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Training für die linke Hand

Left Hand Hi-Hat: Basics & Ausdauer

Left hand Hi-Hat

Willkommen zu einem neuen Themenbereich in der „Left Hand Training“ Workshop-Serie. Ab dieser Folge und in den kommenden Folgen wird es speziell um das Spielen der Hi-Hat „mit links“ gehen.

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Hierzu möchte ich euch in dieser ersten Folge zum Thema „Left Hand Hi-Hat“ zu Beginn etwas von meiner persönlichen Philosophie mitgeben, weiterhin ein paar Basics und Tipps auflisten, und natürlich zum frömmlerischen Einstieg ein paar einfache, jedoch wirkungsvolle Groove-Beispiele zeigen, bei denen ihr in erster Linie eure Ausdauer in der linken Hand etwas trainieren könnt. Also, los geht’s, und wie immer: Links, 2, 3, 4!

>>Hier geht es zu den Videos und Soundfiles<<

Left Hand Hi-Hat

Wir Drummer kennen diese Spielweise eigentlich unter dem Begriff „open handed“. Warum ich jedoch lieber den Begriff „Left Hand Hi-Hat“ verwende, das möchte ich hier kurz erklären. Es scheint allgemein ein Phänomen zu sein, dass (fast) jeder Drummer bei dem Begriff „Open Hand“ oder „openhanded playing“ sofort an einen Drummer denkt, der die Hi-Hat mit links spielt und somit seine Sticks/Arme nicht überkreuzt, im Gegensatz zur „traditionellen“ Methode, mit der linken Hand unten für die Snare und der rechten Hand darüber gekreuzt für die Hi-Hat. Prominentestes Beispiel für das „openhanded playing“ wäre wohl Simon Phillips.

Denken wir uns doch mal, aus Sicht des Spielers, diese überkreuzte Position und stellen uns vor, dass wir im Setup eine 2. Snaredrum links neben der Hi-Hat spielen. Somit sind unsere Arme nicht mehr gekreuzt, also „openhanded“. Ein weiteres Beispiel wäre das Ride-Cymbal, welches üblicherweise rechts im Set positioniert ist und somit mit der rechten Hand gespielt wird, also wieder „openhanded“. Gleiches Phänomen gilt auch bei Fills und Bewegungen über Toms. Auch hier überkreuzen wir unsere Arme nicht, um so eine viel bessere Bewegungsfreiheit zu haben – also: „openhanded“.

Bei genauerer Betrachtung kann dieser Begriff also schon für etwas Verwirrung sorgen. Aus diesem Grund bezeichne ich meine Spielweise, Übungen und Beispiele immer mit „Left Hand Hi-Hat“, denn somit sagt der Name schon etwas Konkretes über die Position meiner linken Hand aus.

Tipps

Bevor wir zu den ersten Groove-Beispielen kommen, möchte ich euch noch ein paar grundsätzliche Tipps geben, damit das Spielen der Hi-Hat mit der linken Hand nicht zur Quälerei wird.

  1. Baut das Hi-Hat-Stativ niedriger, damit die linke Hand bzw. der linke Arm auch eine angenehme Position beim Spielen hat. Durch die gewohnte Höhe ist es zwar beim Überkreuzspielen für die rechte Hand einfacher, jedoch für die linke Hand auf Dauer sehr anstrengend.
  2. Überprüft die Position der Hi-Hat. Wo steht sie? Direkt neben der Snaredrum? Oder ist da noch eine Lücke? Durch diesen Abstand wird sich auch die Position deines linken Arms verändern, was ebenso anstrengend werden kann.
  3. Achtet darauf, wie der Stock auf die Hi-Hat trifft. Mit dem Schaft oder mit der Stockspitze? Vergleicht dies auch mit eurer gewohnten Spielweise „mit rechts“.
  4. Überprüft die Position des Handgelenks und der Stockhaltung in der linken Hand. Es sollte weder ein Knick im Handgelenk zu sehen sein, und der Stock sollte wie beim Spiel „mit rechts“ auch nicht zu fest gehalten werden.
  5. Achtet während des Spielens auf die Dynamik. Ist die Lautstärke der Hi-Hat beim Spielen mit links genauso laut/leise als würdest ihr sie wie gewohnt „mit rechts“ spielen?

Ausdauer für die linke Hand

Hier nun zum Einstieg drei einfache Groove- Beispiele, bei denen ihr die Ausdauer der linken Hand auf der Hi-Hat checken könnt. Achtet beim Spielen auf folgende Punkte: Stockposition, Armhöhe, Sound, Dynamik und Präzision!

Ich spiele zu Beginn meiner Übungen aus gutem Grund gerne einfache Grooves, damit ich mich während des Spielens auf die oben genannten Punkte konzentrieren kann. Später könnt ihr euch eure eigenen Grooves mit verschiedenen Bassdrum-Figuren oder auch Snaredrum-Variation überlegen und euch individuell steigern. Alle Beispiele sind hier ohne Tempoangaben, da jeder in seinem individuellen „Wohlfühltempo“ spielen soll. Versucht aber, jedes Beispiel 1 bis 2 Minuten durchzuhalten, ohne schneller oder langsamer zu werden!

Beispiel 1:

Achtel- und Sechzehntel-Groove

Im ersten Beispiel werden aus Achtelnoten im ersten Takt in einem zweiten Takt Sechzehntelnoten. Spiele jeden Takt zweimal (oder auch beliebig länger) und verdopple dann den Notenwert in der Hi-Hat. Beginne dann wieder im ersten Takt. Bassdrum (four on the floor) und Snaredrum (Backbeat) bleiben identisch. Im Video spiele ich diese Übung erst einmal langsam jeweils für zwei Takte, danach nochmals etwas schneller für jeweils vier Takte.

Noten

Beispiel 2:

Shuffle- und Triolen-Groove

Hier ein ternäres Beispiel mit Shuffle und Achteltriolen. Spiele auch hier wieder beide Grooves im Wechsel, für jeweils zwei, vier oder acht Takte. Bassdrum und Snaredrum bleiben in beiden Takten gleich, und auch das Tempo sollte sich nicht verändern. Die „Four on the floor“-Bassdrum ist hier wie ein Metronom. Im Videobeispiel zeige ich dies für jeweils vier Takte.

Noten

Beispiel 3:

Achtel- und Halftime-Shuffle

Dies ist ähnlich wie Beispiel 1, nur dass die Sechzehntel im zweiten Takt jetzt ternär gespielt werden, wir springen also von Achtelnoten in einen Sechzehntel-Shuffle. Achtet hier besonders auf die Dynamik der Hi-Hat im zweiten Takt! Ist die Hi-Hat hier zu laut, klingt diese Art von Groove nicht mehr cool. Wiederholt auch hier jeden Takt zwei, vier oder acht Mal, und beginnt dann wieder von vorne. Im Video seht ihr dieses Beispiel im 2-Takt-Schema.

Noten

Schickt mir wie immer gerne eure Fragen und Wünsche per E-Mail (s. u.). Bis zur nächsten Workshop-Folge wünsche ich euch alles Gute beim Training für die linke Hand, euer Patrick!


Patrick MetzgerPatrick Metzger ist Live- und Studio-Drummer, Schlagzeuglehrer, Dozent, Buchautor und Networker für Percussion Creativ e. V. Seit 2013 ist er Tour-Drummer für Schlagersängerin Beatrice Egli. Seine stilistische Vielfalt stellt er außerdem mit vielen musikalischen Projekten und Bands unter Beweis. Patrick ist seit 2014 ständiger redaktioneller Mitarbeiter und Workshop-Autor für STICKS.

mail@drumsolo.de

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