Meinl Artist Concept Luke Holland Bullet Stack

Luke Holland Drum Workshop: Groove und Ak­zen­tu­ie­rung

Unser heutiger Drum Workshop beschäftigt sich mit dem Groove von Luke Holland. Der 1993 geborene, US-amerikanische Drummer gehört zu den YouTube-Stars der internationalen Schlagzeuger-Szene. Seinen YouTube-Channel verzeichnet mittlerweile über 361.000 Abonnenten.

Von 2013 bis zum Herbst 2016 war Luke Mitglied der Metalcore-Band The Word alive, aktuell gründet er eine neue Band mit Gitarrist Taylor Larson. 2016 spielte Luke Holland mit dem Gitarren-Virtuosen Jason Richardson dessen Debütalbum „I“ ein und tourte mit Jason im Frühjahr 2017. Zu dieser Zusammenarbeit mit Jason Richardson gibt es ebenfalls ein beeindruckendes YouTube-Video.

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NOTENBEISPIEL

Wie es bei Promo-Videos üblich ist, wird hier ein spezielles Instrument, in diesem Fall das Meine Artist Concept Model Luke Holland Bullet Stack beim Einsatz in einem Groove gezeigt, um dessen klangliche Möglichkeiten zu präsentieren.

Schlagzeug lernen mit Luke Holland: Es handelt sich bei diesem Pattern um einen zweitaktigen Beat, der aus durchlaufend gespielten Sechzehntel- Noten besteht. Diese Sechzehntel-Noten werden vom Sticking her mit diversen Paradiddle-Handsätzen umgesetzt, wobei einzelne Anschläge statt mit den Händen mit der Bassdrum oder auch gleichzeitig mit der Bassdrum gespielt bzw. angeschlagen werden.

Zudem spielt für den Charakter und Klangeindruck dieses Beats neben der Orchestrierung auch die Dynamik der einzelnen Anschläge eine sehr entscheidende Rolle, speziell der Einsatz von vielen Snaredrum Ghost-Notes.

Takt 1: Das den Sechzehntel-Noten zugrundeliegende Paradiddle-Sticking lautet:

R-L-L-R/L-R-R-L/L-R-R-L/R-L-L-R

Auf den Zählzeiten „1“ und „2“ kommt demnach die zweite Paradiddle-Grundform zur Anwendung, auf den Zählzeiten „3“ und „4“ die Umkehrung dieser zweiten Paradiddle-Grundform. Mithilfe der oben erwähnten Stilmittel wird dieses Sticking nun modifiziert: Auf der Zählzeit „1“ wird der Cymbal-Anschlag der rechten Hand durch einen Bassdrum- Akzent gedoppelt, die Zählzeiten „1e“/„1und“ werden als Snaredrum-Ghost-Notes umgesetzt, und auf der „1a“ wird der Schlag der rechten Hand durch einen Bassdrum-Akzent ersetzt.

Die Anschläge der Zählzeit „2“ werden komplett zwischen der Snaredrum und der Hi- Hat aufgespielt, die „2a“ wird dabei wiederum als Snaredrum-Ghost-Note umgesetzt. Bei dem auf der Viertelnoten-Zählzeit „3“ gespielten Sticking werden die Anschläge der rechten Hand durch Bassdrum-Akzente  ersetzt, und dabei wird der zweite Bassdrum- Anschlag durch eine geöffnete Hi-Hat mit der rechten Hand gedoppelt, die auf der Zählzeit „4“ wieder geschlossen wird. Der Backbeat auf der Zählzeit „4“ wird mit der rechten Hand auf der Snaredrum platziert, die nachfolgenden Ghost-Notes werden mit der linken Hand auf der Snaredrum gespielt, und der ursprüngliche Anschlag der rechten Hand wird auf der „4a“ durch einen Bassdrum-Akzent substituiert.

Takt 2: Auf die gleiche Weise lässt sich die Umsetzung des basismäßig in Takt 2 verwendeten Stickings nachvollziehen:

R-L-L-R/L-R-L-L/R-L-L-R/L-R-L-L

Der komplette Groove läuft zwar über zwei Takte, dadurch jedoch, dass Luke den Crash- Cymbal-Akzent auf der Zählzeit „1“ des ersten Taktes lediglich alle vier Takte platziert und bei der Wiederholung des zweitaktigen Beats ab Takt 3 auf der Zählzeit „1“ stattdessen jeweils das „Bullet Stack“ akzentuiert,  entsteht insgesamt der größere rhythmische Bogen einer viertaktigen Figur.

Fazit: Ein wirklich cooles Pattern, vor allen Dingen in diesem Tempo der Viertelnoten gespielt!

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