Produkt: When The Curtain Falls – Greta Van Fleet
When The Curtain Falls – Greta Van Fleet
When The Curtain Falls: Hol Dir die Playalong-Versionen des Hits von Greta Van Fleet!
Drum-Workshop Benny Greb

Benny Greb: Moving Parts

 

(Bild: Axel Mikolajczak)

Benny Greb zählt sicherlich zu den angesagtesten deutschen Drummern. Neben seiner Arbeit mit verschiedenen Musikern wie Ron Spielmann, Stoppok, Nils Wülker oder der Band Blue Touch Paper ist er weltweit unterwegs und hat zudem bereits auch einige CDs unter eigenem Namen veröffentlicht.

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Mittlerweile konzentriert sich Benny vor allem auf sein eigenes Trio mit dem Namen Moving Parts, das er mit den bri – tischen Musikern Kit Downes (Keyboards) und Chris Montague (Gitarre) gegründet hat. Ziel dieses Band-Projekts ist eine Musik mit Groove-orientiertem Sound, über den mit jazzigem Feel bzw. entsprechender Attitude improvisiert wird, wobei elektronische Sounds wesentlicher Bestandteil des Konzeptes sind. Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Band-Konzeptes ist dabei das miteinander Jammen und Ausprobieren. So bieten die insgesamt acht Titel des Albums auch jede Menge Klangfarben und GrooveElemente von „straight ahead“ bis zum Free-Style, und dabei kommt das Ganze extrem dicht und kraftvoll daher. Für Freunde eines spannenden und abwechslungsreichen Sounds, weg von den konventionellen Mainstream-Konventionen, ist dieses Debüt-Album der Band sehr empfehlenswert. Ebenso natürlich für alle Fans von Bennys exzellentem DrumsetSpiel mit seinen kreativen, coolen Grooves und Fills. Einige davon habe ich nachfolgend zusammengestellt.

Stabila

Notenbeispiel 1: Das Markante bei diesem Beat ist die durchlaufende Hi-Hat-Öffnung auf allen „e“-Sechzehntel-Zählzeiten. Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls ostinat umgesetzten mit dem linken Fuß getretenen Hi-Hat-Pattern auf allen „und“-Zählzeiten entsteht ein interessantes rhythmisches Konstrukt. Die darüber gelegten konventionellen Snaredrum-Backbeats auf den Zählzeiten „2“ und „4“ sowie die relativ sparsam eingesetzten Bassdrum-Akzente bestimmen das Pulsgefühl des Beats.

Notenbeispiel 2: Im weiteren Song-Verlauf kommt der hier notierte Groove zur Anwendung, wobei sich das Tempo der Viertelnoten anfangs etwas verlangsamt. Der Clou des Beats besteht in einem ostinaten Pattern, das aus zwei unterschiedlichen Figuren mit ternärer und binärer Rhythmik zusammengebaut ist und dadurch für jede Menge rhythmische Spannung sorgt. Zum einen werden auf einer X-Hat durchlaufende Achteltriolen, also in ternärer Rhythmik, angeschlagen, während dazu zum anderen die mit dem linken Fuß getretene Hi-Hat auf allen binären Achtel-„und“-Zählzeiten gespielt wird. Dazu sorgen die als Rimclicks gespielten Snaredrum-Backbeats für die rhythmische Basisstruktur, unterstützt von diversen, sparsam platzierten BassdrumAkzenten. Diese Bassdrum/SnaredrumAnschläge werden auf den ViertelnotenZählzeiten gesetzt, die sowohl von der binären als auch der ternären Rhythmik gleichermaßen besetzt werden und damit also die binäre und ternäre Rhythmik miteinander verbinden.

noation

Bunker

Notenbeispiel 3: Hier habe ich versucht, die ersten beiden Takte der von den Drums gespielten Figuren zu notieren, wobei es in erster Linie um das von der Snaredrum und der Bassdrum gespielte Pattern in Takt 1 geht. Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei um eine Figur, die jeweils aus einer 4er-Gruppe von Zweiunddreißigstel-Noten sowie einer 3er-Gruppe von SechzehntelTriolen besteht. Diese Figur ist bei diesem Tempo sehr schwer exakt herauszuhören, aber ich denke, dass auch hierbei die von Benny häufig verwendete Kombination binärer und ternärer Rhythmik zum Einsatz kommt. Hinsichtlich der Akzente bzw. der Phrasierung bietet sich bei beiden Figuren das Sticking R-L-L-R-L-R-L bzw. RF-LF-LF-RFLF-RF-LF sowie als Abschluss wiederum RF an. Oft setzt man solche Figuren nach dem sogenannten „Landing Point“-Konzept ein, bei dem ein eingeübter Bewegungsablauf von Schlägen zwischen einer bekannten und einfachen Figur, z. B. Viertelnoten, platziert wird. Ein wirkliches Cooles Pattern!

Notenbeispiel 4: Mit Einsatz des Grooves kommt der hier notierte Beat zum Einsatz. Markant sind die Fill-Patterns auf der Zähleit „4“ in Takt 2 sowie der Zählzeit „1“ im darauffolgenden Takt. Auch hier spielt Benny wieder mit einer Kombination aus ternärer und binärer Rhythmik und verwendet Zweiunddreißigstel-Noten und Sechzehntel-Triolen in einer Figur. SOULFOOD Notenbeispiel 5: Die auf den „e“- und „a“-Zählzeiten notierten SechzehntelNoten werden ternär interpretiert. Das Song-Intro steht im 6/4-Takt, während das darüber gelegte Gitarren/Keyboard-Pattern hinsichtlich der rhythmischen Schwerpunkte im 3/4-Takt ausgeführt wird. Die als Rimclicks gespielten Snaredrum-Backbeats stehen auf den Zählzeiten „2“, „4“ und „6“. Die synkopisch platzierten Bassdrum-Akzente auf den Zählzeiten „1a“, „2und“/„2a“, „4a“ und „5a“ sorgen für die Vorwärtsbewegung des Beats und verleihen ihm einen leicht fließenden Charakter. Die diversen Snaredrum-Ghost-Notes unterstützen den Flow des Grooves, und für Spannung sorgt zudem die Pause auf der Zählzeit „3“.

Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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