Workshop: Cajon für Schlagzeuger (12)

| Holger Mertin

Willkommen zu einer wichtigen Workshop-Folge der Serie „Bumm-Tschack für Cajón“ speziell für Drummer. Es gibt etliche Dinge, die einem beim Erlernen eines Instruments so richtig im Wege stehen können – so auch bei der Cajón!

Cajón No Go!


Diese „No Go“-Episode soll euch daher vor eurem persönlichen Cajón-Super-Gau bewahren. Ich habe dazu Foto-Motive ausgewählt, die meiner Meinung nach recht anschaulich die „Top 5“ der „Cajón No Gos“ demonstrieren – also dann mal los.

In Foto 1 sackt der Herr Cajón-Spieler in sich zusammen, man könnte meinen, er wolle sich verstecken. Die Beine sind zu eng beieinander und bieten den Händen somit keinen Platz zum Bespielen der Schlagfläche. Durch die in sich verschränkte Körperhaltung hat er Probleme, kraftvoll zu spielen, und wirkt unsicher.

In Foto 2 macht der Cajón-Spieler zwar einen aktiveren Eindruck, aber coole Grooves wird er mit dieser Spielhaltung wohl nicht zaubern können. Denn der Körper-Schwerpunkt ist viel zu weit vorne, und die Arme/ Hände berühren nur mit Mühe und Not die Schlagfläche – satte Sounds sind unmöglich!

Sitzt der Cajón-Spieler in Foto 2 zu weit vorne auf der Cajón, dann hat er es in Foto 3 leider in die andere Richtung hin übertrieben. Er befindet sich jetzt nämlich so weit hinten, dass seine Arme abermals übermäßig gestreckt sind und er zudem bei jeder Bewegung droht, nach hinten zu kippen – nicht wirklich entspannt, das Ganze. Die Beine/Füße könnten eventuell das Gewicht noch ausbalancieren, wenn sie weiter vorne stehen würden. Aber in dieser Bein/Fuß-Position befindet sich der ganze Körper ständig in Richtung rückwärts.

Das Foto 4 zeigt ein weiteres sehr übliches „No Go“: Und zwar gehen beim Bass-Schlag die Hände viel zu weit nach unten Das führt zu verspannten Schultern und einem matten Sound. Außerdem hat das unnötig große Bewegungen zur Folge, was Unruhe im Oberkörper stiftet – und das ist nicht nur unökonomisch, sondern darunter leidet auch das Timing! Der Bass-Schlag wird zwar etwas weiter unten in der Schlagfläche gespielt als die anderen Grundschläge, trotzdem findet alles immer noch in relativer Nähe zur Oberkante statt!

Zu guter Letzt möchte ich in Foto 5 das impulsive Spiel mit ungeeigneten „Hilfsmitteln“ wie massiven Drumsticks bemängeln. Das klingt nämlich ziemlich merkwürdig und zerstört zudem euer Instrument.

So weit, so gut? Oder etwa nicht? Checkt das bitte mal aus, damit ihr solche Fehler tunlichst vermeidet. Keep on Cajón-Drumming!

Viel Spaß beim Schlagzeugspielen auf der Cajon!

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