Groove-Workshop Aaron Comess: Spin Doctors - Two Princes

| Diethard Stein

 

Mit „Pocketful Of Kryptonite“ gelang den Spin Doctors der Durchbruch, allerdings erst nachdem die Videos zu ihren Songs „Little Miss Can’t Be Wrong“ und eben „Two Princes“ auf MTV in Heavy Rotation liefen.

In der klassischen Besetzung Sänger plus Gitarre/Bass/Drums überzeugt die Band mit viel Drive und hat in Aaron Comess einen Drummer der Extraklasse, der seine kraftvollen Grooves auch mit durchaus filigranen Elementen zu würzen verstand. Paradebeispiel dazu ist der Song „Two Princes“ mit seinen markanten Snaredrum/Hi-Hat-Ghost-Notes.

Notation 


Nach einem erstklassigen Intro-Fill, das durch die synkopische Akzentuierung einzelner Sechzehntel-Schläge sowie diverse eingebaute Zweiunddreißigstel-Riffs seine treibende Charakteristik erhält, wird von Drummer Aaron Comess im Prinzip während des kompletten Song-Verlaufs ein zweitaktiger Groove gespielt. Dessen Zweitaktigkeit entsteht allein durch den unterschiedlichen Einsatz der Bassdrum, dazu habe ich nach dem Intro-Fill die ersten vier Takte des A-Teils ausnotiert.
Neben basismäßig auf der Hi-Hat durchlaufend gespielten Achtelnoten und einem Snaredrum-Backbeat auf den üblichen Zählzeiten „2“ und „4“ spielt die Bassdrum in Takt 1 neben den Anschlägen auf der „1“ und „1und“ auf den Zählzeiten „2und“, „2a“ sowie „3und“. Im darauf folgenden zweiten Takt dagegen, neben der „1“/„1und“, auf den Zählzeiten „2a“ sowie „3e“.
Die vielen auf der Snaredrum zu diesem Basis-Pattern eingesetzten Ghost-Notes (hier durch überstarke Kompression der Mikrofone sehr deutlich und geradezu pumpend) sorgen für jede Menge Drive. Achtet darauf, dass der Rhythmus leicht ternär interpretiert wird. Dadurch kommt dieser wahrlich funky gespielte Groove sehr swingend rüber.

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