JAM Track des Tages

Kid Rock Play Along: All Summer Long

Kid Rock, der Ex-Ehemann von Pamela Anderson, stürmte mit einer höchst eigenartigen Crossover-Coverversion der Klassiker „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd und “Werewolves Of London” von Warren Zevon die Charts.

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Kurios ist, dass sein absolut gelungenes Album „Rock N Roll Jesus“ bereits rund zehn Monate alt ist und erst in diesem Jahr in Europa so richtig durchstartet – bis in die Top 10 der Album-Charts. Gute Musik wird eben nie alt.

„All Summer Long“ erzählt von einem unbeschwerten Sommer 1989, in dem sich der Erzähler unsterblich in ein Girl verliebt, sich die heißen Nächte mit Joints versüßt, ständig „Sweet Home Alabama“ hört und mit seiner Liebsten inbrünstig mitsingt. Ein 1A-Vorwand, um in dem Song ungeniert Gitarrenund Piano-Riffs des Lynyrd-Skynyrd-Originals zu zitieren. Das markante Piano-Riff aus dem Intro, das auch im Song-Verlauf immer wieder auftaucht, ist übrigens ebenfalls geklaut und stammt aus Warren Zevons Song „Werewolves Of London“ (1978). Und auch der gesamte Aufbau des Songs ähnelt „Sweet Home Alabama“ verblüffend.

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Notation

Markant für diesen Song ist das aus synkopisch dominant auf den „e“- und „a“-1/16-Noten der Viertelnoten-Zählzeiten „1“, „2“ und „3“ gespielte IntroFill-in, das sich – leicht abgewandelt auf den Zählzeiten „2“ und „4“ – durch den kompletten Song zieht. Auch soundmäßig sehr markant, mit einem kuriosen leichtem Flam-Effekt, der eventuell durch eine Dopplung beim Aufnehmen oder produktionstechnische Bearbeitung im Studio entstanden ist.

Der Basis-Groove des Titels besteht neben auf der geschlossenen Hi-Hat durchlaufend gespielten Achtelnoten aus einem konventionellen Snaredrum-Backbeat auf „2“ und „4“, für die Variation und die Zweitaktigkeit des Grooves sorgen neben einer ostinat gespielten Hi-Hat-Öffnung auf der Zählzeit „4und“ jeweils im zweiten Takt die Bassdrum-Akzente.

Während im Intro sowie im Refrain des Songs die Bassdrum in Takt 1 jeweils auf den Zählzeiten „1“ und „3“ angespielt wird, so werden die Anschläge in Takt 2 auf der „1“ sowie synkopisch auf den Zählzeiten „3und“ sowie „4und“ platziert, wodurch viel Bewegung und Drive entsteht.

In der Strophe hingegen ist das Weglassen des Bassdrum-Akzents in Takt 1 auf der Zählzeit „3“ rhythmisch auffällig und sorgt hier hörtechnisch im Gegensatz zu Intro und Refrain für Raum und eine gewisse Ruhe des Strophen-Grooves.

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