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50 Ways to leave your Lover by Steve Gadd

Dieses Mal stelle ich euch einen der wohl berühmtesten Schlagzeug-Grooves vor, gespielt von Drummer-Legende Steve Gadd beim Song „50 Ways To Leave Your Lover“ von Paul Simon.

Diverse Versionen zu diesem Groove findet ihr auf YouTube, den hier notierten Rhythmus habe ich Steve Gadds Lehr-Video „Up Close“ entnommen.

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Notenbeispiel 1 zeigt den insgesamt zweitaktigen Groove, der auftaktig mit einem klassischen Rudiment beginnt, dem so genannten „Five Stroke Roll“. Dieser besteht aus insgesamt fünf Schlägen, die – wie bei Rolls üblich – mit jeweils zwei Double Strokes der rechten und linken Hand sowie einem Single Stroke-Abschlag ausgeführt werden: RRLLR. Spieltechnik: Um Double Strokes in dieser Geschwindigkeit spielen zu können, bedarf es einer speziellen Spielechnik, der so genannten „Bounce“- Technik.

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Dabei wird der erste Schlag „normal“ aus einer Bewegung des Unterarms heraus gespielt, anschließend springt der Stock beim Aufschlag auf das Fell durch den Rebound-Effekt nach oben zurück und öffnet dabei die Finger. Bei diesem Bewegungsablauf ist es wichtig darauf zu achten, dass der Stock die Finger öffnet und nicht umgekehrt die Finger versuchen den Stock in die gewünschte Richtung zu ziehen. Der zweite Schlag wird nun nur noch durch das Zuschnappen der Finger ausgeführt, wobei sich das Handgelenk dabei nicht bewegt. In der ersten Takthälfte des Grooves auf den Zählzeiten „1“ und „2“ kommen Hand/Fuß-Kombinationen zum Einsatz, je nach Betrachtungsweise eine Dreiergruppe mit RF/LF-LH-RH sowie eine Sechsergruppe mit LF-RH-LH-RH-RF-RF/RH.

Übetipp: Das Beherrschen von Hand/Fuß-Kombinationen gehört zu den wesentlichen Techniken des Schlagzeugspiels, weil es bei Grooves und Fills stets um die Koordination zwischen den Händen und den Füßen geht. In den Notenbeispielen 2.1 bis 2.12 ist eine der essenziellen Übungen in verschiedenen Ausführungen für das Entwickeln dieser Spieltechnik notiert. Es handelt sich dabei um „normale“, zwischen den Händen und den Füßen aufgeteilt gespielte Single Strokes.

Insgesamt gibt es zwölf Möglichkeiten, einen Single Stroke zwischen den beiden Händen und Füßen aufgeteilt zu spielen. Die Notenbeispiele 2.1 bis 2.12 zeigen diese einzelnen Patterns: Die rechte Hand beginnt und spielt abwechselnd mit dem rechten Fuß, dem linken Fuß und der linken Hand. Anschlie- ßend beginnt die linke Hand: LH-LF, LH-RF, LH-RH etc. Nun beginnt ihr mit den Fü- ßen: RF-RH, RF-LH, RF-LF bzw. LF-LH, LF-RH, LF-RF.

Wichtig ist es, darauf zu achten, welche Hand bzw. welcher Fuß dabei beginnt und somit vom Gefühl her führt. Das jeweilige Pattern hört sich im Endeffekt zwar gleich an, egal ob es mit der Hand oder einem Fuß begonnen wurde, im rhythmischen Zusammenhang ist es dagegen von sehr großer Bedeutung, wie die Figur begonnen wurde, denn die jeweils beginnende Hand oder der beginnende Fuß sind stets der Bezugs- bzw. Ausgangspunkt des Bewegungsablaufes. Anwendung: Alle von den Händen gespielten Schläge sind hier auf der Snaredrum notiert, ihr könnt sie natürlich auch am Drumset verteilt spielen.

Der linke Fuß kann zudem z. B. auf der mit dem Fuß getretenen Hi-Hat oder auch auf dem DoubleBassdrum-Pedal gespielt werden. Ihr könnt die einzelnen Figuren auch miteinander kombinieren. In Notenbeispiel 3 ist eine spezielle Kombination notiert, die es in sich hat: RH-RF-LH-LF. Beginnt beim Üben zunächst in einem langsamen Tempo und versucht dieses mit der Zeit bis hin zu Rolls zu steigern.

Zurück zum ursprünglichen Steve Gadd „50 Ways …“-Groove: Die Zweitaktigkeit entsteht durch die unterschiedlichen Patterns auf der Zählzeit „4“ in beiden Takten. Während in Takt 2, wie im Auftakt, der „Five Stroke Roll“ zum Einsatz kommt, spielt Steve Gadd in Takt 1 auf der Zählzeit „4“ durchlaufende 1/16-Noten, wobei die erste 1/16-Note akzentuiert und zu zwei 1/32-Noten mit einem Double Stroke gedoppelt wird (auch „Drag“ genannt).

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