Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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drummer @ work

Workshop Benny Greb: 1/32-Groove-Pattern

(Bild: Axel Mikolajczak)

Drummer Benny Greb ist in der internationalen Drummer-Szene sicherlich allseits bekannt, ist er doch einer der weltweit agierenden, angesagten Drum Clinicians, erfolgreicher Drum-Lehrbuch-Autor und als Drummer in vielseitigen Musikprojekten beschäftigt, u. a. seiner eigenen Band Moving Parts.

Speziell die Art seiner kreativen Beat-Ideen und ganz besonders deren individuelle, unverkennbare und groovige Umsetzung am Drumset sind Bennys Markenzeichen. Benny ist sicherlich kein Schlagzeuger, den man engagiert, um irgendetwas Beliebiges nachzutrommeln, sondern weil er so spielt wie er spielt!

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Für diese „drummer@work“-Folge habe ich einen coolen Groove ausgesucht, den Benny auf seinem Instagram-Channel präsentiert. Der Beat basiert auf einem mit Paradiddle-Handsatz auf der Hi-Hat, der Snaredrum sowie der Bassdrum umgesetzten Zweiunddreißigstel-Pattern. Neben der verwendeten Dynamik mit lauten und leisen Schlägen kommt zudem das Stilmittel der Substitution zur Anwendung, d. h., dass einzelne hier ursprünglich mit der rechten oder linken Hand gespielten Schläge durch die mit dem linken Fuß getretene Hi-Hat bzw. der mit dem rechten Fuß gespielten Bassdrum ersetzt werden. Insgesamt erzeugt der Beat trotz kompaktem Charakter seiner Rhythmisierung in Zweiunddreißgstel-Noten ein sehr filigranes Feel.

Das Groove-Pattern im Detail

Notenbeispiel 1 zeigt die Ausgangsfigur: Der in einem 2/4-Takt über durchlaufende Sechzehntel-Noten rhythmisierte Single Paradiddle in seiner 2. Variation mit dem Sticking a) RLLR–LRRL bzw. b) in seiner Umkehrung LRRL–RLLR. Die Anschläge auf den Viertelnoten-Zählzeiten werden akzentuiert, während die restlichen Schläge recht leise gespielt werden.

Aus dieser Paradiddle-Version werden nun einzelne Parts verwendet, die ich in den Notenbeispielen 2 bis 4 notiert habe. Bei der Interpretation der einzelnen Patterns werden alle mit der rechten Hand gespielten Schläge auf der geschlossenen Hi-Hat und alle mit der linken Hand gespielten Schläge auf der Snaredrum platziert.

Die Notenbeispiele 2 und 3 zeigen dabei die erste Hälfte des Paradiddles mit dem Sticking RLLR, wobei der eigentlich mit der rechten Hand gespielte vierte Anschlag durch einen Anschlag mit der mit dem linken Fuß getretenen Hi-Hat (Notenbeispiel 2) bzw. der mit dem rechten angeschlagenen Bassdrum ersetzt wird (Notenbeispiel 3).

Das Notenbeispiel 4 zeigt die erste Hälfte der Umkehrung mit dem Sticking LRRL.

Notenbeispiel 5: Zu Beginn des Beats spielt die rechte Hand synchron zur Bassdrum auf der leicht geöffneten Hi-Hat. Die oben gezeigten Patterns kommen in dem hier notierten Groove ab der Zählzeit „2“ in Zweiunddreißigstel-Noten rhythmisiert zum Einsatz. Pro Achtelnoten-Zählzeit kommt es dabei zu einem Einsatz der in den Notenbeispielen 2 bis 4 gezeigten Patterns. Zur besseren Übersicht habe ich unter jeder Figur das jeweils verwendete Pattern gekennzeichnet.

Tipps
Am besten anfangs die verschiedenen Patterns zunächst einzeln üben. Mit fortschreitender Sicherheit dann z. B. erst einmal die beiden Patterns auf der Zählzeit „2“ des Grooves spielen und wiederholen.
Sehr effektiv ist es auch, die einzelnen Figuren bzw. Patterns – anders als im vorgestellten Groove vorgesehen – improvisatorisch über das komplette Drumset zu verteilen.

Viel Spaß mit diesem coolen Drum Beat!

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