Workshop: Training für die linke Hand

Left Hand Hi-Hat: Koordination

Patrick Metzger
FOTO: Christian Weber

Willkommen zu einer weiteren Folge von „Left Hand Training“. Im nun schon 21. Teil geht es wie schon in den beiden letzten Folgen um das Spielen der Hi-Hat mit links, was für die in den meisten Fällen wohl schwächere Seite erst einmal etwas trainiert werden muss.

>> Den ganzen Workshop gibt es in der aktuellen STICKS <<

Ganz speziell reden wir in dieser Workshop- Folge von der Koordination der linken Hand (Hi-Hat) mit dem rechten Fuß (Bassdrum). Wer schon einmal versucht hat, wenn auch nur zum Spaß, einen Groove „open handed“ zu spielen, in dieser Weise jedoch gewöhnlich nicht spielt, der hat wahrscheinlich festgestellt, dass manche Bassdrum-Schläge nicht ganz sauber mit der Hi-Hat zusammenfallen. Woran dies liegen kann und wie man diese „Baustelle“ zumindest ein wenig beheben kann, will ich euch in dieser Folge erklären und zeigen. Also viel Spaß und wie immer: „Auf die Plätze, fertig – links“!

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Koordinations-Ebenen

Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne von „Koordinations-Ebenen“. Spielst du zum Beispiel Achtelnoten mit rechts auf dem Ride-Cymbal und trittst mit dem rechten Fuß beliebig die Bassdrum dazu, koordinierst du Hand und Fuß der rechten Körperseite. Also in der „senkrechten Ebene“. Schwieriger wird es jedoch dann in der „diagonalen Ebene“, wenn du die Hi-Hat mit links spielst und die Bassdrum mit dem rechten Fuß. Hier die Schläge immer genau zusammen auf den Punkt zu spielen und nicht zu „flammen“, ist schon etwas schwieriger und vor allem für uns Rechtshänder am Anfang vielleicht ungewohnt. In dieser „diagonalen Ebene“, also der Kombination von linker Hand und rechtem Fuß spielst du zwar körperlich (physisch) nicht gekreuzt, jedoch psychisch, also im Kopf. In allen Beispielen dieser Workshop-Folge läuft das Sticking auf Hi-Hat und Snaredrum durch, und die Bassdrum (rechter Fuß) wird beliebig dazu gespielt. Somit trainierst du nicht nur die Präzision, die Schläge exakt zusammen zu spielen, sondern auch die Flexibilität, da die Bassdrum ja nicht immer gespielt wird.

Eine kleine Regel

Bei allen Stickings dürfen oder sollten nie mehr als zwei Schläge hintereinander in einer Hand folgen. Dies kann nicht nur im schnelleren Tempo schwierig werden, sondern auch dann, wenn im zweiten Takt die Bassdrum mehrere Schläge spielen soll und die Hi-Hat doppelt.

>> Wichtig: Notenbeispiele im Heft beim Left Hand Training Workshop vertauscht!

Beispiel 1

Paradiddle Variation

Tempi: 72 bzw. 96 bpm (Viertel)

Beispiel 1 Left Hand Hi-Hat Koodination

Beispiel 1 ist ein Mix aus dem „Single Paradiddle“ mit dem Doppelschlag am Ende und dem „Inward Paradiddle“ mit dem „Diddle“ in der Mitte. Spiele also folgendes Sticking: LRLL RLRR – LRRL RLLR Auf der Snare (rechts) musst du zwischen Ghosting und Akzenten unterscheiden. Die Bassdrum spielt in Takt 1 nur auf Zählzeit „1“ und „3“, und im zweiten Takt alle Schläge zusammen mit der Hi-Hat, also mit deiner linken Hand. Du trainierst somit das genaue Zusammenspiel der linken Hand und dem rechten Fuß (diagonale Ebene im Körper).

Übe gegebenenfalls auch erst einmal nur das Sticking zwischen Hi-Hat und Snaredrum in einem langsamen Tempo, bis dies sicher läuft. Dann nimmst du die Bassdrum dazu und spielst nur den ersten Takt in Schleife. Dann kannst du den zweiten Takt ergänzen und das ganze Beispiel wie notiert üben. Die Bassdrum spielt also mal wenig und mal viel, aber immer nur zusammen mit der linken Hand.

[…]

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STICKS 11/2018

(Aus STICKS 11/2018)

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