Produkt: Sticks Digital 05-06/2019
Sticks Digital 05-06/2019
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Bumm-Tschack für Cajon: Akzente (1)

Cajon-Workshop für Schlagzeuger (10)

In den nächsten beiden Workshop-Folgen von „Bumm-Tschack für Cajon“, dem Cajon-Workshop speziell für Drummer, möchte ich mich dem Thema „Betonungen“ bzw. „Akzente“ widmen. Mir geht es dabei um die spieltechnischen sowie auch die musikalischen Aspekte.

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Durch Betonung bzw. Hervorheben eines Schlags verändern sich nämlich sowohl der Bewegungsablauf beim Spielen als auch der Groove-Charakter eines Patterns. Wird ein Schlag an einer für den jeweiligen Groove untypischen Stelle betont bzw. akzentuiert, so spricht man von einer Synkope. Was also passiert eigentlich mit unserer Spieltechnik und unserem Groove, wenn wir einen Schlag besonders hervorheben?

Folgendes: Durch die größere Ausholbewegung verlagert sich die Körper-Balance. Gleichzeitig verändert sich auch das Tempo der Bewegung. Denn um im Timing zu bleiben, muss eine größere (!) Strecke in der gleichen (!) Zeit zurückgelegt werden. Eine Betonung ist somit nicht nur eine rein musikalische Angelegenheit, sondern eigentlich ein motorisch hochkomplexer Vorgang.

DIE BEWEGUNGSABLÄUFE

Die Ausholbewegungen zwischen betonten und unbetonten Schlägen unterscheiden sich (wie bereits angedeutet) in der Größe bzw. Weite der Bewegung. Bei gleichbleibendem Tempo werden unbetonte Schläge normalerweise kleiner ausgeführt als betonte Schläge.

Foto 1

In Foto 1 seht ihr den Bereich, den die rechte Hand bei einem normalen, unbetonten Schlag ungefähr zurücklegt. Die linke Hand verharrt zum Vergleich in der Ausgangsposition. Natürlich spielen der eigene Spielstil und die Lautstärke der Musik eine wichtige Rolle dabei, wie weit sich die Hände beim Ausholen von der Cajón entfernen – das Foto dient daher als grobe Richtlinie.

Foto 2

In Foto 2 seht ihr die Ausholbewegung für einen im Vergleich dazu betonten Schlag. Wie ihr seht, entfernt sich die Hand hier weiter von der Schlagfläche. Um also betonte und unbetonte Schläge im Zusammenspiel zu üben, hilft es, sich an der Größe der Ausholbewegung zu orientieren. Macht euch hierfür eine imaginäre „Markierung“, bis wohin die Hand gehen soll. Verfolgt daraufhin visuell aufmerksam jeden Schlag.

ÜBUNGEN/BEISPIELE

Die folgenden Übungen beziehen sich auf „Hand To Hand“-Patterns mit Tip-Schlägen. Ihr solltet alle Patterns auch mit Bass-Schlägen und Open Tones üben!


In Beispiel 1 beginnt das Pattern mit einem betonten Schlag, gefolgt von drei unbetonten. Übt das Beispiel mal beginnend mit der rechten und mal mit der linken Hand (macht das bitte auch bei den beiden folgenden Übungen).
In Beispiel 2 übt ihr eine Betonung des ersten und dritten „Offbeats“. Auch hier ist das Verhältnis „ein betonter Schlag auf drei unbetonte Schläge“.
Das Beispiel 3 zeigt eine typische Samba-Phrasierung mit zwei (!) aufeinanderfolgen[1]den Betonungen bzw. Akzenten.

Mein Tipp: Übt die Patterns zunächst trocken, das heißt ohne Musik und dann mit Musik. Alle drei Beispiele sind nahezu universell einsetzbar!

Alle Beispiele gibt es hier auch zum Anhören in Audio-Beispielen. <

Viel Spaß beim Üben! //

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Produkt: Sticks Digital 11-12/2019
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