Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
MARK SCHULMAN – Stadion-Rock mit Pink! +++ Nicholas Collins +++ Richie Gajate-Garcia +++ REPORT: Dresdner Drum & Bass Festival 2019 +++ LUDWIG Heirloom Anniversary Snaredrum +++ UFIP Experience Balst Cymbals +++ MAPEX Design Lab Cherry Bomb Drums 2470
Drum Essentials

Chad Smith Warm-Up-Pattern

Chad Smith machte sich in erster Linie einen Namen als Drummer der kalifornischen Funk-Rockband Red Hot Chili Peppers, der er seit 1988 angehört. Er spielt zudem auch mit seinem eigenen Projekt Bombastic Meatbeats sowie bei der Hardrock-Band Chickenfoot und arbeitete auch mit vielen anderen Musikern wie dem legendären Johnny Cash, den Dixie Chicks, Produzent Rick Rubin und Bassist/Sänger Glenn Hughes. Chads charakteristische Art des powervollen Funk/Rock-Drummings hat viele Drummer nachhaltig beeinflusst.

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In dieser „Drum Essentials“-Folge stelle ich euch ein wunderbares Koordinations-Pattern vor, das Chad u. a. zum Warmspielen vor seinen Shows verwendet und bei dem alle Extremitäten beteiligt sind. Durch das Pattern wird bei richtigem Training im Laufe der Zeit nicht nur die Koordination und Balance zwischen Händen und Füßen weiterentwickelt, sondern auch die Ausdauer und Schnelligkeit verbessert.

Zum besseren Verständnis und zur Nachvollziehbarkeit könnt ihr euch die Notenbeispiele anhören.

 

Notenbeispiel 1 zeigt das von beiden Füßen und der rechten Hand gespielte Ausgangs-Pattern. Beide Füße spielen dabei abwechselnd durchlaufende Sechzehntel-Noten, wobei der Hi-Hat spielende linke Fuß beginnt. Der Clou ist, dass mit der rechten Hand steady auf dem Floor-Tom angeschlagen wird und somit durch das Zusammenspiel mit dem auf der Bassdrum gespielten rechten Fuß soundmäßig ein Double-Bassdrum-Effekt erzeugt wird.

Schlagzeugnoten für Chad Smith

Notenbeispiel 2: Die Ausgangsfigur aus Beispiel 1 wird nun durch mit der linken Hand gespielte Akzente ergänzt, die abwechselnd zwischen der Snaredrum und Tom 1 hin- und herwandern. In Takt 1 wechseln die jeweils zwei Sechzehntel-Noten-Anschläge der linken Hand pro Viertelnote. In Takt 2 dagegen werden auf den ersten drei Einzelschläge der Viertelnoten-Zählzeiten abwechselnd zwischen der Snaredrum und Tom 1 im Abstand von 3erGruppen von Sechzehntel-Noten platziert.

ÜBETIPPS

  • Das Pattern aus Beispiel 1 solange langsam üben, bis ihr es sicher spielen könnt.
  • Dazu dann mit der linken Hand alle möglichen Anschläge aus den Sechzehntel-Basis-Patterns der Reihe nach spielen, angefangen bei den „Einer“-Schlägen.
  • Später könnt ihr dann ungerade Akzentgruppen wie 3er oder 5er etc. darüberlegen.
  • Wichtig ist es, die Figuren langsam zu üben, auf die genaue Ausführung zu achten und das Tempo erst allmählich zu steigern. Die Schnelligkeit entwickelt sich sozusagen als Nebenprodukt und hängt davon ab, wie sehr ihr die Bewegungsabläufe verinnerlicht und automatisiert habt.
  • Über das in Beispiel 1 gezeigte Ausgangs-Pattern können natürlich auch alle anderen denkbaren Stickings gelegt werden: durchlaufende Singles, Doubles, Paradiddles etc.
Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Wie soll man bei dieser Übung zusätzlich Singles, Doubles oder Paradiddles drüberspielen, wenn die rechte Hand schon für die Standtom belegt ist? Mit einem durchlaufenden Doublebass-Pattern geht das….so wie beschreiben aber nicht!

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