Produkt: Black Dog – Led Zeppelin
Black Dog – Led Zeppelin
Black Dog: Hol Dir die Playalong-Versionen des Klassikers von Led Zeppelin!

John Bonham Drum-Workshop

notenbeispiel

 

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Während der Arbeit am erschienen, unbedingt(!) empfehlenswerten DVD-Paket „Led Zeppelin“ fand Gitarrist Jimmy Page im Archiv auch einige Audioaufnahmen, die bei Konzerten der Band am 25. und 27. Juni 1972 im „Forum“ bzw. der „Long Beach Arena“ in Los Angeles gemacht worden waren. Angesichts der außergewöhnlichen musikalischen Klasse und der sehr „lebendigen“ Atmosphäre entschlossen sich Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones dazu, sie zusätzlich zur DVD in Form einer 3-CD-Box zu veröffentlichen. „How The West Was Won“ (Atlantic/Warner-Music) bietet 150 Minuten ausgezeichnet produzierter Live-Musik und wird jedem Fan exzellent gespielter Rock-Musik sicherlich das Herz aufgehen lassen.

Auf CD 3 von „How The West Was Won“ finden sich grandiose Aufnahmen der Led Zeppelin Klassiker „Rock’n’Roll“ und „Whole Lotta Love“. „Rock’n’Roll“ (Tempo: ¼ = 170 – 175 b.p.m.) beginnt mit einem rasanten, beidhändig parallel auf Snaredrum und Hi-Hat gespielten Intro (Notenbeispiel 1). John Bonham beginnt nicht auf der „1“ sondern auf der „3und“ mit diesem typischen Rock’n’Roll-Beat, ähnlich Earl Palmers Beat bei Little Richards „Keep On Rockin’“, allerdings wesentlich heavier ge-spielt. Die Akzente setzt John Bonham genau dort, wo die später einsetzende Gitarre die Akkorde platziert, man meint geradezu, das Gitarren-Riff schon zu hören. Beginnt beim Üben in einem langsamen Tempo, denn um den richtigen Groove zu erzielen (vor allem bei dieser heavy Spielweise) müssen rechte und linke Hand absolut synchron gespielt werden!

Das Notenbeispiel 2 zeigt die ersten zwölf Takte des Songs, also das Band-Intro vor der ersten Strophe. So schlicht dies in der Notation aussieht, so selten habe ich einen Drummer mehr „geradeaus“ trommeln hören, als bei diesem Song. Dazu betont John Bonham die ¼ innerhalb seiner 1/8-Hi-Hat-Noten, und ab dem dritten Takt bleibt er bei seinem festen Bassdrum/Snaredrumattern, das einfach perfekt mit Bass und Gitarre harmoniert und unerhört „schiebt“.

In Notenbeispiel 3 seht ihr den zweitaktigen Groove der ersten Gesangs-Strophe, wobei auch hier wieder das nun veränderte Bassdrum-Pattern (die „3und“ im jeweils zweiten Takt wird nur gelegentlich gespielt) die Gesangs-Linie von Robert Plant und das Gitarren-Riff von Jimmy Page elegant verknüpft. Das Notenbeispiel 4 zeigt das Fill-in am Ende der ersten Strophe. Bei der 23minütigen (!) Version von „Whole Lotta Love“ wird ein ganzes Arsenal von Rock’n’Roll Cover-Songs eingeflochten.

Im Notenbeispiel 5 seht ihr den Drum-Einstieg zum Refrain (Tempo: ¼ = 97 b.p.m.). Das Notenbeispiel 6 zeigt die Rhythmik des Gitarren-Riffs der Strophe. Wenn ihr diese Rhythmik trommelt, seid ihr zwar rhythmisch absolut „im Bilde“, aber – Hand aufs Herz –wem von euch wäre denn der dazu von John Bonham gespielte Groove eingefallen, wie ihr ihn in Notenbeispiel 7 sehen könnt? Einfach genial, wie er das Gitarren-Riff interpretiert. Eine seiner Variationen dieses Drum-Grooves zeigt das Notenbeispiel 8.

In Notenbeispiel 9 seht ihr das Fill-in, das John Bonham nach der ersten Hälfte der Stro-phe spielt. Sechstolen und 1/8-Triolen sind die Notenwerte, die er hierbei verwendet, wo-durch er einen unheimlichen Kontrast zum Basic-Groove des Songs und dem hier weiter gespielten Gitarren-Riff schafft.

In Notenbeispiel 10 habe ich einen Bonham-Groove notiert, der sehr stark nach Joseph „Zigaboo“ Modeliste von den Meters bzw. nach New Orleans Second-Line Feel klingt. Hier ist sauberste Bassdrum-Technik gefragt, und John spielt hier schnell und locker zu den 1/8-Noten auf der Ride-Cymbal-Cup (Tempo:¼ = 120 b.p.m.) Auch hier kommen wieder einmal sein präsenter Snaredrum-Sound sowie der unglaublich „große“ und durchsetzungsstarke Sound seiner Bassdrum mit geschlossenem Frontfell voll zur Geltung.

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