Grooves und Fills vom Slipknot-Drummer

Joey Jordison: Double Bass Drumming

joey-jordison
FOTO: Youtube

In dieser Workshop-Folge von Grooves und Fills widmen wir uns einer echten Legende, wenn es um ordentliches „Geballer“ geht: Joey Jordison, der (nun leider Ex-)Drummer von Slipknot.

So gut wie jeder Metal-Freak kennt seinen Namen bzw. die Band. Joey Jordison hat bestimmt auch viele unter euch inspiriert und beeinflusst. Als Slipknot in der Metal-Szene 1999 mit ihrem Debüt-Album erstmals in Erscheinung traten, wollten viele unbedingt auch so schnelle Füße wie Joey haben … Da wir das schnelle, durchgehende Sechzehntel Double-Bassdrum-Gewitter als Groove in dieser Workshop-Reihe schon hinter uns gelassen haben, fiel meine Auswahl auch dieses Mal wieder auf einen etwas ungewöhnlicheren Groove.

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Übung 1: Ich habe mich für den Song „Purity“ vom Album „Slipknot“ entschieden, genauer gesagt den Groove in der Strophe. Das Tempo liegt bei ca. 164 bpm, der Groove startet im Song in etwa bei 00:50. Im Prinzip basiert dieser Groove eigentlich auf den „2 – 4“-Kombinationen zwischen Händen und Füßen, die wir uns in dieser Workshop-Reihe als Fill-ins schon einmal angeschaut hatten. Hier wird quasi ein Fill zu einem Groove gemacht.

Auf der „1“ spielt die rechte Hand ein SplashCymbal während die Füße einen R/L-Doppel – schlag machen. Es folgen vier Sechzehntel auf der Snaredrum. Nach einer SechzehntelKombination von zwei unten, zwei oben und wieder zwei unten wird der erste Takt von zwei Achtelnoten der Bassdrum (R/R) komplettiert. In Takt 2 des Grooves spielt Joey dann ein Splash-Cymbal auf Zählzeit „2“ und die Snaredrum auf Zählzeit „3“. Das Pattern wiederholt sich danach mehrfach.

Übung 2: Als Fill habe ich eine Passage aus dem Song „The Heretic Anthem“ vom Slipknot-Album „Iowa“ ausgewählt. Das Fill ist genau genommen eine Hommage an Drummer Dave Lombardo, der ein fast identisches Fill-in beim Slayer-Song „Angel Of Death“ spielt. Das Tempo liegt bei ca. 202 bpm, und das Fill beginnt bei 01:50. Es handelt sich um ein viertaktiges Fill. Joey beginnt mit durchgehenden Sechzehntel-Noten auf der Bassdrum, die linke Hand schlägt die Snaredrum auf Zählzeit „1“ an, und die rechte Hand spielt über das Bassdrum-Inferno Viertelnoten auf dem RideCymbal.

In Takt 3 kommen dann Sechstolen ins Spiel. Hier haben wir es wieder mit „2 oben – 2 unten“-Kombinationen zu tun. Ihr beginnt diesen Abschnitt mit den Händen und verteilt die Anschläge auf den Toms. Man kann im Original nicht genau ausmachen, welche Toms gespielt werden, daher ist das Fill einfach mit vier unterschiedlichen Toms ausnotiert. In Takt 4 kommt dann ein Abschlag auf die Snaredrum, gefolgt von vier Bassdrum-Schlägen. Zählzeit „4“ bleibt leer, daher die Viertelpause. Das Originaltempo ist schon sehr anspruchsvoll. Sowohl die Sechzehntel-Bassdrum-Figur als auch die Sechstolen-Kombination sind bei 202 bpm mörderisch. Hier heißt es wieder: Metronom auf ein angenehmes Tempo einstellen und langsam nach oben arbeiten! Um diesen „Apparat“ sauber spielen zu können, braucht es sicherlich so einiges an Übung – also nicht verzweifeln und am Ball bleiben!

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Wie immer an dieser Stelle: Viel Spaß und Erfolg beim Üben!

 

 

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