeigt eine gesunde Flexibilität. Gleiches gilt für das 20″-Crash Ride mit einem Gewicht von ca. 1800 Gramm. Das ca. 2420 Gramm schwere 22″-Ride zeigt ein etwas steiferes Profil. Das ist auf die etwas intensivere Hämmerung sowie eine weitere extra Hämmerung mit vereinzelten, ca. 6 bis 7 mm durchmessenden und sehr tief gesetzten Hammereinschlägen auf dem Profil zurückzuführen. Das Besondere an den neuen Legend Dry Cymbals sind die Hämmerung der Kuppen und das im Vergleich zu den Legend Cymbals flacher gesetzte und feinere Abdrehmuster. Hauptsächlich durch diese beiden Änderungen in der Bearbeitung erzielt Istanbul Mehmet den klaren Klangunterschied.

Klangliches

Was mich als erstes begeisterte, war, dass hier das Attribut „Dry“ nicht mit „staubtrocken“ verwechselt wird. Sicherlich zeigt sich der Attack- Sound als sticklastig woody und kompakt, doch gibt es hier immer noch etwas Obertonschimmer für eine gesunde Präsenz. Auch das Sustain bietet eine gewisse Wärme und leichtes Aufrauschen in Abhängigkeit zur Anschlagsintensität. Dennoch ist der Gesamt-Sound recht dunkel und zeigt natürlich ganz klar trockene Klangelemente.

[…]

Den ganzen Test gibt’s in STICKS 07-08/2019!


(aus STICKS 07-08/2019)

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