Zildjians mächtiges Effect-Crash

Zildjian 22″ Crash Of Doom: Monster-Crash XXL im Test

zildjian 22" crash of doom(Bild: Dieter Stork)

Die Zildjian-„Crash Of Doom“-Cymbals erfreuen sich schon lange als mächtige Effectsound-Crashes bei vielen Drummern großer Beliebtheit. Die erste Version wurde anfangs der 2000er-Jahre in Zusammenarbeit mit Jazz-Drummer Dennis Chambers entwickelt, der in China ein extrem trashy klingendes Cymbal gefunden hatte, auf dessen Basis man den ultimativen FX-Crash-Sound weiterentwickelte.

2002 präsentierte Zildjian dann mit dem 20″ FX Oriental Crash of Doom ein echtes „Monster Crash“, dass mit einem exotischen Klangcharakter und einer eigenwilligen Optik durch eine spezielle, klangformende Bearbeitung aufwartet. Das Cymbal im Traditional-Finish wird in einem breiten Randbereich unregelmäßig ausgeformt, so dass sich ein eigenwilliger „Schlapphut-Look“ ergibt. 2004 folgte dann eine 18″-Version, die sich als ein kleines bisschen „braver“ und nicht ganz so tief klingend präsentierte. Mit dem neuen 22″ Crash of Doom stellt Zildjian den Fans von FX-Sounds jetzt ein wahres „Monster Crash XXL“ zur Verfügung, das die besonderen Klangqualitäten und den speziellen Charakter dieser Cymbals noch weiter ins Extreme führt. Klingt so ein drohender Untergang?

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Technisches

Selbstverständlich zeigt auch die 22″-Version das eigenwillig und individuell gestaltete Profil mit dem charakteristischen, unregelmäßigen und welligen Randbereich. Auch dieses Cymbal gehört mit nur etwas über 1 mm Stärke zur „Thin“-Kategorie. Auf Ober- und Unterseite ist neben dem konzentrischen Abdrehmuster, ähnlich dem der „A Zildjian“-Serie, ein unregelmäßiges und unterschiedlich tiefes Hämmerungsmuster zu erkennen. In den Vertiefungen sind einige dunkle Schattierungen durch kleine, nicht abgedrehte Bereiche sichtbar.

Klangliches

Dies ist kein Crash-Cymbal für die Sensiblen, sondern für alle, die einen außerordentlich dunklen, mächtigen und tief wabernden Crash-Akzent setzen wollen, der die Musik zu dominieren weiß. Das dünne 22″ Crash of Doom spricht (mit Sticks angespielt) explosiv und für seine Größe doch erstaunlich schnell an. Mit tief und grollend ausklingendem Sustain liefert es eine mächtige Klangfülle. Der Crash-Akzent insgesamt ist schon recht trashy und bietet flatternde, dunkle Klangschattierungen.

Im Ausklang zeigt es sich interessanterweise eher harmonisch, mit einem tief rauschenden Klanganteil und einer lang schwebenden Modulation. Aufgrund seiner Größe liegt es natürlich nahe, es auch einmal als Ride einzusetzen. Zu hören sind allerdings eher beste „Crash Ride“-Patterns, da der Ping des Attacksounds doch recht stark vom Anteil des Rauschens überlagert wird. Dies Crash-Ride-Sounds sind allerdings auch sehr schön „eigenwillig“ und können in einigen Styles von Rock/Metal bis Avantgarde Jazz sicherlich gut eingesetzt werden.

Mit Filzschlägeln gespielt liefert es bereits in unterer Dynamik einen sehr breiten, dunklen Klangteppich, steigert man die Intensität, so macht das Cymbal richtig auf und entwickelt einen an Gongs erinnernden, aufrauschenden Sound. Das ist sicherlich auch für klassische Schlagwerker interessant.

Fazit

Auch das 22″ FX Oriental Crash of Doom bietet den exotischen Klangcharakter, den die Liebhaber spezieller Effectsounds zu schätzen wissen. Dieser breite, dunkle und gerne auch explosive Monster-Crash-Sound-XXL ist sicherlich in vielen Musikstilen von Klassik über Pop/Rock bis Metal als markantes Statement ausgezeichnet einsetzbar.

Facts

Hersteller

Zildjian

Herkunftsland

USA

Serie/Modell

FX Oriental/22″ Crash of Doom

Bronze

B20

Vertrieb

M&T, Musik & Technik Marburg

Internet

Preis (UvP)

€ 359,–


(aus STICKS 05-06/2019)

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