Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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E-DRUM-SET

Yamaha DTX450K im Test

In der Einstiegsklasse hat Yamaha bei den E-Drums die DTX400-Serie im Angebot, deren einziges Modell neuerdings um zwei etwas umfangreicher ausgestattete Varianten ergänzt wurde: das Yamaha DTX430K sowie das Yamaha DTX450K – Letzteres schickte man uns zum Test.

Yamaha-TDX450K Drumset

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Der Unterschied zwischen den beiden Neuzugängen besteht einzig in der Ausstattung des Snare-Pads, das beim 430er ein Zwei-Zonen-Pad ist, während das getestete 450er-Snare-Pad gleich drei Zonen aufzuweisen hat – dazu später mehr. Die Ausstattung ist ungewöhnlich umfangreich, wenn man mit Konkurrenzmodellen vergleicht.

Das verwundert aber nicht weiter, denn Yamaha stellt schließlich auch Hardware für akustische Drums her, und so kann man sich dann auch über ein mitgeliefertes Bassdrum-Pedal freuen. Das Set ist somit komplett. Wundern kann man sich höchstens darüber, dass dieses Komplettpaket so günstig ist …

Yamaha DTX430K Rack und Pads

Das Rack ist ein einfaches, aber stabiles Alurohr-Konstrukt, dessen Basis auf zwei ca. 88 cm langen Beinen steht. Damit diese nicht umfallen, stecken diese natürlich in zwei kurzen Fußrohren. Die einzige vordere Querstange misst ca. 66 cm in der Breite, und an ihr werden nicht nur die beide Toms, sondern auch ganz außen die beiden Cymbal-Halter montiert.

Die Cymbal-Halter sind vorgebogen und ergeben einen Aufbauwinkel, mit dem man auch ohne Verstellmöglichkeit zurechtkommen kann, wobei sie sich minimal in der Höhe verstellen lassen – hier hätte ich mich persönlich über ein wenig mehr Variabilität gefreut, denn das linke (Crash-)Pad hätte ich gerne wahlweise etwas höher oder flacher aufgehängt. Der Ausleger für das Floor-Tom-Pad ist ca. 41 cm lang und bietet genügend Spielraum, um dieses bequem zu positionieren.

Der Snare/Hi-Hat-Ausleger ist ca. 25 cm lang. Hier sitzt das Snare-Pad in einer weiteren Halterung, wodurch es sich auch beliebig schräg – stellen lässt. Am gegenüberliegenden Ende der Halterung wird dann der ca. 21 cm lange Ausleger für das Hi-Hat-Pad eingehängt, dessen relative Aufbauhöhe gegenüber der Snare also immer gleich bleibt.

Ich hab nicht die längsten Beine der Welt, dennoch muss ich das Snare-Pad recht hoch stellen, um Rimshots korrekt spielen zu können. Die Hi-Hat geht dann mit hoch (was ich gar nicht schlimm finde), aber nun wird das Soundmodul von ihr zum guten Teil verdeckt, und man kommt schlechter an die Taster ran – womit sich aber auch leben lässt, denn umfangreichere Einstellungen sollte man ohnehin zu Hause vornehmen, wie wir später sehen werden. Zum Umschalten der Kits funktioniert aber auch dieser Aufbau.

Das Soundmodul auf der anderen Seite des Racks zu befestigen, ist zwar eine gute Idee, doch hier macht einem nicht nur die vorkonfektionierte Länge der zu einem Strang zusammengebundenen Kabel einen Strich durch die Rechnung, sondern vor allem die fixe Halterungsvorrichtung an der rechten Seite des Soundmoduls. Die drei 7,5“ großen Tom-Pads sind einfache Modelle mit Gummi-Schlagflächen. Die Rebound-Eigenschaften dieser Single-Trigger-Pads sind so komfortabel, wie dies mit Gummi eben möglich ist. Kleine Rims sind zwar ausgeformt, haben jedoch keinerlei Funktion. Anders beim 3-Zonen-Pad für die Snare, das ebenfalls 7,5“ groß ist.

Hier ist ein breiter Rim ausgeformt, der in zwei gleich große Hälften unterteilt ist. Hängt man das Pad wie von Yamaha vorgeschlagen auf, ist die eine Rim-Hälfte dem Spieler zugewandt und produziert beim Anschlagen Rimshot-Sounds, während die zweite Rim-Hälfte vom Spieler weg zeigt und beim Anschlagen den Sound eines Rimclicks (auch Cross-Stick genannt) auslöst. Das ist in meinen Augen eine gelungene und praxisgerechte Lösung.

Die 10“ großen Cymbal-Pads sehen recht stylisch aus – vom „Tortenstück“-Design ist man ja schon länger weg, hier hat man aber eine Lösung genommen, die schick aussieht und dabei noch Material und Gewicht spart, denn die oberen zwei Fünftel der Schlagfläche besitzen keine Profilspielfläche, sondern nur noch einen schmalen Rand, der dem ganzen Form gibt. Die Pads besitzen nur eine Trigger-Zone, die sich vom Rand über die gesamte Spielfläche zieht. Unterschiedliche Sounds lassen sich über die Anschlagsstärke abrufen, sofern dies im Sound implementiert ist –bei einigen ist dies der Fall, und so kann man bei manchen Sounds auf dem Ride bei stärkerem Anschlag einen Kuppen- oder Crash-Sound abrufen.

Die kleine Kuppe hat keine Trigger-Funktion. Die Spielfläche des Bassdrum-Pads besteht ebenfalls aus Gummi und gibt für ein schön realistisches Feel leicht nach. Der Sockel ist sehr lang und mit zwei kräftigen, herausschraubbaren Dornen versehen, damit das Ganze nicht rutscht. Das Pedal ist ein sehr einfacher Vertreter seiner Zunft mit Riemenantrieb, lässt sich aber immer – hin bezüglich Federspannung und Anschlagswinkel verstellen. Das Hi-Hat-Kontrollpedal ist ein einfaches Bodenmodell, das ebenfalls mithilfe zweier Dornen am Verrutschen gehindert werden kann, ansonsten lässt sich hier so gut wie nichts justieren.

Das Pedal kann auch Footsplash-Sounds erzeugen, und es gibt eine Besonderheit: Der Hi-Hat-Kanal kann nämlich auf Bassdrum-Pedal-Modus umgestellt werden, wodurch Double-Bassdrum-Orgien nichts im Wege steht! Das Hi-Hat-Pad erzeugt in diesem Modus natürlich nur Schläge auf die geschlossene Hi-Hat – ausprobieren kann man das ganze anhand von Kit Nr. 3, es lässt sich aber auch bei jedem anderen Kit aktivieren.

Produkt: Sticks 07-08/2019
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