Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
STEWART COPELAND - Orchester-Rausch! +++ LUIS RIBEIRO (The World of Hans Zimmer) +++ YAMAHA Live Custom Hybrid Oak Drums +++ LP PRO Tambourines +++ K ZILDJIAN Cluster Crash Cymbals
Workshop

drummer @ work: Ben Gordon

Ben Gordon(Bild: Tom Schäfer)

Parkway Drive ist eine australische Metalcore-Band, die vor allem in Australien, England, USA und Deutschland sehr erfolgreich ist und die bis heute ca. 20 Millionen Platten weltweit verkauft hat. Drummer Ben Gordon stellten wir bereits in der STICKS-Ausgabe 01:2016 in einem ausführlichen Interview vor.

Für diese Folge meiner Workshop-Reihe „drummer@work“ habe ich drei von Bens Grooves transkribiert, die er in dem Song „Wild Eyes“ aus dem Album „Atlas“ spielt. Auf YouTube findet ihr die Live-Version des Titels unter „Zildjian On The Record – Ben Gordon of Parkway Drive on Atlas – Playthrough”.

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Notation

Notenbeispiel 1 zeigt den ab der Video-Zeit 00:49 gespielten Beat. Die rechte Hand akzentuiert auf dem auf der rechten Seite des Drumsets platzierten China-Cymbal durchlaufende Viertelnoten. Den Clou des Grooves bilden die hierzu mit dem Double-Bassdrum-Pedal und einem abwechselnden Single Stroke-Handsatz gespielten Sechzehntel- Triolen auf den Zählzeiten „1“ und „3“ im ersten und dritten Takt. Da die linke Hand zu diesem Pattern den Snaredrum-Backbeat auf der Zählzeit „3“ platziert, erscheint der Beat insgesamt im Halftime Feel.

In Takt 2 des Rhythmus werden die Bassdrum- Akzente neben dem weiterhin in durchlaufenden Viertelnoten akzentuierten China-Cymbal sowie dem Snaredrum-Backbeat auf drei Anschläge auf den Zählzeiten „2und“/„2a“ sowie „3und“ reduziert. Auf diese Weise entsteht ein markantes Entspannungsgefühl, zumal auf der Zählzeit „1“ ebenfalls kein Bassdrum-Akzent gesetzt ist und dieser Umstand für viel „Luft“ sorgt.

In Takt 3 hingegen erfolgt eine Spannungssteigerung durch die auf allen Viertelnoten durchlaufend auf der Bassdrum gespielten jeweils ersten fünf Sechzehntel-Triolen.

Notenbeispiel 2: Im weiteren Verlauf des Songs kommt der hier notierte Blastbeat zum Einsatz, das Tempo der Viertelnoten hat sich nahezu verdoppelt. Die Snaredrum-Backbeats werden synchron mit der halb geöffneten Hi Hat angeschlagen und liegen auf allen „und“-Offbeat-Zählzeiten.

Dazu wird die Bassdrum mit dem rechten Fuß auf allen Viertelnoten-Zählzeiten akzentuiert. Die Raffinesse dieses Beats besteht darin, dass zusätzlich zum oben beschriebenen Pattern mit dem linken Fuß auf den Sechzehntel-Zählzeiten „2e“ sowie „4e“ ein weiterer Bassdrum-Akzent platziert wird, der dem Groove einen besonderen Kick verleiht.

Notenbeispiel 3 zeigt den nach dem in Notenbeispiel 2 gezeigten Pattern den im Anschluss an diesen Part eingesetzten Groove. Beide Hände spielen nun mit dem „Single Stroke“-Handsatz abwechselnd durchlaufende Sechzehntel-Noten, wobei die rechte Hand auf dem Ride-Cymbal und die linke Hand auf der Snaredrum gespielt werden. Auf diese Weise wird das Tempo vom Feel her nochmals verdoppelt, da die Snaredrum-Backbeats nun auf allen „e“- und „a“-Sechzehntel-Zählzeiten liegen. Die Bassdrum wird hierzu mit beiden Füßen abwechselnd gespielt. So entsteht das klassische Blastbeat-Pattern.

Ben Gordon Noten


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