Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Fitness-Workshop

Fit for Drums: Warm-up Basics (1)

Florian Fochs(Bild: © Corina Schwaab-Wiesel)

Willkommen zu einer neuen Workshop-Folge von „Fit for Drums“! Viele von euch werden es kennen, dass die nächste Schlagzeug-Unterrichtsstunde ansteht und man ziemlich gestresst und abgehetzt vom bisherigen Tagesverlauf ankommt. Jetzt habt ihr vielleicht nur noch wenige Minuten bis ihr mit eurem Lehrer zusammen los legt. Doch eure Situation und eure Verfassung lassen erahnen, dass ein konzentriertes Lernen nur schwer möglich sein wird.

Außerdem wollt ihr im Unterricht ja keine Zeit verlieren, indem ihr euch erst mal ein paar Minuten am Set abreagiert, bevor ihr dann für den Unterrichtsstoff aufnahmefähig seid. Was könnt ihr also in der kurzen Zeit, die euch bis zum Stundenbeginn bleibt, tun, um eure Verfassung zu ändern? Ein kurzes und schnelles, aber zielgerichtetes Warm-up mit entsprechenden Übungen für den ganzen Körper hilft euch, in nur wenigen Minuten aus dem gestressten Zustand in einen konzentrierten und aufnahmefähigen Modus zu gelangen. Hierzu habe ich in dieser Workshop-Folge ein paar Übungen für euch vorbereitet.

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Ganzheitliche Warm-Up-Übungen

Die Übungen sind ganzheitlich angelegt, so dass sie den gesamten Körper vorbereiten. Einerseits wird die Muskulatur aktiviert, aufgewärmt und gelockert, andererseits sorgt die hohe Bewegungsintensität für einen schnellen Stressabbau und eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit.

Wir beginnen mit einem „Klassiker“ aus dem sportlichen Bereich – dem Hampelmann. Stellt euch mit geschlossenen Füßen aufrecht hin und lasst die Arme am Körper entlang nach unten hängen (Foto 1).

Florian Fochs
Foto 1: Hampelmann I

Springt nun mit den Füßen nach außen und nehmt gleichzeitig die Arme über den Kopf, so dass ihr während der Landung mit den Füßen gleichzeitig über dem Kopf in die Hände klatscht (Foto 2).

Florian Fochs
Foto 2: Hampelmann II

Wer von euch eine Metronom-App auf dem Smart Phone hat, kann den Hampelmann auf den Click machen. Auf den Zählzeiten „1“ und „3“ sind die Füße außen und die Hände über dem Kopf, auf „2“ und „4“ sind die Füße zusammen und die Hände entlang des Körpers. Wenn ihr bei Tempo Viertel = 100 bpm diese Übung eine Minute lang durchführt, spürt ihr nicht nur eine gewisse Anstrengung, sondern zusätzlich auch die ersten entspannten mentalen Reaktionen.

Der gesamte Körper wird angeregt, die Muskeln in den Fußgelenken, den Beinen, den Schultern und den Armen werden aktiviert. Gleichzeitig trainiert ihr die Koordination und das Timing. Atmet kurz durch und führt einen zweiten Durchgang von einer Minute durch.

Als nächstes führt ihr Fußgelenkläufe auf der Stelle durch (Foto 3). Dabei rollt der rechte Fuß von der Sohle auf den Fußballen (Spitze) ohne den Boden zu verlassen. Das Knie wird bei dieser Bewegung leicht nach oben angewinkelt. Gleichzeitig dazu rollt der linke Fuß vom Fußballen wieder zurück auf die Sohle. Die Arme bewegt ihr wie beim Laufen mit der Bewegung mit. Stellt euch das Metronom erneut auf Tempo Viertel = 100 bpm. Der rechte Fuß beginnt dabei auf die Viertel und der linke folgt auf den Offbeat, so dass ihr jetzt in Achtelnoten lauft. Auch diese Übung bietet ein ganzheitliches Warm-up für die Fußgelenke, Beine, Schultern und Arme. Zudem ist der koordinative Aspekt hier nicht zu vernachlässigen. Wiederholt auch diese Übung zwei Mal mit je einer Minute Übungsdauer.

Florian Fochs
Foto 3: Fußgelenkläufe

Als nächstes kreist ihr mit beiden Armen gleichzeitig 15 – 20 Mal vorwärts und dann 15 – 20 Mal rückwärts, um vor allem die Schultern und Arme noch einmal zu lockern. Zum Abschluss kreist noch 15 – 20 Mal mit beiden Armen entgegengesetzt (Foto 4). Zum Start haltet beide Arme gestreckt nach oben. Beginnt mit beiden Armen gleichzeitig zu kreisen, der rechte Arm kreist rückwärts, der linke vorwärts. Nach all diesen Übungen werdet ihr mit einer ganz anderen Verfassung euren Unterricht absolvieren können. Ihr schafft es so, euch in sehr kurzer Zeit ganz gezielt aufzuwärmen, zu lockern und zu konzentrieren.

Florian Fochs
Foto 4: Armkreisen entgegengesetzt

Führt solche Übungsformen zum allgemeinen Warm-up aber nicht nur vor Unterrichtsstunden durch. Nehmt euch vor jedem Üben ein paar Minuten Zeit. Durch den optimalen körperlichen und mentalen Zustand werdet ihr sowohl im Unterricht als auch beim Üben einen größeren Lernerfolg haben. Welche Übungen ihr zusätzlich noch durchführen könnt, wenn ihr für das Warm-up etwas mehr Zeit habt, zeige ich euch in der nächsten Workshop-Folge von „Fit for Drums“.

Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne eine E-Mail an info@florianfochs.de. Bis zum nächsten Mal, entspannte Grüße, euer Flo.


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