Backing Tracks Linkin Park

Linkin Park Playalong: Castle Of Glass

Die Red Hot Chili Peppers verbanden Funk mit hartem Rock, Rage Against The Machine ergänzten diese Melange um zornigen Rap mit einer klaren politischen Message. Und Bands wie Tool, Primus, Faith No More oder Jane’s Addiction bereicherten ihre auf harten Gitarrenriffs aufgebaute Musik mit diversen Zutaten aus Stilrichungen außerhalb des Heavy Metal.

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So war bereits der Boden vorbereitet für Acts wie Korn, Limp Bizkit, Staind oder Linkin Park, die eine neue Stilrichtung generierten, die als „Nu Metal“ die Charts eroberte und deren Anfänge bis in die frühen 90er-Jahre zurückreichen.

Das erste Linkin-Park-Album „Hybrid Theory“ erschien 2000 und mischte Rap, Scratches und harte Gitarren-Riffs im ultratiefen Dropped-Db-Tuning zu einem Cocktail, der bei den Kids einschlug wie eine Bombe und sich millionenfach verkaufte. Hört man „Hybrid Theory“ mit einem Abstand von 13 Jahren, fällt auf, dass die mit Pro Tools aufgenommene Produktion nichts dem Zufall überlässt und mit der Tightness eines Sequenzers den Zuhörer überrollt. Das Zauberwort taucht auch in den Albumcredits auf: „Digital Editing: Brian ‚Big Bass‘ Gardner“! Von der Möglichkeit, im Prinzip jeden aufgenommenen Ton in Parametern wie Timing, Tonlänge und Lautstärke nachzubearbeiten, wurde exzessiv Gebrauch gemacht. Bei „Castle of Glass“, einer Singleauskoppelung aus dem 2012 erschienenen fünften Studioalbum „Living Things“, war Digital Editing gar nicht mehr nötig. Die Produktion kommt wohl fast komplett aus dem Sequencer, tragende Gitarren- oder Bass-Tracks sucht man vergeblich. Im Hintergrund ist ganze leise das Strumming einer akustischen Gitarre zu vernehmen. Drummer war Rob Bourden.

Notation

Zu Begin des Titels kommt eine Art maschinenmäßiger Loop zur Anwendung; markant sind die Backbeat-Betonungen auf allen „+“-Zählzeiten. Im Gegensatz zum doch eher getragenen 4/4-Feel des Gesangs im A-Teil des Songs entsteht auf diese Weise vom Groove her ein Doubletime-Feel und im Mix insgesamt ein spannendes rhythmisches Gemisch. Mit Beginn des zweiten A-Teils wird dem Basis-Loop-Beat auf den Zählzeiten „1“/“1a“ sowie „3“/“3a“ ein tiefer Sound hinzugefügt, die Rhythmik insgesamt gewinnt an Farbe. Vier Takte vor dem Beginn des dritten A-Parts kommen ab der CD-Zeit 01:30 die „richtigen“ Drums dazu und verstärken den Loop-Groove. Die Hi-Hat ist allerdings im Gesamt-Mix nicht wirklich auszumachen.

—> Hier geht’s zum PLAY ALONG Download <—

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